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Italien vegetarisch

Italien vegetarisch

Titel: Italien vegetarisch

Author: Claudio Del Principe, Katharina Seiser (Hg.)

Verlag: Brandstätter

Preis: 34,90

ISBN: 978-3850338066

Authentischer Genuss 

Die Herausgeberin dieses großformatigen und gebundenen Kochbuchs ist die gelernte Köchin und engagierte Foodbloggerin Katharina Seiser (www.esskultur.at). Im letzten Jahr erschienen von ihr schon die vielgelobten Bücher „Österreich vegetarisch“ und „Deutschland vegetarisch“. Weit ab von Fleischersatzprodukten und superexotischen Zutaten sind diese Bücher auf traditionelle, echte und authentische Küche der jeweiligen Länder ausgerichtet. Dieses Konzept findet sich auch in „Italien vegetarisch“ wieder. Der in der Schweiz lebende Autor Claudio Del Principe ist ein Mann mit italienischen Wurzeln, der sich selbst als Kochbesessener bezeichnet und bei seinen Rezepten und Zutaten nach dem Motto verfährt: „Geben Sie sich mit wenig zufrieden – dem Besten.“ 

Diese Lebensphilosophie findet sich – gepaart mit amüsant-scharfzüngiger Schreibe – auch auf seinem seit 2007 bestehenden Foodblog Anonyme Köche (www.anonymekoeche.net) wieder. Achtsamkeit beginnt eben auch bei dem, was man zu sich nimmt.

In dem Kochbuch trifft man auf eine breite Spanne von gut erklärten Gerichten. Hier findet sich alles, von Grundrezepten bis hin zu raffinierten Sachen. Aufgeteilt ist es in fünf große Bereiche: „Frühling“, „Sommer“, „Herbst“, „Winter“ und „Jederzeit“, so dass man gezielt saisonal 

herumblättern und einkaufen kann. Diese Kategorien wiederum sind alle in der Reihenfolge „Antipasti, Pane & Pizza“, „Suppen“, „Salat & Gemüse“, „Pasta, Polenta & Reis“ und „Süßes“ (das Dessert darf ja keinesfalls fehlen) aufgeschlüsselt.

Sehr schön eben auch, dass hier Basisrezepte von Gemüsebrühe über Tomatensauce bis hin zum Grundrezept für Risotto, Nudelteig und Polenta vorgestellt werden.

Versammelt sind hier aber nicht nur vegetarische, sondern auch viele vegane Rezepte. Rezepte, die nicht verbogen sind oder von Ersatzzutaten strotzen, wie so oft in diesem Bereich. Sie sind schlicht-bäuerlich, aber gut, alltagstauglich und durchaus auch mal edel.

Fazit: Das Buch ist wie eine voll gedeckte Tafel voller schlicht-genialer Köstlichkeiten, von denen man gerne reihum probieren möchte. Bestimmt sehr schön für Italienliebhaber/innen, die sich gerne in der Küche austoben. Ebenfalls ein schöner Einstieg in diese landestypische Kochwelt ohne überkandideltes Chi Chi. 

Gerichte wie Orecchiette mit Kohl, römische Griesgnocchi, Mehlsuppe mit Steinpilzen, Auberginenauflauf oder Pasta mit Kichererbsen zeichnen das Bild einer bodenständigen, geerdeten, traditionsreichen Küche, die sich nicht unter der Last von zigtausend Gewürzen biegt, sondern durch Schlichtheit, den Anspruch an qualitativ hochwertige Produkte und dadurch dann edle Aromen besticht. 

Also ein Kauf, der sich wirklich lohnt, auch für nach Abwechslung suchende carnivore Menschen. 

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