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Mit dem Erwachen zeigen sich bei vielen Menschen bestimmte Gaben. Eine davon ist die des Empathen, eine andere ist die der Katalysatoren. Chris Bourne über die Rolle und die Herausforderungen dieser Menschen.

Sechstes Kapitel der Serie „Aufstieg

 

Inspiration für den Wandel

Einige Seelen sind hier inkarniert, um einen energetischen Raum zu halten, der eine empathische Unterstützung erwachende Menschen bietet – die Emapthen. Andere Seelen jedoch kommen mit der spezifischen „Mission“ einfach durch die Energie, die sie verkörpern, Illusionen zu zerbrechen und die Saat des Wandels zu säen. Solche Menschen kann man als „Katalysatoren“ bezeichnen. Sie haben häufig einen sehr konfrontativen Einfluss auf ihre Umwelt und vor allem auf die Menschen in ihrer Nähe. Es ist, als würdest du beginnen, all die Illusionen zu zerstören, auf denen unsere Gesellschaft aufgebaut ist. Am Anfang kann das Leben für Katalysatoren sehr schwierig sein, bis wir lernen, das volle Spektrum dieser Energie zu integrieren, und zu lernen, wie man diese Energie sinnvoll und mit Umsicht einsetzt.

 

Veränderungen beschleunigen

Natürlich besteht ein wesentlicher Teil des Weges darin „in unserer Wahrheit zu sein“ – den Mut zu haben, zu zeigen, wer wir wirklich sind. Das an sich entfacht bereits ein Leuchtfeuer für alle anderen, ihre eigene Wahrheit in sich selbst zu finden. Aber das ist wirklich nur ein kleiner Teil der Rolle eines Katalysatoren. Katalysatoren halten sehr starke Energien im Frequenz-Gemisch ihrer Seele, die sich erst auf ihre Umgebung einschwingen und dann beginnen, eine Frequenz auszusenden, die Wandlungen anstößt.

Es ist wichtig zu sagen, dass ein Katalysator niemals die Reise einer Person zur ihrer Wahrheit verändert, er beschleunigt sie nur. Ein echter Katalysator wird niemals versuchen, anderen seine Wahrheit aufzudrücken, sondern er präsentiert eine neue Option oder hinterfragt einen wichtigen Baustein der Realität seines Gegenübers, wodurch dessen Illusionen ganz von selbst in sich zusammenfallen und wodurch sich ein Raum öffnet, in dem eine höher entwickelte Version der persönlichen Wahrheit entstehen und gedeihen kann.

Ich persönlich stelle an mir fest, dass ich die Fähigkeit habe, mich in Gruppensituationen sehr schnell in Menschen einzufühlen. Ich scheine in der Lage sein, mich sehr leicht mit Menschen verbinden zu können. Ich weiß, dass dies sehr „entwaffnend“ für Menschen sein kann und dazu führt, dass sie schnell weich werden. Dies ist der erste Teil der Rolle des Katalysators. Aber dann kann ich auch schnell die Illusionen und Verzerrungen wahrnehmen, die Menschen auf einer Ego-Ebene beherbergen. Ich kann das ‚hören‘ als ein Missverhältnis zwischen der Seele und der Persönlichkeit. Und an diesem Punkt beginnt sich meine Energie plötzlich zu verändern.

 

Unbeabsichtigt „Knöpfe drücken“

Ich sollte sagen, dass ich all dies nicht absichtlich tue. Ich versuche nicht absichtlich, jemandes Knöpfe zu drücken! Aber was passiert, ist, dass, sobald eine energetische Brücke gebildet wurde und ich einmal disharmonische Unstimmigkeiten innerhalb der Person gesehen habe, sich plötzliche neue Energien in meiner Seelenharmonie aktivieren möchten. Diese Energie wird durch das Feld übertragen, und beginnt, den anderen herauszufordern und zu konfrontieren. Sie lädt die Menschen dazu ein, illusionäre Schichten abzustreifen.

Wenn die Energie meines Gegenübers sehr schwer ist, so erlebe ich das innerlich wie das Rühren in einem dicken, schwarzen Sirup. Das kann innerlich sehr herausfordernd sein. Die Energien des Wandels fließen, aber sie stoßen auf Widerstand, wenn sie beginnen, das Feld zu durchdringen. Es erfordert Geduld und Beharrlichkeit und auch ein Wissen darum, wann es möglich ist, die Energie stärker werden zu lassen und wann es besser ist, weicher zu werden. Es geht darum, die Menschen genau an der Schwelle ihrer Komfort-Zone zu halten, häufig auch darüber hinaus, aber nur dann Druck auf eine Sollbruchstelle auszuüben, wenn eine Person wirklich absolut bereit dafür ist – wenn sie bereit ist, sich jenseits aller festen Begriffe von Identität zu bewegen.

Es hilft sehr, alle Konzepte und Bedürfnisse loszulassen zu lehren, zu heilen, zu führen oder zu lenken sind. Es geht darum, das absolute Vertrauen zu haben, dass jede Seele letztendlich weiß, wohin sie gehen will und wie sie dort hinkommt. Du bist einfach da, um zu helfen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Dadurch verschwindet ein Großteil des unnötigen Gefühls von Belastung und Bürde, die ein Katalysator zeitweise empfinden könnte. Und du musst nicht irgenwie „spirituell“ rüberkommen – du wirst das Feld von Zeit zu Zeit ganz schön aufmischen, aber das ist genau das, wofür du hier bist.

