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Ist Griechenland pleite?

US-Immobilensektor, Megastadt Dubai, Kreditausfälle, Bankensterben – die Krise ist noch lange nicht vorbei. Nachdem es bisher zunächst nur besonders abstruse Auswüchse oder angeschlagene Unternehmen getroffen hat, wird es nun immer ernster. Nicht nur, dass in den USA neben mittlerweile 130 Banken auch der Bankenrettungsfond selbst pleite gegangen ist und dort einige Bundesstaaten vor dem Bankrott stehen – nun drohen auch in Europa ganze Staaten pleite zu gehen.

 

Pleitekandidat Griechenland

Ganz oben auf der Liste der möglichen Pleitekandidaten steht derzeit Griechenland. Selbst die sonst eher großzügigen Rating-Agenturen haben das Land inzwischen als nicht mehr kreditwürdig eingestuft – nur noch drei Stufen trennen Griechenland vom Junk-Status. Die Verschuldung des Landes beträgt 125% des BIP, eine Finanzierung durch neue Kredite wird immer schwieriger und teurer. Die Europäische Zentralbank zum Beispiel dürfte Griechenland nun eigentlich gar kein Geld mehr leihen – denn an Länder mit einem B-Rating verleiht die EZB eigentlich nicht. So muss Griechenland nun immer höhere Zinsen für Hilfskredite bieten, was das Land nur noch tiefer in die Krise reißt.

Die Regierung hat keine andere Wahl als zu sparen – und das wird die Bevölkerung hart treffen. Arbeitslosigkeit ist schon jetzt ein großes Problem und das die Lage gespannt ist, haben die Ausschreitungen in Athen mehr als deutlich gezeigt. Der knallharte Sparkurs, den die Regierung vermutlich einschlagen wird, könnte damit zu massiven sozialen Unruhen führen.

 

Europa wackelt

Aber die Griechen sind nicht die Einzigen, die in Schwierigkeiten stecken. Auch Irland und Spanien haben ihre Top-Ratings längst verloren, Großbritannien steht kurz davor. In immer mehr Ländern erreicht die Arbeitslosigkeit Rekordstände. Damit steht Europa zunehmend in einer ähnlichen Situation wie die USA, die ebenfalls auf tönernen Füßen stehen. Ein paar Großpleiten oder ein Staatsbankrott würde wieder einmal eine Schock-Welle durch die Weltwirtschaft jagen – und dazu kann es nun jederzeit kommen. Würde Griechenland bankrott gehen, wären davon unmittelbar auch Italien, Spanien und Portugal betroffen, die alle wirtschaftlich ebenfalls stark angeschlagen sind. Zahlen müssten dafür allerdings auch Länder wie Deutschland, denn sonst würde die Stabilität des Euro auf dem Spiel stehen.

 

Selbst Ackermann warnt

Sogar der Berufsoptimist und Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, der bisher noch jede Phase der Krise kleingeredet oder geleugnet hat, scheint den Ernst der Lage nun erkannt zu haben. Statt vom Aufschwung zu reden, warnt er nun in Hinblick auf Griechenland vor weiteren Erschütterungen und tickenden Zeitbomben. Und wenn selbst Dauergrinser wie Ackermann warnen, dann stehen wir vielleicht tatsächlich kurz vor einer Explosion.

 

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Eine Antwort

  1. micki

    griechenland ist pleite,wir gehen aber auch schlechter zeiten entgegen,und vermeiden sollte man die anpassungen an andere staaten,meiner meinung nach ist der euro fehlgeschlagen,schade um die gute alte D-Mark

    Antworten

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