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Banken kriegen in einem Jahr neun mal mehr Geld, als die Entwicklungsländer in 49 Jahren

Abgesehen davon, dass die Rettungspakte für die Banken nicht den geringsten Sinn machen und das Problem eher verschlimmern als verbessern, zeigen sie auch deutlich, wie pervers unser System wirklich ist: In den letzten 12 Monaten bekamen die Banken mehr Geld von den Staaten, als alle Entwicklungsländer zusammengenommen in den letzten 49 Jahren.

Anlässlich des Finanzgipfels der UN-Generalversammlung hat die UN-Milleniumskampgne eine Analyse herausgegeben, die deutlich zeigt, wie die Prioritäten in den Industrienationen liegen: 18 Billionen US-Dollar wurden innerhalb des letzten Jahres in den Finanzsektor gepumpt, die Entwicklungsländer bekamen gerade mal 2 Billionen – zusammengerechnet und innerhalb von 49 Jahren!

„Die Regierungen können nicht länger behaupten, es sei kein Geld vorhanden, um den 50.000 Menschen zu helfen, die täglich an den Folgen extremer Armut sterben“, sagte Salil Shetty, Direktor der Internationalen UN-Millenniumkampagne.

 

Dritte Welt am schlimmsten betroffen

Noch Schlimmer: Die Auswirkungen der von den reichen Nationen versursachten Systemkrise treffen nicht sie selbst, sondern die ärmsten Länder am stärksten: Die Zahl der Hungernden stieg nach Angaben der UN Food and Agriculture Organization in diesem Jahr um zusätzliche 100 Millionen Menschen auf insgesamt 1,02 Milliarden weltweit. Und die Hilfen für die betroffenen Länder werden sogar noch zusammengestrichen – kein Geld da … Da macht es auch nichts, dass Banken wie Goldmann Sachs, die gerade noch Hilfsgelder eingestrichen haben, 2009 die höchsten Boni in der 140-jährigen Firmengeschichte auszahlen.

 

Quellen

Text: endpoverty2015.org
Bild: Public Domain / Wikimedia

 

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