Mit Herzblut unterwegs für die Region – eine Liebesgeschichte…

von Lydia Poppe

Kaum zu glauben. Zehn Jahre ist es jetzt her, es war im Frühjahr 2010, als die Seite sein-brandenburg.de online ging. Eine kleine Umfrage zeigte damals, dass fast alle meine Potsdamer Bekannten und Freunde interessiert waren an Nachrichten und Veranstaltungen zu ganzheitlicher Gesundheit und bewusstem Leben. Seit 2004 war ich zwischen Wuppertal und Potsdam gependelt und lebte seit 2006 hier. Von Anfang an las ich das SEIN-Magazin.

Durch die Suche nach Angeboten für Meditation und Yoga reifte drei Jahre später in mir der Wunsch, auch ein Bewusstheits-Magazin herauszubringen, erst mal nur für Potsdam. Darum wendete ich mich an Aman, den SEIN-Herausgeber, wir führten die ersten Gespräche und ich merkte sofort: Hier bin ich richtig. Wir haben, anfangs noch zu zweit mit der Kollegin Natascha Feld aus der Uckermark, mit SEIN in Brandenburg ein Online-Magazin entwickelt, in dem erstmals aus der Region und für die Region Impulse für ein bewusstes, intuitives, heilsames Leben zu finden sind, angereichert mit klugen Einsichten und interessanten Angeboten. Die Seite wurde ständig weiterentwickelt.

Seit 2013 bin ich zudem einmal im Jahr die Print-Redakteurin des SEIN-Specials „Brandenburg“. Dieses Heft zeichnet sich durch etwas „bodenständigere“ Themen aus als das Berliner Heft und wird von der Prignitz bis in die Lausitz und vom Havelland bis Frankfurt an der Oder verteilt. Die ersten Jahre reiste ich noch mit dem Auto durchs weite Land, um die Auslagestellen nach und nach persönlich anzufahren.

Was mich motiviert: Schon immer habe ich viel gelesen und beschäftige mich seit dreißig Jahren mit Themen rund um bewusstes Leben und Sein, auch durch eigene vielfältige Praxis. Ein schwerer Schicksalsschlag lehrte mich vor zehn Jahren, dass immer Entwicklung und Wachstum geschehen können. So vieles ist möglich, also auch: glücklich zu werden inmitten der manchmal heftigen Wirbel und Strömungen. Jeder kann in sich selbst Schicht um Schicht die Schatten ablegen und die hellen Räume freilegen. Auch eine schwierige Kindheit oder Schicksalsschläge sind Erfahrungen, aus denen ich mich herausentwickeln und eine Kraft gewinnen kann, mit der viel möglich ist.

Spirituelles Brandenburg

Ich habe über die Jahre hinweg viele Erfahrungen gemacht mit den verschiedensten Seminarangeboten inmitten sattgrüner Landschaft und suche dazu immer wieder Brandenburger Seminarhäuser auf für ein Retreat oder einfach nur als Zwischenstation beim Wandern. Die Weite und die Öffnung, die die Seele in der Landschaft rund um Berlin erfährt, sind für mich Attribute dieser Region, die die Großstadt einfach nicht zu bieten hat. Wir alle wollen ja diese innere Öffnung – und diese Umgebung lädt förmlich dazu ein. In Brandenburgs Kleinstädten und Dörfern gibt es erstaunlich viele Nischen, in denen engagierte, wache Lehrer, Heilkundige und Begleiterinnen die Menschen beraten und Heilungsimpulse geben können.

Über die langen Jahre hinweg konnte ich in der Region viele interessante Menschen kennenlernen. Auch vielen Autoren bin ich persönlich begegnet. Eine Zeit lang ging ich mit SEIN-Redakteur Jörg samstags zu der spirituellen Lehrerin Karina Gerlach. Auf ihrem originellen Waldgrundstück in der Nähe des Seddiner Sees führt sie Umkehrgespräche nach Byron Katie durch. Bei Übernachtungen kann die Outdoor-Badewanne mit Blick zum Sonnenuntergang genutzt werden und beim abendlichen Blick über die Felder öffnet sich die Magie der Landschaft. Ein weiterer Ort, der mich beeindruckt hat, ist der Undinenhof im Havelland. Hier leben und arbeiten der Geomant Gregor Arzt und die Homöopathin Hendrikje Arzt. Man kann dort der Seele der Erde, der Pflanzen und Tiere begegnen, die eigene besser spüren lernen und die Natur einatmen am Rande eines der letzten Großtrappenreservate.

Naturverbundenes Leben

Auch ein Ort für Entspannung und Entschleunigung ist der blaue Bauwagen von Birte Böhnisch inmitten der wunderbaren Natur der Märkischen Schweiz. Sie vermittelt Heilkräuterkunde und alte Handwerkstechniken auf ihrem habondia-Hof mit dem Heile-Haus und führt ein naturverbundenes Leben in einer der schönsten Gegenden, die ich in Brandenburg kenne – ein Traum für lange Spaziergänge in berauschender Landschaft mit Seen und Bächen, Laubwäldern, Schluchten und Tälern, Feldern und Wiesen. Unvergessliche Radtouren führten mich durch die hügelige Landschaft der Uckermark hin zu besonderen Seminarorten wie dem Artemishof von Ursula Macht und der wunderschön restaurierten Breitenteicher Mühle. Die beanspruchte Großstädterin kann hier wieder zu sich finden, und die beschaulichen Dörfer, Feldsteinstraßen und Seen in der weiten Hügellandschaft wirken, als sei die Zeit stehen geblieben.

