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Mein urtiefes Leben als „MenschenMensch“

So möchte ich die Öffentlichkeit heute mit meinem Leben der – von der Fachwelt so genannten – bipolaren affektiven Störung sensibilisieren – in dem alten Fachjargon der Psychiatrie auch unter „extrem manisch-depressive Erkrankung“ bekannt. Und das ohne meine allzu sonst so poetisch-sprachlichen Durchwebungen – rein objektiv im Spiegel meines Selbst betrachtet. Obwohl ich bestimmt wieder zu Übertreibungen neige. Man möge es mir mit einem Lächeln verzeihen 😉

Auslöser dieser extremen übermenschlichen Sensibilität sind – zumindest im Ansatz erforscht – genetisch bedingte Störungen bzw. Zellfunktionen und Stoffe, die einfach im Körper fehlen bzw. vielleicht sogar zuviel vorhanden sind. Die Medizin sprach lange von einer Geisteskrankheit und stigmatisierte diese urtiefe Emotionsgabe – heute weiß man um den Fluch und Segen der extremsten körperlich wie geistigen Schwankungen, die man sich überhaupt als „normaler Mensch“ vorzustellen vermag. Ich nenne uns einfach „MenschenMenschen“ – also „Menschen hoch Zwei“ 😉

Viele bekannte Künstler (von van Gogh, Gauguin, Klimt, Picasso bis Dali), charismatische Redner (u.a. Churchill) oder auch aktuelle Sänger (wie z.B. Amy Whitehouse) litten und erfreuten sich ebenfalls gleichsam an der extremen Bipolarität, der Spannweite und Kluft ihrer inneren „Ich-Anteil-Felder“ – die es ja als Lernprozess unseres Lebens ruhig und geduldig sorgsam zu überbrücken gilt. 😉

 

Höhenflug

In der Manie und Hypermanie bzw. der unbeschreiblichen Hochstimmungphase ist für den jeweiligen Menschen ALLES möglich – es gibt keine Grenzen. Man ist einfach pur und voller Passion, völlig in einer Art von Verliebtheitstaumel. Man kann in nur wenigen Minuten Überzeugungskraft sogar mit dem Papst am Telefon sprechen – und man treibt fast übermenschlich und als vollkommen charismatischste Persönlichkeit JEDES Projekt um Lichtjahre den Berg hinauf – oder auch mal hinab. 😉 Hier verschwimmen nun alle Grenzen – und man wandelt fast übersinnlich in höheren Sphären, oftmals droht der Bodenverlust in engelsgleiche Gefilde und viele Bipolare schweben allzu sehr in religiöse oder mystische Visionen und Bereiche ab. Franz von Assisi war z.B ein perfektes Beispiel dafür. Mit all seiner „übersinnlichen“ Kraft und Überzeugung gründete er nackt im Wald tanzend seine Bruderschaft, die sodann von der Welt als Orden in Form einer Verstandes-Übernahme „verstrukturiert“ wurde – und den er als Gründer in tiefsten Depressionen verließ.

 

… und Depression

Hier kommen wir zu der entscheidenden zweiten polaren Urkraft, die als kraftvollstes dickes Gummiseil für diese unglaubliche Sprungdimension- und Katapultdynamik mit verantwortlich ist: Das Extrem der tiefsten Depression und Handlungsunfähigkeit. Die schwerste Lähmung aller vorangegangenen Hochsprünge, die tiefste Schwere in abgrundtiefstem Zweifel. Und gleichsam die komplementäre Kluft zwischen beiden Polkappen: dem inneren Nord- und Südpol. Und das innere Magnetfeld bzw. die Spannung dieser pursten Energie, die stets ZWISCHEN beiden Polen switcht – oder mächtig wie Gewitterblitze umherfliegt.

