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Über den aktuellen Zustand unseres Planeten informieren uns jeden Tag die Nachrichten: Verwirrte mähen mit Waffen Dutzende Menschen nieder, in Kriegsgebieten geht die Zahl der Getöteten in die Zehntausende, in vielen Ländern werden Arbeiter ausgebeutet – die Liste ist endlos. Und in den Medien: Ratlosigkeit über die Ursachen.

In diesem Heft bringen die Autoren verschiedene Erklärungsansätze, die alle wie Puzzleteile zusammenpassen. Die meiner Meinung nach grundlegende Ursache für das menschliche Chaos: Wir leben fast nur noch in unserem Verstand und fühlen nicht mehr wirklich. Wir wähnen uns getrennt von Gott, von der Liebe, spüren nicht mehr das Gefühl tragender Geborgenheit. Daraus resultieren Angst, Nicht-fühlen-Wollen-Projektionen, ein Weltbild wie: „Die anderen sind meine Gegner und wollen mir Böses.“ Und weil wir uns nicht mehr mit dem fürsorglichen, liebenden Fluss des Lebens verbunden fühlen, entsteht eine existenzielle Einsamkeit, die so schmerzhaft ist, dass wir sie in unsere tiefsten Keller verbannt haben.

Es ist schon verrückt: Immer noch große Teile der Menschheit streiten sich, ob es Gott gibt, welcher Gott der richtige ist, und bekämpfen die jeweils andere Religion. Das alles zeigt nur, dass diese Menschen keine Verbindung zum Göttlichen haben. Denn Gott ist nicht über den Verstand zu erfassen. Gott ist ein Gefühl! Dieses Gefühl ist bedingungslose Liebe, eine Liebe, in der das separate Ich, das Angst hat, das alles kontrollieren will, sich in totaler Hingabe an das Leben aufgelöst hat. Es ist das vollkommene Ja zum Leben, wie es ist. Dieses Ja existiert in jedem Menschen. Wir müssen es nur freilegen.

Ich glaube: Wenn ich nicht seit 25 Jahren diesen Weg der Auflösung aller Blockaden, die sich um dieses innere Ja aufgebaut haben, gehen würde – ich wäre entweder sehr krank oder hätte mich – aufgrund des entsprechend unbewussten Zustandes – auch irgendwie radikalisiert. Darum heißt für mich die letztendliche Lösung, wie wir das Leben auf unserem Planeten retten: diesen Weg der Heilung gehen. Die innere Liebe freilegen. Und wer weiß: Vielleicht ist genau der Beitrag von einem von uns – wie es der berühmte Schmetterlingseffekt postuliert – der kleine Schubs, den das Gesamtsystem braucht, um sich Richtung Liebe zu verändern …

Jörg Engelsing

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