Anzeige

Indien hat Delfine als nicht-menschliche Personen anerkannt, deren Recht auf Freiheit und Unversehrtheit geschützt werden muss. Delfinarien, Delfinshows und Delfine in Zoos sind damit in Zukunft illegal, bereits bestehende Delfinarien werden geschlossen.

In einer Stellungnahme begründet die Regierung ihren Schritt mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eindeutig gezeigt hätten, dass Delfine aufgrund ihrer hohen Intelligenz „als nicht-menschliche Personen angesehen werden sollten, mit entsprechenden persönlichen Rechten.“

Indien ist bereits das vierte Land auf der Welt, das die Gefangenschaft von Delfinen für rechtswidrig erklärt, zuvor hatten bereits Costa Rica, Ungarn und Chile entsprechende Gesetze erlassen. Spannend ist im Falle Indiens die Wortwahl der Begründung, die ein neues Kapitel im indischen Tierschutz aufschlagen könnte.

Delfine sind Personen

Die Forderung, Delfine als Personen zu betrachten, nahm 2010 ihren Anfang in Helsinki, wo die weltweit führenden Meeresbiologen eine Erklärung unterzeichneten, die einen neuen Rechtsstatus für Delfine forderte. „Wir erkennen alle Wal- und Delfinarten al Personen an, mit dem Recht auf Leben, Freiheit und Unversehrtheit.“

Hintergrund ist, dass Delfine alle Formen von Intelligenz zeigen, die gewöhnlich gebraucht werden, um Tiere von Menschen zu unterscheiden: Sie besitzen Selbstbewusstsein, haben eine Sprache, verwenden Namen für einzelne Individuen, erkennen sich im Spiegel, sind zu abstrakter Logik fähig, gebrauchen Werkzeuge, drücken Emotionen aus, haben eine eigene Kultur und enge familiäre Bindungen. Dieser Umstand veranlasste viele Wissenschaftler zu der Überzeugung, dass es keine wissenschaftliche Begründung gibt, die es ethisch erlauben würde, Delfinen die Persönlichkeitsrechte vorzuenthalten, die für Menschen gelten.

Dass diese Überzeugung nun erstmals Eingang in nationale Rechtsprechung gefunden hat, ist ein juristisches Novum. Tierschützer können nun hoffen, dass andere Länder dem Beispiel Indiens folgen werden und Delfine in Zukunft vielleicht international als Personen anerkannt werden.

Das wäre nicht nur juristisch interessant, sondern vor allem philosophisch. Bisher hat wurden Tiere größtenteils als „fühlende Dinge“ betrachtet. Der Schritt, anzuerkennen, dass wir uns diesen Planeten mit weiteren hochintelligenten Spezies teilen, die sich aus fühlenden und selbstbewussten Individuen zusammensetzen, wäre ein großer philosophischer Schritt für den modernen Menschen.

 

Mehr Artikel zum Thema

Forscher fordern: Delfine müssen dem Menschen ethisch gleichgestellt werden

Klangbild-Sprache: Forschern gelingt echte Kommunikation mit Delfinen

 

Dieser Artikel ist Teil der Themenseite(n):

8 Responses

  1. jan

    @Shady; Weil wir Tiere essen. Warum ist ein Umkehrschluss unzulässig? Ich währe sehr gerne für den Schutz jedes fühlenden Wesens, Aber wir sind noch lange nicht so weit. Nur guten Willen zu zeigen und die Realität zu verkennen, finde ich scheinheilig. Wir Menschen sollten erst bei uns selbst erst mal aufräumen, bevor wir bei den Tieren solche Grundsätze ändern.

    Antworten
  2. Shady

    @jan:
    Warum muss da eine klare Unterscheidung sein? Bitte begründe, denn deine Erklärung ist nur ein unzulässiger Umkehrschluss, der sich auf nichts stützt.

    Ich selber stimme u.a Yvonne und Rejan zu und sehe es ebenfalls als problematisch an, andere Wesen und deren Recht auf Unversehrtheit und Leben von Intelligenz (wie auch immer man sie messen will!) abhängig zu machen.

    Ich freue mich aber trotzdem über den ersten Schritt in die richtige Richtung!

    Antworten
  3. jan

    Mensch ist Mensch und Tiere sind keine Personen. Da muss eine klare Unterscheidung sein. Wenn man dieses Rad weiterspinnt dann kommt noch jemand auf die Idee, manchen Menschen Rechte abzusprechen. Hatten wir ja schon.

    Antworten
  4. Reijan

    Immer noch schlimm genug, dass Intelligenz ein Maßstab für Rechte und Respekt ist. Sollte Indiens Regierung nicht vielleicht mehr für die Rechte und Schutz von Frauen tun?

    Antworten
  5. Anonymous

    Auszug aus dem Artikel von Mike Adams
    „Indische Regierung gesteht Delfinen Persönlichkeitsrechte zu“

    „…. ich habe weit mehr Vertrauen in die Intelligenz von Delfinen als in die Intelligenz der Menschheit. Schließlich bauen Delfine keine Atombomben, entwickeln keine Kernkraftwerke oder GVO und injizieren mit Sicherheit ihren Kindern kein Quecksilber und Genfragmente verstorbener Tiere.
    Nur Menschen sind dumm genug, so etwas zu tun.
    Jedes Tier auf der Welt schützt instinktiv seine Jungen… außer den Menschen. Menschliche Mütter überlassen ihre Kinder irrwitzigen Ärzten, die ihnen Methylquecksilber (Impfstoffe) spritzen, einen extrem giftigen Stoff, der das menschliche Gehirn »lobotomiert« und brillante Kinder in zukünftige IQ-schwache Sklavenarbeiter verwandelt….. “

    http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/mike-adams/indische-regierung-gesteht-delfinen-persoenlichkeitsrechte-zu.html;jsessionid=6FE5FD3E48E73464BC3EB7B459CB2561

    Antworten
  6. Na endlich

    @volker Es ist ein großer Fortschritt für die Tiere, dass über Persönlichkeitsrechte gesprochen wird! Schlimmer, als man bisher mit ihnen umgeht, geht nicht!
    Schon mal Earthlings gesehen? …
    Oder die Wiesenhof Undercovervideos (aus den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012- die Situation hat sch noch nicht geändert)?!

    Antworten
  7. Yvonne

    Eigentlich sollte das für alle Tiere gelten! Woher nimmt der Mensch sich das Recht raus, zu bestimmen, wer auf diesem Planeten ein Recht auf Freiheit und Unversehrtheit hat?

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*