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Die Wald-Trespe – Bromus ramosus – gehört in die Familie der Süßgräser. Man nennt sie auch Hafergras, womit man sich schon ihr Aussehen vorstellen kann. Ihre Halme sind aufrecht, dennoch dünn und behaart. Sie ist eine mehrjährige, krautige Pflanze und europaweit zu Hause. Man findet sie vor allem in schattigen Wäldern, an Wegrändern in Gebüschen. Sie wird bis 1,50m hoch und blüht im Sommer. Die Wald-Trespe wiegt sich im Wind, mal hierhin, mal dorthin, ist widerstandsfähig trotz ihrer dünnen Halme und zeigt damit schon einen Teil ihrer Wirkung in ihrer Signatur.

Im negativen Wild Oat Zustand kennen die Menschen nicht ihren (beruflichen) Platz im Leben. Es sind überaus fähige und ehrgeizige Menschen, die oftmals mehrere Berufe inne haben, die sie alle gut meistern. Dennoch zieht es sie immer wieder nach kurzer Zeit zu Neuem hin, sie langweilen sich und suchen neue Herausforderungen. Sie sind sehr flexibel und oft kreativ, sie bevorzugen ein unkonventionelles Leben mit möglichst viel Freiraum und fühlen sich häufig nicht ganz dazugehörig. Es ist ihnen nicht möglich, auf etwas bereits von ihnen Erschaffenem aufzubauen, stattdessen bauen sie ständig neu auf – und flüchten mit fliegenden Fahnen nach kurzer Zeit aus dem Geschöpften, um eine neue, interessantere, mehr ihren Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit zu finden.

Als Kind oft unterschätzt und quasi „unerkannt“, suchen sie die Anerkennung im Außen – und übersehen die leise Stimme ihrer Seele. Es fällt ihnen schwer, ein klares Ja zu einem Beruf zu sagen, zu groß ist die Angst, das eigentliche Ziel, die Berufung, zu verpassen. Dabei vergessen sie, dass sich „das Ziel“ oft erst in der Tiefe einer Tätigkeit finden lässt. Manchmal braucht es Zeit, bis erkannt wird, dass die Befriedigung vielleicht nicht daraus resultiert, WAS sie machen, sondern WIE sie es machen.

Wild Oat unterstützt, innerlich ruhiger und zentrierter zu werden und sich zu trauen, sich ganz dem eigenen, inneren Wissen um die (Lebens)Aufgabe hinzugeben. Es hilft uns, aus der Vielseitigkeit in die Tiefe zu kommen, ohne dabei das Gefühl zu haben, das Wesentliche zu verpassen. Auch wenn das „job-hopping“ ein Ende findet, ist es möglich, eine außergewöhnliche Lebensform zu entwickeln – und diese hat dann auch noch Wurzeln!

 

Blüten mit ähnlichen Aspekten

Scleranthus kann sich nicht entscheiden und ist unsicher über seine Entscheidungen, weil er innerlich zwischen zwei Möglichkeiten hin- und hergerissen ist, Wild Oat kann sich nicht entscheiden, weil er aus der Fülle der Möglichkeiten sein Ziel nicht erkennt.
Vine ist ehrgeizig aus Egoismus, Wild Oat ist ehrgeizig, weil er was Besonderes sein möchte.
WaterViolet ist unkonventionell, weil er macht, was er für richtig hält und sich nicht um die Meinung anderer kümmert, Wild Oat ist unkonventionell, weil er anders sein möchte als andere.
Cerato traut seiner Intuition nicht, Wild Oat weiß nicht was er will und „hört“ seine Intuition nicht.

 

Häufig genutzte Kombinationen mit Wild Oat:

Walnut wenn neue Lebensabschnitte einen weiterführen, aber man weiß nicht, in welche Richtung man gehen möchte und lässt sich sehr von anderen beeinflussen.
Star of Bethlehem, wenn ein erfahrenes Trauma von der Verwirklichung des Lebensziels abhält
Larch, wenn man aus mangelndem Selbstwertgefühl sich nicht traut, den eigenen Lebenstraum zu leben
Mustard, wenn der fehlende Lebenssinn depressiv macht.
Pine, wenn die fehlende Berufung oder der fehlende Lebenssinn Schuldgefühle macht.
Wild Rose, wenn es eine innere Kapitulation gibt, weil es „mit der Berufung“ wieder einmal nicht geklappt hat.

