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In der Krise steckt immer auch eine Chance

Die aktuelle Situation der Finanzwirtschaft gleicht in Flammen stehenden Scheunen, deren Eigentümer, die Hände in den Hosentaschen, die  Verantwortung für das Desaster der Feuerwehr, sprich dem Steuerzahler überlässt. Jeder Landwirt weiß nur zu gut, dass unsachgemäß eingelagerte Ernten dazu neigen, sich selbst zu entzünden, wenn sie nicht regelmäßig kontrolliert, belüftet und überhitzte Anteile rechtzeitig entfernt werden. Nur wer den Überblick über die Qualität des Eingelagerten behält, kann das Risiko minimieren, dass der vermeintliche Segen eines Tages nicht in Flammen steht.


Während das Vertrauen der Bürger in die mächtigen Banken dahinschmilzt und viele Geldhäuser ohne die Hilfe des Staates vor der Pleite stehen, beweist eine kleine, stetig wachsende Genossenschaftsbank aus Bochum, die GLS Gemeinschaftsbank e.G., dass es auch anders gehen kann.

Was ist nun das Erfolgsrezept dieses 197 MitarbeiterInnen starken Banken-Teams? Deren Vorstandssprecher, Thomas Jorberg, sieht in der beispielhaft transparenten Arbeitsweise der Bank und der Möglichkeit für die Kundinnen und Kunden, bei allen Anlageentscheidungen neben monetären auch ökologische und soziale Beurteilungskriterien zu berücksichtigen und damit bewusst Verantwortung zu übernehmen, den entscheidenden Vorteil gegenüber dem Auslaufmodell der anderen Banken. Denn im Gegensatz zum (noch) herrschenden Finanzsystem, das in sozialer, ökologischer und nun aktuell auch in ökonomischer Hinsicht nicht mehr tragfähig ist, tut die GLS genau das, was von einer verantwortungsbewussten Bank heutzutage erwartet wird. Sie finanziert nach konsequenten Kriterien ausschließlich soziale, ökologische und kulturelle Unternehmen und Initiativen mit konkretem realwirtschaftlichem Bezug und nachhaltiger Ausrichtung, und das mit einem aktuellen Kreditvolumen von 613,3 Mio. Euro.

Die gegen den Strom schwimmende Bank zeigt sich gläsern und legt konsequent ihre Arbeitsweise, alle vergebenen Kredite und auch ihre Eigenanlagen in ihrer Kundenzeitschrift offen und stellt sich per Internet in ihrem öffentlichen Unternehmensblog den Fragen von Kunden und Interessierten. Hätten wir uns so viel Respekt vor dem Kunden nicht auch von der IKB, der BayernLB, der HRE, der HVB, der Commerzbank ….. und schließlich auch von der Deutschen Bank gewünscht?

Das Vertrauen der GLS-Kunden wird belohnt, denn die Zahlen sprechen für sich. Betriebswirtschaftlich schreibt die GLS – seit Gründung 1974 – solide schwarze Zahlen. Die Bank hat keinerlei Verluste aus der Finanzmarktkrise zu verzeichnen. Warum auch, sie schöpft kein Geld aus dem Nichts und spekuliert auch nicht mit strukturierten Finanzmarktprodukten, um aberwitzige Bonusanreize und Dividendenforderungen zu bedienen. Ihre Aufgabe sieht die Bank darin, die Einlagen im Einvernehmen mit den Kunden an zukunftsfähige Unternehmen und Institutionen weiterzuleiten, die für den notwendigen gesellschaftlichen Wandel eine deutliche Beispielfunktion ausüben. An dieser Anlagestrategie beteiligten sich im Jahr 2007 mehr als 55.000 Kunden. Im Jahr 2008 waren es bereits 62.000, die der Bank 840,5 Mio. Euro an Einlagen anvertrauten.

Wen wundert es da noch, dass die GLS zusammen mit der Kinderhilfsorganisation terre des hommes und dem BUND auch ein Kreditkartenangebot aufgelegt hat, aus dem ein Teil der Erlöse in je ein soziales und ein Naturschutzprojekt investiert werden. Und nicht zu vergessen das 2008 erfolgreich gestartete Zertifizierungssystem Stop Climate Change (SCC), mit dem das Engagement für den Klimaschutz in die Unternehmen hineingetragen wird, indem die Bilanzierung und der Ausgleich unvermeidbarer CO2-Emissionen und auch die aktive Reduktion im gesamten Betrieb oder für einzelne Produkte ermöglicht wird.

Enthüllungen um den Zustand des größten Versicherers der Welt, AIG, („Das schwarze Loch“,  Die Zeit – 12. Februar) oder die neuerlichen Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Barack Obama („Wir werden den Schuldenstand, den die Regierung derzeit unterhält, nicht dauerhaft finanzieren können“) sowie ein Artikel in der FAZnet vom 7. Februar („Die Krise hat erst begonnen“) in dem der Autor allen Ernstes die Systemfrage stellt, zeigen deutlichst, dass dieses Finanzsystem, ob mit oder ohne Verstaatlichung der maroden Banken, höchstwahrscheinlich nicht zu retten ist, ohne einen Bankrott der Staaten zu riskieren. Jeder erfahrene Feuerwehrmann weiß, dass das Löschen brennender Scheunen unmöglich ist und das kontrollierte Niederbrennenlassen, sprich geordnete Konkursverfahren, die bessere, weil konsequentere Wahl wäre. Die Liquidität, falls noch vorhanden, sollte besser in den Aufbau eines neuen, humanen Finanzsystems und in den Umbau der sozialen Marktwirtschaft in eine freie, ganzheitliche Marktwirtschaft investiert werden. Erst in der Krise zeigt sich, wie werthaltig Geldanlagen wirklich sind und dass es sich langfristig auszahlt, ein Teil der Lösung statt ein Teil des Problems zu sein.


Abb.: © Phototom – Fotolia.com – Sicherheit fürs Geld: Investieren in Nachhaltigkeit

Der Vorstand der GLS-Bank hat gut Lachen,

von links nach rechts: Andreas Neukirch, Thomas Jor­­berg, Reiner Scheiwe

Neben ihrem Hauptsitz in Bochum ist die GLS-Bank in Berlin, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Stuttgart und über die Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken in nahezu jedem Ort vertreten.

Zur GLS Bank gehören außerdem die GLS Treuhand e.V., die bei der Realisierung von Stiftungs- und Schen­-k­ungsvorhaben berät, und die GLS Beteiligungs AG, die jungen und nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen Kapital in Form von geschlos­senen Fonds und
Genussrechten zur Verfügung stellt.

Bilanzsumme 2008: 1,013 Mrd. Euro.
Gemeinsam mit der Stiftung GLS Treuhand e.V., der GLS Beteiligungs AG und inklusive aller Fonds beträgt das Geschäfts­volumen stolze 1,232 Mrd. Euro.

Mehr unter:
Tel. 0234 – 5797-0

www.gls.de

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