Anzeige

Auf DVD: Intelligente Zellen

Bruce Lipton gehört zu den Wissenschaftlern, bei denen man nicht mehr aufhören kann zuzuhören, wenn man erst einmal angefangen hat. Lipton sprudelt über vor positiver Energie, denn er brennt für sein Spezialgebiet, die Wunderwelt der Zellen. Unser Körper besteht aus 50 Billionen Zellen – „Du bist eine Gemeinschaft, nicht eine einzelne Person.“
Und er hat eine Heilsbotschaft zu überbringen: Er verkündet das Ende des „genetischen Determinismus“. Wir sind keine genetisch programmierten Maschinen. Am ehesten seien wir Wellen, die mit allen anderen Wellen interagieren, wie die Wellen zweier Steine, die man in gewissem Abstand in ein stilles Wasser wirft: Die Wellen breiten sich aus und „interferieren“, durchdringen sich wechselseitig. Zueinander passende Wellen verstärken einander, nicht passende neutralisieren einander: Zwischen den Polen Liebe und Furcht spannt sich das Leben. Lipton zitiert Richard Conn Henry: „Das Universum ist immateriell – mental und spirituell. Lebe, und genieße es.“
„If you can change the mind, you change the biology“ – Wenn du den Geist änderst, änderst du die Biologie. Das ist der Kern seiner guten Nachricht. Wir haben es selbst in der Hand, steuernd einzugreifen ins Leben unserer Zellen, zumindest potentiell, denn es sind unsere Wahrnehmungen [„perceptions“], an denen sich das Verhalten unserer Zellen ausrichtet. „Die Umwelt kontrolliert die Gene“, sagt Lipton, wobei die Umwelt immer nur das ist, was wir von ihr wahrnehmen. Deshalb käme es, meint Lipton, auf Glauben an, und das sei wahr in beide Richtungen: „negatives Denken kann dich töten“. Du denkst dir einen Krebs, und deshalb bekommst du ihn? Böse Aussichten…
Da will man doch lieber gleich wissen, was Lipton an Techniken empfiehlt, „to control your life“, um das zellulare, das ganzkörperliche Leben zu ‚kontrollieren‘. Als Erstes empfiehlt er buddhistische Meditation, als Zweites klinische Hypno-Therapie und als Drittes neue energiepsychologische Programme.
Noch eines der vielen spannenden Details, die Lipton so munter hinblättert: Unser bewusstes Denken arbeitet mit 40 Bit/Sekunde, unser – rein habituelles, in den ersten sechs Lebensjahren gebildetes – Unbewusstes arbeitet mit 40 Mio. Bit pro Sekunde. Diese Information könnte Sie gnädig stimmen sich selbst gegenüber, wenn Sie beim nächsten Mal von einem Tagtraum zurückkehren: Dass wir überhaupt ab und zu einen klaren Gedanken fassen, ist ein kleines Wunder angesichts der biologischen Macht, die dem Unbewussten zur Verfügung steht.
[DVD beim Koha Verlag. 19,95 €]

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*