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Lebensgroße Schädel aus Quarzkristall oder Amethyst, die bei Ausgrabungen in den alten Städten der Maya gefunden wurden, beunruhigen die Wissenschaftler, denn es fehlen jegliche Hinweise auf Alter und Herstellungsmethode.

Die indianischen Überlieferungen selbst sehen sie als Geschenke der Götter, die darin kosmisches Wissen gespeichert haben.


Shauna Crockett-Burrows: Könntet Ihr bitte erklären, was ein Kristallschädel ist?
Chris Morton: Ein Kristallschädel ist ein Objekt, das aus natürlichen Kristallen besteht und in die Form und Größe eines menschlichen Schädels gebracht wurde. Die Existenz dieser Schädel wurde ursprünglich in den Legenden der amerikanischen Ureinwohner wie den Cherokee beschrieben. Dort wird gesagt, daß es insgesamt 13 alte Kristallschädel gibt und daß diese Schädel bedeutende Informationen über den Ursprung, den Zweck und die Bestimmung der Menschheit enthalten. Die Legende sagt, daß eines Tages, zu einer Zeit großer Not, alle diese Kristallschädel wiederentdeckt und zusammengebracht werden würden, um die Informationen zu enthüllen, die sie zum Wohle der gesamten Menschheit enthalten.

SC: Wieviele Kristallschädel habt ihr bisher gefunden und woher kommen sie?

CM: Wir haben bisher sechs lebensgroße Schädel an verschiedenen Orten der Welt gesehen. Obwohl einer der Schädel neueren Datums ist, sind doch die anderen von mysteriöser Herkunft, und werden üblicherweise den alten zentralamerikanischen Kulturen wie etwa den Azteken oder Maya zugeordnet.

SC: Welchen der Schädel haltet ihr für den beeindruckendsten?
CM: Der schönste Kristallschädel von allen ist der von Anna Mitchell-Hedges. Er ist aus einem einzigen nahezu vollständig transparenten Stück Quarzkristall gefertigt, und hat ausgesprochen genaue anatomische Abmessungen. Anna hat eine bemerkenswerte Geschichte zu erzählen, wie der Kristallschädel in ihren Besitz kam. Sie entdeckte den Schädel in den Ruinen eines Maya-Tempels in Zentralamerika. Heute ist sie bereits 90 Jahre alt, und der Fund ereignete sich, als sie 17 Jahre alt war. Sie besuchte gerade ihren Vater, einer der ersten britischen Entdecker, der die archäologische Fundstelle Lubaantun in Britisch Honduras, dem heutigen Belize, ausgrub. Dies alles passierte in den 20er Jahren, aber seit dieser Zeit gibt es immer wieder unglaubliche Behauptungen über die magischen Heilkräfte und die Fähigkeiten zur psychischen Kommunikation dieses Schädels.

SC: Gibt es irgendwelche wissenschaftlichen Untersuchungen, die uns sagen können, wie alt die Kristallschädel sind und wer sie gemacht hat?
CM: Einige der interessantesten Tests zu den Kristallschädeln waren die der bekannten Computerfirma Hewlett-Packard. In den 70er Jahren stellte Anna Mitchell-Hedges ihren Kristallschädel einer Gruppe von Wissenschaftlern für ihr Kristallforschungslabor in Kalifornien zur Verfügung. Hewlett-Packard verwendet Kristalle in einem breiten Bereich elektronischer Anwendungen, angefangen von Uhren bis hin zu Computern. Die Wissenschaftler sind also Experten bezüglich der physikalischen, technischen und wissenschaftlichen Eigenschaften von Kristallen.

SC: Was haben die Wissenschaftler bei Hewlett-Packard herausgefunden?

CM: Eines der Probleme, das sich den Experten für Kristalltechnologie stellte, war die völlige Unmöglichkeit, das Alter des Kristallschädels zu bestimmen. Kristalle korrodieren nicht, erodieren nicht und verfallen auch nicht im Laufe der Zeit. Bei Kristallen kann man noch nicht einmal eine Karbondatierung vornehmen. Deshalb entschieden die Wissenschaftler, anstatt des Alters die Herstellungsweise des Kristallschädels zu untersuchen, in der Hoffnung, dadurch Aufschluß über das Objekt zu erhalten. Das erste, was sie herausfanden, war, daß der Schädel aus einem Stück eines natürlichen Kristalls gefertigt worden war. Angesichts der erheblichen Größe des Schädels hatten einige Experimentatoren vermutet, daß er aus mehreren Stücken bestehen müßte, die sorgfältig zusammengesetzt wären. Aber der Test mit polarisiertem Licht bewies eindeutig, daß nicht nur der Schädel selbst, das Cranium, aus einem Stück bestand, sondern auch der abnehmbare Unterkiefer aus dem gleichen Stück herausgearbeitet worden war.