 

Innere Herausforderungen

Nicht nur sind die typischen Wirkungen nach außen schwer zu meistern, sondern auch die inneren. Wenn die Energie mit der wir arbeiten zu schwer ist und der „Sirup einfach zu dick“, dann kann sich ein Widerstand im Inneren aufbauen. Dies kann als Frustration, Verspannungen oder sogar als ein Gefühl der Wut erlebt werden. Du hast all diese Energie in dir, aber scheinbar keinen produktiven Nutzen für sie. Dies sind die Zeiten, in denen wir besonders lernen müssen, diese Gabe zu integrieren.

Das kann sogar bedeuten, dass wir unsere Sensibilität für die einströmenden Energien für eine Weile abdämpfen müssen. Das kann zum Beispiel durch das Essen von dichteren Lebensmitteln erreicht werden- aber Vorsicht vor Essattacken, es ist nur ein vorübergehender Effekt, der hier gewünscht ist. Was auch hilft, ist, einen physischen und emotionalen Ausdruck für unsere Energien zu finden. Was mir persönlich hilft, ist tanzen, tiefe Körperarbeit, Kampfkünste oder ein Power-Spaziergang in der Natur.

Das letzte, was man tun sollte, ist diese Art von impulsiven und kraftvollen Energien zu verleugnen. Stattdessen sollten wir ein produktives Ventil für sie finden. Und ich stelle auch fest, dass es für mich unbedingt erforderlich ist, viel Zeit allein zu verbringen. Ich muss oft „weit weg von der Hektik des Alltags“, damit sie mich nicht innerlich zu sehr aufwühlt.

 

Bist du ein Katalysator?

Vielleicht erkennst du diese Merkmale an dir selbst? Das Leben kann für einen Katalysator sehr herausfordernd sein, bis wir gelernt haben, unsere Rolle zu akzeptieren und diese Energie zu integrieren. Wir sind definitv nicht hier, um einen Beliebtheits-Wettbewerb zu gewinnen! Also können wir das auch genauso gut akzeptieren und beginnen, uns damit wohl zu fühlen. Wir werden andere Menschen wahrscheinlich manchmal verärgern und provozieren. Es hängt alles von der Behutsamkeit ab, die wir in uns selbst meistern müssen – das richtige Vokabular zu finden, das hinterfragt, aber nicht sofort alle Türen in den Menschen verschließt.

Unsere Stiftung Openhand ist gedacht als so ein Katalysator, der hilft, die energetischen Disharmonien in der Welt zu zerbrechen, so dass ein neues Paradigma sich entfalten kann. Wir sind nicht angetreten, Menschen zu erzählen wie das aussehen sollte, sondern ihnen zu helfen, zu sehen, was ihnen nicht mehr dient. Dann kann das Neue ganz von selbst Gestalt annehmen.

 

 

Teil des Buches

„Aufstieg – der natürliche Fluss des Universums“

von Chris Bourne

erschienen online bei
editionSEIN

https://www.sein.de/editionsein/aufstieg.html

 

 

 

 

 

 

Autoren Info


Chris Bourne

Chris Bourne

lebt in Glastonbury, England, und arbeitet als spiritueller Coach. Durch einen schweren Autounfall und ein Nahtoderlebnis begann für ihn eine individuelle spirituelle Reise. Seine Perspektive auf den Prozess des Erwachens hat er in seinem Buch „5 Gateways“ beschrieben und dazu auch einen gleichnamigen Film gedreht, der kostenlos auf youtube zu sehen ist.

Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin und einigen Freunden betreibt er eine gemeinnützige Stiftung, die Menschen im Prozess des Erwachens unterstützen soll.

Mit seiner Webseite openhandweb.org betreibt er eine lebendige Online-Community.

 

Workshop:
Die Five Gateways

Die Five Gateways sind fünf Erweiterungen des Bewusstseins, die in die Erfahrung der Stille führen. Sie beschreiben die Reise der Seele, während sie durch die Dimensionen der Existenz fließt. Das Verständnis, was diese Five Gateways sind und wie unser Leben auf engste Weise in sie integriert ist, kann eine zutiefst aktivierende Wirkung auf unser Bewusstsein haben und dazu führen, dass die Leere einfach erscheint.

Termin:
26.-27. Januar 2013 in Berlin

Info und Anm.
unter courses@openhandweb.org

Website:
www.openhandweb.org

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Über den Autor

Avatar of Chris Bourne

mit 40 Jahren wurde Chris in einen schweren Autounfall verwickelt, der zu einem spontanen Erwachen und totaler innerer Hingabe an die universelle Lebensenergie führte.
In den darauffolgenden 5 Jahren durchlief er einen inneren Prozess, der ihn durch verschiedene Schichten seines Bewusstseins führte.

Mit seiner non-Profit Stiftung „Open Hands“ versucht Chris heute, Menschen bei der Entfaltung ihres vollen Potenzials zu helfen und sie auf ihrem Prozess zur Erleuchtung zu begleiten.

Er ist Autor des Buches „The Five Gateways“.

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