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Wo Nichts ist, kann auch nichts fehlen. Wozu die Aufregung um Erleuchtung?

Wo Nichts ist, kann auch nichts fehlen. Wozu die Aufregung um Erleuchtung?

Titel: Wo Nichts ist, kann auch nichts fehlen. Wozu die Aufregung um Erleuchtung?

Author: Ramesh S. Balsekar

Verlag: Lotos Verlag

Preis: 16,95

ISBN: 978-3-7787-8205-7

Advaita Vedanta

Bevor der 1917 geborene und westlich erzogene Ramesh S. Balsekar sich nach seiner Pensionierung der Lehre des Advaita verschrieb, war er einer der mächtigsen Männer Indiens:  Präsident der „Bank of India“. Nach Ramesh S. Balsekar ist die Erkenntnis entscheidend, dass wir unser Leben eben nicht in der Hand haben, denn ein handelndes Ich, das zum Beispiel auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung ist, ist Illusion. Nach ihm und der Lehre des Advaita Vedanta existiert kein Ego und vor allem kein freier Wille. Unsere Handlungen sind also kein Produkt unserer freien Entscheidungen, sondern entstehen abhängig von unserem sozialisierenden Umfeld, unseren genetischen Anlagen („programmierter `Körper-Geist-Organismus`“) und dem kosmischen Gesetz. Eine letztendliche Lösung und Erkenntnis kann man – laut dem spirituellen Lehrer Balsekar – nur mit der Aufgabe des Gefühls der persönlichen Täterschaft erreichen. „Kopf und Herz verschmelzen zu einem harmonischen Ganzen, wenn der Wahn der individuellen Täterschaft endgültig ausgeräumt ist.“ Fazit: Das Buch liest sich erstaunlich leicht. Viele Kapitel sind nicht als Fließtexte gehalten, sondern Verschriftlichungen von typischen Lehrer-Schüler-Dialogen, die dem Verständnis der Leser dienen. Der Inhalt – einerseits herrlich logisch und einleuchtend einfach, andererseits scheinbar extrem gefährlich hinsichtlich Eigenverantwortung und persönlicher Schuldfrage – regt sicherlich Kontroversen an. Gerade bei westlichen Lesern, getrieben von Selbsterfahrung, Selbstfindung und dem Bedürfnis der Nachwelt etwas zu hinterlassen, was die eigene Persönlichkeit manifestiert.

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