Als Mensch in einem Körper zu leben und mit allen Sinnen die Wunder des Lebens zu genießen, ist nicht immer einfach. Es würde so gut tun, mit unseren Augen die Schönheit dieser Welt zu sehen und unser Herz lieben zu lassen. Die Menschen, mit denen wir unser Leben und unsere Welt teilen, nicht feindselig oder als Konkurrenz wahrzunehmen, sondern Gemeinsamkeit und Verbundenheit mit ihnen zu entdecken und zu feiern. Die Bereitschaft, unsere Ängste mit der Kraft unseres liebenden Herzens zu schmälern und aufzulösen, könnte Freude und Sinnlichkeit in den Mittelpunkt unseres Lebens bringen.

Von Michaele Kuhn

Wie kann das gehen?

Ist nicht unser Leben oft eine Last, ein Hamsterrad, in dem wir vergeblich nach Glück, Liebe und Erfüllung streben? Unser Körper reagiert mit Schmerzen, unsere Psyche mit Lustlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Und oft werden unsere Leiden chronisch und verhärten sich. Wir fühlen uns erschöpft und wissen keinen Ausweg mehr. Unsere Beziehungen fühlen sich leer an und sind anstrengend. Uns befällt eine tief reichende Einsamkeit. Wir finden kein Gehör und niemanden, der uns uneigennützig liebt. Unsere Sexualität wird zur Droge und verkümmert zu einem kurzzeitigen Aufputschmittel. Oft verlieren wir den Kontakt zu unserer sinnlichen Körperlichkeit ganz. Unsere Partnerschaft wird immer belastender und zerbricht vielleicht sogar. Wir finden keinen Halt in den Menschen und Dingen, die uns umgeben, und auch nicht in uns selbst.

Halt. Wie kommen wir aus dieser Sackgasse wieder heraus?

In der Schule wurden wir darauf nicht vorbereitet, und die Erfolgs- und Wohlfühlangebote der Industrie und Gesellschaft greifen nicht. Es braucht eine Schule des Lebens mit weisen Lehrern, die uns wieder in die Mitte unserer Kraft führen und unser Herz wieder als den Ort entdecken lassen, wo Liebe und Glück geboren werden. Dann erkennen wir in unserer Dankbarkeit die Freundlichkeit des Lebens. Lernen mit Aufmerksamkeit die Welt, unsere Mitmenschen, unsere Gefühle, Gedanken und unseren Körper neu kennen. Können mit geschärften Sinnen das Wunder unseres Leibes und der Natur erkennen und begreifen und uns als Teil des Ganzen fühlen. Liebe kann sich in uns ausbreiten und Frieden in unsere Gedanken und Gefühle tragen. Wir werden morgens aufwachen und uns auf den Tag freuen. Unsere Begegnungen werden wesentlich und das lange verloren geglaubte Glück gesellt sich ganz unbemerkt wieder zu uns und lächelt uns in die Augen.

Netzwerk ganzheitliche Gesundheit
Eine Idee nimmt Gestalt an

In Potsdam sind viele verschiedene Psychotherapeuten, Heiler, Heilpraktiker, Osteopathen und Ärzte zusammengekommen. Ihr Anliegen ist es, ein Netzwerk zu gründen, das sich zur Aufgabe macht, (hilfe-)suchende Menschen besser als bisher zu begleiten.

Die Heilkundigen möchten gemeinsam mit anderen Menschen erarbeiten, wie ein gesundes, bewusstes und heilsames Leben aussehen könnte und kann. Jetzt fand das erste Treffen der Potsdamer Therapeutinnen, Heilpraktiker, Ärztinnen und Interessierten aus verwandten Berufen statt.

Die 50 Anwesenden entwickelten sieben Arbeitsgruppen: Zusammenarbeit zwischen Alternativ- und Schulmedizin, Interdisziplinäre Zusammenarbeit für traumatisierte Menschen, Gründung eines Gesundheitshauses, Arbeit mit Musik und Bewegung, Interdisziplinäre Forschung, kollegiale Beratung und Öffentlichkeitsarbeit. Inzwischen hat sich schon einiges getan, Kooperationen entstehen und es gibt Ideen zu Aktivitäten und Veranstaltungen in Potsdam. Ziel weiterer Netzwerk-Veranstaltungen ist es, neben dem fachlichen Austausch, die Menschen in Potsdam anzusprechen und Foren zu schaffen für Persönlichkeitsbildung, Gesundheitsprävention, Ganzheitliche Medizin und die Verbreitung guter Nachrichten. Das nächste Treffen ist für Ende August geplant, weitere Veranstaltungen werden folgen. Ein Einstieg ist noch möglich.

Kontakt über Lydia Poppe, lydia@sein.de, www.sein-brandenburg.de

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