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Nanomaterialien gelten als energiesparend und ressourcenschonend. Die langfristigen Gefahren und Risiken sind allerdings bislang noch unklar. „Es gibt Studien darüber, dass Nanopartikel isolierte Zellen zerstören“, berichtet Carolin Völker, Forscherin am Institut für Ökologie, Evolution und Diversität an der Goethe Universität Frankfurt.

Die Produkte auf der Basis von Nanomaterialien, wie etwa Kosmetik, Kleidung und Putzmittel sind erst seit kurzer Zeit im Umlauf. Die Wissenschaft hat noch keine Zeit gehabt, die Langzeiteffekte zu erforschen. Völker und ihre Kollegen untersuchen, ob Nanopartikel aus Silber und Titandioxid wirbellose Tiere im Wasser beeinträchtigen. Die Forscher sehen die Gefahr, dass im Wasser lebende Organismen, wie etwa der Wasserfloh, die Nanopartikel aufnehmen.

Langzeitstudien dringend notwendig

Das scheint auch der Fall zu sein: „Wir konnten zeigen, dass einige nanopartikuläre Substanzen bereits in sehr niedrigen Konzentrationen auf Wasserflöhe toxisch wirken“, sagt Völker. Bei vielen Substanzen werde die Toxikologie allerdings sehr spät bemerkt. Daher seien Langzeitstudien mit Nanomaterialien unabdingbar.

Die Nanomaterialien sind reaktiver, weil die Teilchen im Vergleich zu ihrem Volumen eine große Oberfläche haben. Beispielsweise lassen sich Nanoteilchen in mineralischen Sonnencremes besser in die Haut einreiben. „Es besteht keine Deklarierungspflicht, wenn in Produkten Nanomaterialien stecken“, kritisiert Völker. Nanopartikel seien von der Industrie dem Verbraucher ohne weitere Information untergeschoben worden. „Langzeitstudien erfordern Zeit und Geld und die Industrie wird das nicht auf sich nehmen“, sagt die Forscherin.

 

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Text mit Material von Presstext.de

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