Viel Zeit habe ich seit fünfzehn Jahren im ZEGG verbracht. Das Seminarzentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung ist ein inspirierender Ort des Lernens und der inneren Ausbildung als Beitrag für Veränderungen und zum gesellschaftlichen Wandel. In der Gemeinschaft leben viele hellwache Menschen und es werden das ganze Jahr über Seminare und Festivals für lebendiges Lernen, Bewusstseinsentwicklung und persönliche Transformation – und zur Gestaltung einer nachhaltigen Kultur von innen heraus – durchgeführt. Mitten im Naturpark Hoher Fläming gelegen, sind von dort aus kontemplative Fußwege in alle Richtungen möglich – in eine einzigartige Landschaft mit Wäldern, Hügeln, eiszeitlichen Riesensteinen, sagenumwobenen Rummeltälern und klaren Quellbächen.

Auch viele Berliner ziehen raus in die Umgebung und eröffnen dort ihre Seminarzentren – wie beispielsweise Catarina Skirecki und Mario Hirt. Der schrieb unlängst im SEIN Brandenburg: „Der Hohe Fläming ist schon lange als ein Gebiet mit ganz eigenem Flair bekannt. Die Natur lädt zur Entschleunigung und zum Sein im Moment ein, und die Stille im Außen lässt den inneren Dialog manchmal zum ersten Mal hörbar und bewusst werden. Hier finden nicht nur Künstler, Spirituelle und jede Art von alternativ-denkenden Freigeistern ihr Zuhause, sondern für nahezu jeden bietet der Landstrich mit der ganz eigenen Energie etwas Anziehendes. Altes und Neues mischen sich – sowohl ideologisch als auch ganz praktisch. Jung und Alt leben ebenso zusammen wie unterschiedliche Gesinnungen und Hautfarben.“

Spiritualität tief im Alltag verankert

Immer wieder erlebte ich, dass viele Frauen hier tiefer, als ich es aus dem Westen kannte, mit naturverbundener keltischschamanischer Mystik verbunden sind. Oft ist diese Spiritualität tief im Alltag verankert. Ich gehe auch sehr gerne zu Fuß durch Potsdam oder erkunde mit dem Fahrrad die Winkel dieser ursprünglich nach geomantischen Gesichtspunkten angelegten Stadt mit ihrer Park- und Wasserlandschaft. Einige Jahre durfte ich hier auch die buddhistische Psychologie kennenlernen. Potsdam ist eine liebenswerte und faszinierende Stadt. Hier treffen schon lange der Duft der weiten, auch geistigen Welt und sehr vielfältige, auch ländlich aufgewachsene Menschen aufeinander. Viele Brandenburger tragen das Herz auf der Zunge, sind bodenständig und oft originell. Mit der Zeit habe ich eine Leidenschaft für die Region und ihre Menschen entwickelt, möchte hier etwas beitragen, gute Nachrichten verbreiten, die Angebote zu den Menschen bringen sowie die therapeutisch und spirituell arbeitenden Profis in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

Deshalb betreibe ich neben der Arbeit für SEIN ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit, und seit zweieinhalb Jahren gibt es das Potsdamer Netzwerk für ganzheitliche Gesundheit und Bewusstsein, das ich initiiert habe und koordiniere. Nach dem Erlebnistag für ganzheitliche Gesundheit und Bewusstsein mit fast vierzig Aktiven basteln wir jetzt an Impulsen für die Wässerung des „Mut- Keims“ und bauen eine eigene Website. Im SEIN-Team konnte ich meine Interessen und Gedanken immer einbringen. Für die Hilfe und tolle Kooperation mit dem One World Verlag bin ich sehr dankbar. Hier weht ein Geist, der nicht auf Konkurrenz und Hierarchie baut, sondern mich von Anfang an gewähren ließ und immer von einem weiten Herzen geprägt war und ist.

Die Verbundenheit im Team ist für mich nach wie vor sehr wichtig und ich erlebe Austausch und Wachstum in einer guten Gemeinschaft. Bitte helft uns, dass die wertvolle Arbeit für Berlin, Brandenburg und den gesamten deutschsprachigen Raum auch weiter Früchte tragen kann. Auch wir brauchen eine finanziell gesicherte Basis, um bestehen und für dich und viele andere da sein zu können. Wir freuen uns, wenn du, ganz nach deinen Möglichkeiten, einen kleinen oder größeren Beitrag beisteuerst. In dem, was SEIN mit all seinen Inhalten transportiert, liegt – in diesen Zeiten aktueller denn je – die Zukunft.

Netzwerk Ganzheitliche Gesundheit
Termin: Das nächste Potsdamer Netzwerktreffen findet am 6.6. um 15 Uhr statt.
Anmeldung: netzwerk@ ganzheitlich-gesund-potsdam.de

www.ganzheitlich-gesund-potsdam.de

Author: Oliver Bartsch

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Büro für Öffentlichkeitsarbeit
14482 Potsdam
kontakt@sein-brandenburg.de
0331-2731575

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Lydia Poppe ist ­Online-Redakteurin für SEIN-Brandenburg und hat ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit in Potsdam. Ihr Anliegen ist es, Menschen zusammenzubringen und die Themen ganzheitliche Gesundheit, Medizin, Körperarbeit, Ernährung, Psychotherapie, Coaching, Meditation und Bewusstseinsarbeit zu stärken und zugänglich zu machen.

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