Leser Kommentare:
Am 28. Januar. 2012 geschrieben von Reinhard
Nachdem ich glücklicherweise viele Jahre in einem besonderen Umfeld mit gut zwei Dutzend Mitarbeitern in sehr unterschiedlicher Zeitverfügbarkeit und unter sehr unterschiedlichem Zeitdruck verschiedenste Techniken ausprobieren konnte, bleibt mir zweierlei zu sagen:
Vieles aus dem Artikel überzeugt mich und einiges nicht.
Es stimmt ganz sicher, dass eine gewisse Freiheit (gerade auch in der Zeiteinteilung, da jeder sehr leistungsfähige Zeiten und auch Durchhängerphasen hat), Selbstmotivation und -identifikation mit der Tätigkeit die Kreativität und vor allem kreativ-schöpferische Leistung erhöht. Zusätzlich sollte eine gewisse Selbststeuerbarkeit der Inhalte vorhanden sein.
Vor allem erhöht es auch die Integrität und man kann sich auf die Leute besser verlassen.
Genauso stimmt es aber auch, dass der Großteil der Menschen von Natur aus faul - oder zumindest etwas träge - ist. Und wenn sich das nur auf Entscheidungen bezieht. Ohne Führung, ohne Personen die Visionen, die Strategie und die Triebkraft vorgeben, vor allem aber kritische Entscheidungen fällen - also das berühmte Energy, Energize, Edge und Execute der Mangementstrategie - funktioniert eine Unternehmung nicht effizient.
Dazu ist eine gewisse Kontrolle nötig - keine Stechuhr und kein Lesen der Emails, also keine Details, aber ein regelmässiges Reporting der Ergebnisse.
Das kennt doch jeder, wie er plötzlich effizienter wird, wenn es nicht zu häufige und nicht zu große, aber regelmäßige und machbare Deadlines gibt! Man versumpft doch sonst! Ich muss mir auch regelmäßig selber Milestones setzen und Arbeitspläne aufstellen. In Phasen, in denen ich das nicht tue, bin ich VIEL WENIGER produktiv - dabei ich zähle mich eigentlich zu den Menschen mit weit überdurchschnittlicher Disziplin (gemessen an Erfolgen der Vergangenheit).
Solange es keine Strategen gibt, die gewissen Aspekte vorgeben und grob (!) kontrollieren, wird die mangelnde Weitsicht der meisten Leute dazu führen, dass die Unternehmung nicht erfolgreich ist. Außerdem ziehen die (wenigen) Faulen die Arbeitsmoral des Rests langsam herunter auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.
Die Alternative ist eine starke Filterung der Persönlichkeiten, dass am Ende das Team nur aus Leuten mit genügendem Eigenantrieb besteht.
Ich bin der Meinung, dass die Berichte über Herr Semler uns etwas verschweigen. Zwischendrin blinkt ja auch kurz die Erwähnung einer Managerklasse in diesem Betrieb durch.
Entweder diese Manager kontrollieren (und wenn nur als "Counsels" eines Teams) Strategie und Fortschritt - oder bestimmte Persönlichkeiten (träge Menschen) werden in dieser Firma schnell wieder rausgemobbt.
Nur unter dieser Einschränkung funktioniert das Konzept. Und ich bin mir sicher, dass wenn man mal 6 Monate in dieser Firma arbeiten würde, man auch ein anderes Bild bekommen würde, als es der Artikel vermittelt.
Trotz allem steht es für mich außer Frage, dass das überwiegende Gros der heutigen Arbeitsplätze VIEL zu rigide gestaltet ist: es fördert Klüngel, eine Zeitabsitz- und Scheinwahrungskultur, verhindert Eigeninitiative, Verantwortung und positiven Spirit.
Am 19. Januar. 2012 geschrieben von Jobcoach
Wunderbar solche Storys!!
Unsere Firmen sind noch Lichtjahre davon entfernt. Nur wenige "Biotope" wissen wie es geht. Wer sich professionell damit befassen möchte, dem sei das Buch "Bewerbermagnet" von Axel Haitzer empfohlen.
Am 23. Dezember. 2011 geschrieben von Juliane
wow, so kann aus der Firma Deutschland doch noch etwas vernünftiges werden, wenn es die richtigen auf die Reihe kriegen.
Aber stopp, diesen Artikel müssen viele Menschen lesen, in sich "verinnerlichen" so wie ich es jetzt eben getan habe. Denn ich suche in mir nach Lösungen u. nach einem "entspannenden Arbeitsplatz" muß ja nicht gleich Brasilien sein.
Wäre ne´gute Idee diesen Link bei meinen Bewerbungen mit anzugeben.
Also denn mal los.
Am 22. Dezember. 2011 geschrieben von Franz Josef Neffe
Ja, und das lustige ist, dass jeder von uns CHEF EINER LEBENSFIRMA mit noch viel mehr Fachkräften ist und so ein faszinierendes Konzept in die Tat umsetzen kann. Ich versuche das z.B. mit der Ich-kann-Schule. Da geb ich mir statt Mühe lieber Freude und Erfolg und statt mich anzustrengen strenge ich mich ab. Nicht locker lassen? Kommt gar nicht in Frage! Sonst wäre ich ja genauso verspannt wie die Millionen Menschen, die sich trotz Masseur nicht mehr locker kriegen.
Auch wir selbst können mit unseren besten Kräften so schlecht umgehen, wie wir erziehdrückt wurden, oder wir können unsere Achtung vor ihnen entdecken und auf sie setzen und mit ihnen das Ding schaukeln. Wenn wir es anders machen als wir in der Schule unterrichtet wurden, wird ganz enorm viel möglich. Probiert´s mal aus, ich freue mich auf Euren Erfolg!
Franz Josef Neffe
Am 12. Dezember. 2011 geschrieben von Traumtänzer
Aber Hallo und Stopp...
ich kann nicht glauben dass ihr alle so naiv seid... das ist doch alles pure Augenwischerei und funktioniert definitiv bloss in einer Phantasie. der Mensch ist ein Egoist, das ist so und wird immer so bleiben. Wo lebt ihr Träumer??? Wo Arbeitet ihr??? Ist absolut naives Wunschdenken, und ehrlich, einzelne würden das sehr schätzen im Wissen dass euren Job dann hoffentlich ein anderer macht, denn ihr wollt doch dann eher ein wenig um die Häuser ziehen und relaxen... denn ein anderer muss halt dann... Träumer...
Am 05. Dezember. 2011 geschrieben von Lilo Hojer
Einfach genial!
Meine Hochachtung - vor 25 Jahren war das keine Selbstverständlichkeit!
Am 05. Dezember. 2011 geschrieben von Isabell Dierkes
Ach, verlieren Sie nicht alle vor lauter Begeisterung Ihr klares Urteilsvermögen.
Im Bericht heißt es "...Die einzigen Mitarbeiter, die regelmäßig formal bewertet werden, sind jene in Entscheidungs-Positionen - und zwar von allen anderen. Sollte einer dieser Manager wiederholt schlechte Bewertungen kriegen, geht er für gewöhnlich von selbst."
Leider bleibt in diesem fancy Projekt immer noch die Trennung von "Entscheidungsfunktionen" und "Ausführungsfunktionen" erhalten. Es gibt immer noch "die da oben" oder "die da unten".
Und sollte Ricardo Semmler sich irgendwann und aus welchem Grund auch immer dafür entscheiden, seine Firma zu verkaufen, so redet ihm da niemand hinein.
Der Zirkus hat nur ein schickeres Programm, aber es bleibt ein Zirkus.
Das Problem ist keineswegs die Hierarchie, sondern daß mit der logischen Unterscheidung zwischen Entscheidungsfindung und Ausführung bereits eine Trennung in bestimmte Personengruppen erfolgt.
Mit freundlichem Gruß aus Bad Salzuflen,
Isabell
Am 03. Dezember. 2011 geschrieben von karolina
Ich finde dies mehr als eine hervorragende Sache denn so sollte es sein ,Menschen die dauernd unterdrückt werden in ihrer Arbeit können auch nichts leisten den was haben sie davon kein leben sondern Arbeit Arbeit Arbeit ,dadurch kommt Depression weil unglücklich ,keine Beziehungen oder Bruch von Beziehungen, Krankheiten und alles schlechte,was hat man den am Ende vom leben nichts und das soll es nicht sein .
Wenn alle sagen es funktioniert nicht dann sind sie im Unrecht denn man sieht ja das es geht .man muss es einfach nur tun .
Am 03. Dezember. 2011 geschrieben von Traudl Hilzensauer
Ich bin begeistert. Wenn diese Firma irgendwas hat, was ich brauche, kaufe ich es bei ihr.
Danke für diesen wunderbaren Artikel und dafür, dass wir sehen können, dass die Welt auch anders funktioniert als wir bis jetzt meinten. Solche Pioniere (danke Christina, ich übernehme das passende Wort von dir) werden immer mehr kommen. Und vielleicht gibt es sogar schon viele, von denen wir nichts wissen. Denn Semco macht das ja anscheinend auch schon 25 Jahre so und ich hab bis jetzt noch nie was davon gehört.
Ja, die Menschen und die Welt und sogar die Wirtschaft wachen auf.
Ich freue mich
Traudl
Am 26. August. 2011 geschrieben von Der Zeigefinger
Was ist denn hier mit der Rechtschreibung los?
Da kann der Inhalt noch so spannend sein, ich krieg es nicht angenehm und flüssig gelesen, und damit geht meine Aufmerksamkeit dahin!
Das zieht sich durch alle Kommentare...
Bitte bemüht euch doch alle ein wenig mehr!
Oder müssen wir erst noch die Rechtschreibung basisdemokratisch neu erarbeiten, bovor wir uns den eigentlichen Baustellen des Seins widmen?
;)
Am 12. Juli. 2011 geschrieben von Felix
Interessanter Artikel aber zwei große Kritikpunkte:
1. Im letzten Absatz wird die "gute alte Zeit" beschworen. Dies ist aber völliger Unfug, da es die in der Form in der westlichen Gesellschaft nie gegeben hat. Möglicherweise nur in der Arbeitsteilung von Urvölkern.
2. Was stellen die denn überhaupt her? Kann man ja ruhig mal erwähnen wenn man Journalist ist!!!
Am 23. Juni. 2011 geschrieben von Gustave Käller
Demokratisches Management ist auch in hiesigen Strukturen umsetzbar!
Idealerweise stellt sich ein Unternehmen natürlich von Anfang an so auf.
Veränderungen à la Semco sind aber in jedem Unternehmen und in jeder Abteilung möglich. Wir beraten speziell zu diesen Themen: www.käller.com
Am 21. Juni. 2011 geschrieben von Hanspeter Herzig
"Prima", dass mal wieder jemand wagt etwas zu verändern!!
Es ist erstaunlich wie die Menschen sich von der kapitalistischen Schicht bevormunden lassen und Ihnen das Reich sein ermöglichen. Der Mittelstand finanziert alles, die "Sozialbezüger" (ist oK.), aber die Hochfinanz die den Mittelstand aussaugt, lacht weiter solange die Menschen keine Eigenverantwortung übernehmen und sich „einlullen“ lassen von dieser Minderheit!
