Oben, unten, hinten, vorn – hilft dir die Dorn-Methode.
 Sanfte Selbsthilfe für Rücken, Gelenke und viele weitere Gesundheitsprobleme.

von Franz Josef Neffe



Im Allgäu lebt ein Bäuerlein,


das schreibt sich Dieter Dorn,


bei dem kehrn viele Leute ein,


wenn´s wehtut hint´ und vorn.


So mancher kann nicht grad mehr stehn

und humpelt krumm ins Haus.

A Viertelstund drauf kannst ihn sehn,

da geht er grad hinaus.

Leider ist das schöne Dorn-Lied bereits Vergangenheit. Nicht jedoch die sanfte Hilfe für den Rücken von Dieter Dorn (1938-2011), die sich aufgrund ihrer einfach zu erreichenden sowie tief und umfassend wirksamen Qualität längst weltweit verbreitet hat. Die Dorn-Methode kann jeder als einfache Selbsthilfe-Methode an einem Tag erlernen. Dann ist man zwar noch kein Meister, aber immerhin ein könnender Anfänger. Mit einfachen Selbsthilfe-Übungen lassen sich nicht nur oft die Ursachen für akute Schmerzen schnell auflösen. Jeder kann damit sein „Betriebssystem“ zur Vorbeugung pflegen, dass er gar nicht erst in Not gerät.

Von der Dorn-Methode zur Selbsthilfe



Wenn ich den Rücken rund mache und an der Türkante abrolle, indem ich mich mit dem Bauch immer wieder vor und zurück bewege, zeigen mir die schmerzenden Stellen, wo ich ein Problem habe. An jedem Wirbel tritt rechts und links eine Hauptnervenleitung aus, über die meine Organe gesteuert werden. Es ist kein Zufall, wenn es vielen Leuten zwischen den Schulterblättern wehtut. Denn dort sind dann die Nerven zu den Verdauungsorganen in der Klemme. Das zeigt uns, dass wir nicht nur auf den Rücken achten, sondern auch etwas über gesunde Ernährung lernen sollten. Sonst kehren die Probleme zurück.


Ich rolle also den Rücken auf beiden Seiten neben der Wirbelsäule ab und schwinge dazu langsam und weit ausholend die Arme gegenläufig. Dort wo es wehtut, sind die Muskeln verspannt. Durch das Abrollen werden sie locker massiert. Dann können wieder alle Muskeln ihre Aufgabe erfüllen: Halten und Bewegen und Zusammenarbeiten. Der Nerv ist aus der Blockade befreit und die Wirbel sind wieder in ihrer Position. Alles funktioniert wieder. Manchmal kommt man mit der Selbsthilfe-Übung nicht zum gewünschten Ergebnis, dann übernimmt der Daumen des Therapeuten die Arbeit der Türkante.

Es gibt aber für jeden Behandlungsgriff eine Selbsthilfe-Übung. Und das zeigt, dass die DORN-Methode im Grunde gar keine Behandlung, sondern eine wirksame Selbsthilfe ist.

Nach dem Gesetz darf man nur sich selbst und die Mitglieder der Familie behandeln; die Behandlung aller anderen ist dem Arzt und dem Heilpraktiker vorbehalten. Dieter Dorn hat immer gesagt: „Der Patient ist der Therapeut, ich bin nur sein Helfer.“ Seine Be-Handlung diente vor allem darin, dem Betroffenen zu zeigen wie sein Betriebssystem funktioniert. „Wenn dir jemand die Selbsthilfe-Übungen nicht zeigt, zu dem würde ich nicht mehr gehen“ sagte er. Er wollte niemand abhängig machen. Der Betroffene sollte souverän werden und sich selbst helfen können.

Von der Schonhaltung in die Aufrichtung


In der Dorn-Methode wird nur wenig gemacht. Vor allem wird das Werden gepflegt. Alles, was irgendwie gefährlich sein könnte, kommt in der Dorn-Methode gar nicht vor. Es gibt kein Dehnen, kein Reißen, keine Hebelwirkungen. Es wird nur Druck auf die blockierten, verspannten Muskeln gegeben. Dann muss sich der Betroffene selber aktiv bewegen, indem er mit dem Bein oder den Händen pendelt. Denn ohne diesen Druck auf die Muskeln bewegt sich der Betroffene immer um die Problemzone herum.

