Bild: La cabale camembière en train von PierreSelim Lizenz: by/3.0Smartphone-Apps: User geben freiwillig private Daten frei 27. November 2012 Wer sich Apps auf sein Smartphone lädt, sollte ruhig mal die AGBs lesen. Denn was die kleinen Helfer-Programme alles tun, qualifiziert sie als erstklassige Spionage-Software. Gerade für die Gratis-Apps zahlt der User in Wirklichkeit mit seinen persönlichen Daten, oft ohne es zu wissen – denn die Geschäftsbedingungen, denen man beim Herunterladen zustimmt, liest kaum jemand. Smartphone-Apps: Abgabe aller persönlichen Daten Was darin jedoch festgelegt wird, hat oft gar nichts mit der eigentlichen Funktion der App zu tun: Selbst einfachste Apps lassen sich zum Beispiel Rechte bestätigen die SIM-Karte auszulesen, SMS und Emails mitzulesen, das Handy zu orten, die Seriennummer des Telefons auszulesen, die angerufenen Telefonnummern zu protokollieren, selbst Anrufe zu tätigen, Systemeinstellungen zu ändern, andere Apps auszulesen, die Kamera in Betrieb zu nehmen … und vieles mehr. In Kürze: Der Nutzer übergibt in vielen Fällen die Daten und die Funktionen seines Telefons quasi komplett an den App-Hersteller. Diese bündeln die Daten und verkaufen sie weiter – nicht selten ist dies das Geschäftsmodell hinter den Gratis-Apps. Mit so umfangreichem Zugriff ausgestattet, kann vom Bewegungs-Profil bis zu ungefähren Vorlieben einiges an interessanten Daten gesammelt werden. Laut Umfragen sind auf den meisten Smartphones durchschnittlich 17 Apps installiert, oft aber auch weit mehr, bis zu 90 Stück. Ein Großteil davon sind kostenlose Apps. Dass die Nutzer damit ihr Smartphone quasi zu öffentlichem Gut machen, stört offenbar die Wenigsten: Die Funktionen der Apps überwiegen offenbar die Sorge um die eigene Privatsphäre. Sie werden nach dem Mikrochip schreien Das ist dann wohl die schöne neue Welt: Den willigen Konsumenten muss man gar nicht mehr zwingen, seine privaten Daten herzugeben, er tut es ganz freiwillig. Und genauso freiwillig wird er wohl auch alle kommenden Entwicklungen mitmachen. Ganz wie es ein Forscher in einer Transhumanismus-Dokumentation von Arte kürzlich sinngemäß festgestellt hat: Die Mikrochip-Implantate wird man den Menschen nicht aufzwingen müssen – sie werden danach schreien, weil ihre Einführung an Unterhaltungselektronik gekoppelt sein wird. Bild: Pierre Selim cc-by Text: dr /Sein.de Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar Antwort abbrechenDeine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.KommentarName* E-Mail* Meinen Namen, meine E-Mail-Adresse und meine Website in diesem Browser für die nächste Kommentierung speichern. Überschrift E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.Auch möglich: Abo ohne Kommentar. Durch Deinen Klick auf "SENDEN" bestätigst Du Dein Einverständnis mit unseren aktuellen Kommentarregeln.