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In Berlin gibt es seit vielen Jahren ein Therapieinstitut mit dem verheissungsvollen Namen „Akademie für Lebenslust“. In einem Gespräch mit Sakino Mathilde Sternberg, die das Institut zusammen mit ihrem Mann gründete und leitet, fanden wir heraus, was sich hinter dem Namen verbirgt.

F.: Zunächst möchten wir gern etwas zu Deiner Person und Deiner Arbeit wissen. Wer bist Du und was ist die Akademie für Lebenslust? Woher kommt dieser Name?
A.: Der Name hat seinen Ursprung im Jahre 1988 während eines Urlaubs in Indien, in dem mein Mann Prabhat und ich auf der Suche waren nach einem passenden Namen für unsere gemeinsame Arbeit. Wir beide hatten uns kurz davor kennengelernt und beschlossen, unser Leben gemeinsam zu verbringen und auch zusammen zu arbeiten. Prabhat ist Facharzt für Allgemeinmedizin und Osteopath mit eigener Praxis, und ich arbeite seit mehr als 20 Jahren selbständig als Psychotherapeutin. Meine Vision für mein Leben ist, Lust und Freude am Mensch-Sein und am Leben zu haben und andere Menschen dabei zu unterstützen, diese Freude auch zu erleben. Ich glaube, wir sind auf der Welt, um das Beste aus ihr und uns zu machen.
Ich sehe meine Lebensaufgabe darin, mehr Liebe in diese Welt zu bringen und dazu beizutragen, dass Menschen und auch unsere Welt immer schöner werden. Aus dieser Vision entstand der Name „Akademie für Lebenslust – Das Therapieinstitut mit der Extraportion Liebe“.

F.: Was sind die Schwerpunkte deiner Arbeit?
A.: Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Therapie, ein weiterer ist die Weiterbildung von Menschen, die mit Menschen arbeiten wollen oder arbeiten, sowie Unternehmensberatung, Feng Shui, Farb- und Stilberatungen.

F.: Welche Menschen kommen zu dir ?
A.: Menschen mit verschiedenen Anliegen: Probleme in der Partnerschaft, in Familie oder Beruf,  seelischen Anliegen, Depressionen, Ängste, Süchte, Missbrauch. Es kommen auch Menschen, die  alles haben, aber nicht so glücklich sind, wie sie sein möchten und Menschen, die eigentlich ganz zufrieden sind, aber tief innen denken, da muss doch noch mehr sein.


F.: Welche Methoden verwendest du in der Therapie?

A.: Ich benutze viele Methoden der humanistischen Psychologie, die mir persönlich gut getan haben und mit denen es mir Freude macht zu arbeiten.
Die Methoden umfassen individualtherapeutische Techniken, körperorientierte Methoden, systemische Methoden vor allem mit dem Ansatz von Bert Hellinger, Meditationen und noch einiges mehr.

F.: Nach welchen Kriterien setzt du die einzelnen Methoden jeweils ein?
A.: In einem Erstgespräch mit jedem Klienten erforsche ich das Anliegen und die Lebensumstände und schlage dann ein bestimmtes Vorgehen vor.
Ich hole den Menschen da ab, wo seine Stärken sind. Damit arbeiten wir dann gemeinsam, und mit Hilfe der Stärken nähern wir uns den Schwächen.


F.: Was bedeutet Meditation für Dich, und warum verwendest Du Meditation in Deiner Arbeit?

A.: Von Kindheit an habe ich ein tiefes religiöses Empfinden in meinem Herzen, das meine Eltern durch ihre Erziehung gefördert haben. Ich bin überzeugt, dass ich als Mensch eingebunden bin in etwas Größeres. Mein Körper ist Teil meiner Seele. Meine Seele ist eingebunden in eine alles umfassende Seele.
Meine Visionen und Ziele zu erreichen ist sehr schön. Wirkliche Erfüllung finde ich aber, wenn sie im Einklang sind mit dem für mich bestimmten Lebensplan, der nicht nur von meinem Willen abhängt, sondern eingebettet ist in die göttliche Schöpfungskraft. Sie hält für jeden Menschen den für ihn richtigen Platz bereit. Wer diesen seinen Platz  erkennt und annimmt, kann ein erfülltes und glückliches Leben führen.
Die Begegnung mit meinem spirituellen Lehrer Osho bestärkte meine innere Überzeugung, daß Spiritualität und Religiosität nicht unvereinbar sind mit weltlichem Spaß und der Lust am Leben.   Durch Osho erweiterte sich auch mein Verständnis von Therapie. Die Therapie erhält eine neue Dimension, wenn der Mensch lernt, daß es einen Teil in ihm gibt, der ganz still werden und beobachten kann und der auch die Antworten hören kann. Meditation eröffnet den Zugang zu dieser Dimension.

Du bist nicht deine Probleme, auch nicht deine Leidenschaften oder deine Abneigungen. Du bist nicht nur deine Gefühle oder Gedanken, auch nicht nur dein Körper. Du bist viel, viel mehr als das.

Meditation hat mir geholfen, das zu sehen, und deshalb verwende ich Meditation auch  in meiner Arbeit.