Eltern haben die grössere Verantwortung als ein Politiker oder Manager/CEO, denn sie können die Kinder nicht entlassen wenn keine Arbeit mehr da ist!
Der Mittelstand ist der Motor von jedem Land – gesellschaftlich wie wirtschaftlich, warum be-kommen dann die Politiker die hohen Saläre und die Manager noch die „fetten Bonis“ dazu?!
Weil der Motor es zulässt und sich niemand bemüht Eigenverantwortung zu übernehmen!
Schwimmen Sie daher nicht mit dem Strom der Masse, sondern gehen Sie ihren Weg, informieren Sie sich! Leider unterstützt uns unser Bildungssystem nicht dabei. Nicht wirklich. Der von der 'Regierung' festgelegte Lehrplan ist ihr wichtiger als der individuelle Plan für Ihr Leben. Schade!!
“Ausreden sind die Nägel mit denen man ein Haus des Scheiterns baut.”
"Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."
Allen die das verstehen oder sich dessen seit längerer Zeit bewusst sind, wünsche ich eine ganz neue Art von persönlichem und wirtschaftlichem Erfolg!
Am 19. Juni. 2011 geschrieben von Gülk,Andreas
Ein BGE/Bandbreitenmodell (www.bandbreitenmodell.de) würde viel mehr Demokratie und bessere Arbeitsbedingungen in die Betriebe bringen Und am Bsp. Semco, sieht man, das es funktioniert. Strukturen wie BGE oder Bandbreitenmodell könnten diese festgefahrene Managementschiene am ehesten beseitigen.
Am 09. Juni. 2011 geschrieben von max meer
Kling toll und für die Mitarbeiter dieser Firma ist sicher auch toll, aber eine Frage hätte ich trotzdem, wie soll dies auf den stetig größer werdenden Teil von Tätigkeiten übertragen werden die keine Profit abwerfen? Dass es am besten für alle Beteiligten ist, wenn der Zwang wegfällt, ist klar. Auch in Schulen, Krankenhäusern, bei der Müllabfuhr wäre allen geholfen, könnte sie so arbeiten, aber dafür muss die Gesellschaft die Mittel bereit stellen. Betriebe die so arbeiten, würden sicher ihren Teil zur Finanzierung einer freien Gesellschaft betragen, aber eine Sweatshop kann mensch so nicht betreiben. Ohne eine Neuausrichtung der Gesellschaft im Ganzen wird sowas nur ein Einzelfall bleiben - es ist unmöglich, dass alle Menschen Profit erwirtschaften. Es gilt einen Weg zu diesen Teil der Gesellschaft anständig zu versorgen (die Ressourcen der Welt geben das locker her ohne die Menschen im Status eines Almosenempfänger zu halten. Als Beweis das es funktioniert super, eine Verallgemeinerung dieses Ansatzes ist die große Herausforderung, vor allem da mit erhelblichen Widerstand zu rechnen ist. Doch sage niemand es wäre unmöglich.
Am 23. Mai. 2011 geschrieben von Horst G Ludwig
Da schreibt eine Kommentaristin "die Welt ist jedoch so geldbeknackt...." und da stimme ich ihr voll zu und lege noch nach das unnatürliche geschaffene Welt auch nicht verschwindet sobald man innerhalb des theoretischen Wasserglases einen anderen theoretischen Ansatz macht. Es geht weiterhin um die endlose Geldverarschung der Menschheit und dieses System ist genauso eine Droge wie alle anderen Manipulationen auch. Somit ist die "tolle" Firma Bestandteil der Wirtschaft lokal, regional, international und den Regeln des Geldes ausgesetzt. Glücklich arbeitende Menschen kann es erst dann wieder geben sobald Verschuldungs-, Zins- und Wachstumsdruck des spekulativen Geldes verschwindet und der Mensch selbst der einzige Ausgangswert ist, aber das muss überall so geschehen sonst bricht es zusammen durch vielzählige Ausseneinflüsse. Dh die Regierung müsste voll mitmachen und kommunale Selbstregierung ermöglichen plus einer ethisch ausgeglichenen Zahlungsmethode. Noch mal langsam für die etwas kürzeren Systemnachbeter "Das gesammte Umfeld muss renoviert werden soll eine gute Sache auch wirklich langsfristige Entwicklungschancen haben" . Unser aller konkrete Möglichkeit, ob jung, alt, gescheit oder dumm "steigt aus dem Geld-Konsum-Produktionsrad aus, lernt wieder Tausch, Anschreibebücher und eine eigene kommunale Selbstverwaltung die sich um die Versorgungsleistungen kümmert".
Gruss
Am 13. April. 2011 geschrieben von Sue
Wow, ja!! Maktub (so soll es sein) das ist eine super Sache. Warum ist nicht schon eher darueber geschrieben worden? Unglaublich, wo muss ich mich Bewerben? Auf die Leistung kommt es an und nicht auf die Anwesenheit. Wenn doch nur alle so denken und Handeln wuerden.
Weiter so, ich bin begeistert.
gruss Sue
Am 02. März. 2011 geschrieben von Christiane Schütz
Es braucht Mut...
ja, es braucht Mut mich Selbst Wert zu schätzen... mich Selbst zu achten... mir Selbst das zu geben was ich brauche... wie Ruhe... Entspannung und danach Anspannung, um zielgerichtet in Freude zu geben... zu leisten... für Andere.... für die Gemeinschaft... die Gemeinschaft gibt mir zurück, denn ich bin Teil des gemeinsamen Ergebnis...
Wer Selbst seine Batterie nicht auflädt... der kann auch keine Energie abgeben.../ wem geben... und wie geben...!
den mut wünsche ich uns...
Am 09. Februar. 2011 geschrieben von Kurt Schrammel
Und jetzt geht es weiter!
Es gibt jetzt eine Homepage "www.moneygoodbye.org" auf welcher sich jeder eintraben kann, der für eine komplett geldfreie Welt ist.
Schaut euch das an und lest, wie der Übergang stattfinden soll. Es ist alles genau beschrieben.
Es liegt nur an uns, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Soll weiterhin das Geld regieren, oder die Menschen?
Am 29. November. 2010 geschrieben von Thomas Prausse
Diesen Artikel schneide ich mir aus und hänge ihn an die Wand. Dieses Unternehmen ist das Vorbild für meines.
Am 09. November. 2010 geschrieben von Gabriela Köppel
Hut ab so was braucht Mut und bestätigt wieder einmal, dass man die MIT arbeitenden mit Respekt und Wertschätzung behandeln muss dass sie auch mit Freude und Engagement ihre Leistung bringen und sich mit dem Betrieb identifizieren :) Gratuliere es sollte mehr solche mutigen Menschen geben.
Am 06. November. 2010 geschrieben von Eckehart Sturm
Wer möchte etwas ähnliches in Berlin aufbauen? Die Versklavung in den herkömmlichen Arbeitgeber - Arbeitnehmer Rollen ist nicht mehr Zeitgemäß, Semco zeigt, dass es anders geht und dass es keine Träumerei ist!! Kontakt über meine Webpage www.ganzer-mensch.info
Am 16. September. 2010 geschrieben von barbara
wunderbar!!! als ich diesen artikel gelesen habe, war ich total berührt..
es geht also auch anders...
und danke an die "sein-redaktion" für diesen artikel.
barbara
Am 11. August. 2010 geschrieben von Anne
Ich bin jetzt 61, also werde ich das nicht mehr "leben" dürfen. Aber ich möchte es kommen sehen für meine Kinder, meine Enkel und Urenkel.
Diese Gesellschaft ist so geldbeknackt, daß es das Gehirn vollkommen blockiert und es nicht fähig ist, andere Lebensformen zuzulassen.
Am 04. August. 2010 geschrieben von WellenbeobachterHH
Das ist in Bezug auf die Art und Weise der Unternehmensführung genau das Gegenteil von einem radikalen Ausbeuterkonzern wie KIK.
Solche Unternehmer wären vielleicht auch bereit über die Grenzen des Kapitalismus, also die Geld-Ware-Beziehung, hinaus zu denken...hoffe ich jedenfalls.
Von dieser Hoffnung abgesehen ändern es aber leider nichts an der kapitalistischen Verfasstheit und der Verwertungslogik. Es geht immer noch um Konkurrenz zu anderen Unternehmen am Markt. Kann die Produktivität nicht gesteigert und der Marktanteil wenigstens gehalten werden, ist schnell Schluss mit Lustig. Dann werden auch bei Semco Leute gefeuert, nur das das dann alle im Konsens beschließen müssen, anstatt ein Personalmanager im Auftrag des Chefs.
Am 19. Juli. 2010 geschrieben von Katharina
Dieser Bericht läßt einem doch sofort die Freude im Bauch sprudeln.
Wenn des um solch positive Ideen geht, z. B. auch das bedingungslose Grundeinkommen, gibt es immer wieder Menschen, die sofort abwehren mit: „Das geht doch nicht!“ Und sie haben im Handumdrehen x-fach Begründungen dafür parat.
Diese Begründungen stammen aus einer verengten Sichtweise – aus dem, was wir innerhalb unserer gewohnten Welt-Systeme kennen. Viele haben sich abgewöhnt, aus dieser Telefonzelle mal hinauszublicken, ist ja auch so gewollt.
Daß hier und dort doch Quantensprünge möglich sind, passt nicht in die fixen Konzepte.
Weit verbreitet ist die Annahme, daß der Mensch grundsätzlich egoistisch sei und unverbesserlich.
Ich empfehle gerne das Buch „Eiland“ von Aldous Huxley, was eine Art Antidot zu „Schöne neue Welt“ darstellen kann. Aldous Huxley hat eine Geschichte kreiert über eine kleine eigene Welt auf einer Insel, deren Bewohner eine positive Lebensform entwickelt haben und immer weiter entwickeln.
Er beschreibt, wie sie problematische Anlagen vom Kindesalter an in konstruktive Bahnen lenken helfen. Auf dieser Insel wird großer Wert darauf gelegt, daß alle einen kritisch hinterfragenden Verstand entwickeln und Verantwortungsbewusstsein. Das ganze Leben dort ist begleitet von Naturheilmedizin – ganz im Gegensatz zu unserer ach so fortschrittlichen Welt, in der ganze Völker mehr oder weniger krankgemacht werden und so eben nicht dahinkommen, ihr tatsächliches Potential zu entfalten – zu dem auch Mitfühlen, Zivilcourage, Neugier, Begeisterung, Intuition, Weitblick, Offenheit gegenüber Neuem und anderen An-Sichten gehören.
Einige Beispiele für dieses Blockieren des Potentials bzw. des Ego-Blick-Förderns in unserer Welt sind:
Vergiftungen durch Impfungen, falsche Ernährung, Schwermetalle in den Zähnen, belastetes Wasser – und Bestrahlung durch Mikrowellen allerorts durch Handys, schnurlose Telefone WLAN, Sendemasten etc.
