Heilung durch Kommunikation mit dem allwissenden Geist-Bewusstsein. Felicitas Morgenstern über die Piatri-Methode und deren Entwicklerin Margitta Müller…

„Jeder Mensch“, so die Therapeutin Margitta Müller, „besitzt einen inneren Kern, eine höhere Intelligenz, ein höheres Selbst, einen Geist. Dieser Teil ist allwissend.“ Und sie führt weiter aus: „Finden wir Zugang zu diesem Teil, können wir uns selbst heilen von Unwohlsein, Disharmonien und Krankheiten.“ Die Frage ist nun: Auf welche Art und Weise ist dieser Bereich ansprechbar, wie ist eine Kommunikation auf allen Ebenen – körperlich, seelisch, geistig – mit ihm möglich?

Margitta Müller arbeitet seit vielen Jahren mit Hypnose und Trancen und kann so in Kontakt treten mit dieser höheren Intelligenz, dem Geist, über den sie weiß, dass er tatsächlich auf eine Ansprache reagiert und dann auch zielgerichtet handelt – für unsere Heilung. Der Verstand hingegen ist in diesem Sinne „nichtwissend“. Er unterstützt uns vor allem dabei, dass wir uns im Alltag zurechtfinden. Insofern ist er zwar auch ein Teil des großen „ich bin“, jedoch außerstande, Heilung im Leben zu bewirken, denn er unterliegt einer permanenten Konditionierung ab dem Zeitpunkt, an dem das kleine Kind beginnt, sich als „Ich“ zu begreifen. Bis dahin ist es noch verbunden mit allem und staunt voller Unschuld über die eigenen Wahrnehmungen. Warum, fragt man sich nun, fällt der Mensch schon so bald aus diesem Einssein heraus?

Margitta Müller erklärt: „Für das Abenteuer Leben ist es wichtig zu vergessen. Dann erst kann das Spiel der Dualität, des Erlebens von ‚Ich‘ und ‚Du‘, von der Welt ‚dort draußen‘ und der Welt ‚in mir‘ und des scheinbaren Getrennt- Seins von den anderen beginnen. Über den Verstand entstehen und verfestigen sich auch Denk- und Glaubensmuster, die dem Kind durch die Eltern vermittelt werden. Eltern sprechen mit ihm – ohne dass ihnen bewusst ist, wie sie es konditionieren –, indem sie zum Beispiel sagen: ‚Wenn du nicht artig bist, wirst du nicht geliebt.‘ ,Du bist noch nicht gut genug.’ ‚Das macht man aber nicht.‘ Das Kind fühlt sich schuldig, bekommt Angst, traut sich nicht mehr…

Die Folge: Negative Glaubenssätze setzen sich in ihm fest. Da Gedanken Gefühle auslösen, rufen ähnliche Gedanken, Situationen und Ereignisse wieder Gefühle – wie beispielsweise Schmerzen – hervor, die uns unerträglich erscheinen, ins Unterbewusstsein verdrängt werden und von dort aus das Leben massiv beeinflussen. So gut wie jeder erfährt dieses Trimmen, Trainieren, Anerziehen von Verhaltensmustern – das, was man Konditionierung nennt. Es ist wie ein Fluch, eine Bürde – und wir tragen sie im schlimmsten Fall ein ganzes Leben lang mit uns herum. Wir erleben dadurch auch eine Trennung von den anderen Menschen und von allem, was außen existiert, und erfahren erst – wenn wir es möchten – nach einem oftmals langen Weg wieder die Einheit mit allem.“

Der Klient löst das Problem selbst

Das Hauptziel der von Margitta Müller entwickelten Piatri-Methode besteht daher in der Heilung von Folgen der Konditionierung oder der Lebenserfahrungen, die den Alltag beeinträchtigen. Diese Methode ist eine Möglichkeit, unbewusste Ursachen einer Erkrankung oder Störung aufzudecken und zu löschen. Das Wunderbare daran: Der Klient löst das Problem selbst. Margitta Müller unterstützt ihn nur dabei. Das funktioniert innerhalb der Kommunikation mit der höheren Intelligenz auf sehr effektive Weise. Jener Teil in uns, der fortwährend denkt – eine Abwehrreaktion, um die verdrängten seelischen Schmerzen auf Distanz zu halten –, erfährt dabei zuerst eine Beruhigung, zum Beispiel durch eine Trance. Der Klient öffnet sich etwas Größerem und hört diesem Teil zu. Dabei tritt sein Verstand zurück und mischt sich nicht in das Geschehen ein. Vorab führt Margitta Müller ein intensives Gespräch mit dem Klienten. Dabei legen beide Thema und Ziel der Sitzung fest.