Dies bezeichnen wir als „Schonhaltung“. Doch die Schonhaltung schont nicht den Betroffenen, sie dient in Wirklichkeit dem Problem. Wenn ich Druck auf den Muskeln habe und diesen durch Arm- oder Beinbewegung ziehe, werden die Muskeln wieder locker. Das Skelettsystem wird folglich wieder frei und beweglich. Die Wirbel gleiten sanft in ihre Normalstellung. Der Nerv ist aus der Klemme befreit, und die Steuerung des jeweiligen Organs über die Nervenleitung funktioniert wieder. Das können wir uns an ein paar praktischen Beispielen anschauen.


Fallbeispiele aus der Dorn-Praxis


Ein 11jähriger Junge kommt mit seiner Mutter zu Dieter Dorn. Er hat Neurodermitis am ganzen Körper. Der Facharzt hat gar nicht nach der Wirbelsäule geschaut, was für Dorn-Anwender nahezu unverständlich ist. In der Schule wird ausreichend Anatomie vermittelt, sodass bekannt ist, dass vom Gehirn ausgehend über Nervenleitungen alles in unserem Körper gesteuert wird. Sobald auch nur ein Nerv blockiert ist, funktioniert die Organsteuerung nicht mehr. Am 9. Brustwirbel treten beispielsweise die Nerven aus, über die die Nebennieren gesteuert werden. Wo könnte man diese Steuerung blockieren, wenn nicht an der Austrittstelle an der Wirbelsäule?

Über die Nervenleitungen am 9. Brustwirbel gibt das Gehirn den Nebennieren die Aufträge zur Kortisol-Produktion für die Haut. Der Facharzt hat dem Jungen stattdessen Kortison verschrieben – das künstliche Kortisol. Der Zustand hat sich dennoch verschlechtert und der Arzt hat der Mutter Folgendes mitgeteilt: „Damit müssen Sie leben.“ Doch diese Notlüge hat sich durch Dorn eines Besseren belehren lassen.


Die Mutter hat in Erfahrung gebracht, dass man nicht nur wegen Rückenschmerzen zu Herrn Dorn geht. Sondern, dass es übergeordnete Zusammenhänge gibt, und über die Wirbelsäule große Einflussmöglichkeiten auf viele Gesundheitsprobleme bestehen. Die Problemlösung bei Dorn hat in diesem Fall etwa fünf Minuten gedauert. Die Wirbelsäule wurde angeschaut und abgetastet und eine Blockade am 9. Brustwirbel festgestellt. Dorn hat mit Druck auf die blockierten Muskel eingewirkt, der Junge musste seine Arme langsam, weit ausholend gegenläufig pendeln. Die Blockade hat sich gelöst, der Nerv war frei und die Stelle nicht mehr schmerzhaft. Und nach etwa vierzehn Tagen war auch die Neurodermitis komplett ausgeheilt.

Die Probleme beginnen oftmals mit der Geburt



Die Probleme beginnen oftmals mit der Geburt. Da kommt beispielsweise eine Ärztin aus 300 km Entfernung mit ihrem vier Monate alten „Schrei-Baby“ zu Dorn. Dorn fühlt die Wirbelsäule ab und spürt die harte Stelle am 6. Brustwirbel. Die Steuerung des Magens ist blockiert und die Verdauung funktioniert infolgedessen nicht. Das Kind schreit und bekommt das Fläschchen. Es kann das Essen nicht verdauen, bekommt Sodbrennen, schreit wieder, bekommt wieder das Fläschchen. Die Verdauung funktioniert weiterhin nicht, das Kind bekommt Sodbrennen usw. Dies ist kein Teufelskreis, sondern eine Teufelsspirale.