SC: War das Forschungsteam davon überrascht?
CM: Sie waren total erstaunt. Reiner Quarzkristall ist eines der härtesten Materialien dieser Welt. Es ist nur geringfügig weicher als Diamant. Aber es ist auch sehr spröde und hat die Tendenz, zu zersplittern, was eine Bearbeitung äußerst schwierig macht. Die handwerkliche Ausführung des Schädels war so hervorragend, daß das Team schätzte, selbst ein Bildhauer der heutigen Zeit würde mit den modernsten elektronisch gesteuerten Werkzeugen mindestens ein Jahr brauchen, um dieses erstaunliche Objekt herzustellen.
Aber die Wissenschaftler kamen zu einer noch überraschenderen Schlußfolgerung. Sie betrachteten es als unmöglich, ein derartig außergewöhnliches Objekt mit irgendeinem herkömmlichen Typ moderner Diamantbohrer oder -schleifer zu bearbeiten, weil die Vibrationen, die Hitze und die Reibung einen solchen Gegenstand, insbesondere den Unterkieferknochen, unweigerlich zum zerspringen gebracht hätten.

SC: Wie wurde der Kristallschädel dann aber gemacht?

CM: Nun, die Wissenschaftler vermuteten, daß der Schädel von Hand modelliert sein müßte, indem Sand und Wasser verwendet wurden, um das Material langsam abzutragen. Aber das scheint noch unglaublicher zu sein. Die Forscher kalkulierten, wie lange es etwa dauern würde, und kamen zu dem Ergebnis, daß dies mehrere Generationen von Menschen gedauert hätte, die ihr gesamtes Leben hätten arbeiten müssen, um dieses Objekt zu vollenden.
Der Hewlett-Packard-Bericht veranschlagt die genaueste Schätzung auf »300 Jahre menschlicher Arbeitskraft«.
Was die Wissenschaftler aber noch mehr erstaunte, war, daß sie unter dem Mikroskop keinerlei Bearbeitungsspuren fanden, die über die Herstellungsweise hätten Aufschluß geben können. Selbst unter extremster Vergrößerung konnten Sie keine Hinweise auf moderne maschinelle Werkzeuge, aber auch keine Spuren alter Handbearbeitungsmethoden finden. Sie konnten keinerlei Hinweise auf jegliche Art von Werkzeug finden, was einen der Teammitglieder zu der Aussage verleitete: »Dieser Schädel dürfte überhaupt nicht existieren.«

SC: Haben nun die Wissenschaftler von Hewlett-Packard überhaupt hilfreiche Informationen über den Kristallschädel herausgefunden?

CM: Ja. Sie waren in der Lage, das genaue Material zu bestimmen, aus dem der Schädel besteht, und fanden heraus, daß es sich um eine natürlich vorkommende Art von Quarzkristall handelt, die als »piezo-elektrisches Silikon-Dioxid« bekannt ist. Mit anderen Worten, der Schädel ist aus genau dem gleichen Typ Quarzkristall gemacht, der heute so wichtig für unsere moderne Kommunikationselektronik ist. Es ist genau der gleichen Typ von Kristall, den wir heute in unseren Uhren, Radios, Fernsehern und Computern benutzen. Eine der vielen ungewöhnlichen Eigenschaften dieser Art Kristall ist, daß er eine positive und eine negative Polarität gleich einer Batterie hat.

SC: Wie arbeitet das im Falle des Kristallschädels?

CM: Dies bedeutet, daß der Kristallschädel in der Lage ist, Elektrizität zu produzieren, wenn man Druck auf ihn ausübt. Umgekehrt, wenn man eine elektrische Ladung an den Kristallschädel anbringt, ändert er seine Form, ohne in irgendeiner Weise seine Masse oder Dichte zu verändern. Im Falle des Kristallschädels fanden die Wissenschaftler heraus, daß er  »vertikal piezo-elektrisch orientiert« ist, was bedeutet, daß seine elektronische Achse direkt von oben durch das Schädelzentrum nach unten geht. Dies bedeutet, wenn man eine elektrische Ladung auf der Spitze des Kristallschädels anbringt, verändert dieser im Laufe des Vorgangs nicht nur seine Form, sondern der elektrische Strom durchquert den Schädel von oben direkt runter zur Erde.
Die Wissenschaftler entdeckten weiterhin, daß der Schädel ungewöhnliche optische Eigenschaften hat. Zum Beispiel hat er die Fähigkeit, von unten kommendes Licht so zu fokussieren, daß es aus den Augenhöhlen wieder herauskommt. Die Lage der optischen Achse bewirkt, daß Licht in der einen Richtung schneller durch den Schädel wandert als in der anderen. Demzufolge konnte der Schädel erstaunliche Effekte mit normalem ungerichtetem Licht zu Tage treten lassen.
Es wurde aber auch herausgefunden, daß sich gerichtetes polarisiertes Licht nicht nur schneller entlang der optischen Achse bewegt, sondern daß der Schädel auch das Licht, das sich entlang seiner Achse bewegt, in Rotation versetzt!

