Anzeige

Scleranthus annuus, das einjähriger Knäuelkraut, ist eine europaweit wachsende Pflanze, die bis zu 10cm hoch werden kann. Sie gehört zur Familie der Nelkengewächse. Die eher unscheinbare Pflanze wächst dicht am Boden und ist sehr verzweigt. Sie macht einen eher instabilen Eindruck, was ein wenig auf ihre Wirkung als Bach-Blüten schließen läßt. Sie hat hellgrüne Blüten und steht auf sandigen und kalkarmen Böden an Feldrändern und Wegen. Sie blüht ungefähr von Mai bis September.

Entscheidungen treffen

Die meisten Menschen kennen das: Wir haben uns für etwas entschieden und im Nachhinein fragen wir uns, ob diese Entscheidung die Richtige war und ob es nicht doch besser gewesen wäre, anders zu entscheiden. Es ist so eine Art „Nachentscheidungs-Dissonanz“ in uns, die sich nicht gut anfühlt und uns schnell aus der Gegenwart zurück in die Vergangenheit in die Zeit katapultiert, zu der wir diese Entscheidung getroffen haben.

Scleranthus-Menschen haben oft solche „Nachentscheidungs-Dissonanzen“. Sie sind sehr vielseitig interessiert und es fällt ihnen schwer, Schwerpunkt in ihrem Leben zu setzen und sich darauf zu konzentrieren. Ihnen fehlt oftmals eine Art „roter Faden“ für ihr Leben. Sie sind häufig unkonzentriert und springen in ihren Gedanken und Gefühlen hin und her. Eine klare Entscheidung zwischen zwei Alternativen ist ihnen kaum möglich. Diese Sprunghaftigkeit gehört zu Ihrem Sein, auch Stimmungen wechseln schneller als das Wetter.

Autonom zu sein ist ihnen wichtig, deshalb haben sie auch das Gefühl, sie müssten unbedingt für sich selber entscheiden. Das führt dazu, dass sie ihre Überlegungen eher für sich zu behalten und sich nicht mit anderen über ihr Dilemma auszutauschen.

 

Von sprunghafter Begeisterung zur Ausgeglichenheit

Scleranthus-Menschen lieben die Abwechslung und schätzen keine Monotonie in ihrem Leben. Was sie heute mit Begeisterung ins Leben rufen, stellen sie morgen in Frage und nach kurzer Zeit schlägt ihr Herz für eine ganz andere, vermeintlich bessere, neue Idee. Auf andere machen sie häufig einen eher unzuverlässigen und unbeständigen Eindruck.

Die Bach-Blüte Scleranthus kann diese Menschen bei der Findung einer inneren Ausgeglichenheit und Balance unterstützen. Sie fördert die Konzentration, hilft, geradliniger, klarer, zielgerichteter und ausdauernder zu sein. Sie hilft, sich zu entscheiden, und nimmt die Angst, vor einer „falschen“ Entscheidung. Scleranthus kann auch genommen werden, wenn man akute Schwierigkeiten hat, eine Entscheidung zu treffen, oder wenn man kurzzeitig unter Stimmungsschwankungen leidet.

Blüten mit ähnlichen Aspekten

Cerato traut seiner Intuition nicht und braucht bei Entscheidungen Bestätigung von Außen, er spricht mit anderen Menschen darüber. Scleranthus kann sich nicht entscheiden und spricht eher nicht darüber.
Impatiens ist sprunghaft und ungeduldig, aber immer mit einem Ziel im Blick, Scleranthus macht einen sprunghaften Eindruck auf Andere, weil er das Ziel nicht sieht.
Walnut ist labil auf Grund äußerer Einflüsse und Veränderungen, er lässt sich leicht beeinflussen, Scleranthus macht einen labilen Eindruck, weil er unentschlossen ist, er lässt sich aber weniger beeinflussen.
Mimulus hat vor Konkretem Angst (zum Beispiel Dunkelheit) Scleranthus hat Angst, die „falsche“ Entscheidung zu treffen.

 

Häufig genutzte Kombinationen mit Scleranthus

Larch, wenn die Entscheidungsschwäche auf vermindertes Selbstwertgefühl zurückzuführen ist.
Walnut bei Entscheidungsschwäche bei unklaren Lebensveränderungen
Wild Oat bei unklaren Lebenszielen, wenn man sich zwischen zwei Neuerungen nicht entscheiden kann
Rock Rose, wenn die Angst vor einer Fehlentscheidung handlungsunfähig macht
Impatiens, wenn zur Stimmungsschwankung noch die Ungeduld kommt

 

Affirmation

Konsequent, klar und sicher entscheide ich und stehe stabil in meinem Leben.

 

Thema Selbstvertrauen

Fast jeder Mensch kennt das Gefühl mangelnden Selbstvertrauens. Wir empfinden uns als unzureichend, zu dick, zu dünn, zu dumm, nicht gut genug ausgebildet, nicht liebenswert, eigentlich unfähig und warum andere uns vertrauen oder lieben liegt für uns im Bereich des Unfassbaren. Zugegeben, das ist eine etwas zugespitzte Zeichnung dieses Zustands, aber ein bisschen kennt ihn doch jeder, oder?

Wenn wir uns selber Bach-Blüten mischen, kommen wir manchmal den wahren Hintergründen für unser mangelndes Selbstwertgefühl auf die Schliche…. und manchmal ist es besser, andere Menschen die Blüten aussuchen zu lassen. Die Distanz zu sich selbst ist meist nicht so ausgeprägt und bei den vermeintlich „negativen“ Aspekten von manchen Blüten haben wir so etwas wie „Ich doch nicht“ in uns, was uns den objektiven Blick auf uns selber etwas trübt.

Scheuen Sie sich nicht, einmal andere Menschen um Hilfe bei der Blütenauswahl zu bitten, Sie werden überrascht sein, was dabei herauskommt.

Larch bei allgemein mangelndem Selbstvertrauen. Sollte immer ein Teil der Mischung sein. Zusätzlich:
Pine, wenn unser Selbstvertrauen durch Schuldgefühle unterwandert wird
Elm, wenn wir uns in einer bestimmten Situation überfordert fühlen und unser Selbstvertrauen schwindet
Walnut, wenn wir uns in einer Lebensveränderung befinden, die uns unsicher sein lässt
Star of Bethlehem, wenn durch ein traumatisches Erleben das Selbstvertrauen gestört ist
Chestnut Bud, wenn wir immer dieselben Fehler machen und uns in dieser Situation selber nicht mehr vertrauen

Wieder gilt

Grundsätzlich können die Blüten untereinander beliebig – aber mit maximal sieben Blüten pro Fläschchen – gemischt werden. Es gilt jedoch, je weniger, desto besser.
Sie können in einigen Apotheken die Bach-Blüten direkt mischen lassen. Für 30ml-Fläschchen nehmen Sie jeweils 3 Tropfen von jeder Blüte. Als Richtlinie gilt 4 x 4 Tropfen am Tag, sollten Sie oder ihr Kind öfter das Bedürfnis nach den Blüten haben, können Sie auch unbedenklich öfter verwendet werden.
In Akutfällen können Sie auch einfach 3 Tropfen der jeweiligen Essenz in ein Wasserglas geben und schluckweise trinken.

Bach-Blüten unterstützen uns auf der feinstofflichen Ebene und sind sehr gut therapiebegleitend einzusetzen. Keinesfalls ersetzen sie einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Bach-Blüten“

Bild:„Bach-Blüten Kraftkarten“ von Peter Bernhard

 

Dieser Artikel ist Teil der Themenseite(n):

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*