Es ist von Vorteil, wenn derjenige alles ausspricht, was er sagen möchte. Diese Energie lädt den Raum auf und fließt in die Sitzung mit ein. Margitta Müller: „Nach der Trance begleite ich den Klienten durch die Sitzung. Das kann zwar auch in Form von Fragen geschehen, meine Hilfestellung bleibt aber immer möglichst gering, weil es ja der Prozess des anderen Menschen ist. Als Therapeutin schwinge ich grundsätzlich die ganze Zeit mit, halte die Energien, und der Klient bedient sich des Settings. Ich eröffne einfach einen Raum und spreche jenen Teil der Quelle an, der für die aktuelle Thematik ‚zuständig‘ ist. Dies geschieht aus der Intuition heraus, dass ich alle Möglichkeiten anwende, die das wissende oder morphogenetische Feld mir in dem Moment offenbart und die wichtig für den aktuellen Heilungsprozess sind. Diese Arbeit ist mein Verständnis von Mitgefühl, und dafür verwende ich das Wort ‚Piatri‘ – ein Ausdruck, der sich auf meinen spirituellen Namen bezieht.“

Der Geist erschafft alles

„Der Geist unterstützt uns bei jeder kreativen Aktion. Ich biete der höheren Intelligenz des Klienten an, all das, was in Unordnung geraten ist, zu heilen. Während der Kommunikation mit dieser Instanz kann er Antworten auf alle Fragen finden. Er erlangt durch die Piatri-Methode in sich eine Bewusstheit über jene Anteile, die unbewusst in seinem Alltag wirken, denn die Konditionierungen erscheinen ja meist nur über Reaktionen, die ihm nicht bewusst sind. Wir glauben fälschlicherweise, dass wir das selbst wären, was sich da zeigt und äußert. Dabei sind es einfach alte Muster, die letztlich nichts mit dem zu tun haben, was wir wirklich sind. Durch die höhere Instanz wird das entsprechende Verhalten in uns – fast, als ob es eine Person wäre – angesprochen und aufgeklärt, dass es mit dem Hier und Jetzt nichts mehr zu tun hat, weil es innerhalb der Zeit entstanden ist, einer Zeit, die längst vergangen ist.

Das Verhalten besteht weiter, obwohl der Mensch in seiner eigenen Evolution schon längst vorangeschritten ist, und bedient sich noch immer der alten Informationen, die in den Zellen gespeichert sind. Werden diese erkannt, sind sie dem Bewusstsein wieder zugänglich. Da der Geist alles ist und alles erschafft, kann er dann auch die Dinge, die in uns ‚schief‘ liegen, wieder gerade rücken. Wie das genau passiert, entzieht sich dem Verständnis. Es geschieht einfach. Meist sind mehrere Sitzungen erforderlich, besonders, wenn die Probleme sehr tief sitzen. Veränderungen zeigen sich oft schon unmittelbar nach den Sessions, aber möglicherweise auch erst nach Tagen. Das ist individuell sehr verschieden.“

Wie ich meine Sitzung mit der Piatri-Methode erlebte

Ich wäre mein Leben lang so gern perfekt gewesen. Der Drang, alles mit Akribie zu tun, alles noch besser zu machen, blockierte mich, hielt mich gefangen. Dieses Muster kostete mich viel Anstrengung und Mehrarbeit. Stets meinte ich, so, wie ich eine Sache abgeschlossen hatte, sei sie nicht gut genug. Mein innerer Zensor hatte immer etwas auszusetzen. Margitta Müller wollte wissen, ob ich wirklich bereit sei, über die Kommunikation mit dem höheren Geist-Bewusstsein eine Änderung dieses Zustandes zu erfahren. Ich bejahte, und der Prozess begann. Ich wurde ruhiger, entspannte mich und hörte, wie sie immer wieder Anweisungen an die höhere Instanz gab. Bald bekam ich visuelle Informationen – Bilder und geschriebene Worte. Ich reagierte auf sie, aber ohne nachzudenken. Manchmal spürte ich ein Kribbeln in der linken Kopfseite, dann wechselte es zur anderen. Dann kam es mir vor, als würde ich einschlafen, was aber nicht geschah.

Nach etwa anderthalb Stunden waren alle Fragen gestellt und es gab keine Resonanz mehr zwischen mir und jener allwissenden Intelligenz. Ohne lange nachzudenken reichte ich am nächsten Tag einen Artikel ein – und zwar bei einem Magazin, bei dem ich mich vorher nicht getraut hatte anzufragen. Prompt wurde er angenommen und veröffentlicht. Und plötzlich kam die Erkenntnis: Wenn alles perfekt ist, dann ist das das Ende der Kreativität. Dann gibt es keine Inspiration mehr, keine Lebendigkeit. Ich spürte auf einmal, dass sich meine alte Konditionierung aufgelöst hatte. Ich fühlte mich leicht und befreit. Wie es passiert war, entzieht sich letztlich meiner Kenntnis. Ich weiß nur, dass während der Sitzung etwas in mir eine neue Ordnung erfahren hat. Ich kann mich rückblickend auch nicht im Detail daran erinnern, was passiert ist. Aber ganz nebenbei sind seitdem meine vorher regelmäßig auftretenden Nierenschmerzen einfach weg. Ich empfinde heute eine gesunde Form von „perfekt sein“. Hier ist Platz für Kreativität. Ich treibe eine Geschichte voran und lasse durchaus bis kurz vor dem Abgabetermin noch eine Änderung einfließen, aber aus purer Freude, ohne Druck.

