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Vieles ist geschrieben worden über einen „Aufstieg“ unseres Planetensystems – vor allem in der letzten Zeit und in Hinblick auf das Jahr 2012. Was ist dran an den Berichten? Und was genau soll dieser Begriff überhaupt bedeuten?

Erstes Kapitel der Artikelserie „Aufstieg“ von Chris Bourne.

Aufstieg: Der natürliche, evolutionäre Fluss des Universums

Für mich ist Aufstieg ein ganz natürlicher evolutionärer Fluss des Universums, der möglicherweise auch in wissenschaftlichen Begriffen beschrieben werden kann, sich aber wohl erst durch spirituelle Erkenntnis wirklich völlig erschließt.

Für mich ist Aufstieg im Wesentlichen die Bewegung von fühlenden Wesen aus einer Schwingungsfrequenz der Wirklichkeit in eine höhere. Wie auch viele andere spirituelle Menschen fühle ich, dass dieser Aufstieg auf dem Planeten Erde gerade jetzt geschieht, weil sich das Zentrum des Bewusstseins unseres Planeten Gaia in etwas verschiebt, was ich als die „5. Dimension“ bezeichne.

Aufstieg: Die ordnende Energie des Universums

Der Aufstieg hängt zusammen mit etwas, das in der Wissenschaft als Entropie bekannt ist. Stell dir ein Gebäude aus Streichhölzern vor, bei dem jemand die unteren Streichhölzer herauszieht. Das Gebäude wird zusammenstürzen und die Streichhölzer sich verstreuen. Es gibt eine Zunahme von „Unordnung“ – eine Zunahme der Entropie. Aber zur gleichen Zeit gibt es auch so etwas wie eine ordnende Bewegung der freigesetzten Energie, die eine neue Harmonie der Bestandteile finden will. Diese Bewegung kann mit Aufstieg gleichgesetzt werden.

Obwohl ich an der Universität einiges über die intellektuelle Bedeutung dieser ordnenden Energie gelernt hatte, blieb sie mir theoretisch und stumpf, bis ich begann, diese Energie direkt zu erfahren. Durch Erfahrungen wie diese bin ich generell zu der Ansicht gekommen, dass Wissenschaft immer Hand in Hand mit spiritueller Erkenntnis gehen sollte.

Die Erfahrungen begannen während eines lebensbedrohlichen Autounfalls, in dem ich glaubte, ganz sicher sterben zu müssen. Als ich in diesem Glauben die Anhaftung an das Leben, und damit aller internen festen Beziehungen zur Realität losließ, war es, als würde die gewohnte Welt um mich herum gebogen, verdreht und gebrochen. Und erst dadurch war ich in der Lage, die zugrunde liegende organisierende Energie zu fühlen, die man Aufstieg nennt oder welche die Wissenschaft vielleicht „eine Erhöhung von Negentropie“ bezeichnen würde – oder die spirituell Suchende die Anziehungskraft der ‚bedingungslose Liebe‘ nennen könnten. Für mich sind sie alle ein und dasselbe.

Der Urknall

Denke dich für einen Moment zurück an den Anfang des Universums. Schließe deine Augen und stell dir den Punkt vor der Entstehung des physikalischen Universums vor – vor dem, was die Wissenschaft heute den ‚Urknall‘ nennt. Für mich gibt es da nichts – und dieses Nichts ist alles. Und dies Nichts/alles hat nun zwei Möglichkeiten: Es kann entweder in diesem Zustand der reinen Präsenz verbleiben, oder es kann sich selbst teilen. Angesichts von unendlicher Zeit – denn zu diesem ‚Zeitpunkt‘ gab es keine Zeit – haben wir eine absolute Wahrscheinlichkeit, dass beides irgendwann einmal passieren wird.

In anderen Worten: Es war unvermeidlich, dass sich die reine Präsenz irgendwann in mehrere Teile von sich selbst aufteilen würde, wobei diese „Teile“ nichts anderes als Bewusstsein sind, ein Bewusstsein von Beziehung und Relativität: nun gibt es Unterschiede, ein „dies“ und ein „das“. Diese zugrunde liegende Dynamik hat das ganze Universum geformt. Eine Kettenreaktion von inner Unterteilung verursachte eine Art Explosion nach ‚außen‘. Oder, wenn man es vom Ganzen her betrachtet, zu einer immer schnelleren Aufteilung nach innen – je nach Perspektive. Wie auch immer man die Perspektive formuliert: Es gibt eine Bewegung von Energie, Bewusstsein und Licht. Diese drei sind alle ein und dasselbe.

