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Delfine teilen ihren eigenen „Namen“ – einen individuellen Delfingesang – nicht nur ihren Artgenossen mit, sondern können offenbar auch andere Delfine bei deren Namen rufen.

Forscher der „University of St Andrews“ haben entdeckt, dass Delfine die Lautsignatur ihrer Gefährten imitieren, wenn sie voneinander getrennt werden – gerade so, als würden sie den anderen rufen. Delfine sind die erste Tierart, bei der ein solches Verhalten nachgewiesen werden konnte. Dass Delfine eine Art Sprache besitzen, ist hingegen schon länger bekannt.

Das Phänomen tritt nur bei paarweise wandernden Delfinen auf, so etwa bei Mutter und Jungtier oder zwei erwachsenen Tieren, die gemeinsam wandern. Bei Einzeltieren konnte es bisher nicht beobachtet werden.

Die außerordentliche Intelligenz von Delfinen ist hinreichend bekannt, sie erfüllen alle Anforderungen von hoher Intelligenz und Selbstbewusstsein: Sie erkennen sich im Spiegel, besitzen eine Persönlichkeit, differenzierte Emotionen, eine eigene Sprache, komplexe soziale Strukturen – und anscheinend auch Namen.

„Die wissenschaftlichen Erkenntnisse legen nahe, dass Delfine „nicht-menschliche Personen“ sind, die würdig sind, den moralischen Stand von Individuen innezuhaben,“ folgert daher Ethik-Professor Thomas White von der Loyola Marymount University. Es gibt wissenschaftlich keinen Grund, dass Delfine andere Rechte haben sollten als Menschen.

 

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Bild: sheilapic76

 

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