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Sofern du nicht erst vor Kurzem aufgewacht bist, hast du wahrscheinlich schon einiges über das so genannte „Gesetz der Anziehung“ gehört. Motivations-Gurus auf der ganzen Welt werben dafür, es zu verwenden, um jede gewünschte Realität zu manifestieren und Fülle oder den langersehnten Seelenverwandten in unser Leben zu ziehen. Aus meiner Sicht gibt es tatsächlich ein Gesetz der Anziehung, aber ich beobachte, wie dieses Naturgesetz falsch vermittelt oder in einigen Fällen auch verzerrt wurde, um einen bestimmten Ansatz zu „verkaufen“ – nämlich, dass wir uns mit Hilfe dieses Gesetzes jede Realität manifestieren können, die wir nur wollen. Wie können wir also das wahre Geheimnis hinter dem Gesetz der Anziehung freilegen und auf möglichst erhebende Weise davon profitieren?

Die Bedeutung von „Gesetz“

Bevor ich meine Meinung hierzu teile, möchte ich ein wenig über das Wort „Gesetz“ sagen. Dies ist nicht etwas, das durch einen absoluten Schöpfer oder Gott gezielt entwickelt und an uns überliefert wurde. Es ist ein spontaner Effekt des natürlichen Flusses des Universums, der sich spontan und zwangsläufig aus der Quelle ergießt. Wenn wir also den Begriff Gesetz verwenden, wäre es sinnvoll, es als „Naturgesetz“ zu betrachten und nicht als etwas, das in gewisser Weise gezielt erschaffen wurde.

Es ist wie Magnetismus … zieh zwei Dinge innerhalb des Ganzen auseinander und es gibt einen natürlichen Magnetismus, der sie wieder zusammenzieht. In der Tat kann für mich das ganze Universum und jede Interaktion in ihm durch diese beiden gegensätzlichen Strömungen des Bewusstseins definiert werden: das Fließen aus Ganzheit heraus (Trennungs-Bewusstsein) und der Rückfluss zur Ganzheit (Einheits-Bewusstsein).

So handelt es sich im Falle des Gesetzes der Anziehung also um eine unvermeidliche Dynamik, die durch die unvermeidliche Trennung des Universums beim Urknall erzeugt wurde. Genau wie in einem Teich, wo die Wellen auf der Oberfläche nach außen fließen, und das Wasser durch einen unterschwelligen Sog zurück in die Mitte trotzdem dort verbleibt, wo es ist.

Wie funktioniert das Gesetz der Anziehung wirklich?

Jeder von uns bildet diese universelle Dynamik der Flüsse von Einheit und Trennung in sich ab. Es gibt eine ständige Neuausrichtung und Nachjustierung unserer inneren Konfiguration von Bewusstsein (es sei denn, wir verleugnen oder widersetzen uns dieser Innenschau). Unser Sein formt sich selbst ständig neu, um zu immer größerer innerer Harmonie zu gelangen.

Zur Erleichterung dieses Prozesses der Schwingungserhöhung (dem natürlichen Fluss des Aufstiegs), erschaffen wir uns externe Umstände als Spiegel, die uns unsere interne Konfiguration des Bewusstseins reflektieren. Jeder Gedanke, jedes Gefühl, jedes Wort und jede Tat ist eine Möglichkeit, in den Spiegel zu schauen. Mit anderen Worten: Jeder von uns ist wie ein Kino-Projektor, der den äußeren Film unseres Lebens durch das erschafft, was wir im Inneren sind.