All diese fördern mehr oder weniger neurologische Störungen und Schädigungen, also in der Folge neben sog. körperlichen Krankheiten Persönlichkeitsveränderungen, Verhaltensstörungen u. v. m.
Würden all diese Faktoren wegfallen, und würde die geistige/seelische/körperliche Gesundheit der kleinen Menschen größte Beachtung finden, könnte unsere Welt ein großes „Eiland“ werden. Also… auf zu neuen Ufern.
Am 05. Juli. 2010 geschrieben von Peter
Mir fehlt der Glaube an so etwas. Nicht jeder Erwachsene verhält sich automatisch erwachsen, nur weil man ihn so behandelt. Ich finde den Ansatz der "geteilten Leidenschaft" zwar prima, durfte aber selber mehrfach erleben, wie Mitarbeiter, die diese Leidenschaft nicht teilten, ihre Freiheiten schamlos ausgenutzt haben, Konsensentscheidungen ignorierten und dann, darauf angesprochen, in eine Trotzigkeit verfallen sind, die allenfalls einem Kleinkind gerecht wird. Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen kann leider nicht jeder.
Am 18. Juni. 2010 geschrieben von RalfLippold
1995 fand ich RicardoSemler's Buch "Das Semco System" bereits im Haus des Buches in Dresden. Damals begeisterte es mich bereits, und doch musste es einige Jahre dauern, bis ich über http://mitworld.mit.edu/video/308 wieder drüberstolperte.
Eine wirklich gewordene Vision:-)
.... und gar nicht so weit gedacht, denn es gibt ähnliche Ansätze bereits in diesem Land. Noch sind es wenige, jedoch werden es täglich mehr. Auch in Dresden tut sich was.
Am 07. Juni. 2010 geschrieben von Anarchüst
Lest mal die Anarchistischen Theorethiker, Kroptokin und co. Die haben solche Konzepte schon vor über 100 Jahren gepredigt.
Die Gebiete die Betriebe im Spanischen Bürgerkrieg von anarchisten kontrolliert wurden wo jegliche Hirarchien abgeschafft wurden konnten selbst in der schwierigen Kriegswirtschaft ihre Produktivität im schnitt verdoppeln.
Allerdings weis ich nicht ob sowas auf breiter Basis funktioniert, irgendwo hat es dann eben doch wieder Machtgierige Leute die Druck und Hirarchien aufbauen um die Arbeitskraft ihrer Untergebenen besser zum Eigenen Vorteil nutzen zu können.
Am 02. Juni. 2010 geschrieben von Norbert Paul
Klasse Sache und eine Vorlage die nicht erst seit gestern existiert, sondern eine jahrzehntelange Erfolgsstory gleich mit bringt. Hab dies auch schon versucht in Teilen um zu setzen und interessante Erfahrungen damit gemacht.
Damit dies im großen Stil übernommen werden kann muß nur noch das gesellschaftliche Umfeld angepasst werden, in dem z. B. die Steuern von den arbeitenden Menschen abgekoppelt und mit Arbeit, gleich von wem sie geleistet wird, neu verbunden werden, usw.
Am 01. Juni. 2010 geschrieben von Achmed Khammas
Natürlich funktioniert das!
Ich habe in den 1980ern in Syrien eine kleine Manufaktur für thermische Solaranlagen gehabt - wir waren 6 Leute.
Über 10 Jahre lang produzierten wir selbstbestimmt und glücklich - mit nur 2 REGELN: 'Jeder macht Fehler - aber nur 1 x!' und: 'Keiner muß arbeiten' :-)
Am 28. Mai. 2010 geschrieben von Axel Wartburg
Bitte ändert die Überschrift, da es korrekt heißen muss - aus meiner Sicht -
Die Befreiung VON der Arbeit
Was Arbeit faktisch ist, wo der Begriff her kommt und, dass er heute noch für 83% der in diesem Land beschäftigten Mitarbeiter gilt, kann entdeckt werden, wenn diesem Link gefolgt wird:
http://www.adiko.eu/tagebuch/article-1262448441.html
Liebe Grüße
Am 07. Mai. 2010 geschrieben von veganraw
Ein Artikel, der Freude bereitet und Mut macht. Lasst uns die Welt erschaffen, in der wir alle gut leben können!
Hab den Artikel auch in meinem Blog verlinkt!
http://www.veganraw.wordpress.com/
Am 29. April. 2010 geschrieben von Oliver Korsch
...freut mich diese Seite in meiner HP :
http://www.oliver.korsch.t3.to
verlinkt zu haben!
see you...
oliver
Am 29. April. 2010 geschrieben von Oliver Korsch
...es ist immer wieder gut "andere Wege" zu gehen und zu sehn, daß sich "das Positive" etablieren wird... irgendwann, irgendwie,irgendwo!
...und auch schön zu sehn, das es auch "ANDERS" geht!!!
na dann...
lasst es uns umsetzen und behalten wir stets das Ziel im Auge!
Oliver Korsch
Am 28. April. 2010 geschrieben von Andre
@Gebhard
Den Arbeitsbegriff vulgärphilosophisch als "bewusst schöpferisches Handeln" einzuebnen, beraubt ihn seiner Geschichtlichkeit, seinem gesellschaftlichen Zusammenhang, und der Eigenheit, distinktes Zeug wie Fischen und Häuslebauen unter Absehung aller Besonderheiten als "Tätigkeit überhaupt" vereinheitlichen zu müssen; In der Antike wurde "bewusst schöpferisch gehandelt" und Arbeit zugleich verachtet. Mit dem Ursprung des Arbeitsbegriffs in den antiken Sklavenhaltergesellschaften bezeichnet das Wort etymologisch nämlich auch garnichts anderes als die Tätigkeit der Unfreien. Insofern ist "abhängige Arbeit" ein Pleonasmus - ein weißer Schimmel, ein kaltes Eis.
Es gibt im Deutschen übrigens das Wort "Werk" als positives Gegenstück zur "Arbeit". Letzteres hat erst durch die Christen eine "Aufwertung" erfahren (als gottgefälliges Leiden).
Du schreibst: "Es ist doch so schön, wenn man sich auf eine radikale Position zurückziehen kann!"
Radikal heißt an die Wurzel (Radix) gehen und dorthin zieht man sich nicht zurück sondern man bewegt sich damit nach vorn. Wie "schön" dort reinpasst, erschließt sich mir nicht. Ich will auch nichts besser machen, was ich ablehne.
Schau: Der Artikelkommentator Terevar schreibt, wofür die Verbesserung taugt: Arbeitskosten sparen dank verbesserter Selbstkontrolle/ausbeutung (wie bei Bentham) für den verrückten Selbstzweck der Verwertungsbewegung. Sein weiterer Schritt ist einer in die Marschrichtung der letzten 200 Jahre..
Ansonsten verweis ich nochmal auf die Links meines letzten oder vorletzten Beitrags.
Am 27. April. 2010 geschrieben von Reiner Sailer
Interessant, jetzt muss nur noch den Mitarbeitern klargemacht werden, wer wir wirklich sind, dann steht einem menschlichen Leben nichts mehr im Weg. Das findet Ihr hier: http://www.reinersailer.de/Universum.pdf
Gruss
R
fuer Filmfans: http://www.reinersailer.de/Der_Klarsichtklebefilm.wmv
Am 27. April. 2010 geschrieben von Gebhard
@ Andre
Es ist doch so schön, wenn man sich auf eine radikale Position zurückziehen kann!
Die von Dir vorgebrachte Interpretation des Arbeitsbegriffes ist korrekt und weithin bekannt. Neben BWL, VWL und Sozialwissenschaft gibt es allerdings auch noch die Philosophische Interpretation von Arbeit, die sich im Verlauf der Jahrhunderte auch gewandelt hat und aktuell unter Arbeit das »bewusst Schöpferische Handeln« versteht.
Ansonsten würde mich interessieren, wie man es nennt, wenn ein Mensch sich aufgrund seiner Vorstellungenimt seiner Umwelt schaffend auseinandersetzt?
Ist das dann Müßiggang?
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Die Befreiung von der abhängigen Arbeit, denke ich, kann das entscheidende Motiv sein oder?
Gruss
Gebhard
Am 26. April. 2010 geschrieben von Barbara
E N D L I C H - schon seit Jahren ist dies "m"ein Traum, dass sich die Wirtschaftsunternehmen wieder vermehrt besinnen und die Politik auch solche Unternehmen mal als Vorzeigemodelle anpreist, statt nach wie vor dem "alten System" Geld in den gierigen Rachen zu stopfen. Doch vielleicht haben sie genau davor Angst - nämlich die Kontrolle über die Menschen zu verlieren. Namaste
Am 22. April. 2010 geschrieben von terevar
Natürlich ist das nicht Das Heil aller Übel aber ein guter und wichtiger
Schritt für die Zukunft des Wirtschaftens.
Weil die Arbeiter von sich selber aus arbeiten und mehr Freiheiten haben.
Meine Pros und Kontras sind:
Bei sinkenden Einnahmen. Wer entlässt die Anderen um den Bankrott zu entgehen?
Was machen wenn die Menge der Arbeit steigt, aber das Geld zur Verteilung gleich bleibt? Also nicht ausreicht um mehr Arbeiter einzustellen.
Auch wenn die Arbeiter mehr leißten, können sie trotzdem an ihre Grenzen kommen und krank werden.
Die Einsparung der Kosten für die Personalabteilung ist nicht zu unterschätzen.
Wie ich schon gesagt habe ist das nur ein Schritt nach vorne aber beschtimmt nicht der Letzte dorthin.
Am 21. April. 2010 geschrieben von grid
Gelebte Vision!! Genial!! Richtungsweisend!!
Hoffentlich findet das noch manigfaltige Nachahmungen und Weiterentwicklungen,
den genau solche Modelle die die alten Grenzen sprengen brauchen wir!
Am 21. April. 2010 geschrieben von lafarg3000
Trotz des schönen Optimismus denn hier viele flegen. So lange die Warenproduktion sprich das Geld und der Staat nicht abgeschaft wurden. Ist und bleibt die Arbeit im Kapitalismus immer Ausbeutung. Es mag für denn ein oder anderen sowohl Körperlich als auch Geistig entspannender sein in so einen "selbstverwaltet" Betrieb zu arbeiten. Wenn aber das System von Grund auf nicht veränderert wird. Könnte darauß der größte Alptraum für ArbeiterInnen werden seit dem zusammenbruch des Staatskapitalismus(Ostblock "Sozialismus")werden. Mensch stelle sich vor es gäbe statt ein paar wenigen Mulitis unzählige solche Kollektive aus "freien" ArbeiterInnen die Miteinander um den größten Marktanteil kämpfen. Das wäre der absolute Siegeszug des Kapitalismus über den Menschen. Nur wenn wir Staat und Kaptial total aufheben können wir wahrhaft Freie Assoziation frei und gleicher Produzenten schaffen. Für den globalen Klassenkrieg!!!
