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Sprache ohne Worte

Sprache ohne Worte

Titel: Sprache ohne Worte

Author: Peter A. Levine

Verlag: Kösel

Preis: 29,99

ISBN: 978-3466309184

Traumatransformation

Befasst man sich mit PTBS (Posttraumatischer Belastungsstörung) und körperorientierter Traumatherapie, stößt man sehr schnell auf den amerikanischen Biologen, Physiker und Psychologen Dr. Peter A. Levine, der als Koryphäe auf diesem Gebiet gilt. Seine schon in den 1970er Jahren entwickelte Methode des „Somatic Experiencing“ (SE – grob übersetzbar mit „Körperliches Erfahren“) soll dabei helfen Traumata aufzulösen. 

Peter A. Levine versteht ein Trauma in seinem Konzept nicht als Krankheit, sondern als eine natürliche und vielleicht sogar lebensrettende, quasi einprogrammierte primitive Reaktion unseres Stammhirns auf eine schmerzliche Situation – die allerdings in ihrem regulären Ablauf gestört und nicht korrekt durchlaufen wurde, dass so ein Teil Körpers noch immer in der traumatischen Situation geradezu erstarrt festsitzt. Diese blockierte Energie gilt es aufzulösen und zu transformieren. 

Ein Trauma ist Levine zufolge also kein psychisches Problem, sondern geschieht im Körper – weswegen rein kognitive Therapien zwar Wirkung zeigen können, aber nicht tief genug greifen. Er sieht den Schlüssel zur Heilung deswegen im nonverbalen Bereich, in der Kenntnis der „wortlosen Sprache des Körpers“, die der Therapeut lesen können muss. 

Zum Einstieg zieht Peter A. Levine seine Leser/innen mit dem Bericht über seinen eigenen Autounfall im Jahr 2005 und den darin durchlebten traumatischen Prozess regelrecht in den Bann und erläutert daran sehr plastisch seine Einsichten und seine Methode zur Traumabewältigung.

Fazit: Ein schon ein paar Jährchen alter, gut geschriebener und wirklich tiefgreifender Klassiker, der aber seine Aktualität nie verlieren wird. Ebenfalls sehr interessant, dass Peter A. Levines Werk im letzten Kapitel auch spirituelle Aspekte umspannt. 

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