Weitere Erfahrungen

Ellen: „Im Vorgespräch der ersten Sitzung bei Margitta Müller zeigten sich das schwierige Verhältnis zu meiner Herkunftsfamilie und das bedürftige innere Kind. Als die Therapeutin während des Prozesses Fragen an die höhere Instanz richtete, erlebte ich in meinem Körper teilweise heftige Reaktionen, Bewegungen, die zu einer Art Muskelschmerz und vielen Tränen führten. Irgendwann war dann nur noch Ruhe da. Rückblickend beeindruckte mich besonders, dass mein Unterbewusstsein mir nichts Böses will, ja, mir sogar wohl gesonnen ist. Mein Blick hat sich seitdem erweitert, ich kann Dinge wahrnehmen, die ich vorher nicht sah.

Im Umgang mit meinen Eltern fühle ich mich nicht mehr bedürftig und kann endlich eine erwachsene Haltung einnehmen. Gleichmütig geworden, fließt durch mich hindurch, was mich früher genervt hat. Ich vermag nicht wirklich zu sagen, was da passiert ist, aber ich liebe mich selbst mehr. Ich bin vollwertig. Ich spüre Frieden und Gelassenheit und genieße das in vollen Zügen.“

Nicolas: „Die Behandlung bei Margitta Müller wirkt wie ein Katalysator in Prozessen, die bereits begonnen hatten. Ich hängte zwei Jobs an den Nagel, weil ich es leid war, im klassischen Arbeitsverhältnis immer wieder mit dem Thema des eigenen Wertes und damit verbundenen Missverständnissen konfrontiert zu werden. Jetzt bin ich auf dem Weg in die Selbstständigkeit und spüre im Alltag, dass ich mich immer mehr öffne. Themen wie Abnabelung und Trennung von dem Alten sind nicht mehr wichtig. Es gibt kaum noch ein Echo, weil die Dinge jetzt räumlich hinter mir liegen. Auch die Fixierung auf bestimmte Orte und Personen ist beendet. Das ist sehr erleichternd.“

Elif: „Ich fand es erstaunlich, als sich während der Behandlung eine Art Spirale von oben nach unten durch meinen Körper hindurch bewegte und mich reinigte – ohne mein Zutun. Zwei Tage lang habe ich diese Präsenz noch wahrgenommen, wie in der Sitzung. Es wirkte so, als würde sie Samen säen und Knospen würden aufgehen. Ich realisierte, dass die Spirale auch weiter auf meine Fragen antwortet. Und: Etwas in meinem Bewusstsein hat sich verändert. Etwas öffnet sich jetzt in mir immer wieder auf eine langsame und sanfte Art, als hätte jemand ein paar Rädchen in meinem Gehirn gedreht.

Ich habe zudem auf einmal mehr Volumen in meiner Stimme, sie ist kraftvoller geworden. Mein Anhaften an alte Muster hat sich auf einer tieferen Schicht noch weiter gelöst. Ich spüre eine angenehme Leere im Herzen. Ich fühle mich mehr so, wie ich bin, stärker, präsenter, natürlicher, und kann noch mehr zu mir stehen. Auch beruflich hat sich die Sitzung ausgewirkt: Ich bekomme zunehmend mehr Aufträge. Insgesamt ist mein Leben viel intensiver geworden.“

Margitta Müller ist Heilpraktikerin für Psychotherapie In eigener Praxis. In ihr lebt eine Kreativität, die ständig Neues erschafft, die voller unschuldiger Neugierde ist, immer neu wissen will und somit stets schwanger mit Neuem ist. So wurde auch die Piatri-Methode geboren – durch Beobachtung und Erfahrung an ihr selbst und an anderen –, die sie mittlerweile in Einzelsitzungen und Seminaren weitergibt.

Am 5./6. August und/oder 11./12. August 2018 Seminar zum Erlernen der Piatri-Methode (Grundmodul). Weitere Termine auf Anfrage Info und Kontakt unter Tel.: 030 – 312 53 69 oder 0174 – 969 01 53 oder margitta.piatri@t-online.de oder www.margittamueller.de

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