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Die Allgemeinmedizinerin Juliane Sacher verschickte vor einigen Wochen eine Rundmail, in der sie behauptete:

„Die beiden Impfstoffe gegen die so genannte Schweinegrippe Pandemrix® und Focetria®, enthalten als Adjuvans (Impfverstärker ) Squalen. Beim Menschen ist Squalen bei den US-Soldaten des ersten Golfkriegs
als Impfverstärker eingesetzt worden. 23-27 % (also jeder Vierte) auch solche, die zu Hause blieben bekamen die Golfkriegskrankheit.“

Die im Golfkrieg verwendeten Impfstoffe enthielten jedoch überhaupt kein Squalen, so dass Sacher inzwischen zurückgerudert ist:

„In meiner Ursprungsmail habe ich mich auf Arbeiten bezogen, die einen Zusammenhang zwischen Squalen und Golfkriegssyndrom gesehen haben. Ich gebe zu, dass das nicht so geschickt war, weil einige Autoren später darlegten, dass das Golfkrieg-Syndrom nichts mit Squalen zu tun gehabt haben kann, weil in dem Impfstoff kein Squalen vorhanden gewesen sein soll.

Für mich bleibt trotzdem die Frage, warum fast 100%, nämlich 95% der Menschen, die krank waren, Squalenantikörper aufwiesen und die, die nicht krank waren, KEINE Squalenantikörper hatten. Dieses Ergebnis spricht dafür, dass die Erkrankung in Zusammenhang steht mit Squalenantikörpern.“

Aber auch das ist aber nach offizieller Sicht nicht wahr. Ein Forscherteam hat die entsprechende Studie untersucht und kritisiert die Studie als nicht aussagekräftig:

„Mit einem verbesserten Test konnten Wissenschaftler des Walter-Reed-Armeeforschungsinstitutes zeigen, dass Antikörper gegen Squalen in der amerikanischen Bevölkerung weit verbreitet und also ganz normal sind. Dagegen fanden sich nun keine Squalen-Spuren im Anthrax-Impfstoff“, schreibt der Tagesspiegel.

Die Studie aus 2000 hat zudem einige Verfahrens-Mängel:

„Demnach sei der Antikörpertest nicht valide und die Probandenzahl von 38 Personen zu klein gewesen. Zudem habe die gleiche Forschergruppe ihr Ergebnis in einer weiteren Studie mit nur 38 Probanden nicht bestätigen können“, berichtet der Spiegel.

 

Hin und Her

Impfung WirkverstärkerDie Email Sachers hat dennoch ganz schon Aufsehen erregt – sogar das Paul-Ehrlicher-Institut hat schnellstens eine Stellungnahme abgegeben. Bezüglich des Zusammenhangs zwischen Squalen und dem Golfkriegs-Syndrom sagt das Institut:

„Für diese Sorge gibt es keinen Anlass […].

Squalen ist ein natürliches Zwischenprodukt des menschlichen endogenen Cholesterinstoffwechsels und Bestandteil der Körperzellen. Es ist im Blut konstant nachzuweisen. Zudem ist es ein Hauptbestandteil vieler Nahrungsergänzungs- und Lebensmitteln wie z.B. Lebertran, Fisch- und Olivenöl. Die Menge an Squalen, die in einer Dosis Impfstoff enthalten ist, liegt nicht höher als die durchschnittliche Menge, die täglich mit der Nahrung aufgenommen wird […].“

Dazu ist anzumerken, dass es durchaus ein Unterschied ist, ob man etwas durch die Nahrung aufnimmt, oder ob man es gespritzt bekommt und dass die Gefahr von sogenannten Autoimmunerkrankungen ja gerade deshalb besteht, weil Squalen im menschlichen Organismus vorkommt.

Neue Studien, bei denen man allerdings auch fragen kann, ob sie nicht eigens durchgeführt wurden, um nachzuweisen, dass Squalen harmlos ist, weisen jeden Zusammenhang zurück:

Der Anteil der Soldaten mit Squalen-Antikörpern sei bei Gesunden und bei Personen mit Golfkriegssyndrom gleich groß, so dass er kaum als Erklärung herhalten kann, wenn man den Studien glaubt.

In Amerika ist Squalen merkwürdigerweise dennoch verboten. Eine Wirkliche Unbedenklichkeitsstudie gibt es auch nicht – dies fordert derzeit zum Beispiel die Seite Impfkritik.de:

„Das PEI gibt also bezüglich der Verwendung von Squalen Entwarnung. Doch die Behörde vergisst dabei, dass die Beweislast für die Unbedenklichkeit bei ihr selbst liegt. Jede Impfung ist rechtlich gesehen eine Körperverletzung, und darum auch derjenige, der eine Impfung propagiert, ihren Nutzen und ihre Sicherheit zweifelsfrei wissenschaftlich belegen.

Wo ist also die herstellerunabhängig durchgeführte Sicherheitsstudie, in der mindestens 20.000 Testpersonen mindestens ein Jahr lang im Rahmen einer placebokontrollierten Doppelblindstudie entweder mit dem Zusatzstoff oder mit einem echten Placebo geimpft wurden? Kurz gesagt: Es gibt sie nicht und das PEI fordert sie auch nicht ein.

Die Stellungnahme des PEI zu den Studien, die in Squalen eine gesundheitliche Bedrohung sehen, ist nichts weiter als ein Gefälligkeits-Gutachten. Frei nach Horst Seehofer: ‚Die Politik (und damit auch die Behörden) sind gegenüber der Pharma-Lobby machtlos‘.“

Auch der Hinweis, Squalen sei schon tausende Male verimpft worden ist ohne Belang – denn diese Menschen wurden niemals zu möglichen Nebenwirkungen befragt oder nachträglich beobachtet.

Und selbst wenn Squalen tatsächlich so unbedenklich sein sollte, wie es das PEI behauptet, bleiben immer noch genug eitere Zusatzstoffe, wie zum Beispiel Thiomersal, die mindestens ebenso in Verruf stehen.

Wem kann man also noch vertrauen? Auch nach allem hin und her wird man nicht wirklich schlau aus dem ganzen Impf-Zirkus.

 

Reines Ablenkungsmanöver?

Derweil gibt es auch eine neue Theorie: Alle Berichterstattung, inklusive aller Verschwörungstheorien, sei lediglich ein Ablenkungsmanöver, um von Themen wie der Finanzkrise und dem Vertrag von Lissabon abzulenken. Dies deckt sich auch mit der Pauschal-Entwarnung einiger Wiener Mediziner, die sowohl die Grippe, als auch die Impfung als völlig harmlos ansehen.

Hier ein Youtube-Video zum Thema:

 

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Bilder: Public Domain

 

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