Diese Bewegung der Ausbreitung nach durch das „trennende Bewusstsein“, welches das Universum mit Licht füllt, beginnt im Laufe der Zeit, sich zu Form zu kondensieren, weil es einen gleich großen und entgegengesetzten Sog von „Einheits-Bewusstsein“ gibt. Du könntest dich selbst als „Schöpfer“ vorstellen, der einen Kieselstein in einen universellen Teich wirft, der dann Wellen im erzeugt. Die Strömung nach außen auf der Oberfläche wird durch einen darunter liegenden Sog zurück in die Quelle ausgeglichen, wodurch ’stehende Wellen‘ entstehen – eine Metapher, die treffend die verschiedenen Dimensionen von Bewusstsein beschreibt, die durch diesen Prozess Gestalt annehmen.

 

Aufstieg durch die Dimensionen der Wirklichkeit

Sowohl in der Wissenschaft als auch in der Spiritualität wird in diesem Zusammenhang oft von 11 Dimensionen gesprochen. Ich habe sehr viele persönliche und direkte Erfahrungen dieser Dimensionen und spüre sie in drei Reiche des Bewusstseins aufgeteilt: Der unterste Bereich umfasst die 1., 2. und 3. Dimension, in welchen sich die Menschheit derzeit vor allem aufhält. Dann folgt eine karmische Brücke/Barriere, die ich die 4. Dimension nenne, gefolgt vom mittleren Bereich, der die 5., 6. und 7. Dimension umfasst. Darauf folgt wiederum eine Barriere/Brücke – die 8. Dimension, die zu den höheren Bereichen der 9., 10. und 11. Dimension führt.

Die Kontraktion oder „Kondensation“ des Universums in eine physische Form scheint die Gestalt von etwas anzunehmen, was in der Wissenschaft als „Torus“ bezeichnet wird, den man grob auch in der metaphorischen Form eines Apfels sieht. In der Mitte dieses Torus ist die Quelle – ein Spiral-Wirbel der Leere – und spiralförmig nach außen sind die Dimensionen der zunehmenden Dichte von 11 bis 1 angeordnet. Form erst in den äußeren Dichten auf, wenn der zunehmende Grad der Unordnung das Bewusstsein nach außen schleudert, wie die Zentrifugal-Kraft einer Waschmaschine.

Innerhalb jedes lebenden Systems, das entsteht, gibt es eine inhärente Instabilität, die durch den Zug des Einheits-Bewusstseins zurück zur Quelle verursacht wird, eine katalysierende Energie, die zu immer höherer Vollkommenheit strebt. Im Laufe der Zeit zerfällt jedes noch so harmonische System des Lebens und ordnet sich selbst neu, nach einer höheren harmonischen Frequenz. So wird das Leben nach und nach immer höher durch die Dimensionen bewegt, bis es sich wieder mit der Quelle vereint. Der Prozess dieser evolutionären Aufwärtsbewegung ist der sogenannte Aufstieg.

Aufstieg: Gaias Wiedergeburt

In den Meditations-Gruppen und Kursen, die ich anbiete, berichten viele wache Menschen, dass sie fühlen, dass dieser Prozess für unseren Planeten Gaia gerade jetzt geschieht. Ich habe besonders mit einer Reihe von sensiblen und empathischen Frauen gearbeitet, die Gaia fühlen können, als würde sie gerade eine Art Geburtsprozess in einer neuen Welt in der 5. Dimension durchlaufen. Es ist ein wirklich wunderbarer und atemberaubender Prozess, das zu bezeugen und zu fühlen. Es stimmt anscheinend auch mit einigen der alten Prophezeiungen wie jener der Mayas überein. Obwohl hier in meinen Augen viel Verzerrung und Übertreibung geschehen ist, fühlt es sich auch für mich sehr danach an, als ob dieser lange Prozess seinen Höhepunkt in der Tat noch in diesem Jahr 2012 abschließen wird.

