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Befällt Sie manchmal Schwindel? Klagen Sie über Kopfschmerzen, Schlafstörungen oder hören Sie ein ständiges Pfeifen? Dann könnten Sie unter Umständen zu den Menschen gehören, die sensibel auf elektromagnetische Strahlung reagieren, fand eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz in München heraus. 1992 starteten in Deutschland D1 und D2 ihre Netze. Die gesundheitlichen Auswirkungen dieser Kommunikationstechnik, an der wir uns seitdem ebenso erfreuen wie wir sie fürchten, sind aber bis heute noch nicht geklärt.

Die Mobilfunkindustrie macht Millionengewinne. Aber was passiert eigentlich, wenn hochfrequente, elektromagnetische Strahlen uns beim Telefonieren durchdringen?
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erwärmt die Strahlung das sie umgebende Gewebe. Wie tief sie dabei eindringt, ist abhängig von der Häufigkeit und der Dauer des Telefonierens. Die Erwärmung an sich kann der Körper regulieren, problematisch ist nur die Wärmeabfuhr am schlecht durchbluteten Auge. Nach Untersuchungen der Medizinischen Informatik der Universität Essen soll der regelmäßige Gebrauch von Handies die Gefahr der Entwicklung einer speziellen Tumorform am Auge um den Faktor drei erhöhen.
Die athermischen Effekte der Handystrahlung sind noch undurchsichtiger. In diesem Zusammenhang wird immer wieder eine mögliche Schädigung der Blut-Hirn-Schranke erwähnt. Die Blut-Hirn-Schranke ist eine Zellschicht zum Schutz des Gehirns vor schädigenden Stoffen aus dem Blutkreislauf: Sauerstoff und Nährstoffe lässt sie beispielsweise durch, Kohlendioxid, Abfall- und Giftstoffe wehrt sie ab.

Gebildet wird sie von einer bestimmten Zellart, den Gliazellen, die mit den Zellen, die im Gehirn die kleinen Blutgefäße auskleiden, so eng miteinander verbunden sind, dass nur kleinste, fettlösliche Stoffe die Barriere überwinden können – allerdings auch Substanzen wie Alkohol, Nikotin und Hormone wie Cortisol.

Handystrahlung erleichtert es Giften, ins Gehirn zu gelangen.

Eine im Dezember 1999 veröffentlichte Studie der schwedischen Universität Lund fand heraus, „dass Strahlung von mobilen Telefonen die Blut-Hirn-Schranke öffnet und es so vielen Giften leichter macht, in das Gehirn zu gelangen.“
Grundlage für diese Meldung bildeten Forschungen an Rattenhirnen, deren Blut-Hirn-Schranken-Funktion der des Menschen sehr ähnlich ist. Die Gehirne der Ratten waren übersät mit schwar-zen Flecken, Flüssigkeit trat aus den Blutgefäßen aus. Sie waren durch die Strahlung deutlich geschädigt. Der Neurologe Prof. Leif Salford, der Neuropathologe Prof. Ame Brune und der Strahlenphysiker Dr. Bertil Perssuib fanden außerdem eine Menge von Proteinen, also Eiweißverbindungen, die die Schranke passiert hatten. Proteine, die ins Gehirn gelangen, könnten Immundefekte wie Multiple Sklerose verursachen, zu Schwachsinn oder der Parkinson-Krankheit führen. Sie könnten eventuell auch Alzheimer auslösen. Die Wissenschaftler vermuten, dass beim Menschen nicht nur Eiweiße die Schranke passieren, sondern dass auch Medikamente und Gifte leichter eindringen, was uneinschätzbare Folgen haben könnte.
Es gibt jedes Jahr hunderte von Veröffentlichungen über die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung. Eine 2001 veröffentlichte Studie der Strahlenschutzkommission Bonn, die verschiedene Gewebe auf ihre Reaktion untersuchte, ergab Hinweise darauf, dass diese Strahlung die Informationsverarbeitung (kognitive Leis-tung) im Gehirn, die EEG-Wellen im Schlaf sowie Blut und Immunsystem beeinflusst.

Eine andere Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO untersucht gerade in 10 Ländern die Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung auf Kopf- und Nackenkrebs. Ergebnisse werden erst 2003 erwartet.
„Solange wir nicht sicher sind, sollten wir vorsichtig sein“, rät der Umweltmediziner Norbert Neuburger. Und sicher ist man sich nicht.

Oft widersprechen Forschungsergebnisse einander oder es werden Studien aus verschiedenen Gründen als nicht aussagekräftig bezeichnet. Bürgerinitiativen gegen Elektrosmog veröffentlichen immer wieder beängstigende Meldungen, von denen sich öffentliche Stellen dann wiederum distanzieren. Das Bundesamt für Strahlenschutz verfolgt allerdings ernst zu nehmende Forschungsergebnisse wie die der Universität Lund. Falls sie bestätigt werden, muss erneut geprüft werden, ob die in der 26. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz angegebenen Grenzwerte einen ausreichenden Schutz für die Bevölkerung darstellen.

Vorsorge beim Mobilfunk:

  • Für längere Gespräche das Festnetz verwenden.
  • Das Telefonieren mit einem Handy kurz halten (Analogie zur Sonneneinstrahlung: wenn man sich nur immer wieder mal kurz der Sonne aussetzt, verbrennt man nicht.
  • Möglichst nicht bei schlechtem Empfang telefonieren. Die Strahlung, die das Handy aussendet, hängt von der Qualität der Verbindung zur nächsten Basisstation ab. Auch die Karosserie eines Autos verschlechtert den Empfang und erhöht somit die Strahlung.
  • Das Handy nicht angeschaltet am Kopfende des Bettes aufbewahren, sondern es, wenn es nicht benötigt wird, ausschalten.
  • Nach Möglichkeit Kopfhörersysteme (Headsets) verwenden. Das Gefährliche beim Mobiltelefonieren ist ja, dass die strahlende Antenne so dicht am Kopf ist.

Informationen über den Mobilfunk und elektromagnetische Strahlung:
www.bfs.de
www.ssk.de
www.handy-seiten.de
www.buergerwelle.com

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