Die Solarenergie dürfte britischen Wissenschaftlern zufolge noch vor 2050 zur weltweit wichtigsten Energiequelle in der Stromerzeugung werden.

von Oliver Bartsch

Das geht aus einer Analyse technologischer und ökonomischer Daten der Universität Exeter und des University College London hervor, die im Fachmagazin Nature Communications veröffentlicht wurde. Demnach hat dieser Energiesektor womöglich einen Wendepunkt erreicht, bei dem ein sich selbst verstärkender Positivkreislauf in Gang gesetzt wurde zwischen dem Einsatz von Solartechnologie und dem Lernprozess von Unternehmen, diese günstiger zu machen. Der Weg der Solarenergie zur wichtigsten Elektrizitätsquelle ist laut den Autoren und Autorinnen vorgezeichnet, selbst wenn es keine weitere Unterstützung durch eine ehrgeizigere Klimapolitik gebe.

„Der Fortschritt der erneuerbaren Energien hat zur Folge, dass von fossilen Brennstoffen dominierte Projektionen nicht mehr realistisch sind“, sagte die an der Studie beteiligte Forscherin Femke Nijsse von der Universität Exeter einer Mitteilung der Uni zufolge. Die Überzeugung wachse, dass die drastisch gesunkenen Kosten bei den erneuerbaren Energien die Kohlenstoffreduktion in Entwicklungsländern sehr erleichtern werden, erklärte sie weiter.

Regierungen sollten sich daher weniger auf die Förderung der Solarenergie selbst konzentrieren als darauf, die möglichen Widerstände zu beseitigen, empfiehlt das Team. Dazu gehöre, die Energieversorgung sicherzustellen, wenn die Sonne nicht scheine, beispielsweise mithilfe von Windkraft und Übertragungsleitungen zwischen Regionen.

Insbesondere afrikanische Länder bräuchten zudem Zugang zu Finanzmitteln, um die Umstellung auf Solarenergie zu bewältigen. Die Lieferketten, besonders für kritische Rohstoffe wie Lithium und Kupfer, die zur Herstellung von Batterien gebraucht würden, müssten gestärkt werden, heißt es in der Studie. Zudem müsse der Verlust von Arbeitsplätzen in der fossilen Brennstoffindustrie und daran anschließenden Industriezweigen, von denen der Lebensunterhalt von schätzungsweise weltweit 13 Millionen Menschen abhänge, abgefedert werden.

Auch in Deutschland wird mehr für die Solarenergie getan. Damit mehr E-Auto-Nutzer ihr Fahrzeug mit klimafreundlichem Strom vom eigenen Hausdach aufladen können, startet der Bund ein 500 Millionen Euro schweres Solarförderprogramm. Anträge können online bei der staatlichen Förderbank KfW gestellt werden. Es gilt das Windhundprinzip: Wenn der Fördertopf alle ist, ist er alle. Gefördert wird der Kauf und die Installation einer Ladestation für Elektroautos in Kombination mit einer Fotovoltaikanlage und einem Solarstromspeicher. Laut Ministerium und KfW gibt es einen Investitionszuschuss von bis zu 10.200 Euro – für Eigentümerinnen und Eigentümern von selbst genutzten Wohngebäuden, die ein Elektroauto besitzen oder zum Zeitpunkt des Antrags ein E-Auto bestellt haben.

Infos unter www.nature.com/articles/s41467-023-41971-7

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2 Responses

  1. Max Fresh
    The great Solarswindle

    dass ich nicht lache,
    wir haben hier seit etwa 2 Monaten einen grau in grau Himmel.
    Meine 4000Watt Anlage hat keine 500Watt (insgesammt in dieser Zeit) prodziert.
    Und das alles auf Grund von Geoengineering welches ja „noch nicht“ betrieben wird.
    Wann werdet Ihr eigentlich wach, Leute euch kippt man Gifte auf die Köpfe und Ihr merkt es nicht.
    Sie betreiben seit über 20 Jahren Geoengineering (Wettermanipulation), als psychologische Kriegsführung und als Wetterwaffe.
    Wäre es zuviel verlangt einfach mal die Augen zu öffnen und zu beobachten war über eueren Köpfen geschieht?
    nicht nur die Impferei, sondern auch diese Schweinerei die ich seit mehr als 20 Jahren beobachte zeigt, wie dumm diese Menschheit eigentlich ist.
    Das kann nicht gut ausgehn….. und wird ein brutales Erwachen zur Folge haben.

    Antworten
    • Aman
      Das ich nicht lache ??

      Wir haben hier eine „kleine“ 2,6 kw (2.600 Watt) Photovoltaikanlage auf dem Dach der SEIN-Redaktion. Diese Anlage hat im Jahr 2021 genau 1.637 kWh Strom erzeugt, wovon 1.295 kWh zum Selbstverbrauch dienten und 342 kWh Strom eingespeist (an die Stadtwerke verkauft) wurden.

      Im Jahr 2022 wurden sogar 2.319 kWh Solarstrom erzeugt, wovon 1.539 kWh zum Selbstverbrauch dienten und darüber hinaus noch 780 kWh eingespeist wurden.

      Die Anlage ist mittlerweile 15 Jahre alt. Von Alterschwäche also keine Rede.

      Im kommenden Jahr wird das Flachdach durch ein Satteldach ersetzt und eine 30 kWp Anlage (30.000 Watt) mit Photovoltaikmodulen aus ausschließlich umweltfreundlichen Materialien installiert.

      Da taucht dann ein ganz neues Problem auf – wohin nur mit dem ganzen Strom ???
      Der Herausgeber – Aman

      Antworten

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