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Ein nettes Datum Ägyptens Präsident Mubarak, da in den Geschichtsbüchern verankert: 11.02.2011. Mit seinem Rücktritt ist nach Tunesien nun bereits das zweite Regime im Mittleren Osten durch eine friedliche Revolution gestürzt worden. Steht die arabische Welt an einem Wendepunkt? Auch in Jemen, Jordanien, Algerien, Marokko und dem Libanon brodelt es.

Friedliche Revolte

Die Revolten in Tunesien und Ägypten haben ein klares Zeichen gesetzt, die Bevölkerungen in den arabischen Ländern nehmen die jahrelange Unterdrückung nicht länger hin, ihre Unzufriedenheit hat einen kritischen Punkt erreicht. Damit löst das Jahr 2011 schon ein, was viele prognostizierten: Es beginnt als ein Jahr der sozialen Unruhen und Revolten.

Doch die Revolten setzten auch noch in anderer Hinsicht ein Zeichen und ein recht ermutigendes: Beide Aufstände waren erstaunlich friedlich. Weder die Demonstranten, noch die Militärs ließen sich zu Gewaltexessen hinreißen. Die Lage hätte ohne Weiteres auch eskalieren und in einem Blutbad enden können – genug aufgestaute Wut war vorhanden. Trotzdem demonstrierten hunderttausende Menschen größtenteils friedlich und waren gerade dadurch, vielleicht überhaupt nur deshalb so erfolgreich.

Die ägyptische Revolution hat eine hohe Symbolkraft für die ganze Region. Mubarak galt als derjenige Despot, der noch am Sichersten in seinem Amt saß. Nun hat sich gezeigt: Auch der Pharao kann gestürzt werden, kein Thron ist mehr sicher. Deshalb dürfte für einige Herrscher in den umliegenden Ländern die Luft nun dünn werden.

 

Die Macht der Masse

Ägypten hat gezeigt, dass auch eine Gewaltherrschaft mit friedlichen Massenprotesten besiegt werden kann. Wie selten zeigten die Bilder der Proteste, welche Kraft in der Solidarität vieler Menschen liegt. Mubarak kapitulierte nicht vor der Überlegenheit der Bevölkerung – die Waffen und Panzer waren auf seiner Seite – er kapitulierte vor der Aussichtslosigkeit, dieses Volk weiter unterdrücken zu können. Zu groß die Zahl, zu fest die Entschlossenheit und Solidarität. Dieses Volk war aufgestanden und es würde sich nicht wieder setzten, egal, wie viel Gewalt ihm angetan wird.

Die Kraft der Gemeinschaft, im Internet so oft beschworen – hier war sie auf der Straße zu sehen. Viele hunderttausende Demonstranten in jeder großen Stadt des Landes – wer würde sich dem entgegenstellen? Und wozu? Was wäre auch hierzulande alles durchsetzbar, mit einer solchen Solidarität in der Bevölkerung! Aber hier bringt höchstens der Castor-Transport mal ein paar wenige tausend Menschen zusammen…

Historische Wende

Es darf davon ausgegangen werden, dass die Ereignisse, die wir hier beobachten, historische Ausmaße annehmen werden. Und von allen Regionen in der Welt: Wer hätte geglaubt, dass gerade in der arabischen Welt die Zivilgesellschaft stark genug ist, einen solchen friedlichen Wandel herbeizuführen? Diese Region, für die viele Westler nach all der Terrorismus-Propaganda nur noch Angst oder Verachtung übrig hatten.

Für den Westen wird es nun spannend: Was wird geschehen in dieser Region? Was für ein System wird sich etablieren? Sehen wir bald liberale, freie Demokratien? Geht die Region einen neuen Weg, oder folgt sie dem Beispiel des Westens? Welche Rolle wird der Islam spielen?

Die Zeit des Wandels hat begonnen, nicht nur in der arabischen Welt.

 

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Eine Antwort

  1. burro

    lasst euch nicht täuschen. dies ist keine revolution. es ist ein inszinierter aufstand der genau passt zu der agenda der eliten. zum einten gibt es bereits eine agenda mit den namen „the new middle east“, zum anderen sind die wirkungen der aufstände zu betrachten. da wird geopolitisch destabiliziert in einer zone die hochgradig kriegsgefährdet ist. die us regierung hat bereits die navy vorort. israels regierung spricht von der einnahme des korridors zwischen egypten und israels. weiter haben die revolten in der region einen einfluss auf die finanzwelt und im speziellen auf die weitere abwertung des dollars. die fananzwelt konnte voraussehen, dass es zu hungeraufstände kommen würde aufgrund der produzierten inflation bei der nahrungsmittelpreisen. die us-regierung hat in den beiden grösseren bewegungen in egypten die finger drin. zur zeit ist die us-gestützte egyptische armee am ruder. das ganze ist nicht als eine grosse finanzpolitische und geostrategische show, welche lediglich das risiko läuft von den menschen der region als solche erkannt zu werden. aber auch dann würde die von der bevölkerung gewählte regierung sich der internationalen finanzpolitik der bankster unterwerfen. eine revolution ist nur möglich und das egal in welcher nation, wenn die regierungen von nationen sich das zurückholen was ihnen gehört: das recht geld zu drucken. dies ist ein recht, welcher der gemeinschaft angehört und nicht irgendwelchen privaten. sie finanzeliten sind vorbereitet iwf, uno und andere fordern bereits die ablösung des dollars durch eine weltwährung. die lösungen für die probleme stehen schon bereit um eben davon abzulenken um was es geht. das volk entscheidet über die geldproduktion und nicht irgendwelche eliten. solidarität mit den bevölkerungen im dieser region, mit den armen und leidenden dieser welt bedeutet somit die zurückeroberung des rechtes über die geldproduktion hier und weltweit. die aktuell herrschende finanzpolitik lässt keine zahlung der schulden zu, sie kann nur zur weiteren verschuldung führen und somit zur weiteren versklavung der bevölkerungen dieser welt. lasst euch nicht täuschen. wenn wichtige ereignisse auf dieser welt stattfinden sind sie seltenst zufällig, sondern meistens geplant. wenn wir es aber erkennen können auch wir ihre pläne zu unseren gunsten nützen. mögen die menschen sich erheben gegen finanz und militärindustriellen komplex und nicht nur gegen deren marionetten.

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