Was bedeutet der Aufstieg für das Leben hier auf der Erde?

Nun, erstens ist es wichtig zu sagen, das es definitiv nicht aufhören wird! Gaia ist wie wir ein multidimensionales Wesen und in der Lage, in allen Dimensionen gleichzeitig zu existieren.

Aber ich sehe auch ganz konkret, dass sich die Rate des Konsums und der Zerstörung der Erdoberfläche hier in den unteren Dimensionen in einem solchen Tempo beschleunigt, dass es sich für mich anfühlt, als wären verschiedene Kipp-Punkte bereits überschritten, die das Leben auf diesem Planeten in so kurzer Zeit wie zwei oder drei menschlichen Generationen für uns sehr schwierig gestalten könnten, sollten sich die derzeitigen Trends fortsetzen.

Diese Aussicht verursacht bei vielen Menschen ein starkes Gefühl der inneren Unruhe, Emotion und Widerstand, gegenüber dem was in naher Zukunft passieren könnte. Aber es ist ein ganz natürlicher evolutionärer Prozess im Leben eines Planeten. Gaia hat in ihrer Geschichte ihre Oberfläche bereits fünfmal nahezu leergefegt, um damit es damit einer höheren Form von Harmonie zu erlauben, Gestalt annehmen. Es ist genau dieser Reinigungsprozess, durch den die alten Systeme des Bewusstseins, in denen wir so lange gelebt haben, nun gerade offensichtlich langsam zerbrechen und zerfallen. Die Belastung, unter denen wir das derzeitige Finanz-System sehen, ist dafür ein klassisches Beispiel: Eine alte, disharmonische Ungleichheit und Ungerechtigkeit muss zwangsläufig zerbrechen, damit der Sog des Aufstiegs eine höhere Form der Harmonie reorganisieren kann.

Die menschliche Geschichte

Warum beobachtet, diskutiert und akzeptiert unsere Gesellschaft insgesamt die Idee eines planetaren Aufstiegs so gut wie garnicht? Ich denke, es liegt daran, dass die Physis des menschlichen Körpers, mit der sich viele identifizieren, nur darauf ausgelegt ist, drei Dimensionen der Wirklichkeit wahrzunehmen: die drei unteren Dimensionen. Wir werden sekündlich jeweils mit buchstäblich Milliarden von Bits an Informationen bombardiert, doch das durchschnittliche menschliche Gehirn kann immer nur einen sehr kleinen Anteil davon verarbeiten. Um diese Überlastung zu bewältigen, bildet das Gehirn ein Modell der Wirklichkeit, die es erwartet und filtert die restlichen Informationen einfach weg. Da unsere Realität somit von dem geformt wird, worauf unser Bewusstsein eingestimmt ist, wird unsere Möglichkeit an Erfahrungen stark eingeschränkt, wenn uns nur auf die physische Welt beziehen. In anderen Worten stehen wir in Bezug auf das, was wir erleben, gerademal am Rand des universellen ‚Teiches‘.

Aber ob wir es nun wollen oder nicht, beeinflusst dieser zugrunde liegenden Fluss des Aufstiegs in meiner Realität jeden einzelnen Gedanken, jedes Gefühl und jede Emotion, die wir haben. Durch unsere Ausrichtung auf diesen Fluss, oder aber unsere Unempfindlichkeit, Verleugnung oder den Widerstand gegen ihn, wird jede einzelne Handlung in unserem Leben geprägt. Es sind die zugrunde liegenden Strömungen von Ursache und Wirkung, welche die Umstände des Lebens formen. Je bewusster wir diesen Prozess wahrnehmen, desto harmonischer kann unser Leben werden. Wenn wir die Notwendigkeit, das externe Drama zu gestalten, aufgeben können, dann verbinden wir uns mit der Strömung des Aufstiegs, die wir als ein im Herzen gefühltes einfaches inneres Wissen erleben können: „Das ist, wie ich jetzt sein muss. Das ist, was ich jetzt tun muss.“

Wenn wir uns zunehmend und durch alle täglichen Interaktionen unseres Lebens hindurch auf diesen inneren Ruf ausrichten, und ständig in den höheren Aspekten unseres Seins zentriert bleiben, dann wird unsere Anhaftung an die unteren Dimensionen entwirrt und unser Bewusstsein beginnt, wieder zu expandieren und durch die Dimensionen zurück zur Quelle aufzusteigen. Wir erleben diese Mehrdimensionalität als ein Gefühl der Verbundenheit mit allem Leben, eine zugrunde liegende Strömung, welche die Umstände unseres Lebens mit wohlwollender Absicht prägt. Das Leben fühlt sich immer harmonischer, kraftvoller und freudvoller an.

