Anzeige

Gangaji und Eli Jaxon Bear kommen nach Berlin

Es ist möglich, für die Tiefen der eigenen wahren Natur wach zu werden mittels ehrlicher und aufrichtiger Selbsterforschung.
Es gibt zwei wesentliche Fragen, die bei dieser Untersuchung entscheidend sind: „Was möchte ich wirklich?“ Und: „Wer bin ich?“

 

Überraschenderweise hat sich ein Großteil von uns die erste Frage nie tiefer gehend gestellt. Die meisten Menschen leben tatsächlich ihr ganzes Leben lang, ohne jemals danach gefragt zu haben, was sie wirklich und letztendlich wollen. Die meisten begnügen sich mit dem, was gerade so vor ihnen auftaucht. Sie geben sich gern zufrieden mit einer Variante dessen, was ihre Eltern hatten oder haben wollten. Andere rebellieren vielleicht und verlangen nach etwas, was sich total von dem unterscheiden soll, was ihre Eltern hatten. Das Leben der meisten Menschen wird dem gewidmet, das zu bekommen, was sie meinen zu wollen. Sie leben in den konditionierten Bedürfnissen einer Familie und den konstruierten Bedürfnissen der Gesellschaft und projizieren dabei laufend ihre unbewussten Phantasien auf die Welt. Sie verbringen ihr Leben mit der Investition in Wünsche aus zweiter Hand.

 

Das tiefste Verlangen

Wenn du dir aber die Frage „Was möchte ich wirklich?“ stellst, damit immer tiefer gehst und sie irgendwann auf der tiefsten Ebene beantwortest, kannst du dein Leben auf etwas mit echter Wirkung ausrichten. Während der Beschäftigung mit der Frage wirst du auf verschiedene Ebenen treffen, die alle unterschiedliche Schichten deiner Persönlichkeit und die entsprechenden Wünsche reflektieren. Doch ganz am Grund findest du den Wunsch nach Hause zu kommen, die Sehnsucht, das Gefühl zu überwinden, von anderen und der Welt getrennt zu sein. Das ist der tiefste Schmerz des Egos. Und diesen Schmerz der Trennung zu überwinden, ist tatsächlich das einzige wirklich reine Verlangen eines Menschenlebens. Und es liegt in jedem von uns. Denn solange es noch eine Erfahrung von Trennung oder Entfremdung gibt, existiert dementsprechend auch eine Sehnsucht nach Vereinigung. Solange noch Angst und ein Gefühl von Isolation oder Vereinzelung da sind, ist bewusst oder unbewusst die Sehnsucht vorhanden, nach Hause zurückzukehren. Es ist Zeit, die Wahrheit darüber herauszufinden, wo du dich von der Sehnsucht nach Vereinigung abgewendet hast. Nur dann wird der Ruf deines Herzens hörbar. Sei bereit, deiner tiefsten Sehnsucht nach Wahrheit treu zu bleiben. Bleibe wahrhaftig im Angesicht jeder Gedankenwelle, die sich aus dem Ozean des mind heraus erhebt und versucht, dich zurückzuspülen in unbewusste Begierden. Schlussendlich wird das Verlangen nach Vereinigung und wahrer Freiheit alle anderen Wünsche transzendieren.

 

Zeit des Erwachens

Dieses Verlangen zu spüren war selten in der Vergangenheit. Aber die Menschheit tritt gerade in ein neues Stadium ein. Entweder schaffen wir es, uns zu weiterzuentwickeln, oder wir zerstören die Erde. Die Wahl liegt bei uns. Jetzt ist die Zeit für das Erwachen gewöhnlicher Menschen gekommen. Man muss dafür kein großer Heiliger sein. Allein, dass du am Leben und intelligent genug bist, dies hier zu lesen, zeigt, dass du reif für den nächsten Entwicklungsschritt bist, von einer isolierten Selbstbezogenheit, die die Welt zerstört, hin zu dem Segen der Vereinigung, der die Heilung der Welt in sich birgt. Vielleicht liegt die einzige Hoffnung für den Planeten jetzt in unserer Bereitwilligkeit, unser persönliches Leiden zu beenden. Bevor in einem Leben nicht das Verlangen nach Wahrheit, Freiheit und Liebe aufsteigt, dreht sich alles um „mich“ und „meine“ Geschichte der „Wirklichkeit“. Wenn das Verlangen nach Freiheit einmal aufgestiegen ist, kann es zur zentralen Achse werden, zum Seinsgrund, den das Leben umspielt. Das wird dann zum Zeichen, dass die Suche nach Glück beendet ist und Erkenntnis beginnt. Erwachen ist das Ende des Verlangens und der Anfang des Entdeckens. Wenn du einmal entdeckt hast, was du wirklich willst, dann wirst du bereit sein, die wichtigste Frage des Lebens zu stellen, die zweite wesentliche Frage: „Wer bin ich?“. In gewisser Weise hat diese Frage jedes Stadium deines Lebens durchzogen. Jede Handlung, sei sie individuell oder kollektiv, ist letzten Endes motiviert durch die Suche nach einer Selbstdefinition.