Alles besteht aus Energie – aus Bewusstsein, welches aus der Quelle auftaucht. Dabei ist die Quelle das „Publikum“ in der Dynamik – sie ist der Seher aller Dinge. Die Quelle und die Energie sind ganz und gar nicht zu trennen. Der Beobachter in uns bewirkt und beeinflusst alles, was wir tun und erleben. Wohin immer wir unsere Aufmerksamkeit richten, oder was immer unser Bewusstsein gerade enthüllt, wird in unser Leben projiziert und formt dort alle Interaktionen, die wir erleben …

„Es ist eine ziemlich harte und schwer zu fassende Erkenntnis …
dass buchstäblich jede Person, mit der wir in Kontakt kommen,
alle Ereignisse und alle Umstände, die uns wiederfahren,
die Herausfordernsten und die Schönsten
nicht ‚mit uns gemacht‘ werden,
sondern von uns.“

Goldene Schlüssel

Wenn wir dies also erkennen, kann uns dies enorm ermächtigten. Wenn wir erkennen, dass wir die Schöpfer von allem sind, was wir erleben, dann ist es auch möglich, der Meister von allem zu sein, was wir erleben. Und es ist hier, wo das Gesetz manchmal verzerrt oder falsch gedeutet wird.

Ja: Wenn wir erkennen, dass es unser innerer Autor ist, der die Geschichte unseres Lebens schreibt, wird es möglich, einige der Kapitel nach unseren Wünschen zu ändern und umzuschreiben. Wenn wir unsere bewussten Gedanken lange genug und mit genügend Energie auf eine bestimmte Vision richten, dann ist es möglich, diese Vision in der Wirklichkeit zu manifestieren – für eine Weile zumindest.

Denn eine solche Manifestation hält nicht lange, weil es im Großen und Ganzen eine separate Identität ist, die mit der „Vision“ oder dem Traum erschaffen wurde. Und die neigen dazu, aus konditionierten Wünschen, Hoffnungen und Ambitionen zu kommen. Wie kann ich mir dessen so sicher sein?

„Alles ist aus „einem Ding“ (genauer „einem Wesen“),
sowohl das, was erschafft, als auch das, was geschaffen wurde
und so gibt es immer nur eine Dynamik:
Dieses Seiende durch die Erfahrung einer Vielzahl und Vielfalt von Möglichkeiten kennenzulernen.
Das ist nicht durch Schöpfung geschehen, denn wenn: wer hat es geschaffen?
Und wenn etwas es geschaffen hätte: wer hat dann den Schöpfer geschaffen?“

Spontanes Entstehen, spontane Wirkung

Bestimmung ist ein spontanes Auftauchen und Schöpfung seine spontane Wirkung. Wir – die Seele – sind ein Kanal für das Fließen dieser Energie. Da die Seele unsere einzigartige Reflexion des Sehers ist, verkörpern und strahlen wir bestimmte Merkmale des Sehers nach außen (was wir bei Openhand als die Sieben Strahlen des göttlichen Impulses kennen). Es besteht keine Notwendigkeit und kein Wunsch nach einem bestimmten Ergebnis, alles dreht sich um Ausdruck, Lernen und Entwicklung (die ewige Realisierung höherer Harmonien). Wirklicher Frieden und wirkliche Ausrichtung im Leben geschieht, wenn der Seher in jeder Sekunde mit der natürlichen Spontaneität der Seele in Einklang ist. Das ist Erleuchtung – ein bezaubernd gewöhnlicher und völlig natürlicher Zustand des Seins.

Nun mag die Seele „sehen“ was da zur Erfüllung gelangen wird. Wir könnten es träumen, haben spontane Visionen von dem, was sich formt, und wir könnten uns auch als ein Teil dieser authentischen Manifestation erleben – durch eine innere Sehnsucht, ein Aufsteigen aus der Tiefe unseres Seins. Wir werden zu Kanälen dieses Schöpfungsaktes. Und hier wird es oft verwirrend …

„Es es nicht die Schöpfung selbst, die zählt
Es ist der Akt des Schaffens.
Denn im Akt des Schaffens
bringen wir unsere Bestimmung voll zum Ausdruck,
  Er ist die kontinuierliche Realisation und Kristallisation dessen,
was wir sind.“

Wir werden also Dinge schaffen, ja, aber wenn wir es mit Anstrengung zu tun haben, dann ist dies ein sicheres Zeichen, das wir aus der nicht-identifizierten Perspektive des Sehers herausgetreten sind und in eine abgetrennte Identität hinein, einen Wasserwirbel außerhalb des Flusses. Das ist, wo ein guter Teil der Menschheit derzeit stagniert.