Am 21. April. 2010 geschrieben von Andre
@Gebhard Borck
Arbeit ist ein bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis und nicht einfach die Verausgabung von Energie, Selbstentfaltung, Sinnstiftung, Geselligkeit, schon garnicht Selbstbestimmung und so weiter.. Man neigt nur dazu, die historisch-spezifische(!) Form solcher Verausgabung im Kapitalismus zu "übersehen" und das Ganze überhistorisch zu anthropologisieren - als irgendwie immer schon Arbeitender und Sich-Selbstschaffender. Man kann zwar ugs. von Lohnarbeit sprechen, das ist aber ein Pleonasmus.
Arbeit ist der Zwang zur Entmenschlichung: Sich verdingen, verkaufen, verwerten (also auf den Markt bezogen, wofür sie sich zu qualifizieren und quantifizieren hat). Arbeit zeichnet den Menschen nicht aus - sie zeichnet ihn: Die Durchsetzungsgeschichte und Ideologisierung der Arbeit ist grausam..
Was der Mensch ohne Arbeit wäre? Um einiges besser drauf. :)
Arbeit ist (auch etymologisch) Plage, Mühsal, Mobbing, Unterordnung, Ohnmacht, Zwang und Unfreiheit, lebensverschwendend, Demütigung, abstumpfend, macht dumm und krank. So quält man in manchen Betrieben einen Menschen mit der Arbeit von drei, weil drei Mitarbeiter sich zwar gegenseitig angenehm entlasten würden, aber ihre Lohnkosten zu hoch sind und es nicht um die Bequemlichkeit und Freizeit der Individuen geht, sondern um den Gewinnüberschuss.
Paar Links:
http://www.freie-radios.net/mp3/20051107-zurkritikd-10566.mp3
http://www.trend.infopartisan.net/trd0302/t120302.html
http://www.krisis.org/1999/wer-nicht-arbeitet-soll-auch-nicht-essen
Am 20. April. 2010 geschrieben von Gebhard Borck
Auch ich kenne das Konzept schon länger und doch gibt es einige Informationen, die im Artikel noch fehlen, für ein differenziertes und angebracht skeptisches Bild, finde ich, allerdings notwendig sind.
So arbeitet Semco etwa nur in hochinnovativen, teuren und exklusiven Märkten. Sobald mehr als zwei Konkurrenten im Markt auftreten. Lässt Semco das Produkt oder die Dienstleistung fallen und macht sich an die Umsetzung der nächsten Idee. Damit fallen alle reproduktiven Massenmärkte und -produkte schlicht aus dem Produktprotfolio von Semco raus. Geben tut es sie immer noch ...
Gemeinsam mit meinen Kollegen sind wir gerade daran in Deutschland ein Unternehmen nach ähnlichen Prinzipien wie Semler aufzubauen. Mal sehen, was draus wird und ob wir es hin bekommen!
Gruss
Gebhard
Am 20. April. 2010 geschrieben von Gebhard Borck
@andre
Was wäre denn der Mensch ohne Arbeit, also der von der Arbeit befreite Mensch?
Ist die Befreiung von der Arbeit wirklich erstrebenswert?
Am 20. April. 2010 geschrieben von Fritzchen
Kann mir jemand sagen, was und für wen die Firma Semco produziert. Wie sichert sie sich ihren Anteil am Marktkuchen? Von dem ist sie doch abhängig.
Am 17. April. 2010 geschrieben von Andre
OK, im Text wirkt die Überschrift als "Befreiung /von/ der Arbeit" nach (Dauerwochenende, Golfspieler, ...), dabei ist es die "Befreiung der Arbeit" selbst - in Anlehnung an die Arbeiterbewegten. Die schöne neue Welt wäre eine Arbeiter-Welt ohne die Nichtarbeit der Ausbeuter, mithin die Totalisierung des Arbeitsfetisch. Auf Klassenkampf verkürzt, die Verhältnisse personalisierend, und übrigens den Liberalen abgeschaut (Arbeit gegen Adel), passt der Vorsatz dann auch nur in seinem Denkfehler auf Semmlers Laden:
Der Ausbeuter geht scheinbar verloren, versteckt sich nun aber im Arbeiter, weil die systemische Logik der Ausbeutung fortbesteht. Wenn das die Pointe war, dann Chapeau!
Die Selbstbestimmung ist nochmal keine, weil man garnicht über die eigene Faulheit nach Gutdünken verfügt. Denn die "Sachzwänge" der Gewinnrealisierung des Unternehmens herrschen ihm diese Entscheidung längst auf, und der Arbeiter /verinnerlicht/ lediglich deren Ausführung in der "stärkeren Einheit von Arbeit und Management". Dort ist weder das Arbeiterdasein noch die Objektivierung zur Steuermasse aufgehoben. Bei Semmler findet lediglich /selbstverwaltete/ Herrschaft oder Ausbeutung statt, damit der Laden auf dem Markt überlebens- d.h. wettbewerbsfähig ist.
Die Aussage, dass mit Semmlers Betriebsführung "mehr Sinn in die Tätigkeit" (Kalle) kommt, spricht Bände: Der Sinn begründe sich nicht mehr aus dem Inhalt der Tätigkeit (z.B. Nahrung anbauen um nicht zu Verhungern), sondern der käme ihr sachfremd durch die Arbeits-Umstände zu. Der Arbeitssklave denkt eben gleichgültig gegenüber dem Inhalt der Tätigkeiten und interessiert sich nur noch unter den Gesichtspunkten wie Kohle und Betriebsklima. Das charakterisiert in der Tat die moderne "Arbeit", die hier entfesselt gehöre...
Die "Identifizierung mit dem Betrieb" (Kalle) ist auch nur aus Managementsicht wichtig, weil mit solchen Leuten mehr anzustellen geht als mit anderen - im Positiven wie im Negativen.
Am 17. April. 2010 geschrieben von Kalle
Sicherlich ein gutes Konzept.
@Andre
sicherlich wird damit nicht die Arbeit abgeschafft, aber evtl. ein wenig mehr Sinn in die Tätigkeit eines Arbeiters und/oder Identifizierung mit dem Betrieb...
Am 16. April. 2010 geschrieben von Andre
Die Überschrift ist Unsinn. Die Leute arbeiten ja, müssen es auch und vermutlich härter als in normalen Betrieben. Diesen Eindruck gewinn ich zumindest, wenn ich von Unternehmen höre, die mehr Freiraum lassen. Tatsächlich wird die Kontrolle von den Aufsehern in die Arbeiter zurückverlegt. Dabei existieren die betriebswirt. Sachzwänge und die betriebswirtschaftl. Rechnungsweisen fort, der Betrieb steht ja nicht außerhalb der Konkurrenz. Nur machen nicht Aufseher den Stress dort, sondern die Mitarbeiter fordern sich selbst und damit um einiges härter. So funktioniert es doch allgm. im Kapitalismus: Jeder handelt "selbstverantwortlich" unter /festgeschriebenen/ Handlungsoptionen, d.h., jeder soll eigenmotiviert sein Glück in den /vorgefundenen/ Strukturen unter /Anpassung/ an ebendiese finden - unter Ausschluss von den Mitteln zum Leben für die er eine Erwerbsquelle benötigt, die er als Konkurrent anderen abringen muss und bei der er die negative betriebswirtschaftliche Größe ist (Lohnkost) usw.. Das macht den laden so produktiv. Befreiung von der Arbeit ist das nur eben nicht. Dazu müssten ganz andere Voraussetzungen fallen, bzw. dazu bräucht's überhaupt erstmal ein richtiges Verständnis davon, was Arbeit im Kapitalismus ist.
Am 16. April. 2010 geschrieben von Berthild Lorenz
Hm, so hat die Station, auf der ich als frisch examinierte Krankenschwester landete, 1972, seitdem ich dort das Leiten ließ, auch funktioniert ...
Am 16. April. 2010 geschrieben von Sylke
Mich würde interessieren, wie die Mitarbeiter die Arbeit erleben, wie sie gelernt haben, mit den Freiheiten umzugehen und die Teamarbeit mit allen auftretenden Konflikten zu leben. Ich stelle es mir nicht reibungslos vor, aber gut zu lesen, das es geht.
Am 16. April. 2010 geschrieben von Frank Hartmann
Boykottiert Firmen die Ausbeuten. Unterstützt Firmen die sich für Menschen als solche interessieren. Es werden immer mehr werden.
Der Zeitgeist erfasst immer mehr Menschen.
Join the Movement
www.zeitgeistmovement-nrw.de/joomla
Am 15. April. 2010 geschrieben von Birgit
Das ist unglaublich, dass es so ein Unternehmen gibt.. Das übersteigt meine kühnsten Ideale!
Am 14. April. 2010 geschrieben von antara
14.4.2o1o geschrieben von antara
eine wunderbare zukunft beginnt sich zu gestalten , danke firma semco 1!!!! es ist der mut zum träumen das eine neue realität erschafft und sichtbar werden läst. ich bin dabei die neue erde mit zu gestalten, weil ich mich als ein schöpfer warnehme !!!!!
Am 14. April. 2010 geschrieben von Schmitt&W
Ihr seid ja alle wahnsinnig, ich habe eine Zeitarbeitsfirma und müßte dann selbst wieder arbeiten
Am 14. April. 2010 geschrieben von Peinhard
Wenn dann noch so langsam die Einsicht dazukommt, dass auch auf der Ebene der Betriebe untereinander Kooperation besser ist als gegenseitiges Niederkonkurrieren, dann könnte was draus werden. Ansonsten besteht bei Verallgemeinerung des Prinzips nicht nur die Gefahr, sondern geradezu die Notwendigkeit eines Wettbewerbs in Selbstausbeutung. Der nicht gern gesehene Pferdfuss eines nicht zuende gedachten Ansatzes von 'Wirtschaftsdemokratie'.
Am 14. April. 2010 geschrieben von ikgrud
genau so ,wie die Arbeitswelt nun schon bei Semler sehr gut funktioniert, wird es in der Zukunft sein . Denn immer ist erst ein Gedanke dann die Realität da.Unsere Kinder werden es besser haben, wie in der heutigen Zeit so mancher Arbeitnehmer.So mancher kann nicht daran glauben ,ich bin aber davon überzeugt das es so sein wird.
Am 14. April. 2010 geschrieben von Alibaba
Ja klar wer fürs Militär produziert der hat halt heutzutage auch genug finanzielle Möglichkeiten so etwas umzusetzen.
Aber trotzdem finde ich es gut dass jemand den Mut dazu hat. Ein Licht am Ende des dunklen Arbeitnehmertunnel.
Am 13. April. 2010 geschrieben von roush
Das Buch "Das Semco System" habe ich selbst bereits 1995 gelesen.
Wer diesen Artikel inpirierend fand, sollte sich die beiden Bücher jedenfalls unbedingt zulegen. (!)
Am 13. April. 2010 geschrieben von Christina Köb
Herr Semler ist ein Pionier für die Zukunft, genau so soll arbeiten auch sein. Wundervoll!!!