 

Die tiefste Frage

Typischerweise setzt man auf dieser Suche alles für eine positive Antwort auf diese Frage ein oder für das Weglaufen vor der Möglichkeit einer negativen Antwort. Stellt sich diese Frage dann explizit, bestimmen das momentum – sozusagen der Drehmoment der Frage – und die Kraft der Frage die Suche nach dem wahren Selbst. Bevor die Frage danach, wer du bist, nicht wahrheitsgemäß beantwortet ist, wird der Hunger, es endlich zu wissen, ungestillt bleiben. Weil ungeachtet dessen, wie du von anderen definiert worden bist – wohlmeinenden Anderen und nicht so wohlmeinenden Anderen – und ungeachtet dessen, wie du dich selbst definiert hast, weil jede Definition zu kurz greift. Das Erkennen, dass keine der Antworten auf diese Frage jemals zufriedenstellend gewesen ist, ist der zentrale Moment spiritueller Reife. An diesem Punkt angekommen, kannst du bewusst untersuchen, wer du wirklich bist. Die Frage „Wer bin ich?“ wirft in ihrer Kraft und Schlichtheit den mind zurück zur Wurzel der persönlichen Identifikation. Sie führt den mind zurück noch vor die Grundannahme „Ich bin jemand“. Anstatt diese Annahme automatisch für die Wahrheit zu halten, kannst du tiefer nachforschen. Wenn dieses sehr grundlegende Gefühl von einem individuellen Selbst hinterfragt wird, wird der mind auf das Ich zurückgeworfen. Das nennt man Selbsterforschung. Wir verbringen die meiste Zeit damit, uns selbst oder anderen zu erklären, dass wir jemand Wichtiges sind, jemand Unwichtiges, jemand Großes, jemand Kleines, jemand Junges, jemand Altes, ohne wirklich jemals konditionierte Definitionen zu hinterfragen. Selbstdefinitionen als gut oder schlecht, ignorant oder erleuchtet, sind nichts als Vorstellungen des mind. All das ist veränderlich und wird sogar Nacht für Nacht, im Tiefschlaf, vergessen. Alles, was man vergessen kann oder was sich fortwährend verändert, ist nicht die absolute Wahrheit.

 

Wahrheit jenseits einer Definition

Wenn du aufhörst zu versuchen, dich selbst in irgendeiner Definition zu finden – in einem Moment wahrhaftiger und aufrichtiger Selbsterforschung – erweist sich die undefinierbare Weite des Bewusstseins als das, was du bist. Wenn du deine Aufmerksamkeit auf die Frage „Wer bin ich“ richtest, erscheint vielleicht ein Bild deines Gesichts oder deines Körpers in dir. Aber wer ist sich dieses Bildes gewahr? Bist du das Objekt oder bist du das Gewahrsein über das Objekt? Das Objekt kommt und geht. Das Elternteil, das Kind, der oder die Geliebte, der Verlassene, der Erleuchtete, der Siegreiche, der Besiegte – all diese Identifikationen kommen und gehen. Das Gewahrsein dieser Identifikationen ist immer gegenwärtig. Die Fehlidentifikation deiner selbst als irgendein Objekt innerhalb des Gewahrseins führt zu extremem Genuss oder extremem Schmerz und endlosen Zyklen von Leiden. Wenn du bereit bist, die Fehlidentifikation zu beenden, wenn du bereit bist, die Augen zu öffnen und direkt und vollständig zu entdecken, dass du das Gewahrsein selbst bist und nicht die unbeständigen Definitionen, endet die Suche nach dir selbst in den Gedanken.

 

Verblüffende Erkenntnis

Wenn man die Frage „Wer?“ auf unvoreingenommene, reine Weise ganz zurück bis an ihre Quelle verfolgt, erwartet einen dort eine riesengroße, verblüffende Erkenntnis: Es gibt hier überhaupt kein Einzelwesen! Es gibt nur die undefinierbare, grenzenlose Erkenntnis eines Selbst als die Fülle des Seins, die überall und in allem zu finden ist. Die Fülle des Seins ist ganz, ist endlos. Es gibt keinen Grund, an dem du ankommen könntest, keine Begrenzung für dich. Jede Vorstellung von dir erscheint in der Fülle und wird wieder in ihr verschwinden. Du bist Gewahrsein und Gewahrsein ist Bewusstsein, unermesslich in seiner Fülle. Lass sämtliche Selbstdefinitionen in diesem Moment sterben. Lass sie alle los und sieh, was übrig bleibt. Sieh, was nie geboren wird und was nicht stirbt. Spüre die Erleichterung, die Last der Selbstdefinitionen niederzulegen. Erfahre die tatsächliche Unwirklichkeit der Last. Erfahre die Freude, die da ist. Ruhe in dem endlosen Frieden deiner wahren Natur vor dem Erscheinen eines Gedankens an ein „Ich“.

Dieser Artikel ist Teil der Themenseite(n):

,

Eine Antwort

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*