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„Ayahuasca“ ist keine Droge. Sie macht nicht süchtig. Im Amazonasgebiet nehmen sie schon kleine Kinder als Medizin ein. Aber in ihr steckt ein ungeheures Potential an Heilung und Bewusstwerdung. Dr. Wolfgang Himmelbauer zählt sie zu den größten Lehrmeistern unseres Planeten Erde.

Von den vielfältigen Kraftpflanzen dieser Erde, die schamanistisch verwendet werden, sind einige einem breiteren Publikum bekannt: Der Peyote-Kaktus aus Mexiko, die heiligen Pilze der Maria Sabrina (Mexiko), der San Pedro-Kaktus aus den Wüstengebieten Südamerikas, der Fliegenpilz aus unseren Landen. Doch immer wieder weckt eine Pflanze, vielmehr ein Name, unter diesen vom Hauch des Geheimnisvollen umgebenen Kraftpflanzen das Interesse des modernen Suchenden: „Ayahuasca“. Ayahuasca ruft besondere psychische Zustände hervor. Es ist eine Heilpflanze aus dem Dschungel Amazoniens.

Der Name„Ayahuasca“ ist der Indio-Sprache Kechua entlehnt und bedeutet „Liane („Huasca“) des Todes („Aya“)“ oder, wie andere es übersetzen, „Das bittere Getränk der Toten“. „Ayahuasca“ ist nur ein Name unter mehreren, die für diese Liane geprägt wurden. Ursprünglich hatte jeder größere, isoliert lebende Indiostamm im Amazonastiefland seine Namensgebung für diese bemerkenswerte Pflanze. Seit wann Ayahuasca Verwendung findet, bleibt unbeantwortbar. Man darf annehmen, dass ihre heilbringende Wirkung den Medizinleuten des Dschungels seit Jahrtausenden bereits bekannt war und jene Indios der Vorzeit mit ihr bereits systematisch experimentierten.

Die Handschrift des Schamanen

Ayahuasca ist eine ehrfurchtgebietende Liane, die heute systematisch kultiviert wird. Wild wachsend trifft man sie nur mehr im entlegenen Dschungel an. Sie wird unter widrigen Bedingungen (Ameisen und Spinnen fallen vom Baum, Wespen und Moskitos werden aufgeschreckt, im Unterholz können Schlangen liegen) und unter Darbringung eines Tabakopfers sowie eines Dankgebetes geerntet, in Stücke geschnitten und mit einem Holzknüppel zermörsert, sodann mit etwa 100 Litern Wasser zwei Tage lang ausgekocht, wobei der Sud systematisch verdickt wird. Vor der ersten Aufkochung mischt der Kochkundige – nicht immer kochen Medizinmänner die Medizin – Blätter anderer Bäume oder Sträucher hinzu, um der Medizin ihr besonderes Gepräge zu geben, sozusagen die „Handschrift des Schamanen“. Im letzten Abdruck streut er bisweilen noch einzelne geheimgehaltene Samen und etwas Tabak in den beinahe fertigen Sud. Ein durchschnittlicher „Ayahuascero“, also ein Ayahuasca-Kundiger, der regelmäßig (bis zu zwei Mal pro Woche, manchmal sogar öfter) mit mehreren Personen nächtliche Sitzungen abhält, produziert mit einer 2-Tages-Kochung mithilfe von 100 Litern Wasser und etwa 3 bis 4 Bündeln Ayahuasca einen Medizinvorrat von etwa 5 Litern Substrat, die er im persönlichen „Weinkeller“ auf Vorrat legt.

Die Liane Ayahuasca („Banisteriopsis Caapi“) ist nicht psychotrop. Sie wirkt nicht halluzinogen. Durch die Beigabe der Blätter des „Chakruna“-Strauches erhält sie jedoch eine psychodynamische Potenz, die zu dem im Schamanismus geläufigen „erhöhten Bewusstsein“ führt, also einem Bewusstseinszustand, in welchem die eigene Existenz mit größerem Verständnis begriffen wird.

Kommunikation mit der Pflanze

Die Medizin wird in der Nacht eingenommen, in der Regel in der Gruppe, unter Leitung eines Medizinkundigen, eines erfahrenen „Ayahuasceros“. Nach Maßgabe der in der Essenz enthaltenen Ingredienzien führt sie zum Erbrechen und zu Stuhlgang, beides Vorgänge, die als Reinigungsprozesse verstanden werden. In der schamanistischen Zeremonie stellt man sich dem Geist der Medizin. Dieser Vorgang ist dem westlichen modernen Menschen fremd: sich dem Geist einer Pflanze stellen, mit dem Geist einer Pflanze kommunizieren. Wir nennen diese Medizin, diesen Geist, wegen seiner wohltätigen Wirkung „Mutter“. Der Geist von „Mutter Ayahuasca“ lehrt uns, egal wie verbockt wir sein mögen. Bisweilen erscheint sie vor unseren Augen, ein altes kleines Mütterchen. Manchmal auch als Boa oder als attraktive Frau. Das Ambiente ist spirituell. Der Schamane betet, er singt Medizinlieder. Manchmal übergibt auch er sich. Ayahuasca-Nächte sind ein gemeinsames Opfer, mittels dessen wir um ein gemeinsames Anliegen bitten, etwa die Heilung von Kranken, die Heilung der Welt, um den Weltfrieden.
Der persönliche Prozess, den man in einer solchen Nacht bewusst und ohne jedwede Gefährdung durchlebt, wirkt lebensverändernd. Er stellt einen auf die Schiene ehrlichen, unverfälschten schamanistischen Arbeitens. Nach etwa zwei Stunden ist der Höhepunkt der Wirkung überschritten und der Teilnehmer kehrt zurück in das Ambiente einer romantisch-feierlichen, unvergesslichen Nacht.