Leser Kommentare:
Am 28. Januar. 2012 geschrieben von Reinhard
Nachdem ich glücklicherweise viele Jahre in einem besonderen Umfeld mit gut zwei Dutzend Mitarbeitern in sehr unterschiedlicher Zeitverfügbarkeit und unter sehr unterschiedlichem Zeitdruck verschiedenste Techniken ausprobieren konnte, bleibt mir zweierlei zu sagen:
Vieles aus dem Artikel überzeugt mich und einiges nicht.
Es stimmt ganz sicher, dass eine gewisse Freiheit (gerade auch in der Zeiteinteilung, da jeder sehr leistungsfähige Zeiten und auch Durchhängerphasen hat), Selbstmotivation und -identifikation mit der Tätigkeit die Kreativität und vor allem kreativ-schöpferische Leistung erhöht. Zusätzlich sollte eine gewisse Selbststeuerbarkeit der Inhalte vorhanden sein.
Vor allem erhöht es auch die Integrität und man kann sich auf die Leute besser verlassen.
Genauso stimmt es aber auch, dass der Großteil der Menschen von Natur aus faul - oder zumindest etwas träge - ist. Und wenn sich das nur auf Entscheidungen bezieht. Ohne Führung, ohne Personen die Visionen, die Strategie und die Triebkraft vorgeben, vor allem aber kritische Entscheidungen fällen - also das berühmte Energy, Energize, Edge und Execute der Mangementstrategie - funktioniert eine Unternehmung nicht effizient.
Dazu ist eine gewisse Kontrolle nötig - keine Stechuhr und kein Lesen der Emails, also keine Details, aber ein regelmässiges Reporting der Ergebnisse.
Das kennt doch jeder, wie er plötzlich effizienter wird, wenn es nicht zu häufige und nicht zu große, aber regelmäßige und machbare Deadlines gibt! Man versumpft doch sonst! Ich muss mir auch regelmäßig selber Milestones setzen und Arbeitspläne aufstellen. In Phasen, in denen ich das nicht tue, bin ich VIEL WENIGER produktiv - dabei ich zähle mich eigentlich zu den Menschen mit weit überdurchschnittlicher Disziplin (gemessen an Erfolgen der Vergangenheit).
Solange es keine Strategen gibt, die gewissen Aspekte vorgeben und grob (!) kontrollieren, wird die mangelnde Weitsicht der meisten Leute dazu führen, dass die Unternehmung nicht erfolgreich ist. Außerdem ziehen die (wenigen) Faulen die Arbeitsmoral des Rests langsam herunter auf den kleinsten gemeinsamen Nenner.
Die Alternative ist eine starke Filterung der Persönlichkeiten, dass am Ende das Team nur aus Leuten mit genügendem Eigenantrieb besteht.
Ich bin der Meinung, dass die Berichte über Herr Semler uns etwas verschweigen. Zwischendrin blinkt ja auch kurz die Erwähnung einer Managerklasse in diesem Betrieb durch.
Entweder diese Manager kontrollieren (und wenn nur als "Counsels" eines Teams) Strategie und Fortschritt - oder bestimmte Persönlichkeiten (träge Menschen) werden in dieser Firma schnell wieder rausgemobbt.
Nur unter dieser Einschränkung funktioniert das Konzept. Und ich bin mir sicher, dass wenn man mal 6 Monate in dieser Firma arbeiten würde, man auch ein anderes Bild bekommen würde, als es der Artikel vermittelt.
Trotz allem steht es für mich außer Frage, dass das überwiegende Gros der heutigen Arbeitsplätze VIEL zu rigide gestaltet ist: es fördert Klüngel, eine Zeitabsitz- und Scheinwahrungskultur, verhindert Eigeninitiative, Verantwortung und positiven Spirit.
Am 19. Januar. 2012 geschrieben von Jobcoach
Wunderbar solche Storys!!
Unsere Firmen sind noch Lichtjahre davon entfernt. Nur wenige "Biotope" wissen wie es geht. Wer sich professionell damit befassen möchte, dem sei das Buch "Bewerbermagnet" von Axel Haitzer empfohlen.
Am 23. Dezember. 2011 geschrieben von Juliane
wow, so kann aus der Firma Deutschland doch noch etwas vernünftiges werden, wenn es die richtigen auf die Reihe kriegen.
Aber stopp, diesen Artikel müssen viele Menschen lesen, in sich "verinnerlichen" so wie ich es jetzt eben getan habe. Denn ich suche in mir nach Lösungen u. nach einem "entspannenden Arbeitsplatz" muß ja nicht gleich Brasilien sein.
Wäre ne´gute Idee diesen Link bei meinen Bewerbungen mit anzugeben.
Also denn mal los.
Am 22. Dezember. 2011 geschrieben von Franz Josef Neffe
Ja, und das lustige ist, dass jeder von uns CHEF EINER LEBENSFIRMA mit noch viel mehr Fachkräften ist und so ein faszinierendes Konzept in die Tat umsetzen kann. Ich versuche das z.B. mit der Ich-kann-Schule. Da geb ich mir statt Mühe lieber Freude und Erfolg und statt mich anzustrengen strenge ich mich ab. Nicht locker lassen? Kommt gar nicht in Frage! Sonst wäre ich ja genauso verspannt wie die Millionen Menschen, die sich trotz Masseur nicht mehr locker kriegen.
Auch wir selbst können mit unseren besten Kräften so schlecht umgehen, wie wir erziehdrückt wurden, oder wir können unsere Achtung vor ihnen entdecken und auf sie setzen und mit ihnen das Ding schaukeln. Wenn wir es anders machen als wir in der Schule unterrichtet wurden, wird ganz enorm viel möglich. Probiert´s mal aus, ich freue mich auf Euren Erfolg!
Franz Josef Neffe
Am 12. Dezember. 2011 geschrieben von Traumtänzer
Aber Hallo und Stopp...
ich kann nicht glauben dass ihr alle so naiv seid... das ist doch alles pure Augenwischerei und funktioniert definitiv bloss in einer Phantasie. der Mensch ist ein Egoist, das ist so und wird immer so bleiben. Wo lebt ihr Träumer??? Wo Arbeitet ihr??? Ist absolut naives Wunschdenken, und ehrlich, einzelne würden das sehr schätzen im Wissen dass euren Job dann hoffentlich ein anderer macht, denn ihr wollt doch dann eher ein wenig um die Häuser ziehen und relaxen... denn ein anderer muss halt dann... Träumer...
Am 05. Dezember. 2011 geschrieben von Lilo Hojer
Einfach genial!
Meine Hochachtung - vor 25 Jahren war das keine Selbstverständlichkeit!
Am 05. Dezember. 2011 geschrieben von Isabell Dierkes
Ach, verlieren Sie nicht alle vor lauter Begeisterung Ihr klares Urteilsvermögen.
Im Bericht heißt es "...Die einzigen Mitarbeiter, die regelmäßig formal bewertet werden, sind jene in Entscheidungs-Positionen - und zwar von allen anderen. Sollte einer dieser Manager wiederholt schlechte Bewertungen kriegen, geht er für gewöhnlich von selbst."
Leider bleibt in diesem fancy Projekt immer noch die Trennung von "Entscheidungsfunktionen" und "Ausführungsfunktionen" erhalten. Es gibt immer noch "die da oben" oder "die da unten".
Und sollte Ricardo Semmler sich irgendwann und aus welchem Grund auch immer dafür entscheiden, seine Firma zu verkaufen, so redet ihm da niemand hinein.
Der Zirkus hat nur ein schickeres Programm, aber es bleibt ein Zirkus.
Das Problem ist keineswegs die Hierarchie, sondern daß mit der logischen Unterscheidung zwischen Entscheidungsfindung und Ausführung bereits eine Trennung in bestimmte Personengruppen erfolgt.
Mit freundlichem Gruß aus Bad Salzuflen,
Isabell
Am 03. Dezember. 2011 geschrieben von karolina
Ich finde dies mehr als eine hervorragende Sache denn so sollte es sein ,Menschen die dauernd unterdrückt werden in ihrer Arbeit können auch nichts leisten den was haben sie davon kein leben sondern Arbeit Arbeit Arbeit ,dadurch kommt Depression weil unglücklich ,keine Beziehungen oder Bruch von Beziehungen, Krankheiten und alles schlechte,was hat man den am Ende vom leben nichts und das soll es nicht sein .
Wenn alle sagen es funktioniert nicht dann sind sie im Unrecht denn man sieht ja das es geht .man muss es einfach nur tun .
Am 03. Dezember. 2011 geschrieben von Traudl Hilzensauer
Ich bin begeistert. Wenn diese Firma irgendwas hat, was ich brauche, kaufe ich es bei ihr.
Danke für diesen wunderbaren Artikel und dafür, dass wir sehen können, dass die Welt auch anders funktioniert als wir bis jetzt meinten. Solche Pioniere (danke Christina, ich übernehme das passende Wort von dir) werden immer mehr kommen. Und vielleicht gibt es sogar schon viele, von denen wir nichts wissen. Denn Semco macht das ja anscheinend auch schon 25 Jahre so und ich hab bis jetzt noch nie was davon gehört.
Ja, die Menschen und die Welt und sogar die Wirtschaft wachen auf.
Ich freue mich
Traudl
Am 26. August. 2011 geschrieben von Der Zeigefinger
Was ist denn hier mit der Rechtschreibung los?
Da kann der Inhalt noch so spannend sein, ich krieg es nicht angenehm und flüssig gelesen, und damit geht meine Aufmerksamkeit dahin!
Das zieht sich durch alle Kommentare...
Bitte bemüht euch doch alle ein wenig mehr!
Oder müssen wir erst noch die Rechtschreibung basisdemokratisch neu erarbeiten, bovor wir uns den eigentlichen Baustellen des Seins widmen?
;)
Am 12. Juli. 2011 geschrieben von Felix
Interessanter Artikel aber zwei große Kritikpunkte:
1. Im letzten Absatz wird die "gute alte Zeit" beschworen. Dies ist aber völliger Unfug, da es die in der Form in der westlichen Gesellschaft nie gegeben hat. Möglicherweise nur in der Arbeitsteilung von Urvölkern.
2. Was stellen die denn überhaupt her? Kann man ja ruhig mal erwähnen wenn man Journalist ist!!!
Am 23. Juni. 2011 geschrieben von Gustave Käller
Demokratisches Management ist auch in hiesigen Strukturen umsetzbar!
Idealerweise stellt sich ein Unternehmen natürlich von Anfang an so auf.
Veränderungen à la Semco sind aber in jedem Unternehmen und in jeder Abteilung möglich. Wir beraten speziell zu diesen Themen: www.käller.com
Am 21. Juni. 2011 geschrieben von Hanspeter Herzig
"Prima", dass mal wieder jemand wagt etwas zu verändern!!
Es ist erstaunlich wie die Menschen sich von der kapitalistischen Schicht bevormunden lassen und Ihnen das Reich sein ermöglichen. Der Mittelstand finanziert alles, die "Sozialbezüger" (ist oK.), aber die Hochfinanz die den Mittelstand aussaugt, lacht weiter solange die Menschen keine Eigenverantwortung übernehmen und sich „einlullen“ lassen von dieser Minderheit!
