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Andrew Cohen, einer der einflussreichsten spirituellen Lehrer unserer Zeit, Vordenker der integralen Bewegung und Herausgeber der Zeitschrift EnlightenNext hat auf seinem Blog einen bemerkenswerten Post verfasst, in welchem er seinen Rücktritt von seinen Positionen und seiner Funktion als spiritueller Lehrer erklärt und sich bei seinen Schülern entschuldigt. Cohen war seit Langem eine umstrittene Persönlichkeit, da viele seine Integrität als spiritueller Lehrer anzweifelten und ihm insbesondere Machtmissbrauch vorwarfen. Hier ist Cohens Brief:

„Ich bin 57 Jahre alt und befinde mich derzeit vor der größten Herausforderung meines Lebens. Ich bin seit 27 Jahren spiritueller Lehrer für Erleuchtung. Erleuchtung bedeutete schon immer und wird immer bedeuten, das Ego zu transzendieren. In den letzten Jahren haben einige meiner engsten Schüler versucht, mir klar zu machen, dass mein Ego trotz der Tiefe meines Erwachens nach wie vor quicklebendig und wohlauf ist.

Ich habe die einfache Wahrheit verstanden, dass wir alle Egos haben, egal wie erleuchtet wir sind und ich habe dies während meiner Karriere sogar Tausende von Menschen auf der ganzen Welt gelehrt. Aber als jene, die mir am Liebsten und Nächsten waren mich anhielten, meinem eigenen Ego ins Auge zu sehen, habe ich mich geweigert. Und ich habe das Leben meiner Mitmenschen dadurch sehr schwierig gemacht.

Ich bin mir bewusst, dass viele meiner Schüler im Laufe der Jahre von meinem Mangel an Bewusstheit für diesen Teil von mir betroffen waren. Und für diejenigen von euch, die dies lesen: Ich bitte um Entschuldigung. Im Laufe der Zeit beabsichtige ich, mich mit jedem von euch in Verbindung zu setzen und mit denjenigen von euch, die das wünschen, in einen Prozess des Dialogs einzutreten.

In Anbetracht all dessen, und im Interesse meiner eigenen Integrität als spiritueller Lehrer und als Mensch, habe ich beschlossen, mir eine Auszeit zu nehmen, damit ich mich endlich bemühen kann, mich selbst in der Weise zu entwickeln, wie ich es andere immer gelehrt habe. Ab diesem Herbst, nachdem ich einige bereits getroffene Zusagen erfüllt habe, werde ich mir für einen längeren Zeitraum eine Auszeit nehmen. Während dieser Pause trete ich von der Führung meiner Organisation zurück, werde ich nichts mehr veröffentlichen, und nicht weiter öffentlich lehren. Meine Absicht ist, ein besserer Lehrer, und was noch wichtiger ist, ein besserer Mensch zu werden.

Eine der schönsten Früchte meiner Arbeit ist das internationale Netzwerk von Menschen, die so lange mit mir zusammen gelernt, gearbeitet und geübt haben. Sie alle sind auf ihre eigene Art Beispiele für Evolutionary Enlightenment und ich könnte mir keine bessere Gemeinschaft von Menschen vorstellen, um diese Bewegung weiterzutragen. Ich freue mich darauf, in Zukunft auf eine ganz andere Art mit ihnen zusammenzuarbeiten.“

Quelle: http://andrewcohen.org/blog/apology

 

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23 Responses

  1. Anonymous

    Ich finde es mutig und klar, so Stellung zu beziehen. Nur wer selbst einmal an leitender Stelle gestanden ist und die seelischen Prozesse kennt, die damit verbunden sind, dass Menschen uns als Projektionsfläche suchen, weiß um was für einen bewegenden Schritt es sich hier handelt. Vom Ego zum höheren Selbst – es ist ein langer Weg!

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  2. SN

    An Mathias: Es ist immer wieder erstaunlich, was einzelne Sätze oder Worte bewirken können. Danke für den Lichtblick, der sich aus deinen Worten ergibt.
    Das Spiel, welches unser Ego mit uns treibt ist häufig sehr subtil. Deshalb nochmals Danke für deine Worte.
    Herzlich, SN

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  3. Premloka

    Ich habe Andrew Cohen zweimal erlebt, und beide Male hat er seine Übersetzerinnen wegen absolut geringfügiger Fehler ziemlich arrogant zusammengestaucht.
    Es gibt eben sone und solche spirituelle Lehrer.
    Und wozu diese lange selbst beweihräuchernde Entschuldigung?

    Don Juan hat es doch auch so einfach ausgedrückt:
    „Ich gehe nur auf Wegen, die Herz haben. Auf jedem Weg gehe ich, der vielleicht ein Weg ist, der Herz hat. Und die einzig lohnende Herausforderung ist, seine ganze Länge zu gehen. Und dort gehe ich und sehe, und sehe atemlos.“

    Da darf dann auch gern mal das Ego dabei sein …

    Und von mir ein Ho’oponopono für Andrew:
    Es tut mir Leid,
    Bitte verzeihe mir.
    Ich liebe Dich,
    Danke.

