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Das Heidekraut – Calluna vulgaris – ist ein verholzter Zwergstrauch, der selten höher als 50cm wird. Er blüht von Spätsommer bis Herbst weiß, rosa und helllila bis purpurn. Das Heidekraut wächst in Torfmooren, Kiefernwäldern und Sanddünen vor allem in Mittel- und Nordeuropa. Die einzelne Blüte ist eher unscheinbar, in der Größe einer Heidelandschaft erkennt man allerdings die Schönheit und Kraft dieser Pflanzen. Es sticht keine einzelne Blüte hervor, aber indem jede Blüte für sich steht, sind sie in der Gemeinschaft eine nicht zu übersehende Größe und Schönheit. An der Signatur von Heather kann die Wirkungsweise schon im Ansatz erkannt werden.

Heather-Menschen werden oft als anstrengend empfunden – sie können sich nur in der Gemeinschaft fühlen und sie definieren sich über das „Gesehen-und-gehört-werden“. Heather-Menschen sind sehr mitteilungsbedürftig, sie brauchen die Aufmerksamkeit und Energie der anderen Menschen und schrecken auch vor grenzüberschreitender Körperlichkeit nicht zurück. Das äußert sich zum Beispiel im Anfassen völlig fremder Menschen, wenn sie dringend noch etwas erzählen müssen, bis hin zum Festhalten, wenn jemand dem Redeschwall entkommen möchte. Heather-Menschen machen keinen Unterschied zwischen bekannte und unbekannte Menschen – allen wird die eigene Lebens- und Leidensgeschichte erzählt. Sie sind nicht gerne alleine!
Das o.g. ist eine sehr ausgeprägte Form des Heather-Zustands. Selbstverständlich gibt es diesen Zustand auch abgeschwächt.

Die Grundlage für diese Problematik wurde oftmals schon in der Kindheit gelegt. Heather-Menschen haben oft das Gefühl, nicht gesehen und anerkannt zu werden und häufig gelingt es der „leicht genervten“ Umwelt nicht, dass Bedürfnis nach Nähe und Zugehörigkeit zu spüren. Die Umgebung reagiert in Folge abweisend und der Heather-Mensch hat sich unbeabsichtigt durch sein im-Mittelpunkt-stehen wieder genau dorthin gebracht, wo er auf keinen Fall sein möchte: an den Rand einer Gemeinschaft.
Jeder Mensch ist zeitweise in seinem Leben in einem solchen Heather-Zustand, zum Beispiel wenn wir Probleme haben oder uns immer wieder – aus welchen Gründen auch immer – um uns selber drehen.

Wenn es uns gelingt, in unserer eigenen Ruhe und Mitte zu sein und von dort den Weg in die Gemeinschaft anzutreten, verkörpern wir das positive Heather-Potential. Zuwendungsfähigkeit, Zuhören-können, Nähe und Distanz in Gemeinschaft, innere Hingabe an andere Menschen, austauschende Gespräche und tiefe Begegnungen werden ein Teil der Persönlichkeit. Mit Einfühlungsvermögen, Klarheit und Ruhe ausgestattet, sind Heather-Menschen ein von vielen geliebter Teil einer Gemeinschaft.

 

Blüten mit ähnlichen Aspekten

Chestnut Bud hört nicht zu, weil er gedanklich bereits ein Schritt weiter ist, Heather hört nicht zu, weil er nur mit sich selber beschäftigt ist.
Mimulus hat ängstliche Befürchtungen, spricht aber wenig darüber, Heather hat ängstliche Befürchtungen und erzählt jedem davon.
White Chestnuts Gedanken kreisen immer um das selber Problem, Heathers Gedanken kreisen immer um die eigene Person
Chicory sucht nach Anerkennung, indem er etwas für andere tut, Vervain sucht die Anerkennung durch die Bewältigung seiner – meist sozialen – Aufgaben, Heather sucht nach Anerkennung, indem er über seine eigenen Taten erzählt

 

Häufig genutzte Kombinationen mit Heather:

Larch, wenn die übertriebene Selbstbezogenheit auf Selbstwertstörungen zurückzuführen ist.
Honeysuckle, wenn man immer wieder darstellt, wie gut (oder schlecht) man selber in der Vergangenheit war.
Willow, wenn man sich ungerecht behandelt fühlt, sich als Opfer von Desinteresse sieht, weil andere Menschen dem Redeschwall entfliehen.

 

Affirmation:

Ich lasse anderen Menschen Raum und erkenne meine eigene Mitte in der Gemeinschaft.

 

Thema Enttäuschung:

Enttäuscht zu werden hinterlässt oft erstmal ein Gefühl von Ärger, Wut, Unglück und Opfer-Dasein. Die Schuld finden wir dort, wo wir enttäuscht worden sind, unsere Hoffnungen wurden zerstört, manchmal kommt uns der Boden unter den Füßen abhanden.

Erst auf den zweiten Blick können wir (im besten Fall) erkennen, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes ent-täuscht worden sind, wir die Tatsachen besser erkennen können, den Täuschungen nicht mehr unterliegen, klarer geworden sind. Der Weg dahin ist nicht immer ohne Wut und Tränen zu gehen und oft folgt nach dieser Erkenntnis die Erleichterung darüber, Fehleinschätzungen erkannt zu haben oder die Zügel wieder selber in der Hand zu halten. Bei diesem Prozess können uns Bach-Blüten unterstützen.

Willow, wenn wir uns als Opfer sehen.
Chicory, wenn wir ent-täuscht sind, weil wir alles gegeben haben und keinen Dank erhalten haben.
Gentian, wenn wir wieder einmal einen Misserfolg zu verzeichnen haben.
Agrimony, wenn es uns schwerfällt, die Enttäuschung zuzugeben (vor uns selber und vor anderen).
Chestnut Bud, wenn uns immer wieder dasselbe passiert und wir uns immer wieder ent-täuschen lassen müssen, um aufzuwachen.
Holly, wenn wir Rachegedanken hegen und das learning nicht sehen wollen.
Walnut, wenn es schwer fällt, wieder neu anzufangen.
Wild Oat, wenn wir nicht wissen, wie es jetzt weitergehen soll.
Sweet Chestnut, wenn wir sehr verzweifelt sind (nur akut und zu Beginn).

Wieder gilt:

Grundsätzlich können die Blüten untereinander beliebig – aber mit maximal sieben Blüten pro Fläschchen – gemischt werden. Es gilt jedoch, je weniger, desto besser.
Sie können in einigen Apotheken die Bach-Blüten direkt mischen lassen. Für 30ml-Fläschchen nehmen Sie jeweils 3 Tropfen von jeder Blüte. Als Richtlinie gilt 4 x 4 Tropfen am Tag, sollten Sie oder ihr Kind öfter das Bedürfnis nach den Blüten haben, können Sie auch unbedenklich öfter verwendet werden.
In Akutfällen können Sie auch einfach 3 Tropfen der jeweiligen Essenz in ein Wasserglas geben und schluckweise trinken.

Bach-Blüten unterstützen uns auf der feinstofflichen Ebene und sind sehr gut therapiebegleitend einzusetzen. Keinesfalls ersetzen sie einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Bach-Blüten“

 

Bild: „Bach-Blüten Kraftkarten“ von Peter Bernhard


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