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Überall ist Schwingung. Das Universum tanzt. Selbst die Materie tanzt, wie die Quantenphysiker herausgefunden haben. Aus diesen Tänzen formt sich der menschliche Körper.

Jeder Mensch ist daher ein geborener Tänzer (siehe Rudolf von Laban, deutscher Bewegungspionier, Anfang des letzten Jahrhunderts), sein Körper ein Kunstwerk: je nachdem, wie wir tanzen, denken, fühlen und handeln, entwickelt sich die Gestalt des Körpers.

Die Spuren der Vergangenheit lassen sich unmittelbar am Körper ablesen. Die Kraft des menschlichen Geistes und seine Auswirkungen auf den lebendigen Körper werden oft unterschätzt. Ein Ja zum Leben und zum gegenwärtigen Moment spiegelt sich unter anderem in der Beweglichkeit der Gelenke wieder. Achten Sie mal darauf!

In einem Menschen, der immer nur einem äußeren oder inneren Nein begegnet, führt das Nein zu einer Versteifung der Gelenke; die Kreativität wird blockiert. Der Raum zum Tanzen wird klein. Die Resonanz des Ja´s wirkt sich unmittelbar auf die Erneuerung der Gelenkflüssigkeit aus. Am sichtbarsten ist dies beim Hüftgelenk, weil es auf allen drei Raumebenen viele Bewegungsmöglichkeiten anbietet. Wenn der Körper durch das Ja als Hingabe sich entspannt, öffnet er sich für die Außenwelt. Die Energien des Himmels und der Erde bahnen sich ihren Weg in den Körper.

Ein Blick auf die geometrischen Formen der Anatomie kann den Tanzhorizont erweitern. Im folgenden möchte ich einige Beispiele für neue Bewegungsimpulse anbieten: wenn ich mir erlaube, den Rundungen der Knochen in den Raum zu folgen, entsteht ein neuer Tanz. Die Rippen laden mit ihrer um das Brustbein sowie die Wirbelsäule geschwungenen Architektur zu kreisenden Drehungen um dich ein: erlaube dir, ein Derwisch zu sein. Die Organe lieben die weichen Unebenheiten der Natur, das Nervensystem wird durch gerade Linien angeregt.
All die Tanzjahre über begleiteten mich ganz besonders die Spiralen.

Tief in unseren Zellen ist das scheinbar Feste in Bewegung. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass zwischen der Doppelhelix der DNA das Licht in den Zellen gespeichert und abgegeben wird. Hier sind es die Bewegungen einer Spirale und einer gleichzeitigen Gegenspirale, die eine energetisierende Verringung ermöglichen. Lässt die Fähigkeit der DNA zur Spiralisierung nach, ist das ein untrügliches Zeichen des Alterns.

Schon früh haben die Chinesen in ihren Chi-Gong -Übungen von diesem Zusammenhang intuitiv gewusst. Denn Spirale und Gegenspirale verbinden in ihrer Bewegung das Innen mit dem Außen und das Außen mit dem Innen. Jegliche Bewegungsdisziplinen, die dieses Prinzip beherzigen, erlauben die Gesundung und den Aufbau des Körpergewebes sowie die Speicherung von Lebensenergie (Chi-Energie). Die Angebote, um mit den inneren Bewegungen durch eine Tanzkunst oder Kampfkunstpraxis in Kontakt zu kommen, sind heutzutage breit gefächert: Tai-Chi, Aikido, Body Mind Centering, Contact-Improvisation, Gyrokinesis, etc.
Heute hemmt die vorherrschende Bewegungsarmut die Spiralwirkung.

Je mehr die spiraline Natur der Körpersysteme jedoch aufgeweckt wird, desto mehr vernetzt sich der Körper. Die innere Struktur kräftigt sich. Die Bewegungen werden anmutig. Selbst der Moment des Öffnens der Zellmembran ist spiralin. Der Übergang der Flüssigkeiten in beide Richtungen fließt in Spiralen. Der hyperaktive Mensch findet seine innere Ruhe wieder, im trägen Menschen werden die Lebensgeister geweckt.

Für den wachen, bejahenden Tanz darf die ankommende Energie im Körper umgeleitet werden. Der Anfang der Bewegung darf sich mit Hilfe der Spiraldynamik in einen wahrhaften Tanz verwandeln. Der Lebenstanz wird um die Richtung bereichert.

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