    Moka bai
    Sw. Anand Premloka

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  4. Mathias

    Ein Ego erklärt sich anderen Egos.

    Das ist weder gut noch böse, weder richtig noch falsch,weder „wow“ noch „bäh“, es ist.

    Punkt.

    Energetisch hätte es gereicht, sich selbst zu vergeben und uneinige Energien, die mit anderen Wesen geteilt wurden, von den eigenen Anteilen zu lösen, welche man schließlich zu sich zurück holt. (Vorzugsweise gereinigt und geklärt duch die göttliche Quelle, falls das jemand als Anleitung versteht… 😉 )

    Den Rest hätte man den Lernerfahrungen der Verbindungs- / Beziehungspartner – in Liebe – selbst überlassen können/ dürfen.

    Dass hier der steinige Weg über die Auseinandersetzung in der Dichte gewählt wird, anstatt sich in der Phase der einsetzenden energetischen Heilung einfach für sich selbst allein neu auszurichten, ist eine beachtliche Wahl.

    Ich wünsche allen Beteiligten in diesem Prozess alles erdenklich Gute.
    Und wenn es angemessen sein sollte, bitte ich die Engel der Vergebung, diesen Prozess mit ihren liebevollen Energien zu begleiten.

    Herzlichst

    Mathias

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  5. ersin xxxxxx

    Ich glaube ein einer hohen Machtz mir ist damals was ganz merkwürdig passiert wenn ich denke und da bei bilder im kopf habe sehe ich ein funken oder licht vor mir was ist das,oder ich lage im bett auf dem bauch und bin irgendwie wahr ich am schweben ohne scheiss das wahr kein traum ich glaube an einer pahrarele welt das man durch die zeit gehen kann

    jungs ich muss das euch persönlich erklären aber mir ist damals was ganz kömische passiert

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  6. Hoelderle

    Andrew Cohen bittet sprachlich korrekt um Entschuldigung.

    Bei SEIN entschuldigt er sich!

    Der Autor dieses Artikels über A.C. hat noch einen langen Weg zur Erleuchtung vor sich.

    Abgesehen davon: „ICH bin Lehrer für Erleuchtung“ – sofern korrekt übersetzt – wäre mir Grund, diesen selbsternannten Heiligen als Lehrer zu meiden.

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  7. WellenbeobachterHH

    Das Ego scheint hier irgendwie nur als negativ belastet verstanden zu werden. Ist das so?

    Ein gesunder Egoismus ist doch vielmehr die Triebkraft, die mich dazu veranlasst, mich für eine bessere Welt einzusetzen.

    Negativ wäre es nur, wenn es nicht in Verbindung mit meinem Selbst und mit dem Glück der Anderen steht, sondern meint, andere ignorieren oder gar abwerten zu müssen, damit man sich selbst aufwertet und besser fühlt.

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  8. Grit

    Ich habe mich vor allem über einige Kommentare sehr gefreut…
    Denn die Frage ist, wer entschuldigt sich da und wer will ein besserer Mensch werden… und warum?
    Spannender als solch ein Statement wäre doch, wenn er es ab JETZT einfach wäre – wenn ab JETZT einfach immer dann, wenn das Ego das Ruder übernimmt – ein Lächeln ihn durchzuckt und er sagt – ah, da ist es wieder, habt ihr es auch gemerkt…
    Ich konnte Andrew Cohen noch nie richtig ernst nehmen – er kam mir immer vor wie ein kleiner Junge – in Interviews und Gesprächen – die ich mit ihm sah oder las… aber das machte ihn auch wieder symphatisch – nur putzig, dass er sich selbst so ernst nahm 😉

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  9. Jackson

    Ich finde das Ego wird viel zu sehr überbewertet… wer bewertet das Ego?
    Nur ein neues Ego über dem Ego… na da reicht mir EIN Ego…

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  10. Wolfram Kölling

    Warum soviel Lob? Anerkennung ja aber „Lehrer“ sollten immer sehr bescheiden sein und bleiben und direkt in ihrem Tun gleichzeitig an ihrer Boomeritis arbeiten.

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  11. Vagabond

    Ich bin froh das ich aus der spirituell esoterischen Schiene ausgestiegen bin.Ich kenne Andrew Cohen nicht, und wie sie alle noch heißen.
    Lachhaft solche Menschen.

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  12. InAchtsamkeit

    Respekt!
    Ich bin fasziniert von diesem Schritt und sehr gespannt, wie es weitergehen wird mit Andrew Cohen.
    Vielleicht können die „Schüler“, die ihm bis zum Schluss treu ergeben waren sich fragen, wo ihre blinden Flecken waren bzw. sind und sie nicht die Irrungen ihres „Meisters“ oder „Guru“ sehen bzw. anerkennen wollten????