Wie können wir also auf authentische Weise mit dem Gesetz der Anziehung arbeiten?

Hier ist eine Zusammenfassung wie man (meiner Meinung nach) am besten mit dem Gesetz arbeitet und es für erhebende, authentische Zwecke nutzt. (Dies ist eine Umformulierung dessen, was wir den Openhand-Approach nennen)…

1. Erstens versuchen wir durch scharfe Beobachtung der äußeren Umstände unseres Lebens im Bezug zu unseren inneren Gefühlen zu erkennen, dass ständig Umstände als perfekte Spiegelung zu uns gezogen werden, damit wir innere Verspannungen und Blockaden erkennen – unsere Knöpfe werden gedrückt!

2. Akzeptiere völlig, was kommt. Versuche in keiner Weise, die Situation zu verweigern oder zu verleugnen. Unsere Gedanken und Gefühle geben uns wichtige Schlüssel für eine neue Entfaltung und Weise des Seins. Versuche in dieser Phase nicht, Gedanken und Gefühle zu unterdrücken oder zu ändern – das wäre wie das Entfernen von unschätzbarem Beweisen am „Tatort“ eines Verbrechens.

3. Frage dich: Warum fühle ich mich unwohl mit dem, was gerade jetzt passiert? Was kann ich nicht akzeptieren? Welches Ergebnis glaube ich aus dieser Situation zu benötigen? Gehe tief hinein und entdecke jeden möglichen Widerstand gegen den Moment. Wenn wir den Spiegel ständig nach innen wenden, wird sich der Widerstand entspannen.

4. Öffne dich neuen Aspekten deines Seins, die sich offenbaren wollen. Die Schöpfung dreht sich darum, das zu manifestieren, wer wir wirklich sind. Das ganze Universum unterstützt diesen einen einigenden Zweck. Schaue also in den Spiegel außerhalb, in die tiefen Aspekte des Seins, die zu dir zurückreflektiert werden … vielleicht ein Lächeln von jemandem im Angesicht von Not, oder die Hingabe eines „Heiligen“, das Vertrauen von jemandem in seiner Kraft. Was zieht dich an? Was inspiriert dich am meisten in diesem Moment? Nun suche diesen Aspekt des Seins in dir selbst.

5. Durch das Einstimmen auf den natürlichen Ausdruck des Seins, der uns im Äußeren inspiriert (im Moment), entfesseln diesen Aspekt in unserem Inneren. Verwende deine maximale Aufmerksamkeit darauf, die Fülle dieser authentischen Geschenke ganz auszudrücken. Dies ist die wahre schöpferische Kraft in unserem Leben, und wenn wir sie entfesseln, dann werden wir genau die richtige äußere Harmonie für diesen Sein kreieren. Das Leben wird sich magisch und wie ein Wunder anfühlen, als ob das ganze Universum für dich arbeiten würde – und das tut es tatsächlich!

Wenn also das Gesetz der Anziehung ein Naturgesetz des Universums ist, warum sollten wir ihm dann nicht gestatten, auch natürlich zu arbeiten?

7 Responses

  1. Verwirrt

    Was bedeutet das „Gesetz der Anziehung“ jetzt nun?
    Ich hab hier alles x-mal gelesen und versteh nur Bahnhof.
    Bin ich ein schlechter Mensch weil ich diesen kryptischen Kram nicht kapiere, geschweige denn irgendwas davon in die Tat umsetzen kann ?
    Selbst wenn ich es verstehen würde: nützt das was wenn ich es nie praktisch umsetzen könnte? Theorie und Praxis sind ja oft Welten voneinander entfernt.
    Oberflächlich Zusammenhänge zu begreifen bringt einem praktisch zumindest nichts….