Eltern haben die grössere Verantwortung als ein Politiker oder Manager/CEO, denn sie können die Kinder nicht entlassen wenn keine Arbeit mehr da ist!
Der Mittelstand ist der Motor von jedem Land – gesellschaftlich wie wirtschaftlich, warum be-kommen dann die Politiker die hohen Saläre und die Manager noch die „fetten Bonis“ dazu?!
Weil der Motor es zulässt und sich niemand bemüht Eigenverantwortung zu übernehmen!
Schwimmen Sie daher nicht mit dem Strom der Masse, sondern gehen Sie ihren Weg, informieren Sie sich! Leider unterstützt uns unser Bildungssystem nicht dabei. Nicht wirklich. Der von der 'Regierung' festgelegte Lehrplan ist ihr wichtiger als der individuelle Plan für Ihr Leben. Schade!!
“Ausreden sind die Nägel mit denen man ein Haus des Scheiterns baut.”
"Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen."
Allen die das verstehen oder sich dessen seit längerer Zeit bewusst sind, wünsche ich eine ganz neue Art von persönlichem und wirtschaftlichem Erfolg!
Am 19. Juni. 2011 geschrieben von Gülk,Andreas
Ein BGE/Bandbreitenmodell (www.bandbreitenmodell.de) würde viel mehr Demokratie und bessere Arbeitsbedingungen in die Betriebe bringen Und am Bsp. Semco, sieht man, das es funktioniert. Strukturen wie BGE oder Bandbreitenmodell könnten diese festgefahrene Managementschiene am ehesten beseitigen.
Am 09. Juni. 2011 geschrieben von max meer
Kling toll und für die Mitarbeiter dieser Firma ist sicher auch toll, aber eine Frage hätte ich trotzdem, wie soll dies auf den stetig größer werdenden Teil von Tätigkeiten übertragen werden die keine Profit abwerfen? Dass es am besten für alle Beteiligten ist, wenn der Zwang wegfällt, ist klar. Auch in Schulen, Krankenhäusern, bei der Müllabfuhr wäre allen geholfen, könnte sie so arbeiten, aber dafür muss die Gesellschaft die Mittel bereit stellen. Betriebe die so arbeiten, würden sicher ihren Teil zur Finanzierung einer freien Gesellschaft betragen, aber eine Sweatshop kann mensch so nicht betreiben. Ohne eine Neuausrichtung der Gesellschaft im Ganzen wird sowas nur ein Einzelfall bleiben - es ist unmöglich, dass alle Menschen Profit erwirtschaften. Es gilt einen Weg zu diesen Teil der Gesellschaft anständig zu versorgen (die Ressourcen der Welt geben das locker her ohne die Menschen im Status eines Almosenempfänger zu halten. Als Beweis das es funktioniert super, eine Verallgemeinerung dieses Ansatzes ist die große Herausforderung, vor allem da mit erhelblichen Widerstand zu rechnen ist. Doch sage niemand es wäre unmöglich.
Am 23. Mai. 2011 geschrieben von Horst G Ludwig
Da schreibt eine Kommentaristin "die Welt ist jedoch so geldbeknackt...." und da stimme ich ihr voll zu und lege noch nach das unnatürliche geschaffene Welt auch nicht verschwindet sobald man innerhalb des theoretischen Wasserglases einen anderen theoretischen Ansatz macht. Es geht weiterhin um die endlose Geldverarschung der Menschheit und dieses System ist genauso eine Droge wie alle anderen Manipulationen auch. Somit ist die "tolle" Firma Bestandteil der Wirtschaft lokal, regional, international und den Regeln des Geldes ausgesetzt. Glücklich arbeitende Menschen kann es erst dann wieder geben sobald Verschuldungs-, Zins- und Wachstumsdruck des spekulativen Geldes verschwindet und der Mensch selbst der einzige Ausgangswert ist, aber das muss überall so geschehen sonst bricht es zusammen durch vielzählige Ausseneinflüsse. Dh die Regierung müsste voll mitmachen und kommunale Selbstregierung ermöglichen plus einer ethisch ausgeglichenen Zahlungsmethode. Noch mal langsam für die etwas kürzeren Systemnachbeter "Das gesammte Umfeld muss renoviert werden soll eine gute Sache auch wirklich langsfristige Entwicklungschancen haben" . Unser aller konkrete Möglichkeit, ob jung, alt, gescheit oder dumm "steigt aus dem Geld-Konsum-Produktionsrad aus, lernt wieder Tausch, Anschreibebücher und eine eigene kommunale Selbstverwaltung die sich um die Versorgungsleistungen kümmert".
Gruss
Am 13. April. 2011 geschrieben von Sue
Wow, ja!! Maktub (so soll es sein) das ist eine super Sache. Warum ist nicht schon eher darueber geschrieben worden? Unglaublich, wo muss ich mich Bewerben? Auf die Leistung kommt es an und nicht auf die Anwesenheit. Wenn doch nur alle so denken und Handeln wuerden.
Weiter so, ich bin begeistert.
gruss Sue
Am 02. März. 2011 geschrieben von Christiane Schütz
Es braucht Mut...
ja, es braucht Mut mich Selbst Wert zu schätzen... mich Selbst zu achten... mir Selbst das zu geben was ich brauche... wie Ruhe... Entspannung und danach Anspannung, um zielgerichtet in Freude zu geben... zu leisten... für Andere.... für die Gemeinschaft... die Gemeinschaft gibt mir zurück, denn ich bin Teil des gemeinsamen Ergebnis...
Wer Selbst seine Batterie nicht auflädt... der kann auch keine Energie abgeben.../ wem geben... und wie geben...!
den mut wünsche ich uns...
Am 09. Februar. 2011 geschrieben von Kurt Schrammel
Und jetzt geht es weiter!
Es gibt jetzt eine Homepage "www.moneygoodbye.org" auf welcher sich jeder eintraben kann, der für eine komplett geldfreie Welt ist.
Schaut euch das an und lest, wie der Übergang stattfinden soll. Es ist alles genau beschrieben.
Es liegt nur an uns, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Soll weiterhin das Geld regieren, oder die Menschen?
Am 29. November. 2010 geschrieben von Thomas Prausse
Diesen Artikel schneide ich mir aus und hänge ihn an die Wand. Dieses Unternehmen ist das Vorbild für meines.
Am 09. November. 2010 geschrieben von Gabriela Köppel
Hut ab so was braucht Mut und bestätigt wieder einmal, dass man die MIT arbeitenden mit Respekt und Wertschätzung behandeln muss dass sie auch mit Freude und Engagement ihre Leistung bringen und sich mit dem Betrieb identifizieren :) Gratuliere es sollte mehr solche mutigen Menschen geben.
Am 06. November. 2010 geschrieben von Eckehart Sturm
Wer möchte etwas ähnliches in Berlin aufbauen? Die Versklavung in den herkömmlichen Arbeitgeber - Arbeitnehmer Rollen ist nicht mehr Zeitgemäß, Semco zeigt, dass es anders geht und dass es keine Träumerei ist!! Kontakt über meine Webpage www.ganzer-mensch.info
Am 16. September. 2010 geschrieben von barbara
wunderbar!!! als ich diesen artikel gelesen habe, war ich total berührt..
es geht also auch anders...
und danke an die "sein-redaktion" für diesen artikel.
barbara
Am 11. August. 2010 geschrieben von Anne
Ich bin jetzt 61, also werde ich das nicht mehr "leben" dürfen. Aber ich möchte es kommen sehen für meine Kinder, meine Enkel und Urenkel.
Diese Gesellschaft ist so geldbeknackt, daß es das Gehirn vollkommen blockiert und es nicht fähig ist, andere Lebensformen zuzulassen.
Am 04. August. 2010 geschrieben von WellenbeobachterHH
Das ist in Bezug auf die Art und Weise der Unternehmensführung genau das Gegenteil von einem radikalen Ausbeuterkonzern wie KIK.
Solche Unternehmer wären vielleicht auch bereit über die Grenzen des Kapitalismus, also die Geld-Ware-Beziehung, hinaus zu denken...hoffe ich jedenfalls.
Von dieser Hoffnung abgesehen ändern es aber leider nichts an der kapitalistischen Verfasstheit und der Verwertungslogik. Es geht immer noch um Konkurrenz zu anderen Unternehmen am Markt. Kann die Produktivität nicht gesteigert und der Marktanteil wenigstens gehalten werden, ist schnell Schluss mit Lustig. Dann werden auch bei Semco Leute gefeuert, nur das das dann alle im Konsens beschließen müssen, anstatt ein Personalmanager im Auftrag des Chefs.
Am 19. Juli. 2010 geschrieben von Katharina
Dieser Bericht läßt einem doch sofort die Freude im Bauch sprudeln.
Wenn des um solch positive Ideen geht, z. B. auch das bedingungslose Grundeinkommen, gibt es immer wieder Menschen, die sofort abwehren mit: „Das geht doch nicht!“ Und sie haben im Handumdrehen x-fach Begründungen dafür parat.
Diese Begründungen stammen aus einer verengten Sichtweise – aus dem, was wir innerhalb unserer gewohnten Welt-Systeme kennen. Viele haben sich abgewöhnt, aus dieser Telefonzelle mal hinauszublicken, ist ja auch so gewollt.
Daß hier und dort doch Quantensprünge möglich sind, passt nicht in die fixen Konzepte.
Weit verbreitet ist die Annahme, daß der Mensch grundsätzlich egoistisch sei und unverbesserlich.
Ich empfehle gerne das Buch „Eiland“ von Aldous Huxley, was eine Art Antidot zu „Schöne neue Welt“ darstellen kann. Aldous Huxley hat eine Geschichte kreiert über eine kleine eigene Welt auf einer Insel, deren Bewohner eine positive Lebensform entwickelt haben und immer weiter entwickeln.
Er beschreibt, wie sie problematische Anlagen vom Kindesalter an in konstruktive Bahnen lenken helfen. Auf dieser Insel wird großer Wert darauf gelegt, daß alle einen kritisch hinterfragenden Verstand entwickeln und Verantwortungsbewusstsein. Das ganze Leben dort ist begleitet von Naturheilmedizin – ganz im Gegensatz zu unserer ach so fortschrittlichen Welt, in der ganze Völker mehr oder weniger krankgemacht werden und so eben nicht dahinkommen, ihr tatsächliches Potential zu entfalten – zu dem auch Mitfühlen, Zivilcourage, Neugier, Begeisterung, Intuition, Weitblick, Offenheit gegenüber Neuem und anderen An-Sichten gehören.
Einige Beispiele für dieses Blockieren des Potentials bzw. des Ego-Blick-Förderns in unserer Welt sind:
Vergiftungen durch Impfungen, falsche Ernährung, Schwermetalle in den Zähnen, belastetes Wasser – und Bestrahlung durch Mikrowellen allerorts durch Handys, schnurlose Telefone WLAN, Sendemasten etc.
