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Wasserstoff gilt als ein hoffnungsvoller Kandidat für einen Treibstoff der Zukunft. Er verbrennt zu Wasser und hat hinterlässt so keine giftigen Abgase, wie Öl, Kohle oder Gas. Allerdings verbraucht seine Herstellung so viel Energie, dass sie derzeit weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll ist. Das könnte sich bald ändern. Immer mehr Forschungsteams berichten derzeit von Erfolgen mit Bakterien, die organisches Material in Wasserstoff verwandeln.

Treibstoff, der das Abwasser reinigt

Forscher von der Penn State University in den USA haben nun ein Verfahren entwickelt, das nicht nur ohne externe Energiezufuhr Wasserstoff erzeugt, sondern auch gleich noch einen angenehmen Nebeneffekt hat: Er reinigt das Abwasser. Ausgangsprodukt des Verfahrens ist nämlich Klärschlamm, auch wenn es theoretisch auch mit anderem organischen Material funktionieren könnte. So jedoch werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen und ein Abfallprodukt zu einem Rohstoff – wodurch ein natürlicher Kreislauf geschlossen ist.

Das Verfahren erzeugt 1.000 Liter Wasserstoff pro Tag Kubikmeter Klärschlamm. Da dieser in jeder Stadt anfällt, ist dies zumindest schon mal eine Quelle für Wasserstoff. Mit ähnlichen Verfahren hoffen Forscher, viele unserer Abfallprodukte in Energieträger umwandeln zu können und so unabhängiger vom Öl zu werden.

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