    Antworten
    • Margit E. Russ
      Konkret an Ver-Wirr-t

      Lieber „Verwirrter“ … nach dem Gesetz der Anziehung wie es hier beschreiben wird, könntest du dich ganz konkret deiner „Verwirrung“ gegenüber öffnen, sie zulassen, sie voll und ganz fühlen, ja dich regelrecht hingeben und annehmen ohne irgendetwas daran verändern zu wollen. Und aus dem, was sich auf dem Ur-grund dieses Gefühls der – wie du es nennst – Verwirrung zeigt, schöpfen. So einfach und so schwierig zugleich ist das.
      Du hingegen identifizierst dich mit dem, was du als „Verwirrung“ bezeichnest, gibst dem also auch ein Etikett, das eher negativ assoziiert ist und bemerkst nicht, dass du der Schöpfer „der Verwirrung“ und in Wirklichkeit viel mehr bist als der „Verwirrte“. Würdest du den Zustand annehmen als etwas, was du aus dir erschaffst, könntest du einen Schatz darin finden. So einfach ist das 😉 Herzlichen Gruß Margit Esther

      Antworten
    • Fabian Freigeist

      Schau mal, vielleicht braucht es nur eine Geschichte 🙂 www.fabianries.de/gesetz-der-anziehung/ LG, Fabian

      Antworten
  2. Sieglinde Weber

    Ein sehr guter Kommentar WellenbeobachterHH, würde mich gerne einmal mit dir unterhalten.
    Hier meine E.mail-Add: namaste-team@gmx.de

    an alle ganz liebe Grüsse

    Antworten
  3. Philipp

    Die Menschen, die vorsätzlich, von Gier oder übersteuertem Machtanspruch getrieben sind, oder durch unreflektiertes oder fehlinterpretiertes Handeln anderen und vor allem Mutter Natur schaden sind ganz einfach gesagt auf dem falschen Weg.

    Da wir Menschen die Natur unserer näheren Umgebung und sogar auch fern abseits so ziemlich abgeschafft haben, jedenfalls in ihrer ursprünglichen Form, vertrauen viele nicht mehr dem großen Ganzen, sondern halt dem Ersatzgott Geld und Zinseszins und seinem Hofe der Monokultur. Ganz zu Schweigen von der Allmacht der Technologisierung.

    Ich sehe den Text zum Gesetz der Anziehung im Kantschen Sinne vielleicht als Wegweiser, dem eigenen Gesetz zu folgen. Doch sollte im nach Harmonie strebenden Menschen auch der zweite Teil des Gesetzes nicht fehlen:

    gemäß dem “ Was Du nicht willst, was man Dir tu, das füg auch keinem anderm zu“.
    Nur leider ist diese nette Weisheit im Darwinschen Kampfdenken der rationalen Moderne untergegangen.Mit Geld scheffeln kann man wahrscheinlich nur wenig gute Karmapunkte fürs nächste Leben sammeln. Also Ziel verfehlt, Anziehung nächstes Mal vielleicht.

    In der heutigen Zeit ist es ziemlich schwer hinter dem ganzen Smog, der Verstrahlung, dem Internet und Mediengewitter noch ein ohnehin schwer interpretierbares Etwas als den eigenen Weg zu erkennen. Wer ihn dennoch erkennen oder einfach nur erahnen will muss innehalten und sich wohl erstmal für Wochen ohne irgendeinen Grund an eine große Verkehrskreuzung stellen.

    Antworten
  4. Franz Josef Neffe

    Der SOG ist das Grundprinzip der neuen Ich-kann-Schule. In unseren Unterrichtsvollzuganstalten macht man DRUCK und nennt das ErZIEHung und man will gar nicht merken, dass man ständig Gas- und Bremspedal verwechselt. ErZIEHung gehört doch nicht zur Wortfamilie „drücken“!
    DRUCK komprimiert die Probleme; das ist das exakte Gegenteil von Lösung. Für LÖSUNG braucht es SOG. Sog löst. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog kann man die kräfte punktgenau lenken. Als Ich-kann-Schule-Lehrer lasse ich mir also was ein- oder auffallen, was ZIEHT.
    Die TALENTE und POTENTIALE, die Geistes- und Seelenkräfte, sind (nicht nur) in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten alle am Darben und Hungern. Den Körper füttern wir mehrmals am Tag, Geist und Seele werden von der Pädagogik – und von der lernen wir´s alle – missachtet und misshandelt; davon wird nichts und niemand satt.
    Ich brauche also nur den feinen und alles entscheidenden Geistes- und Seelenkräften das zu geben, was ihnen zusteht: Achtung, Anerkennung, Aufrichtung, bestätigung, Bestärkung, Bewunderung, Interesse und mehr desgleichen, dann findet eine lebendige Entwicklung statt.
    Das Leben hat SOG-Wirkung. Wenn ich seinen Hunger stille, stillt es meinen. Wenn ich der beste Freund aller meiner Talente und Kräfte werde, dann sind imnmer tausende Freunde für mich da. Es liegt an mir, anziehend oder abstoßend zu handeln.
    Ich grüße freundlich.
    Franz Josef Neffe