SC: In Eurem Buch erwähnt Ihr, daß eine weitere ungewöhnliche Eigenschaft von Quarzkristall seine Funktion als elektronischer Oszillator oder Resonator ist. Trifft dies auch auf den Kristallschädel zu?
CM: Oh ja, sicherlich. Dies ist eine andere ungewöhnliche Eigenschaft dieser Art von Quarz, die ihn unschätzbar für die elektronische Industrie macht. Dies ist der Grund, warum Quarzkristalle heute in nahezu jeder präzisen Zeitmesseinrichtung bis hin zur Armbanduhr verwendet werden. Tatsächlich sind die Kristalle der Kern der möglicherweise größten technologischen Revolution, die die Welt je gesehen hat. Wir sind so abhängig von all den Anwendungen, die auf Quarzkristallen beruhen, daß sie nun lebenswichtig für unsere gesamte Zivilisation sind.

SC: Erst seit dem Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts haben die Wissenschafter begonnen, diese Eigenschaften der Quarzkristalle nutzbar zu machen. Es erscheint unglaubhaft, daß unsere »einfachen« und »primitiven« Vorfahren diese Kräfte ebenfalls zu nutzen wußten. Glauben Sie, daß sie deshalb diese Schädel aus Quarz gemacht haben?
CM: Auf jeden Fall. Die piezo-elektrischen Eigenschaften dieser Art von Quarz bedeuten, daß – zumindest in der Theorie – der Kristallschädel in der Lage ist, elektrische Energie zu speichern, die potentiell eine Form von Information ist, und auch elektrische Impulse, oder anders gesagt, vibrierende Wellen von Information, aussenden kann.
In diesem Sinne könnte der Kristallschädel tatsächlich eine Art Informationsspeicher aus der Vergangenheit sein, wie es die Legende beschreibt. SC: Das scheint unglaubhaft zu sein. Wie würde das denn funktionieren?
CM: Nun, wie die Wissenschaftler von Hewlett-Packard hervorgehoben haben, ist das Herz des modernen Computers, wo alle Informationen gespeichert werden, ein kleiner Kristallchip aus Silikon. Diese dünnen Plättchen aus »piezo-elektrischem Silikon-Dioxid« sind effektiv die »Gehirnzellen« oder das Gedächtnis unserer modernen Computer. Die ungeheure Speicherkapazität dieser Art von Quarzkristall bedeutet, daß wir nun riesige Mengen von Informationen speichern können, die so wichtig für unser »Informationszeitalter« sind. Und wenn schon ein Silikon-Kristallchip in einem Computer derart große Mengen von Information speichern kann, warum sollte dann der natürliche piezo-elektrische Quarzkristall des Kristallschädels dies nicht auch können.

SC: Ein Stück natürlichen Quarzes wie der Kristallschädel ist also perfekt dazu in der Lage, Information zu speichern?
CM: Genau. Auf jeden Fall theoretisch bedeuten die einzigartigen Eigenschaften von »piezo-elektrischem Silikon-Dioxid«, daß ein Stück natürlichen Quarzes wie der Kristallschädel die gleichen Speichereigenschaften wie ein Silikon-Kristallchip hat. Das einzige Problem ist, daß die Wissenschaftler von Hewlett-Packard bis jetzt noch nicht herausgefunden haben, wie man Informationen in einen rohen Kristall wie den Kristallschädel einspeichert bzw. wieder abruft.

 


 

Abb1.: Der „Mitchell-Hedges-Kristallschädel“: Die lebensgroße Nachbildung eines menschlichen Schädels aus einem Stück Amethyst. Der Kristallschädel wurde bei Ausgrabungen in der Maya-Stadt Lubaantun gefunden.
Abb2.: Der „Mitchell-Hedges-Schädel“ wird im Kristalllabor von Hewlett-Packard wissenschaftlichen Tests unterzogen.
Abb3.: Anna Mitchell-Hedges mit ihrem Kristallschädel

Eine Antwort

  1. Noah

    Ich glaube auch dass die Schädel Informationen in sich tragen und man kann glaube die Informationen nur wiedergeben wenn mann alle Schädel gefunden hat

    Antworten

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