Lesen Sie auf www.sein.de die spannende Beschreibung eines Selbsterfahrungsberichtes mit Ayahuasca von Wolfgang Morczinnek

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11 Responses

  1. IFFI
    Warum

    .. geht spirituelles wachsen nur mit einer Pflanze aus einer Kultur die so ganz anders ist als die unsere?
    Brauchen wir das Fremde, das Besondere, das Außergewöhnliche das uns aus dem Alltag enthebt?
    Darin sehe ich nichts anders als spirituellen Tourismus, esoterischen Konsum.

    Wir haben hier bei uns einheimische Meisterpflanzen, welche für unsere Konstitution und Energie genau passend sind.

    mfg If..

    Antworten
  2. o'Lobo

    AyaKambo, die vereinte Wirkung von Ayahuasca und Kambô-Froschmedizin.
    Weitere Infos und Veranstaltungshinweise auf:
    www.ayakambo.com

    Antworten
  3. Soypino

    Hallo Brüder und Schwestern,

    Im Jänner 8.1 – 11.1.2015 finden Zeremonien in Berlin mit erfahrenen Schamanen statt.

    Bei Interesse bitte melden an soypino@gmx.at

    Licht & Liebe

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    • Tsetsegsaikhan Shirchin
      Frage?

      Hallo,

      Mich interessiert es sehr. Wie komme ich zur Einzelsitzung bitte? (in Wien)

      Mit freundlichen Grüßen

      Saichna

      Antworten
      • Slag
        Sehr empfehlenswerte Zeremonie

        http://www.schamanismus-tantra.at/ayahuasca.html

        Das sind wirklich sehr erfahrene und gute Schamanen 😉

  4. Paytiti

    Danke für diesen Artikel, Herr Morczinnek.

    Ich selbst habe ebenfalls Erfahrungen mit Ayahuasca im peruanischen Dschungel gemacht – auf meiner ersten Reise insgesamt 10 Zeremonien. Den letzten Curandero, den ich dabei kennengelernt habe, kann ich nur empfehlen. Die Touren bei diesem Angebot unterscheiden sich neben dem Curandero darin, dass man mitten in den Jungel in einer Art Survival/ Bushcraft-Style geht. Also etwas weniger Komfort, dafür aber mehr Abenteuer.

    Grundsätzlich kann ich Ayahuasca nur weiterempfehlen, allerdings sollte man sich seinen Schamanen/ Curandero genau aussuchen, da dessen Fähigkeiten und das Vertrauen in ihn sehr wichtig sind.

    Bei Fragen kann man mich gerne auf der info@paytiti.org anschreiben. Ich habe die Homepage freiwillig für diesen Curandero erstellt.

    www.paytiti.org

    Antworten
  5. lukas

    Ayahuasca ist eine sehr wichtige Leitung in die jeder mal reinschauen sollte.

    Es ist schon eigenartig wie sehr wir auf die Pflanzenwelt angewisesen sind.

    Schon komisch das manche wirklich glauben das Tomaten und Birnen, reiner Zufall sind.

    Wir Leben in der Zukunft, haben Kopfhörer auf, schauen mit unserem runden sehen in eine Quadratische 2D bild Monitor Dimension, Kapseln uns langsam ab aus dem schlechten.

    Aber schon eigenartig, so weit in der Zukunft, aber die sache mit dem Urknall ist noch ungeklärt, und auch die Sache mit dem Menschen.

    mit freundlichen grüßen,

    Lukas

    Antworten
  6. Angela und Ute

    Hallo Wolfgang,
    wir beide Ute und ich würden gerne an einer Zeremonie mit Ayahuaca teilnehmen. Kannst Du uns eine seriöse Adresse nennen, wo das möglich ist.
    Wir sind seit vielen Jahren auf den Weg zu uns selbst und glauben, dass der Geist der Planze uns unterstützen kann.
    Mit herzlichsten Grüßen
    Ute und Angela

    Antworten
    • Lena Bag
      Zeremonie bei Berlin

      Hallo, nun sind bereits ein paar Jahre vergangen, aber was soll´s- Eine Reise nach Innen kennt keine Zeit, denke ich! 🙂

      Ein befreundeter Schamane, mit dem ich seit fünf Jahren zusammenarbeite, kommt im Juni nach Deutschland. Er wird hier, in der Nähe von Berlin, eine Zeremonie leiten.

      Wenn jemand Interesse hat meldet euch gern: lena_bag@gmx.de

      Beste Grüße

      Antworten

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