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Ob der Elektrosmog von Mobilfunkantennen für den Menschen gesundheitsschädlich ist oder nicht, ist noch immer eine wissenschaftliche Streitfrage. Ein neues Experiment in Spanien legt ziemlich drastisch nahe, dass die Handy-Strahlung zumindest für Frösche ziemlich fatale Auswirkungen zu haben scheint.

In besagtem Experiment wurden Eier und Kaulquappen des Grasfrosches (Rana temporaria) der elektromagnetischen Strahlung von mehreren Mobilfunkantennen in einer Entfernung von 140 m ausgesetzt. Das Experiment dauerte zwei Monate, von der Eiphase bis zur fortgeschrittenen Kaulquappenphase, dem Eintritt der Metamorphose.

Die Messungen der elektrischen Feldintensität (alle Radiofrequenzen und Mikrowellenbereich) lagen im Bereich von 1,8 bis 3,5 V/m (mit drei verschiedenen Geräten bestimmt).

Die bestrahlte Gruppe aus 70 Exemplaren zeigte während der Exposition eine verminderte Bewegungskoordination, ein asynchrones Wachstum, das zu grossen wie auch kleinen Kaulquappen führte, und eine hohe Mortalität von 90 Prozent.

Eine gleich grosse Kontrollgruppe wurde unter identischen Bedingungen gehalten, nur von einem Faradayschen Käfig umgeben. Deren Bewegungskoordination war normal, das Wachstum verlief synchron, die Mortalität erreichte nur 4,2 Prozent.

Die Studie von von Alfonso Balmori, C/Navarra, Valladolid (Spanien), wurde veröffentlicht von der U.S. National Library of Medicine.

 

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Text mit Übersetzung von Zeitpunkt.ch

 

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