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Warum auch Unternehmen Heilung benötigen

In einer erwachsenen Organisation, hat jeder Mensch seine Stärken entwickelt und ist sich seiner Schwächen bewusst, weiß um seine persönlichen Muster und Strukturen, Spielchen und Facetten, die er bzw. sie in der Vergangenheit eingesetzt hat, um eigene Ziele zu erreichen.

Diese wurden durch Authentizität ausgetauscht und in erwachsene zwischenmenschliche Bezüge gestellt. Die Menschen haben gelernt miteinander dem eigenen Wesen gerecht zu kommunizieren, ihre Wahrheiten und Gefühle, Empfindungen und Intuitionen auszudrücken, ohne zu dogmatisieren oder den anderen beeinflussen oder kontrollieren zu wollen. Im Team bekleidet jeder den ihm systemisch entsprechenden Platz, welches zu einer systemischen Ganzheit führt und eine sich gegenseitige unterstützende Synthese widerspiegelt, statt Konkurrenz und Missgunst zu reflektieren. Führungskräfte agieren im Sinne von solution focused management (lösungsorientiertes Management) ermöglichen aber auch ihren Mitarbeitern selbstbestimmte Schritte zu gehen. Allesamt bzw. jeder für sich hat sich seinem eigenem inneren Wesen entsprechend eingerichtet und kann so feststellen, wann er bzw. sie im bestmöglichen Arbeitsfluss allein und/oder mit den anderen steht.

Denkhaltung in einer erwachsenen Organisation

  • Jeder sitzt auf der Position, die ihm systemisch gehört!
  • Jeder nimmt im Team die Aufgabe an, die zu ihm passt!
  • Die gegenseitige Unterstützung basiert auf natürlichem Respekt und Werteschätzung.
  • Jeder ist wirklich erwachsen, und kann auch über seinen Schatten springen.
  • Die Kommunikation ist wertfrei.
  • Ausgeprägte Toleranz für die Vielfalt von Menschen.
  • Soziale Kompetenz als Basis der Kultur.

Das verletzte innere Kind

Grundsätzlich sind die Persönlichkeit und seine individuellen UrMotive bereits im Kind angelegt. Das Kind ist wesensgerecht, und meistens der ganze Stolz der Eltern. Mit wesensgerecht meine ich, dass das Kind eine Art Ur-Instinkt mit bringt, der ihm/ihr von innen heraus signalisiert „dieses oder jenes ist für mich persönlich stimmig!“ Ein Kind hat seine ureigenen Gefühle und bringt sie auch zum Ausdruck. Durch die Erziehung werden diese Anlagen und Potenziale verschüttet oder zugedeckt, ab-erzogen. Wir sprechen auch vom verletzten inneren Kind und von Vergesellschaftung.

„Alles sichtbare ist ein Gleichnis“ hat schon Goethe gesagt.

Wenn wir davon ausgehen, dass das innere Kind in direktem Zusammenhang mit dem Unbewussten steht, so kann ein verletztes inneres Kind mit den Hemmungen und Blockaden, die sich bis ins erwachsene Alter fortsetzen der Stolperstein für wirklichen Erfolg sein. Wenn wir weiter annehmen, dass das kollektive Unbewusste einer Organisation sich aus den vielen einzelnen Mitarbeitern zusammensetzt, so lässt sich der Schluss folgern, je mehr „verletzte Kinder“, desto weniger Erfolg.

Viele Menschen wurden durch die Erziehung und die Schule auf gesellschaftliche Ziele eingeschworen, die nichts mit ihrem individuellen und ursprünglichen Unbewussten zu tun haben. Diese Menschen haben sich an das Gesellschaftsbewusstsein angepasst, das eigentliche Lebensziel wurde verdrängt. Beispielsweise sind rein materielle Ziele sind nicht für jeden geeignet bzw. zufriedenstellend, so dass der Mensch sich langfristig mit dieser Anpassung an die gesellschaftlichen Vorgaben nicht identifizieren und wohlfühlen kann. In den vergangenen Jahrhunderten haben wir Einheitsmenschen entwickelt. Individualität, Kreativität, Eigenheiten und damit ein unbeachtetes Potenzial haben wir unter den Teppich der Gleichmachung gekehrt. Dieses Potenzial gilt es heute wieder zu bergen. Hier liegen überlebensnotwendige Potenziale für den Einzelnen sowie für die Organisation und die gesamte Gesellschaft.

Es ist daher notwendig, den einzelnen Menschen wieder in ihre wesensgerechte Individualität zurückzuführen, und mit ihnen Ziele zu vereinbaren, die sie auch nehmen können.

Oft wurde ein Beruf gewählt, der mit den eigenen Talenten, Fähigkeiten und Anlagen nichts zu tun hat. Dies führt im weiteren Leben zu mehrmaligen Umorientierungen und Stillstandszeiten.

Solange der Mensch sich im Gesellschaftsbewusstsein befindet, ist eine echte Eigenverantwortung nicht möglich. Viele sogenannte Erwachsene bleiben eigentlich Kinder und spielen eine Rolle, die sie sich im Laufe des Lebens angeeignet haben. Diese Rolle führt in eine Kompensation, die der Mensch ewig beibehalten würde, wären da nicht immer wieder die Einschnitte durch Krankheit, Trennungen oder andere Schicksalsschläge.