Aus einem Kreis würden wir nicht herauskommen, die Spirale aber zeigt uns, wie wir uns immer tiefer in das Problem hineinbohren. Und sie zeigt uns, dass wir wieder herauskommen, wenn wir in der Spirale umkehren. Dorn massierte die blockierten Muskeln locker. Und das Problem war gelöst.

Mein Weg zur Dorn-Methode



Ich selbst habe die Dorn-Methode im Jahr 1990 erlernt. Zu Dieter Dorn kam ich 1998, um der ihn und sein Wirken einen Artikel für ein Magazin zu schreiben. Tagsüber arbeitete er in seinem kleinen Sägewerk, von 17 bis 18 Uhr versorgte er seine fünf Kühe im Stall. Zwischen 18 bis 21 Uhr kamen unter der Woche an jedem Abend etwa 30 Hilfesuchende zu ihm. „Ich bin oft eine Endstation“ sagte Dorn. Das heißt, dass viele Menschen bereits lange und vielerorts vergeblich Hilfe gesucht hatten.

Bei ihm fand das Helfen in einer alten Bauernküche statt, in der er selbst zur Welt gekommen war. Die Sitzungen dauerten in der Regen nicht mehr als Minuten. Erst wurden – auf dem Sofa liegend – die Beingelenke geprüft und korrigiert. Dann wurden beim Beinpendeln das Becken sowie die Lendenwirbel gerichtet. Und schließlich wurden im Sitzen beim Armpendeln die Brust- und Nackenwirbel gerichtet, und schlussendlich Arm- und Handgelenke sowie das Kiefergelenk.

Ein 70jähriger kam ganz langsam und vorsichtig mit sichtlich großen Schmerzen. Nach kaum 10 Minuten war auch dieser wieder draußen. Er ging kopfschüttelnd mit den Worten: „Reinkommen bin ich mit Schmerzen wie d´Sau und naus spring ich wie a Junger.“


Ich habe eine alte Frau mit schwerster Skoliose erlebt (seitliche Wirbelausweichung). Auch Dieter Dorn bekam sie nicht wieder ganz gerade. Doch in fünf Minuten immerhin so weit, dass sie, wie sie bezeugte, wieder für drei bis vier Monate schmerzfrei war. Mit Skoliosen hatte Dorn die schönsten Erfolge. Nicht wegen seiner Behandlung, wie er meinte, sondern weil die jungen Mädchen und Frauen begeistert ihre Selbsthilfeübungen anwendeten. Die Betroffenen möchten doch auch gerne wie die anderen im Schwimmbad auf der Wiese liegen und sich sonnen.

Wie sag ich´s dem Orthopäden?


Im DORN-Selbsthilfetag begegnete ich vor etwa einem halben Jahr einer 19jährigen Betroffenen mit ihrer Mutter, sie waren Teilnehmerinnen. Es war nicht günstig, dass der Orthopäde sie in der Fehlhaltung gelassen und diese zusätzlich in einem Korsett festgebunden hatte. Das behindert doch die Bewegung ganz enorm, dann verkümmern die Muskeln und die Wirbelsäule wird noch mehr gebogen. Nach Dieter Dorns Psychologie des gesunden Menschenverstandes – das war übrigens das Thema meines Vortrags auf dem 14. DORN-Kongress am 19./20.Oktober 2019 in der Stadthalle Memmingen – machen wir einfach den Rücken frei.

Die Betroffene pendelt dabei langsam und weit ausholend mit den Armen, ich drücke die Wirbelsäule dabei sanft dorthin, wo sie hergekommen ist. In kürzester Zeit ist das Mädchen wieder ganz gerade. Das mache ich ihr natürlich bewusst, indem ich frage, wie sie sich jetzt fühlt, und wie diese neue Wahrnehmung sie fördere. Sie spürt sich als neuen Menschen und ist glücklich. Ihre Mama ebenfalls. Wenige Minuten darauf geraten die beiden fast in Panik: „Ja, aber was sagt denn der Orthopäde dazu?“ Sie hatten sichtlich Angst bekommen, sich dem Orthopäden so aufrecht zu zeigen.

