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Yoga und Vegetarismus

Yoga und Vegetarismus

Titel: Yoga und Vegetarismus

Author: Yoga und Vegetarismus

Verlag: Theseus

Preis: 16,95

ISBN: 978-3899017069

Fleischlos zur Erleuchtung

Wem der Name Sharon Gannon noch nichts sagt – die 1951 in Washington D.C., USA geborene Autorin, Musikerin, Tierrechtsaktivistin und Künstlerin ist ihres Zeichens weltbekannte Yogalehrerin und begründete 1984 – zusammen mit ihrem Lebenspartner David Life – die Richtung des Jivamukti-Yoga. Zu ihren Schülern zählen Prominente wie Sting, Madonna, Donna Karan, Christy Turlington.

Mit ihrer Lehre orientiert sie sich an den vom indischen Gelehrten Patañjali verfassten Yogasutras und dem darin beschriebenen Pfad der Befreiung, die mit dem Schritten der Gewaltlosigkeit und Beherrschung beginnt, was sie als Aufruf zu einem veganen Leben interpretiert.

Zentrales Prinzip der Yoga-Strömung des Jivamukti ist deswegen unter anderem der – auf dem Mitgefühl für andere Wesen basierende – Vegetarismus. Sie schreibt selbst hierzu: „Freundlichkeit führt zu Mitgefühl. Mitgefühl ist wiederum die Voraussetzung für Erleuchtung, das Ziel des Yoga.“ So kämpft sie als „Yoga-Aktivistin“ für die Rechte von Tieren, die Befreiung unseres Selbst und gegen die sich durch Tiermissbrauch – indem wir sie grausam züchten und dann verspeisen – ansammelnde karmische Last. Sie vertritt hierbei durchaus radikal erscheinende Thesen und wirkt hierdurch polarisierend. So greift sie beispielsweise zu (eigentlich gerechtfertigten) Vergleichen von Tier- mit früher praktizierter Sklavenhaltung von Menschen. Und hält der Tradition des Fleischverzehrs argumentativ entgegen, dass auch Vergewaltigung eine lange Tradition hat, nichtsdestotrotz aber nicht richtig ist. Der Titel mag für Leser auch auf den ersten Blick etwas irreführend sein, denn auch wenn Sharon Gannon oft von Vegetarismus spricht, ist mit der Ablehnung von Milchprodukten und Eiern doch eher eine Ernährungsform gemeint, die wir gemeinhin als vegan definieren.

Fazit: Ein durch viele sehr persönliche Berichte bereichertes und sehr leidenschaftliches Plädoyer für den Vegetarismus/Veganismus, das einigen – trotz aller Harmonie, die damit auf der Welt erreicht werden will – eventuell etwas zu extrem erscheinen mag. Abgerundet wird das mit schönen, indisch inspirierten Zeichnungen illustrierte Werk durch einen großen Anhangapparat, mit an Sharron Gannon gestellten Fragen und ihren Antworten, einer Step-by-Step-Anleitung, um zum Veganer zu werden, Quellen, weiterführenden Links und einem Glossar.

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