All diese fördern mehr oder weniger neurologische Störungen und Schädigungen, also in der Folge neben sog. körperlichen Krankheiten Persönlichkeitsveränderungen, Verhaltensstörungen u. v. m.
Würden all diese Faktoren wegfallen, und würde die geistige/seelische/körperliche Gesundheit der kleinen Menschen größte Beachtung finden, könnte unsere Welt ein großes „Eiland“ werden. Also… auf zu neuen Ufern.
Am 05. Juli. 2010 geschrieben von Peter
Mir fehlt der Glaube an so etwas. Nicht jeder Erwachsene verhält sich automatisch erwachsen, nur weil man ihn so behandelt. Ich finde den Ansatz der "geteilten Leidenschaft" zwar prima, durfte aber selber mehrfach erleben, wie Mitarbeiter, die diese Leidenschaft nicht teilten, ihre Freiheiten schamlos ausgenutzt haben, Konsensentscheidungen ignorierten und dann, darauf angesprochen, in eine Trotzigkeit verfallen sind, die allenfalls einem Kleinkind gerecht wird. Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen kann leider nicht jeder.
Am 18. Juni. 2010 geschrieben von RalfLippold
1995 fand ich RicardoSemler's Buch "Das Semco System" bereits im Haus des Buches in Dresden. Damals begeisterte es mich bereits, und doch musste es einige Jahre dauern, bis ich über http://mitworld.mit.edu/video/308 wieder drüberstolperte.
Eine wirklich gewordene Vision:-)
.... und gar nicht so weit gedacht, denn es gibt ähnliche Ansätze bereits in diesem Land. Noch sind es wenige, jedoch werden es täglich mehr. Auch in Dresden tut sich was.
Am 07. Juni. 2010 geschrieben von Anarchüst
Lest mal die Anarchistischen Theorethiker, Kroptokin und co. Die haben solche Konzepte schon vor über 100 Jahren gepredigt.
Die Gebiete die Betriebe im Spanischen Bürgerkrieg von anarchisten kontrolliert wurden wo jegliche Hirarchien abgeschafft wurden konnten selbst in der schwierigen Kriegswirtschaft ihre Produktivität im schnitt verdoppeln.
Allerdings weis ich nicht ob sowas auf breiter Basis funktioniert, irgendwo hat es dann eben doch wieder Machtgierige Leute die Druck und Hirarchien aufbauen um die Arbeitskraft ihrer Untergebenen besser zum Eigenen Vorteil nutzen zu können.
Am 02. Juni. 2010 geschrieben von Norbert Paul
Klasse Sache und eine Vorlage die nicht erst seit gestern existiert, sondern eine jahrzehntelange Erfolgsstory gleich mit bringt. Hab dies auch schon versucht in Teilen um zu setzen und interessante Erfahrungen damit gemacht.
Damit dies im großen Stil übernommen werden kann muß nur noch das gesellschaftliche Umfeld angepasst werden, in dem z. B. die Steuern von den arbeitenden Menschen abgekoppelt und mit Arbeit, gleich von wem sie geleistet wird, neu verbunden werden, usw.
Am 01. Juni. 2010 geschrieben von Achmed Khammas
Natürlich funktioniert das!
Ich habe in den 1980ern in Syrien eine kleine Manufaktur für thermische Solaranlagen gehabt - wir waren 6 Leute.
Über 10 Jahre lang produzierten wir selbstbestimmt und glücklich - mit nur 2 REGELN: 'Jeder macht Fehler - aber nur 1 x!' und: 'Keiner muß arbeiten' :-)
Am 28. Mai. 2010 geschrieben von Axel Wartburg
Bitte ändert die Überschrift, da es korrekt heißen muss - aus meiner Sicht -
Die Befreiung VON der Arbeit
Was Arbeit faktisch ist, wo der Begriff her kommt und, dass er heute noch für 83% der in diesem Land beschäftigten Mitarbeiter gilt, kann entdeckt werden, wenn diesem Link gefolgt wird:
http://www.adiko.eu/tagebuch/article-1262448441.html
Liebe Grüße
Am 07. Mai. 2010 geschrieben von veganraw
Ein Artikel, der Freude bereitet und Mut macht. Lasst uns die Welt erschaffen, in der wir alle gut leben können!
Hab den Artikel auch in meinem Blog verlinkt!
http://www.veganraw.wordpress.com/
Am 29. April. 2010 geschrieben von Oliver Korsch
...freut mich diese Seite in meiner HP :
http://www.oliver.korsch.t3.to
verlinkt zu haben!
see you...
oliver
Am 29. April. 2010 geschrieben von Oliver Korsch
...es ist immer wieder gut "andere Wege" zu gehen und zu sehn, daß sich "das Positive" etablieren wird... irgendwann, irgendwie,irgendwo!
...und auch schön zu sehn, das es auch "ANDERS" geht!!!
na dann...
lasst es uns umsetzen und behalten wir stets das Ziel im Auge!
Oliver Korsch
Am 28. April. 2010 geschrieben von Andre
@Gebhard
Den Arbeitsbegriff vulgärphilosophisch als "bewusst schöpferisches Handeln" einzuebnen, beraubt ihn seiner Geschichtlichkeit, seinem gesellschaftlichen Zusammenhang, und der Eigenheit, distinktes Zeug wie Fischen und Häuslebauen unter Absehung aller Besonderheiten als "Tätigkeit überhaupt" vereinheitlichen zu müssen; In der Antike wurde "bewusst schöpferisch gehandelt" und Arbeit zugleich verachtet. Mit dem Ursprung des Arbeitsbegriffs in den antiken Sklavenhaltergesellschaften bezeichnet das Wort etymologisch nämlich auch garnichts anderes als die Tätigkeit der Unfreien. Insofern ist "abhängige Arbeit" ein Pleonasmus - ein weißer Schimmel, ein kaltes Eis.
Es gibt im Deutschen übrigens das Wort "Werk" als positives Gegenstück zur "Arbeit". Letzteres hat erst durch die Christen eine "Aufwertung" erfahren (als gottgefälliges Leiden).
Du schreibst: "Es ist doch so schön, wenn man sich auf eine radikale Position zurückziehen kann!"
Radikal heißt an die Wurzel (Radix) gehen und dorthin zieht man sich nicht zurück sondern man bewegt sich damit nach vorn. Wie "schön" dort reinpasst, erschließt sich mir nicht. Ich will auch nichts besser machen, was ich ablehne.
Schau: Der Artikelkommentator Terevar schreibt, wofür die Verbesserung taugt: Arbeitskosten sparen dank verbesserter Selbstkontrolle/ausbeutung (wie bei Bentham) für den verrückten Selbstzweck der Verwertungsbewegung. Sein weiterer Schritt ist einer in die Marschrichtung der letzten 200 Jahre..
Ansonsten verweis ich nochmal auf die Links meines letzten oder vorletzten Beitrags.
Am 27. April. 2010 geschrieben von Reiner Sailer
Interessant, jetzt muss nur noch den Mitarbeitern klargemacht werden, wer wir wirklich sind, dann steht einem menschlichen Leben nichts mehr im Weg. Das findet Ihr hier: http://www.reinersailer.de/Universum.pdf
Gruss
R
fuer Filmfans: http://www.reinersailer.de/Der_Klarsichtklebefilm.wmv
Am 27. April. 2010 geschrieben von Gebhard
@ Andre
Es ist doch so schön, wenn man sich auf eine radikale Position zurückziehen kann!
Die von Dir vorgebrachte Interpretation des Arbeitsbegriffes ist korrekt und weithin bekannt. Neben BWL, VWL und Sozialwissenschaft gibt es allerdings auch noch die Philosophische Interpretation von Arbeit, die sich im Verlauf der Jahrhunderte auch gewandelt hat und aktuell unter Arbeit das »bewusst Schöpferische Handeln« versteht.
Ansonsten würde mich interessieren, wie man es nennt, wenn ein Mensch sich aufgrund seiner Vorstellungenimt seiner Umwelt schaffend auseinandersetzt?
Ist das dann Müßiggang?
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Die Befreiung von der abhängigen Arbeit, denke ich, kann das entscheidende Motiv sein oder?
Gruss
Gebhard
Am 26. April. 2010 geschrieben von Barbara
E N D L I C H - schon seit Jahren ist dies "m"ein Traum, dass sich die Wirtschaftsunternehmen wieder vermehrt besinnen und die Politik auch solche Unternehmen mal als Vorzeigemodelle anpreist, statt nach wie vor dem "alten System" Geld in den gierigen Rachen zu stopfen. Doch vielleicht haben sie genau davor Angst - nämlich die Kontrolle über die Menschen zu verlieren. Namaste
Am 22. April. 2010 geschrieben von terevar
Natürlich ist das nicht Das Heil aller Übel aber ein guter und wichtiger
Schritt für die Zukunft des Wirtschaftens.
Weil die Arbeiter von sich selber aus arbeiten und mehr Freiheiten haben.
Meine Pros und Kontras sind:
Bei sinkenden Einnahmen. Wer entlässt die Anderen um den Bankrott zu entgehen?
Was machen wenn die Menge der Arbeit steigt, aber das Geld zur Verteilung gleich bleibt? Also nicht ausreicht um mehr Arbeiter einzustellen.
Auch wenn die Arbeiter mehr leißten, können sie trotzdem an ihre Grenzen kommen und krank werden.
Die Einsparung der Kosten für die Personalabteilung ist nicht zu unterschätzen.
Wie ich schon gesagt habe ist das nur ein Schritt nach vorne aber beschtimmt nicht der Letzte dorthin.
Am 21. April. 2010 geschrieben von grid
Gelebte Vision!! Genial!! Richtungsweisend!!
Hoffentlich findet das noch manigfaltige Nachahmungen und Weiterentwicklungen,
den genau solche Modelle die die alten Grenzen sprengen brauchen wir!
Am 21. April. 2010 geschrieben von lafarg3000
Trotz des schönen Optimismus denn hier viele flegen. So lange die Warenproduktion sprich das Geld und der Staat nicht abgeschaft wurden. Ist und bleibt die Arbeit im Kapitalismus immer Ausbeutung. Es mag für denn ein oder anderen sowohl Körperlich als auch Geistig entspannender sein in so einen "selbstverwaltet" Betrieb zu arbeiten. Wenn aber das System von Grund auf nicht veränderert wird. Könnte darauß der größte Alptraum für ArbeiterInnen werden seit dem zusammenbruch des Staatskapitalismus(Ostblock "Sozialismus")werden. Mensch stelle sich vor es gäbe statt ein paar wenigen Mulitis unzählige solche Kollektive aus "freien" ArbeiterInnen die Miteinander um den größten Marktanteil kämpfen. Das wäre der absolute Siegeszug des Kapitalismus über den Menschen. Nur wenn wir Staat und Kaptial total aufheben können wir wahrhaft Freie Assoziation frei und gleicher Produzenten schaffen. Für den globalen Klassenkrieg!!!