Klassische Orthopädie versus Dorn-Methode


Anbei ein weiterer interessanten Fall eines Babys mit der Diagnose Hüftgelenksdysplasie. Ich erzähle davon, um zu verdeutlichen, wie ausgeprägt das Psychologiedefizit und ein entsprechender Lernbedarf in der Orthopädie ist. Auf der jährlichen DORN-Fortbildung in Ottobeuren berichtete der Heilpraktiker Helmuth Koch, der Vater der DORN-Kongresse, von oben genanntem Baby. Diesem wurde eine orthopädische Spreizwindel verschrieben. Mit solch einer Windel lassen sich die Beine so positionieren, wie sie ausschauen sollten. Das dabei entstehende Problem ist jedoch, wenn man die Beine fixiert, dass die Muskeln an einer natürlichen Bewegung gehindert werden.

Herr Koch erklärte der Mutter, wie wichtig Bewegung für gesundes Wachstum und gute Körperfunktionen ist. Die Frau blieb zunächst unsicher: „Aber der Orthopäde weiß das doch!“ Herr Koch zeigte der Mutter, wie man die Beinlänge prüft und mit einem einfachen Griff korrigiert. Wenn die Beine gleich lang sind, läuft das Kind gleichmäßig und die Beine werden gleichmäßig trainiert, die Muskeln stark. Und genau das benötigen wir für die Lösung. Er riet der Mutter, morgens die Beine auf Gleichstand zu bringen und das Kind laufen zu lassen, und nur während der Nacht die Spreizwindel anzuziehen. Mit diesem Kompromiss könne sie leben, sagte die Frau und ging zufrieden nach Hause.

Zwei Tage später rief sie in der Heilpraxis an, dass sie nicht mehr kommen werde. Ihre Schwiegermutter habe ihr Vorwürfe gemacht, wie sie das Wohl ihres Enkelkindes so gefährden könne, dennder Orthopäde wisse doch, was richtig sei! An dieser Stelle wird eine weit verbreitete, auf Angst basierende Abhängigkeit von der Schulmedizin deutlich. Wenn Mediziner nicht endlich Psychologie und Psychosomatik als Begleitfach studieren, schaden sie nicht nur ihren Patienten, sondern letztlich auch sich und ihrem medizinischen Werdegang.

Beinlängendifferenz – Ursachen und Behandlung


„Auf 750 Fälle kommt eine echte Beinlängendifferenz“, sagte Dorn aus seiner Erfahrung. Das bedeutet in der Praxis, dass Menschen nur ganz selten unterschiedlich lange Beine haben, etwa bei Kinderlähmung oder wenn ein Bein gebrochen war. In anderen Fällen wiederum sieht es nur so aus, als ob ein Bein länger oder kürzer sei, weil die Muskeln einseitig verspannt sind. Diese „funktionale Beinlängendifferenz“ lässt Dorn die Betroffenen durch einen einfachen Hebelgriff selbst korrigieren. Das Bein wird (stehend oder liegend) angewinkelt, die Hand hakt kurz vor dem Sitzhöcker ein und hält, während das Bein geradegestreckt wird.

Nun sind die Beine gleich lang und beim Gehen werden infolgedessen die Muskeln auf beiden Seiten gleichmäßig trainiert. Dabei wird die Wirbelsäule ausbalanciert. Lässt man ein Bein länger, steht das Becken schief und die Säule wird bei jedem Schritt immer mehr auf die tiefere Seite gebogen.


Dorn löst das Problem mit (s)einem gesundem Menschenverstand. Er lockert verspannte Muskeln und lässt das Lebewesen laufen und sich ausbalancieren. Der Facharzt lässt die Betroffenen leider allzu oft blockiert in seiner Fehlhaltung und legt unter das vermeintlich kürzere Bein etwas drunter. Das ist keine Lösung, sondern eine Verschleierung des Problems. Und dann geschieht etwas, worüber man lachen könnte, wenn es nicht so traurig wäre:
Oftmals wird die ohnedies nicht hilfreiche Absatzerhöhung auch noch auf der verkehrten Seite angebracht.Leider erlebe ich das in meiner Praxis immer wieder.