Man kann sich das Ganze wie eine runde, globusartige faradaysche Käfigkugel vorstellen, an denen oben und unten Spannungen sich entladen. Bei vielen bipolaren Menschen wechselt diese Spannung fast schon zyklisch und berechenbar – über Wochen und Monate hinweg. Immer hin und her. Und setzt dann mal sogar Jahre aus. Und bei wenigen einzelnen wechseln diese jedoch völlig impulsiv stündlich, täglich, wöchentlich…immer in neuen Stakkatos und kraftvollsten Blitzen. Dazwischen mal kurzsam völlige Ruhe, oftmals sehr lähmend, da durch diese unglaubliche emotionalen Blitze wahrhaft alles immer durcheinander kommt und emotional wirbelt. Das eigene Innere wie auch das gesamte Umfeld, das einen umgibt.

So auch
bei MIR.

😉

 

Kreativer Energiestrom

Yvelle von AlzheimIch bin einer der wenigen hochkreativen, noch nicht von der Medizin behandelten und mit Mega-Blockern kalt gestellten „Lebend-Meta-Sensiblen“, welche wohl die weiteste menschliche Spanne der Pole in einem extremen Blitzstakkato täglich und wöchentlich seit meinem 13. Lebensjahr aushält und langsam lernt, damit entspannter bzw. „alle beiden Pole umspannter“ zu leben. Ganz ohne ärztliche Behandlung und ohne jegliche Medikamente. Nur mit meiner fast übermenschlich metakreativen Ader 😉

Ich habe jedoch früh erkannt, dass meine Überkreativität, die ich DURCH meine sensibelste Bipolarität erlange und mit der ich schon als Kind meine Umwelt gleichsam völlig begeisterte wie auch überforderte – auch gleichzeitig mein aller stärkstes Überbrückungsventil der innigsten Kräfte ist. Um damit umzugehen. Ich also mit dem „speziellen kreativen Energiestrom, den meine bipolare Seele stets im Wechselstrom PROduziert, mich damit auch vollkommen selbst beschäftigen und gleichsam etwas herstellen kann, um mich damit eigenständig zu ernähren. Also stets meine Energie sinnvoll im Prozess zu nutzen und damit auch umzuwandeln.

Anfangs schon auf dem Gymnasium, als ich meine – durch das stete Schulschwänzen – gemalten Landschaftsbilder für Sympathie bei meinen Mitmenschen eintauschte, später meine zweitklassigen Abfallbilder des „Schreibenden Skizzierens“ in der Grafikschule an Mitschüler verkaufte, dann meine unbändige Metakreativität mit 23 Jahren durch meine beiden Verkaufs-Mitgesellschafter bei den Kunden vergolden ließ oder heutzutage ein Auftragswerk für Maffay mit einem dicken Bündel von lila-farbigen Euroscheinen transformiere 😉 Diese schon früh – wenngleich damals auch noch unbewusst – eingesetzte Gabe verhalf mir dazu, stets eine von der Gesellschaft anerkannte – und gleichsam auch tief bewunderte – Nische und Insel zu finden, in der ich meine mir ureigenen Gaben und Kräfte auszuleben vermag. Und die diese Insel – also mein wandernder Schutzraum – gleichzeitig auch noch komplett ernährt.

Nun. Ich hatte das Glück, von Anfang an ein eigenes Selbstbewusstsein meiner Überkreativität zu erlangen und es stets kindlich einzusetzen. Und niemals darüber nachzudenken. Viele der extremen Bipolaren haben es nicht gelernt, mit ihren Energien, Visionen, Sprüngen oder tiefsten Abgründen bewusst KREATIV zu leben oder damit singend, tanzend oder malend umzugehen und diese Spanne zu überbrücken. Sie halten diese Kluft nicht aus, nehmen sich das Leben, werden in Psychiatrien mit Bändern fixiert und mit Medikamenten völlig ruhig gestellt.

Man zeigt Ihnen einfach nicht, wie man als Künstler, Sänger, Dichter, Tänzer oder auch Politiker
erfolgreich seine Kräfte zum Wohle für sich und alle anderen in der Gesellschaft zu transformieren vermag.

(!!!!)

