Der Psychiater Jim Tucker, ein ehemaliger Mitarbeiter des 2009 verstorbenen Reinkarnationsforschers Ian Stevenson, sowie der ebenfalls langjährig mit der Forschung spontaner Reinkarnationserfahrungen (CORT= Cases of Reincarnation Type) vertraute Psychologe Jürgen Keil führten eine Untersuchung von 18 Fällen in Thailand und Myanmar durch, bei denen nach dem Tod experimentell zugefügte Kennzeichnungen in Geburtsmalen von Kindern wieder gefunden worden waren, die man als Reinkarnation der Verbindungspersonen ansah.

Geburtsmale stärkstes Indiz für Reinkarnation

Viele Menschen haben auffällige Geburtsmale auf der Haut. Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Geburtsmale, die seit der Geburt vorhanden sind, das stärkste Indiz für die Reinkarnationshypothese darstellen. Die Reinkarnationshypothese besagt, dass jeder Mensch eine Seele besitzt, die unsterblich ist und die nach dem Tod des Körpers den Körper verlässt, um in einem anderen Körper wiedergeboren zu werden. In manchen ostasiatischen Kulturen wie in Myanmar und Thailand wird die Praxis ausgeübt, soeben verstorbene Personen mit einem aufgebrachten Mal zu kennzeichnen, in der von der Lehre der Reinkarnation geprägten Annahme, dass sich die wiedergeborene Person anhand eines entsprechenden Geburtsmals leicht wieder erkennen ließe.

In der Untersuchung von 18 Fällen in Thailand und Myanmar fanden die Forscher heraus, dass bei allen 18 Kindern übereinstimmende Geburtsmale mit ihren verstorbenen Verwandten gefunden wurden und zusätzlich bei sechs Kindern auch noch Verhaltensweisen und Kenntnisse aus früheren Leben erinnert wurden, die den Kindern nicht bekannt sein konnten. So übernahm ein fünfjähriges Mädchen die Angewohnheit ihres verstorbenen Großvaters, im Stehen zu Urinieren und auch die Ablehnung der Spielsucht ihrer Mutter, die dem Großvater ein Leben lang ein Dorn im Auge war. Das Mädchen hatte fünf Jahre nach dem Tod des Großvaters an genau derselben Stelle ein Muttermal, an der ihre Mutter ihren Großvater einige Stunden nach seinem Tod mit Ruß markiert hatte.

Auch schon frühere Untersuchungen von Dr. Ian Stevenson an 210 Fällen von Kindern, die sich an frühere Leben erinnerten, ergaben, dass sich in 10 bis 20 Prozent der Fälle frühere Wunden, Defekte oder traditionell postmortal beigebrachte Erkennungszeichen an genau der gleichen Position befanden.

So berichtete Ian Stevenson von einem Kind namens Cloy in Thailand, dessen Großmutter den Wunsch hatte, als Junge wiedergeboren zu werden. Ihre Schwiegertochter erinnert sich noch, wie sie ihren Finger in die weiße Paste dippte und einen dicken weißen Strich als Markierung auf den Nacken ihrer Mutter malte. Nicht lange nach dem Tod ihrer Mutter entband sie einen Sohn mit einer weißen Markierung im Nacken. Als der Junge größer wurde und anfing zu sprechen, begann er, Gegenstände aus dem Besitz seiner Großmutter als sein Eigentum zu bezeichnen und so zu behandeln, als ob sie ihm tatsächlich gehörten.

Die von Stevenson und anderen Forschern berichteten Übereinstimmungen zwischen Berichten und Verhaltensweisen einer Person und einer ihr unbekannten Person stellen zweifelsohne Anomalien dar, die sich einer befriedigenden konventionellen wissenschaftlichen Erklärung entziehen. Um den Verdacht der Zufallshypothese auszuräumen, wären weitere Untersuchungen in größeren Stil notwendig. Dr. Jim Tucker glaubt bis zum Beweis des Gegenteils jedenfalls an die Hypothese von der Reinkarnation:

„Ich denke die beste Erklärung für unsere aussagekräftigsten Fälle ist, dass Erinnerungen, Emotionen und sogar körperliche Verletzungen von einem Leben zum nächsten mitgenommen werden können. Wie diese Übertragung funktioniert, muss im Großen und Ganzen noch erforscht werden, aber die allgemeine Idee ist, dass das Bewusstsein nicht ausschließlich ein Erzeugnis des Gehirns ist. Bewusstsein könnte als ein vom physischen Gehirn separat existierendes Wesen betrachtet werden, das zu einem anderen Leben übergehen kann.“

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