F.: Du arbeitest viel mit Gruppentherapie, warum?
A.: In der Gruppe fühlt man sich nicht allein. Das Hauptproblem für viele Menschen ist, daß sie ihr Problem für das Schlimmste halten und sich damit alleingelassen fühlen. Menschen, die in gut funktionierenden Familien oder Gemeinschaften leben, kommen seltener in Gruppentherapie.
In der Gruppe werden Beziehungen und Freundschaften geknüpft, die sehr unterstützend auf den Therapieverlauf wirken können. Diese sozialen Unterstützungssysteme aufzubauen ist ein wesentliches Anliegen meiner Arbeit, denn was nützt alle Therapie, wenn der Mensch wieder nach Hause in seine alte Isolation geht? Man braucht andere zur Ermutigung und zum Durchhalten. Ich beobachte, wie in meinen Gruppen Freundschaften und Partnerschaften, sogar Ehen entstehen, die auch lange nach Beendigung der Therapie Wert und Bestand haben.
Osho hat etwas sehr Schönes gesagt:
„Zwei Wege führen zur Entdeckung: Der erste ist Meditation – du suchst nach der Tiefe ohne den anderen. Der zweite ist Liebe – du suchst nach der Tiefe mit dem anderen.“
Diese beiden Dimensionen verbinde ich in meiner Arbeit.

F.: Ein Kernpunkt Deiner Gruppenarbeit ist das Intensivtraining mit dem Titel „Unwiderstehlich – Die Kunst, ein erfüllter Mensch zu sein“. Kannst Du dazu etwas Genaueres sagen?
A.: Dieses Training ist das Herzstück meiner Arbeit.
Der Name ist Motto und Ziel des Trainings.  Wenn ich ein erfüllter Mensch bin, mich selber liebe und annehme genauso wie ich bin, dann strahle ich Liebe aus und ziehe Liebe an, dann bin ich „unwiderstehlich“. Ziel des Trainings ist, dass die Menschen, die daran teilnehmen, lernen, sich selber zu lieben und anzunehmen und ihr Leben so zu erschaffen, dass sie glücklich und erfüllt sind.
Das Training dauert ein halbes Jahr und besteht aus 3 Intensivgruppen, 10 Gruppenabenden, 10 Meditationsabenden und 10 Einzelsitzungen.
Die erste Gruppe „Dem Leben trauen“ stellt eine Bestandsaufnahme dar, wir arbeiten schwerpunktmässig mit Familienaufstellungen nach Bert Hellinger. Die zweite Gruppe „Dir selbst vertrauen“ hat das Thema Selbstachtung und -heilung. Die dritte Gruppe „Deinem Weg vertrauen“ beinhaltet die Vision der einzelnen Teilnehmer und ihre Ziele für die Zukunft.
Während des halben Jahres trifft sich die Gruppe mit mir und dem Team alle zwei Wochen für Gruppenabende. Ein wichtiger Bestandteil des Trainings sind die Einzelstunden, in denen ich mit den Klienten an ihren ganz individuellen Themen arbeite. Ich spreche mit ihnen, motiviere, baue auf, und wir entwickeln gemeinsam mögliche nächste Schritte. Mit grosser Freude und Dankbarkeit beobachte ich, dass die Menschen im Laufe des Prozesses immer schöner werden, und das bestätigt mich in meiner Vorgehensweise.
Die meisten Teilnehmer entscheiden sich, das Training fortzusetzen, weil es ihnen gut tut. Das Training bereichert und verändert ihr Leben, und genau deswegen haben sie begonnen und wollen weiter machen.


F.: Warum hast Du Teams, die dich bei deiner Arbeit unterstützen?

A.: Es macht mehr Spass. Ausserdem ist es schön zu sehen, wie Teilnehmer meiner Trainings anfangen weiterzugeben, was sie gelernt haben.


F.: Hast Du emotionale Beziehungen zu Deinen Klienten?

A.: Mein Ansatz ist, mein Herz für jeden Klienten zu öffnen. Ich lasse mich tief ein, empfinde mit, zeige mich. Ich bin davon überzeugt, dass das einzige, was heilt, Liebe ist. Wenn die Liebe fliessen kann zwischen Menschen, ist das der grösste Teil der Heilung. Techniken sind ein wichtiges Hilfsmittel, aber sie ersetzen niemals die Liebe.
Ein  Mensch, der zu mir kommt, bringt mir sein Vertrauen, seine Offenheit entgegen. Das erschafft eine sehr intime Situation, einen Austausch von Geben und Nehmen. Dadurch entsteht natürlich eine emotionale Beziehung, die ich auch im Gegensatz zur gängigen Rollenauffassung von Therapeuten für einen wichtigen Teil des Therapieprozesses halte. Selbstverständlich grenze ich mich von dem Problem des Klienten auch ab, denn sonst könnte ich nicht unterstützend sein.
Manchmal werde ich gefragt, was mich an meiner Arbeit so fasziniert. Die Antwort ist: Ich liebe Menschen, bin gern mit Menschen zusammen und finde es zutiefst befriedigend, sie dabei zu unterstützen, das Beste aus sich zu machen.
Ich begrüsse es sehr, wenn Klienten Verantwortung für ihr Leben übernehmen, selber Ideen haben für Lösungen, ihre eigenen Ressourcen mobilisieren.


F.: Pflegst du noch Kontakte zu ehemaligen Klienten?

A.: Ja. Wir arbeiten in unserem Institut mit dem erklärten Ziel, dass freundschaftliche Kontakte zwischen Therapeut und Klient am Ende der Therapie möglich sind. Einige meiner guten Freunde sind ehemals Klienten gewesen, mit anderen arbeite ich partnerschaftlich zusammen.

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