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  13. Stefan

    Wenn einer sagt: ICH bin ein spiritueller Lehrer oder ich bin ein göttliches Channel dann ist dieses ICH, das geliebte und viel verwöhnte Kind, nämlich das EGO. Und Ego wird gefüttert vom mentalen Glaubensstrukturen. Meine Erfahrung ist, diejenigen die sich für hoch spirituell halten, diejenigen die sich als göttliche Lehrer ausgeben und Geld kassieren, diejenigen die sich gar als Master des Lichts halten, existiert ihre Spiritualität nur mental NICHT im Herzen. Niemals hat Joshua Emmanuel oder Apollonius von Tyana angegeben, dass sie das und das können und sind. Man gibt nicht etwas zu sein, man IST. Die reinste Channels der Welt sind diejenigen die nicht bewusst darüber wissen, dass sie ein Channel sind. Ansonsten hat der grausame Richter das sagen und dieser hat einen Namen, EGO.

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  14. Gina

    Solche Worte sind unnötig. Es gibt nie ein Richtig und ein Falsch. Was heute richtig ist, kann morgen falsch sein oder umgekehrt. Es ist wie es ist. Wenn Schüler etwas gelernt haben, wie wichtig ist es dann, ob der Lehrer nun an seinem Ego festhält oder nicht ? Haben sie nicht auch gerade dadurch lernen können ? Lernen, zu sehen, wie es ist, am Ego festzuhalten ? Und … halten sie nicht ebenso an ihrem Ego fest ? Warum sollten sie sonst so sehr danach trachten, ihrem Lehrer die Augen zu öffnen ? Was spielt es für eine Rolle, wie oder was der Lehrer ist ? WIR sind verantwortlich für das, was WIR tun, was WIR annehmen oder ablehnen. Ein Lehrer kann IMMER nur Spiegel sein. Und wenn wir so stark damit beschäftigt sind, SEIN Ego zu entdecken, dann sollten wir den Blick in unsere eigene Richtung lenken und schauen, wo wir unser EGO verstecken, um es behalten zu können 😉

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  15. Romen Banerjee

    Dear Andrew,
    you are not allone. This year on the 2nd to the 4th of august about 40 enlighted spiritual teachers will meet in Berlin at the forum erleuchtung to work out this theme you are talking about. It would be great, to get in contact about this. From my heart, Romen

    Antworten
  16. Iyu

    „ein besserer Mensch … ein besserer Lehrer werden“???

    Vielleicht ist es nur ein Spiel – vielleicht ist da niemand – „wer“ könnte also „besser“ werden?

    😀

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  17. Jochiva

    Wer besser werden will ist nur das EGO, denn GOTT, das göttliche Bewusstsein, unser tiefstes SELBST oder die sogenannte „Erleuchtung“ ist ein augenblicklicher Zustand. Dieser Zustand ist immer so wie es ist. In jedem Fall gut genug und das in jedem einzelnen Augenblick!

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  18. Rieck, Viola

    Meinen Respekt für diese Offenheit. Wie oft bin ich (KiaiDo-Ausbilderin) angemahnt worden, mein Ego sei noch immer da, ich würde noch immer in der Getrenntheit leben, etc…
    Wir sind nun mal Körper, Geist und Seele… warum davon etwas negieren? Alles hat seine Berechtigung, seine Zeit, seinen Raum, seine Bedeutung… Lernen mit dem eigenen Ego umzugehen finde ich einen wunderbaren Entschluss.
    Herzliche Grüße,
    Viola

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  19. Piam

    Wer weiß schon, ob der Rücktritt nicht auch das Produkt eines Ego-Trips ist – frei nach dem Motto „Ich habe einen Fehler gemacht ???
    Lasst uns den Hut ziehen vor so viel Blindheit. Und gleichzeitig vor so viel Mut und Authentizität. Vor so viel „Grenze“
    All dem begegnet man einfach, so lange man eine Körper hat. **lach**
    Und sich zu entschuldigen – was soll das bringen? Es geht darum, Schuld anzuerkennen und zu nehmen.
    Da hat sich jemand in etwas verwickelt.
    Passiert jedem Mal.
    Licht und Liebe für Dich, Andrew.

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  20. freddy

    Respekt…es gehört Mut dazu so etwas einzugestehen.. ich habe oft an diesem Mann gezweifelt ..dieser Schritt zeigt er ist ein Lehrer der Verantwortung trägt und hinsieht das macht einen wirklichen ehrlichen Lehrer aus..

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  21. Hari

    Erleuchtung bedarf NICHTS, weder den Erleuchtete noch den NICHTerleuchteten, es IST wie es IST.OM SAI RAM.

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