Letztens besuchte mich eine Freundin und erzählte mir, dass sie sich mit dem Impfstoff von Astra Zeneca habe impfen lassen – kurz bevor er verstärkt in die Kritik kam und vom Markt genommen wurde. Am Abend des Impftages begann sie plötzlich fürchterlich zu frieren und bekam dann Fieber. Nachts öffnete sich auf einmal ein Erfahrungsraum, in dem sie das erste Mal den gefühlsmäßigen Zugang zu einem sexuellen Missbrauch in ihrer Kindheit erhielt und viel Angst und Schmerz integrieren konnte.

Zwei Stunden, nachdem diese Freundin wieder gegangen war, saß ich in meiner Küche und hatte auf einmal das Gefühl, dass jemand meinen Unterleib mit einem Messer durchbohrte. Der Schmerz war so stark, dass ich bei jeder Welle aufschrie. Nach einer Viertelstunde hörte das auf, abgelöst von dem Gefühl, dass mein Unterleib auseinandergerissen wurde. Heftig. Ich verstand, dass mein Energiesystem mit ihrem resoniert und die Tür zu dem brutalen Schmerz meines eigenen sexuellen Missbrauchs im Alter von drei Jahren geöffnet hatte. Ich hatte vorher homöopathischen Lachs (Thema: Gewalt, siehe S. 33 in diesem Heft) genommen und damit wohl schon den Boden für meine Erfahrung bereitet. Was ich daran so spannend finde, ist, dass wir immer Vorstellungen davon haben, was eine bestimmte Situation (hier: die Injektion eines Impfstoffes) bei uns auslösen wird.

Für diese Frau und mich, der ich sicher kein Fan des Impfens bin, hat das Impfen zu einer Aktivierung unseres Traumas geführt. Dadurch, dass sie diesen traumatischen Bereich schon vorher integriert hatte, war es möglich, dass auch mein System sich diesen Gefühlen in dem Vertrauen öffnen konnte, dass mich das Erleben nicht überfordern würde. Für mich zeigt sich dabei, dass wir immer wieder individuell schauen und nicht irgendetwas kollektiv verdammen sollten. Vielleicht liegt in der aktuellen globalen Situation auch die Aufforderung, zu lernen, genau hinzuspüren, was uns gut tut und was nicht.

Ich hatte vorher schon mal mein Energiesystem abgefragt und die Antwort erhalten, dass eine Impfung mich nicht schädigen würde. Ein Freund, der dieses Abfragen auch beherrscht, erhielt dagegen die Antwort, dass ihm eine Impfung nicht gut täte. Das heißt für mich: Es gibt keine allgemein gültige Wahrheit. Es gibt nur das Leben, das durch die Filter unserer Konditionierungen fließt und dabei völlig unterschiedliche Realitäten hervorbringt. Ich glaube nicht, dass wir die Realität verändern können. Aber wir können lernen aufzuhören, unserem angstbasierten Verstand vorbehaltlos zu vertrauen…

Jörg Engelsing

Author: Oliver Bartsch

Über den Autor

Avatar of Jörg Engelsing

Innenweltreisender, Redakteur der SEIN.

Unterstütze SEIN

Vielen Dank an alle, die den Journalismus des SEIN bisher unterstützt haben.
Die Unterstützung unserer Leser trägt dazu bei, dass wir unsere redaktionelle Unabhängigkeit behalten und unsere eigene Meinung weiter äußern können. Wir sind sicher, dass unsere redaktionelle Arbeit und unsere Themenvielfalt und Tiefe den gesellschaftlichen Wandel beflügeln. Wir brauchen Deine Unterstützung, um weiterhin guten, kreativen "Lösungs-Journalismus" zu liefern und unsere Offenheit zu wahren. Jeder Leserbeitrag, ob groß oder klein, ist wertvoll. Wenn Du unsere Arbeit wertschätzt, unterstütze SEIN noch heute - es dauert nur wenige Minuten. Vielen Dank.
SEIN unterstützen





Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*