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Kann das alte System reformiert werden oder bedarf es eines generell neuen Ansatzes in der Gesundheitsversorgung und der Krankheitsvorsorge ? Ihre Meinung ist uns wichtig! Mit Ihren Beiträgen starten wir eine neue Serie zum Thema.

Da sitzen sie nun seit September 2001 zusammen, die Vertreter aus allen Bereichen der Gesundheitsbranche, und diskutieren über eine mögliche Therapie für unseren kränksten Patienten in diesem Land, unser Gesundheitssystem.
Die Beteiligten dieses runden Tisches sind sich bewusst, dass sie bis zum Frühjahr 2003 einen ersten Therapieplan entwickeln müssen, denn lange durchhalten wird dieser erschöpfte Patient offensichtlich nicht mehr.

Die Diagnose ist schwerwiegend und eindeutig. Unser Gesundheitssystem leidet an akuter Herz-Kreislaufschwäche, nahezu vollständigem Zusammenbruch der Immunabwehr und einem Versagen der Entgiftungsorgane. Hinzu kommt eine schwere Arzneimittelvergiftung durch Tablettensucht.
Die Ursachen, die zu diesem Krankheitsbild führten: falsche Ernährung, mangelnde Bewegung, Überlastung, Beziehungsstress, Geldsorgen und fehlende Anerkennung. Der Verdacht auf Missbrauch konnte nicht ausgeräumt werden .
Bleibt der erforderliche Therapieerfolg aus, ist damit zu rechnen, dass der Patient Gesundheitssystem ins Koma fällt und nur noch eine gigantische Kostenstelle an seine besten Jahre erinnern wird. Vielleicht finden sich noch ein paar besonders Mutige, die den unangenehmen Job erledigen werden, die Beatmungsmaschine abzuschalten bevor die Stromrechnung nicht mehr bezahlt werden kann.
Dass es nicht soweit kommen muss, liegt in der Hand jedes Einzelnen. Hier nützen keine Unterschriftensammlungen und keine Demonstrationen.
Es sei denn, wir würden einmal ausnahmsweise gegen uns selbst demonstrieren. Da wir offensichtlich über unsere Verhältnisse leben, sind Kürzungen unvermeidbar. Doch Kürzungen treffen immer jemanden, der danach etwas weniger in der Tasche hat. Ob Apotheker oder Zahnärzte, Krankenkassen oder Pharmaunternehmen.

Ist dieses Gesundheitssystem trotz aller wohlmeinender Bemühungen unserer Gesundheitsministerin noch reformierbar?Im Rahmen unserer neuen Serie, „Gesundheitsreform“ fordern wir Sie als Leserinnen und Leser auf, Ihre Gedanken und Reformideen beizusteuern. Wir meinen, dass es höchste Zeit ist, die Betroffenen selbst zu befragen, wie sie die Qualität und Sicherheit des bestehenden Versicherungs- und Versorgungssystems der gesetzlichen Krankenkassen einschätzen und welche Vorschläge Sie zu einer Neugestaltung, bzw. Neuausrichtung einzubringen haben. Was ist Ihrer Meinung nach zu tun? Welche Erwartungen haben Sie an die in Zukunft von Ihnen als Patient in Anspruch zu nehmenden Versorgungsleistungen? Sehen junge Menschen überhaupt noch eine Zukunft in diesem System? Welche neuen Sicht- und Herangehensweisen sind für eine Gesundheitstherapie der Zukunft unabdingbar?

Welchen Einfluss darf die Pharmaindustrie auf die Gesundheitspolitik in Zukunft noch ausüben? Müssen nicht sogar die Pharmakonzerne in gewisser Weise vor sich selbst geschützt werden, da sie sonst weiterhin Milliarden in fragwürdige und risikobehaftete Produkte investieren? Ist der BAYER-Skandal um den Cholesterinsenker „Lipobay“ nicht mehr als ein mahnendes Beispiel für eine in die Sackgasse führende Medizin, die nur die Symptome einer Krankheit bekämpft und sich den Ursachen verschließt?
Brauchen wir denn wirklich 52.000 verschiedene Medikamente oder würden uns auch die über eine Positivliste ausgewählten 3.500 Medikamente reichen, die sich z.B. in Schweden auf dem Markt befinden?

Sollte der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen auch weiterhin die alleinige Instanz sein, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen entscheidet und wenn ja, wie sollte dieses Gremium in Zukunft besetzt sein? Warum sind unter den 21 Mitgliedern derzeit weder Frauen noch Patientenvertreter und auch keine Experten für Naturheilkundeverfahren vertreten?

Welchen Rat würden Sie ihrem Apotheker geben, wenn dieser Umsatzeinbußen durch die Positivliste befürchtet? Welche Vorschläge würden Sie Ihrer Ärztin machen, wenn diese ihre Unzufriedenheit über das derzeitige Honorierungssystem äußert? Welche Gesetze müssten geändert, welche Verbote gelockert werden?
Wir freuen uns, mit Ihnen zusammen mehr Öffentlichkeit für ein neues Verständnis über die Ursachen von Krankheiten und deren Therapie zu schaffen. Und wir gehen mit Ihnen auf die konkrete Suche nach Alternativen zum bestehenden Krankenversicherungssystem. Ab der nächsten Ausgabe der SEIN finden wir gemeinsam mögliche Antworten.Ihre Fragen, Vorschläge, Meinungen und Beiträge richten Sie bitte an:

Redaktion SEIN
Stichwort: Gesundheitsreform?
Akazienstr. 28, 10823 Berlin

Tel.: 030-78707078
Fax: 030-7883520
email: mail@sein-berlin.de

Unser Rat: fassen Sie sich bitte kurz. Sie erhöhen dadurch wesentlich die Chance, dass Ihr Beitrag veröffentlicht werden kann.
Wir bitten vorab um Ihr Verständnis, wenn wir dennoch nicht alle eingehenden Beiträge veröffentlichen können oder Kürzungen vornehmen müssen.

Interessantes Bildmaterial ist uns ebenfalls herzlich willkommen.

Vielen Dank! Die Redaktion.

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