 

Affirmation:

Ich vertraue und folge meiner inneren Führung.

 

Thema Schuldgefühle:

Manchmal machen wir Fehler und laden „Schuld“ auf uns. Und wenn wir nicht selber schuld sind, dann sind es die Anderen zum Beispiel der Partner oder Vorgesetze, die Eltern, der Freund, dessen Verhalten uns unglücklich macht. Wie oft geben wir die Selbstverantwortung aus der Hand und überlassen es anderen Menschen oder Umständen, uns glücklich oder unglücklich zu machen. „Schuld“ sind die Anderen und wir sind die Opfer.

Und wie oft denken wir, wir haben es nicht verdient, gesund, glücklich, zufrieden zu sein? Eine liebevolle Beziehung zu führen, in materiellen Wohlstand zu leben, emotionale Fülle zu genießen? Haben wir „selber Schuld“?

In meiner Arbeit mit vielen Klienten erlebe ich immer wieder, dass nicht die Schuld das Problem ist, sondern unser Umgang mit den Fakten, die – weder gut noch schlecht – einfach erstmal da sind. Unsere Wertung macht sie zu guten oder schlechten Dingen, macht uns zu Tätern oder Opfern.

Schuldgefühle bringen uns weder emotional, noch geistig weiter, sie lösen nicht, sondern sie binden uns, sie absorbieren Energie, die uns an anderen Stellen nicht mehr zur Verfügung steht.

Eine der größten Herausforderungen für uns selber ist es, anzuerkennen was ist und zu verzeihen, was war. Auf einer tiefen, seelischen Ebene – und vor allem sich selber. Das wir taten was wir taten und das wir haben geschehen lassen was geschah. Oft ernte ich als erste Reaktion ein: „Wieso sollte ich MIR verzeihen?“ Nun – WIR haben auf einer Ebene die Erlaubnis zu dem Geschehen gegeben, und WIR haben gehandelt – mit all den bekannten Folgen.

In diesem Verzeihen, was aus der Tiefe unsere Seele kommt, liegt unsere Kraft, Dinge zu ändern, Verstrickungen zu lösen und das Opfer- und Tätersein abzustreifen. Die Bach-Blüten unterstützen uns auch hier, unser Bewusstsein zu weiten und auch die andere Seite zu erkennen – und sie fordern uns auf, unseren Teil zur Lösung beizutragen!

Pine – wenn wir meinen, selber Schuld zu sein.
Willow – wenn andere schuld sind.
Honeysuckle – wenn wir die Vergangenheit einfach nicht loslassen können.
White Chestnut – wenn wir ein stetes, unproduktives Gedankenkreisen haben.
Chestnut Bud – wenn wir immer wieder die gleichen Fehler machen, ohne daraus zu lernen.
Holly – wenn Gefühle wie Neid und Hass vorrangig sind und uns den Blick dahinter versperren

Wieder gilt:

Grundsätzlich können die Blüten untereinander beliebig – aber mit maximal sieben Blüten pro Fläschchen – gemischt werden. Es gilt jedoch, je weniger, desto besser.

Sie können in einigen Apotheken die Bach-Blüten direkt mischen lassen. Für 30ml-Fläschchen nehmen Sie jeweils 3 Tropfen von jeder Blüte. Als Richtlinie gilt 4 x 4 Tropfen am Tag, sollten Sie oder ihr Kind öfter das Bedürfnis nach den Blüten haben, können Sie auch unbedenklich öfter verwendet werden.
In Akutfällen können Sie auch einfach 3 Tropfen der jeweiligen Essenz in ein Wasserglas geben und schluckweise trinken.

Bach-Blüten unterstützen uns auf der feinstofflichen Ebene und sind sehr gut therapiebegleitend einzusetzen. Keinesfalls ersetzen sie einen Arzt, Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

 

Dieser Artikel ist Teil der Serie „Bach-Blüten“

Bild: „Bach-Blüten Kraftkarten“ von Peter Bernhard

 

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