Um dieses Potenzial zu bergen und den nächsten gesellschaftlichen Entwicklungsschritt zu schaffen, sollte es Aufgabe einer neuen Organisationsentwicklung sein, möglichst viele Erwachsene, die ihre wesensgerechten Merkmale für sich definiert haben, zu vereinen. Das erfordert eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem eigenen Wesen aller Mitglieder einer Organisation.

Bekannte Methoden, wie beispielsweise die Transaktionsanalyse als Kommunikationsmodell werden für diesen Schritt nicht ausreichen, da sie zu sehr an der Oberfläche bleiben. Die erwachsene Ebene wird nicht wirklich mit dem gesprochenen Wort erreicht. Oftmals handeln daher vermeintlich Erwachsene in irrationaler Art und Weise, emotional und instinkthaft. Statt Vertrauen herrscht Kontrolle. Statt gelebter echter Synergie (1+1=11) kämpft man weiterhin im Wettstreit und Misstrauen.

 

Bewusstwerdung ist der einzige Weg die unbewusste Festplatte umzuschreiben.

Der Trick ist daher, das innere Kind zu heilen, zu befreien und wieder zu beleben. Sich als Erwachsener zu erleben und wieder zu spüren. Damit kehrt zunächst Vertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten und somit auch in die anderen in der Arbeitswelt.
Ein „befreiter“ oder wirklich Erwachsener kennt vor allem seine Stärken, hat sie entwickelt und steht zu seinen Schwächen. Er ist sich seines individuellen ICH´s und seiner 2-3 UrMotive wieder bewusst. Er weiß auch um die Spielchen, die er spielt, und die ihn schwächen oder erhöhen.

In der nächsten Stufe, dem Fühlbewusstsein, kann ein Mensch wieder ein gutes Gefühl für sich entwickeln. Er kann es erkennen und in das tägliche Leben und interagieren mit den Kollegen auf erwachsene Art mit einbringen. Zur gleichen Zeit heilt das innere Kind und die Ziele, die wirklich mit diesem Menschen zu tun haben, können erkannt, definiert und erreicht werden.

Um diese Schritte zu tun, gibt es eine Vielzahl von Coaching-Systemen und Therapieansätzen. Durch unsere jahrelange Erfahrung im Coaching von Einzelpersonen und Unternehmen haben wir das Kiening-Modell und die Kiening-Gefühlsmeditation entwickelt, die Menschen durch ihren eigenverantwortlichen Heilungs- und Entwicklungsprozess begleitet.

 

Der Weg zur Wesensgerechtigkeit

Nach dem Maßanzug ist die höchste Form des Lebens und Arbeitens jetzt der Weg der Wesensgerechtigkeit.

Folgende Stufen sind dafür nach dem im Kiening-Modell notwendig:

Kiening-Modell

Ob als Individuum oder im Kontext einer Organisation angewendet, das Erwachsenwerden ist ein sich selbst unterstützender Kreislauf und lässt sich beispielsweise wie folgt zum Leben erwecken:

  • nachhaltige Aktivierung der erfolgsorientierten Eigenverantwortung.
  • MitarbeiterInnen haben Ziele, die auch wirklich mit ihnen zu tun haben.
  • MitarbeiterInnen engagieren sich aus ganzem Herzen.
  • Glückpotential wird freigesetzt durch die Entfaltung wesensgerechter Anlagen.
  • Echtes Engagement statt Dienst nach Vorschrift.
  • Wachstum statt Deckelung.

Dazu bieten wir Organisationsentwicklung in verschiedenen Stufen, wobei wir Menschen wieder in die Wesensgerechtigkeit begleiten. Dieser Prozess kann mehrere Jahre dauern und verlangt ein hohes Maß an Flexibilität an die Organisation.

In einer erwachsenen Organisation sind die Folgen sehr deutlich abzulesen. Beispielsweise treten weniger Krankenstände auf, zusätzliche Erfolgs- und Leistungspotenziale können aktiviert werden dadurch steigert sich wiederum die Leistung sowie die Belastbarkeit, weniger Fehler und Fehlentscheidungen. Alles in allem ist der Erfolg eines der messbaren Resultate.

 

Beispiel Teamentwicklung

Wenn Teammitglieder um ihre Außenwirkung, ihre Spielchen, ihre Stärken und Schwächen wissen, können sie ihre Position im Team einnehmen, die Ihnen systemisch zusteht.

Daher beginnt Teamentwicklung mit Selbstreflexion.

Jeder bringt das ein, was er am Besten kann, und entwickelt vor allem ein Bewusstsein für die unterschiedlichen Teampositionen. Neben seiner eigentlichen Tätigkeit hat also jedes Teammitglied natürliche Fähigkeiten und eine bestimmte systemische Position.
Damit eine reibungslose Zusammenarbeit möglich ist, ist sich jeder seines Schatten bewusst, und kann auch einmal nachgeben. Dazu kommt die Verinnerlichung der wertefreien Kommunikation, so dass sich niemand unbewusst angegriffen fühlt.

Wenn alle mit einem guten Gefühl in die Arbeit gehen, kann sich auch ein gutes Arbeitsklima entwickeln. Das wiederum steht in direktem Zusammenhang mit der Produktivität.

 

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Bilder

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