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Heimgesucht: 80-jähriges Ehepaar erduldet 50 Hausdurchsuchungen

Wenn es klingelt an der Haustür von Rose Martin und ihrem Ehemann Walter, dann heißt es Daumendrücken und die Nerven behalten. Hoffentlich nicht schon wieder Polizei. Nicht schon wieder Hausdurchsuchung. 50 Mal sind die Polizisten nun in das geordnete und absolut gesetzeskonforme Heim der Martins eingefallen, auf der sinnlosen Suche nach Mördern, Räubern, Vergewaltigern und anderen Bösewichtern. Die nichtendenwollende Parade von Polizisten auf ihrer Fußmatte, war für die Martins ebenso gespenstisch wie unerklärlich.

Wie sich nun herausstellte, war ein Computer schuld: Die Adresse der Martins war von eifrigen Programmierern als Testadresse einer revierübergreifenden neuen Polizeidatenbank verwendet worden und tauchte deshalb mit steter Regelmäßigkeit zwischen den zu durchsuchenden Adressen auf – was die Beamten auch acht Jahre lang brav taten. Dass Walter Martin, ein 83-jähriger Weltkriegs-Veteran, mittlerweile ordentlich Blutdruck hat, ist wohl nachvollziehbar. Mittlerweile sei die Adresse aber nun endlich entfernt – eine Sache die sich Rose Martin hat schriftlich geben lassen. Noch immer kann sie kaum glauben, dass die seit 2002 andauernde Odyssee staatlicher Klingelstreiche durch einen einfachen Knopfdruck zu lösen war.

 

Symptombekämpfung: Beijing parfümiert seine Müllhalde

100 Deodorant-Kanonen werden zukünftig eine Müllhalde in Beijing mit Blütenduft bedampfen. Mit Hochdruck: Gleich mehrere Dutzend Liter Parfüm pro Minute römern die Duft-Waffen aus ihren Mündungen und bedieseln damit eine Strecke von satten 50 Metern.

China hat ein Müllproblem, das zum Himmel stinkt. Denn nicht nur die Wirtschaft wächst exponentiell, auch das Müllaufkommen erfreut sich eines gesunden Wachstums, das dank importierter McDonalds-Wegwerfkultur das BIP sogar noch überflügelt. Das Prinzip des Recyclings allerdings wurde bisher noch nicht importiert und Beijing produziert derzeit täglich 7000 Tonnen mehr Müll, als seine 200 Müllhalden aufnehmen können – nämlich nur schlampige 11.000 Tonnen pro Tag. Das „der siebte Ring“ genannte Nahverfaulungsgebiet, welches sich wie eine säuerlich dampfende Umarmung rund um Beijing schließt, hinterlässt eine langsam aber sicher nicht mehr zu überriechende Duftnote in der ohnehin nicht unbedingt heilsamen Stadtluft. Daher werden nun mit strammer Entschlossenheit zukunftsweisende Maßnahmen ergriffen:

Die Parfüm-Kanonen sind ein fast schon visionärer Schritt, das Problem in den Griff zu bekommen und reißen das Übel quasi bei der Wurzel aus!

 

 

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