    Antworten
  5. WellenbeobachterHH

    Schöne Beschreibung. Nur da fällt mir folgendes an Fragen dazu ein…

    Zitat:
    „Es es nicht die Schöpfung selbst, die zählt
    Es ist der Akt des Schaffens.
    Denn im Akt des Schaffens
    bringen wir unsere Bestimmung voll zum Ausdruck,
    Er ist die kontinuierliche Realisation und Kristallisation dessen,
    was wir sind.“

    Es gibt offensichtlich viele Mitmenschen, die ihre Bestimmung darin sehen, negative Dinge zu machen. Ihr „Schaffen“ ist z.B. auf Profit ausgerichtet. So haben sie kein Problem damit andere auszubeuten oder die Natur zu zerstören, damit sie ihrer „Bestimmung“ gerecht werden und sich erfolgreich fühlen. Was nun? Gibt es das absolut „Böse“ in der „Bestimmung“ und im „Schaffen“ an sich? Ist es etwa ein Naturgesetz? Soll man das auch akzeptieren? Heißt das es stimmt was nicht an der Quelle? Kann eigentlich nicht sein, oder? Es gibt keine „gute“ oder „schlechte“ Energie, sondern nur Energie an sich. Gut oder schlecht kann nur die Information sein in ihrem Charakter sein, die mit die mit dieser Energie transportiert wird, oder?

    Warum gibt es dann so viele Scharlatane auch und gerade in der „Eso-Szene“, die z.B. „ermächtigende Geld-Workshops“ u.ä. Unsinn anbieten, obwohl Geld ja nicht in der Natur vorkommt sondern ein rein gesellschaftliches Produkt ist und als solches schon immer Ausdruck sozialer Machtverhältnisse, von Tod, Leid und Krieg und Herrschaftsverhältnissen war?

    Meiner Beobachtung und Einschätzung überlagert sich oft z.B. kleinbürgerliche Ideologie zur Rechtfertigung von Herrschaftsverhältnissen (z.B. Marktwirtschaft / Kapitalismus) mit „Spiritualität“. Da die unmittelbaren gesellschaftlichen Gesetze und die dazugehörigen Machtverhältnisse (Justikative, Legislative, Exekutive) stärker wirken als z.B. das „Gesetz der Anziehung“ oder das „innere Loslassen“ und „sich befreit fühlen“, so dass wir dennoch unter solchen Bedingungen leiden. Was hätte es einem „spirituellen Juden“ damals genützt, sich vom Universum zu seiner „Bestimmung“ treiben zu lassen, wenn die Gesellschaft schon die Öfen von Auschwitz für ihn gebaut hatte – ihn also einer ganz anderen Bestimmung zuführen wollte? Die objektiven Machtverhältnisse in der Gesellschaft entscheiden dann über den Menschen und nicht dessen innere Befindlichkeit oder Verbundenheit mit dem Energiefluss der Quelle. Insofern klingt diese spirituelle Sichtweise (allein) alles andere als überzeugend…

    Erst wenn man auch politisch aufwacht, sich mit Gleichgesinnten verbindet und organisiert und derartige Herrschaftsverhältnisse bewusst in Frage stellt und überwindet, nähert man sich wahrer Freiheit. Das kommt natürlich auch aus dem inneren Antrieb ganz klar. Aber ob der Autor das so meint??? Sehr fraglich…

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