Die Fünf Gateways

In meiner Erfahrung entfalten wir uns durch dasin einem Prozess, der uns durch verschiedene Phasen führt, die ich die „Five Gateways“ des Bewusstseins genannt habe. Wenn dieser Prozess durchlaufen wurde und irgendwann einmal der physische Körper wegfällt, gibt es keine Notwendigkeit mehr, in den unteren Schwingungsbereichen zu inkarnieren. Unsere Lernerfahrung ist abgeschlossen und die Zeit für Erfahrungen in einer feineren Wirklichkeit gekommen.

Das ist in meinen Augen die Einladung der wohlwollenden, offenen Hand des Universums an die Menschheit, in diesen erstaunlichen Zeiten des transformativen Wandels. Wenn wir von der Notwendigkeit, unser Leben gestalten zu wollen, loslassen, und uns auf den entwirrenden entfaltenden Fluss des Einheits-Bewusstseins ausrichten, den wir alle als Seele innerlich fühlen, dann werden wir eins mit dieser Bewegung und reiten die Welle in das höhere Paradigma. Und während die alten Strukturen nach und nach auseinanderfallen, werden wir unsere Reise fortsetzen.

Das ist für mich die Situation, in der sich der Menschheit und unser Planeten derzeit befinden.
Der Aufstieg ist unsere Herausforderung und unsere Chance.

 

Kapitel 2 am 21.12.2012

 

Teil des Buches

„Aufstieg – der natürliche Fluss des Universums“

von Chris Bourne

erschienen online bei
editionSEIN

https://www.sein.de/editionsein/aufstieg.html

 

 

 

 

 

Autoren Info


Chris Bourne

Chris Bourne

lebt in Glastonbury, England, und arbeitet als spiritueller Coach. Durch einen schweren Autounfall und ein Nahtoderlebnis begann für ihn eine individuelle spirituelle Reise. Seine Perspektive auf den Prozess des Erwachens hat er in seinem Buch „5 Gateways“ beschrieben und dazu auch einen gleichnamigen Film gedreht, der kostenlos auf youtube zu sehen ist.

Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und einigen Freunden betreibt er eine gemeinnützige Stiftung, die Menschen im Prozess des Erwachens unterstützen soll.

Mit seiner Webseite openhandweb.org betreibt er eine lebendige Online-Community.

 

Workshop:
Die Five Gateways

Die Five Gateways sind fünf Erweiterungen des Bewusstseins, die in die Erfahrung der Stille führen. Sie beschreiben die Reise der Seele, während sie durch die Dimensionen der Existenz fließt. Das Verständnis, was diese Five Gateways sind und wie unser Leben auf engste Weise in sie integriert ist, kann eine zutiefst aktivierende Wirkung auf unser Bewusstsein haben und dazu führen, dass die Leere einfach erscheint.

Termin:
26.-27. Januar 2013 in Berlin

Info und Anm.
unter courses@openhandweb.org

Website:
www.openhandweb.org

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Über den Autor

Avatar of Chris Bourne

mit 40 Jahren wurde Chris in einen schweren Autounfall verwickelt, der zu einem spontanen Erwachen und totaler innerer Hingabe an die universelle Lebensenergie führte.
In den darauffolgenden 5 Jahren durchlief er einen inneren Prozess, der ihn durch verschiedene Schichten seines Bewusstseins führte.

Mit seiner non-Profit Stiftung „Open Hands“ versucht Chris heute, Menschen bei der Entfaltung ihres vollen Potenzials zu helfen und sie auf ihrem Prozess zur Erleuchtung zu begleiten.

Er ist Autor des Buches „The Five Gateways“.

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