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Im Kino: David Wants To Fly

Investigative Spiritualität

Als yogisches Abenteuer wird dieser Film beworben, dabei bietet er doch viel mehr: Spirituelle Sinnsuche, einen entlarvenden Dokumentarfilm – und naiven Glauben, der auf harte religiöse Marketing-Realität einer globalen Organisation mit sekten-artiker Struktur trifft und daran zu zerbröseln droht. Es geht um TM – Transzendentale Meditation – und um das Imperium, das um den spirituellen Lehrer Maharishi Mahesh Yogi, den Guru der Beatles, entstanden ist. Mit von der Partie ist natürlich auch der Kronprinz der Bewegung, David Lynch – das Idol des jungen Filmemachers David. Das Leben des Berliners stagniert, so beschäftigt er sich mit TM, lässt sich tiefer in die Materie ein, zahlt Unsummen für seine Einweihung, erhält sein persönliches Mantra, übt sich im yogischen Fliegen und meditiert natürlich. Nach dem plötzlichen Tod von Guru Maharishi spitzt sich die Situation allerdings zu. David fallen immer mehr Ungereimtheiten auf, und er beginnt am versprochenen „Paradies auf Erden“ und seinem großen Vorbild Lynch zu zweifeln. So weht ihm nach und nach seitens der Organisation ein immer schärferer Wind entgegen.

Fazit: Geniale Doku über bizarre Begebenheiten und eine undurchsichtige Spendenpraxis. „David Wants To Fly“ läuft derzeit deutschlandweit in den Kinos – mehr Infos unter: www.davidwantstofly.de

 

David Sieveking
David Wants To Fly
Jetzt im Kino

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