 

Der authentische Weg

Natürlich möchte auch ich die Kurzphasen der tiefsten Depressionen und des Höllensturzes am liebsten nicht mehr spüren und auch – gerade für mein nahes Umfeld – ganz darauf verzichten. Und oftmals dafür sehr gerne meine hochmanisch charismatischen Phasen mit den anschließenden Stürzen wohl gegen ein ganz ruhiges, sanftes Leben eintauschen. Die Medizin bietet mir dafür ja das bekannte Lithiumsalz an, das vielen Menschen hilft, die Manien wie auch die Depressionen zu begradigen. Und somit auch für viele den Suizid niedrig zu halten.

Für mich war es niemals eine Frage und Antwort, mir das Leben je zu nehmen. Mein Cousin war schwer depressiv und nahm sich vor drei Jahren mit einem Gewehr das Leben. Die väterliche Linie meines Vaters ist eindeutig depressiv, teilweise über den Bruder meines Großvaters schizophren – meine väterliche Großmutter war jedoch eindeutig aus meiner Sicht bipolar – ich wuchs an ihrem strahlenden Rockzipfel auf. Und schaue ich meine Mutter an, so ist die ganz klar bipolar. Ich als Erstgeborener aus beiden Energien habe die pure Depression meines Vaters abbekommen – und die Manien meiner Mutter sowie die Hypermanie meiner Großmutter. Meine Schwester hat sich vor einigen Jahren schon zwei Mal in die Psychiatrie als Bipolare einweisen lassen und ist auf Lithium eingependelt, die diese Speerspitzen des immensen Nadelausschlags reduzieren und den Menschen ruhig stellen.

Doch gehe ich intuitiv weiterhin den pursten und authentischsten Weg: Zum einen, um mich immer mehr in meiner Ganzheit aller Pole zu umarmen und zu versöhnen.

Und zum anderen, dadurch mich selbst anzunehmen und selbst zu heilen. Und meine seelenureigene Medizin ganz einfach immer selbstständig anzuwenden:

Mit Hilfe meiner eigens selbsterlernten Meditationen,
meinem eigenen Umwandlungsventil der Kreativität,
meiner stetig wachsenden beobachtenden Selbstwahrnehmung,
meinem wichtigen Schutzraum des Ateliers, das gleichzeitig auch
zur Gummizelle nach Bedarf umfunktioniert wird,
meiner wichtig erlernten Selbstmedikation in Form meiner langen Wanderungen durch die Natur und
natürlich am allermeisten meiner lebenswichtigen Transparenz
für mein Umfeld und meine Lebenspartnerin
mitsamt ihrem tief liebenden Verständnis meiner übermenschlichen
Sensibilität in all ihrem Formen- und Spielreichtum.

Damit ich so sein darf, wie ich bin.
Einfach einzigartig.
Als Menschenmensch.
Und doch ein Mensch.
Wie wir alle.
Pur.
Innig.
Ganz einfach
menschlich.

 

Yvelle von Alzheim |
24. Juli 2010

Wichtiger kurzer Hinweis für alle bipolaren Mitmenschen, Brüder und Schwestern:

Ich habe mich in den letzten Jahren erfolgreich mit einem homöopathischen Mittel therapiert, meine Erfahrungen und Nachforschungen sind hier nachzulesen.

Letztes Jahr habe ich zudem in einem innigen Selbstversuch die Grenzen der Bipolarität fast bis zum Zerreissen der extremen Pole durchlebt und eine Abhandlung als Lebensanleitung darüber geschrieben: „Der Metaschlüssel zur Bipolarität“.

Leider damals noch im manischen Zustand – ich werde es ein wenig in meiner ruhigen erlernten Zwischenwelt objektiver formulieren und sehr gerne dem einen oder anderen Interessierten per Mail auf Anfrage zusenden. 😉

phosphorus@yvelle.de

 

Video zum Thema bipolare Störungen und spirituelles Erwachen

http://www.youtube.com/watch?v=5enfoPa3sCo

 

 

 

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