Am 21. April. 2010 geschrieben von Andre
@Gebhard Borck
Arbeit ist ein bestimmtes gesellschaftliches Verhältnis und nicht einfach die Verausgabung von Energie, Selbstentfaltung, Sinnstiftung, Geselligkeit, schon garnicht Selbstbestimmung und so weiter.. Man neigt nur dazu, die historisch-spezifische(!) Form solcher Verausgabung im Kapitalismus zu "übersehen" und das Ganze überhistorisch zu anthropologisieren - als irgendwie immer schon Arbeitender und Sich-Selbstschaffender. Man kann zwar ugs. von Lohnarbeit sprechen, das ist aber ein Pleonasmus.
Arbeit ist der Zwang zur Entmenschlichung: Sich verdingen, verkaufen, verwerten (also auf den Markt bezogen, wofür sie sich zu qualifizieren und quantifizieren hat). Arbeit zeichnet den Menschen nicht aus - sie zeichnet ihn: Die Durchsetzungsgeschichte und Ideologisierung der Arbeit ist grausam..
Was der Mensch ohne Arbeit wäre? Um einiges besser drauf. :)
Arbeit ist (auch etymologisch) Plage, Mühsal, Mobbing, Unterordnung, Ohnmacht, Zwang und Unfreiheit, lebensverschwendend, Demütigung, abstumpfend, macht dumm und krank. So quält man in manchen Betrieben einen Menschen mit der Arbeit von drei, weil drei Mitarbeiter sich zwar gegenseitig angenehm entlasten würden, aber ihre Lohnkosten zu hoch sind und es nicht um die Bequemlichkeit und Freizeit der Individuen geht, sondern um den Gewinnüberschuss.
Paar Links:
http://www.freie-radios.net/mp3/20051107-zurkritikd-10566.mp3
http://www.trend.infopartisan.net/trd0302/t120302.html
http://www.krisis.org/1999/wer-nicht-arbeitet-soll-auch-nicht-essen
Am 20. April. 2010 geschrieben von Gebhard Borck
Auch ich kenne das Konzept schon länger und doch gibt es einige Informationen, die im Artikel noch fehlen, für ein differenziertes und angebracht skeptisches Bild, finde ich, allerdings notwendig sind.
So arbeitet Semco etwa nur in hochinnovativen, teuren und exklusiven Märkten. Sobald mehr als zwei Konkurrenten im Markt auftreten. Lässt Semco das Produkt oder die Dienstleistung fallen und macht sich an die Umsetzung der nächsten Idee. Damit fallen alle reproduktiven Massenmärkte und -produkte schlicht aus dem Produktprotfolio von Semco raus. Geben tut es sie immer noch ...
Gemeinsam mit meinen Kollegen sind wir gerade daran in Deutschland ein Unternehmen nach ähnlichen Prinzipien wie Semler aufzubauen. Mal sehen, was draus wird und ob wir es hin bekommen!
Gruss
Gebhard
Am 20. April. 2010 geschrieben von Gebhard Borck
@andre
Was wäre denn der Mensch ohne Arbeit, also der von der Arbeit befreite Mensch?
Ist die Befreiung von der Arbeit wirklich erstrebenswert?
Am 20. April. 2010 geschrieben von Fritzchen
Kann mir jemand sagen, was und für wen die Firma Semco produziert. Wie sichert sie sich ihren Anteil am Marktkuchen? Von dem ist sie doch abhängig.
Am 17. April. 2010 geschrieben von Andre
OK, im Text wirkt die Überschrift als "Befreiung /von/ der Arbeit" nach (Dauerwochenende, Golfspieler, ...), dabei ist es die "Befreiung der Arbeit" selbst - in Anlehnung an die Arbeiterbewegten. Die schöne neue Welt wäre eine Arbeiter-Welt ohne die Nichtarbeit der Ausbeuter, mithin die Totalisierung des Arbeitsfetisch. Auf Klassenkampf verkürzt, die Verhältnisse personalisierend, und übrigens den Liberalen abgeschaut (Arbeit gegen Adel), passt der Vorsatz dann auch nur in seinem Denkfehler auf Semmlers Laden:
Der Ausbeuter geht scheinbar verloren, versteckt sich nun aber im Arbeiter, weil die systemische Logik der Ausbeutung fortbesteht. Wenn das die Pointe war, dann Chapeau!
Die Selbstbestimmung ist nochmal keine, weil man garnicht über die eigene Faulheit nach Gutdünken verfügt. Denn die "Sachzwänge" der Gewinnrealisierung des Unternehmens herrschen ihm diese Entscheidung längst auf, und der Arbeiter /verinnerlicht/ lediglich deren Ausführung in der "stärkeren Einheit von Arbeit und Management". Dort ist weder das Arbeiterdasein noch die Objektivierung zur Steuermasse aufgehoben. Bei Semmler findet lediglich /selbstverwaltete/ Herrschaft oder Ausbeutung statt, damit der Laden auf dem Markt überlebens- d.h. wettbewerbsfähig ist.
Die Aussage, dass mit Semmlers Betriebsführung "mehr Sinn in die Tätigkeit" (Kalle) kommt, spricht Bände: Der Sinn begründe sich nicht mehr aus dem Inhalt der Tätigkeit (z.B. Nahrung anbauen um nicht zu Verhungern), sondern der käme ihr sachfremd durch die Arbeits-Umstände zu. Der Arbeitssklave denkt eben gleichgültig gegenüber dem Inhalt der Tätigkeiten und interessiert sich nur noch unter den Gesichtspunkten wie Kohle und Betriebsklima. Das charakterisiert in der Tat die moderne "Arbeit", die hier entfesselt gehöre...
Die "Identifizierung mit dem Betrieb" (Kalle) ist auch nur aus Managementsicht wichtig, weil mit solchen Leuten mehr anzustellen geht als mit anderen - im Positiven wie im Negativen.
Am 17. April. 2010 geschrieben von Kalle
Sicherlich ein gutes Konzept.
@Andre
sicherlich wird damit nicht die Arbeit abgeschafft, aber evtl. ein wenig mehr Sinn in die Tätigkeit eines Arbeiters und/oder Identifizierung mit dem Betrieb...
Am 16. April. 2010 geschrieben von Andre
Die Überschrift ist Unsinn. Die Leute arbeiten ja, müssen es auch und vermutlich härter als in normalen Betrieben. Diesen Eindruck gewinn ich zumindest, wenn ich von Unternehmen höre, die mehr Freiraum lassen. Tatsächlich wird die Kontrolle von den Aufsehern in die Arbeiter zurückverlegt. Dabei existieren die betriebswirt. Sachzwänge und die betriebswirtschaftl. Rechnungsweisen fort, der Betrieb steht ja nicht außerhalb der Konkurrenz. Nur machen nicht Aufseher den Stress dort, sondern die Mitarbeiter fordern sich selbst und damit um einiges härter. So funktioniert es doch allgm. im Kapitalismus: Jeder handelt "selbstverantwortlich" unter /festgeschriebenen/ Handlungsoptionen, d.h., jeder soll eigenmotiviert sein Glück in den /vorgefundenen/ Strukturen unter /Anpassung/ an ebendiese finden - unter Ausschluss von den Mitteln zum Leben für die er eine Erwerbsquelle benötigt, die er als Konkurrent anderen abringen muss und bei der er die negative betriebswirtschaftliche Größe ist (Lohnkost) usw.. Das macht den laden so produktiv. Befreiung von der Arbeit ist das nur eben nicht. Dazu müssten ganz andere Voraussetzungen fallen, bzw. dazu bräucht's überhaupt erstmal ein richtiges Verständnis davon, was Arbeit im Kapitalismus ist.
Am 16. April. 2010 geschrieben von Berthild Lorenz
Hm, so hat die Station, auf der ich als frisch examinierte Krankenschwester landete, 1972, seitdem ich dort das Leiten ließ, auch funktioniert ...
Am 16. April. 2010 geschrieben von Sylke
Mich würde interessieren, wie die Mitarbeiter die Arbeit erleben, wie sie gelernt haben, mit den Freiheiten umzugehen und die Teamarbeit mit allen auftretenden Konflikten zu leben. Ich stelle es mir nicht reibungslos vor, aber gut zu lesen, das es geht.
Am 16. April. 2010 geschrieben von Frank Hartmann
Boykottiert Firmen die Ausbeuten. Unterstützt Firmen die sich für Menschen als solche interessieren. Es werden immer mehr werden.
Der Zeitgeist erfasst immer mehr Menschen.
Join the Movement
www.zeitgeistmovement-nrw.de/joomla
Am 15. April. 2010 geschrieben von Birgit
Das ist unglaublich, dass es so ein Unternehmen gibt.. Das übersteigt meine kühnsten Ideale!
Am 14. April. 2010 geschrieben von antara
14.4.2o1o geschrieben von antara
eine wunderbare zukunft beginnt sich zu gestalten , danke firma semco 1!!!! es ist der mut zum träumen das eine neue realität erschafft und sichtbar werden läst. ich bin dabei die neue erde mit zu gestalten, weil ich mich als ein schöpfer warnehme !!!!!
Am 14. April. 2010 geschrieben von Schmitt&W
Ihr seid ja alle wahnsinnig, ich habe eine Zeitarbeitsfirma und müßte dann selbst wieder arbeiten
Am 14. April. 2010 geschrieben von Peinhard
Wenn dann noch so langsam die Einsicht dazukommt, dass auch auf der Ebene der Betriebe untereinander Kooperation besser ist als gegenseitiges Niederkonkurrieren, dann könnte was draus werden. Ansonsten besteht bei Verallgemeinerung des Prinzips nicht nur die Gefahr, sondern geradezu die Notwendigkeit eines Wettbewerbs in Selbstausbeutung. Der nicht gern gesehene Pferdfuss eines nicht zuende gedachten Ansatzes von 'Wirtschaftsdemokratie'.
Am 14. April. 2010 geschrieben von ikgrud
genau so ,wie die Arbeitswelt nun schon bei Semler sehr gut funktioniert, wird es in der Zukunft sein . Denn immer ist erst ein Gedanke dann die Realität da.Unsere Kinder werden es besser haben, wie in der heutigen Zeit so mancher Arbeitnehmer.So mancher kann nicht daran glauben ,ich bin aber davon überzeugt das es so sein wird.
Am 14. April. 2010 geschrieben von Alibaba
Ja klar wer fürs Militär produziert der hat halt heutzutage auch genug finanzielle Möglichkeiten so etwas umzusetzen.
Aber trotzdem finde ich es gut dass jemand den Mut dazu hat. Ein Licht am Ende des dunklen Arbeitnehmertunnel.
Am 13. April. 2010 geschrieben von roush
Das Buch "Das Semco System" habe ich selbst bereits 1995 gelesen.
Wer diesen Artikel inpirierend fand, sollte sich die beiden Bücher jedenfalls unbedingt zulegen. (!)
Am 13. April. 2010 geschrieben von Christina Köb
Herr Semler ist ein Pionier für die Zukunft, genau so soll arbeiten auch sein. Wundervoll!!!