Im DORN-Selbsthilfe-Kurs demonstriere ich, wie es zu diesem Fehler kommt. Ich ziehe die rechte Schulter hoch und frage, unter welches Bein die Absatzerhöhung gemacht wird. Alle sagen: unter das linke. Und genau das ist verkehrt. Ich demonstriere den Fehler, um ihn zu veranschaulichen: Wenn ich links etwas unterlege, hebe ich das Becken links an und die Wirbelsäule weicht noch weiter nach rechts aus. Dabei wird die linke Schulter nicht angehoben, sondern sie sinkt noch weiter herunter. Wenn wir gelernt haben, wie wir auf Bewegungen achtensollen, dann sehen wir, wie Beckenwaage und Schulterwaage immer eine Gegenbewegung machen.

Weitere spannende Fälle aus der Dorn-Praxis


Vor 20 Jahren traf ich einen Eisenbahner, der immer unter Rückenschmerzen litt. Der Orthopäde zeigte ihm seine 3 cm Beinlängendifferenz und schlug ihm vor, 3 cm aus dem Oberschenkelknochen herauszusägen. Das werde wieder zusammenwachsen. Die Rückenschmerzen waren dann natürlich nicht weg, aber die Beine waren tatsächlich eine Zeit lang gleichlang. Dann muss er womöglich gestolpert sein und dabei Muskelverspannungen gelöst haben, denn nun war das andere Bein 3 cm länger. Er erzählte mir: „Ich lass nie wieder jemand an mich ran.“


„80 Prozent der Operationen sind überflüssig“ sagt Dr. Marianowicz in München. Das hat Dorn immer wieder prophezeit. Der Neurochirurg einer Uni-Klinik berichtete in seinem Vortrag, als er mit der Dorn – Methode begonnen habe, habe sich die Zahl der Operationen halbiert. Er sagte, solange ein Patient den Schmerz aushalte, rate er grundsätzlich von einer Operation ab.

Erfolgreiche Migränebehandlung in der Dorn-Therapie

Ich muss immer wieder an den 70jährigen denken, der „mit Schmerzen wie d´Sau“ kam und nach 10 Minuten „naussprang wie a Junger“; das sind 20 Jahre und mehr ohne Operation.
Mit Dieter Dorn habe ich eines der ersten Bücher zur Dorn-Methode geschrieben. Ich gab drei Jahre lang den Selbsthilfe-Kalender der DORN-Therapie heraus. Der Stuttgarter Masseur Huber hat über die Dorn Methode einen Bericht geschrieben, in dem die Überschrift bereits alles sagt: „30 Jahre Migräne durch 1 DORN-Behandlung beendet“.

Eine Frau war wegen anderer Probleme zu ihm in die Praxis gekommen und hatte nebenbei die Migräne erwähnt. Als er ihr vorschlug, zur DORN-Behandlung zu kommen, lachte sie und erzählte, dass sie bereits bei viele Ärzten und Therapeuten aufgrund ihrer Migräne konsultiert hatte. Huber fragte und erfuhr von einer Mandel-OP, die bereits 30 Jahre zurücklag. Ihre HWS-Blockaden könnten noch von damals stammen, sagte er. Wir sollten grundsätzlich bei jedem Gesundheitsproblem erstmal die Wirbelsäule prüfen.

Dorn wirkt ganzheitlich


Die Deblockierung der Halswirbelsäule hat Dieter Dorn besonders fein gemacht. „Kuscheln“ hieß das bei ihm. Er legt den Unterarm seitlich an die betroffene Halsseite, der Betroffene legt den Kopf locker darauf und macht Drehbewegungen gegen den Widerstand. Das lockert die verspannten Muskeln und die HWS wird wieder voll funktionsfähig. Dorn spricht zwar immer von den Wirbeln, doch geht es vor allem um ein neues Zusammenspiel von Muskeln, Wirbeln, Nerven und Meridianen. Von den Wirbeln spricht man hauptsächlich aus Orientierungsgründen (siehe Tabelle!).


Wenn die Blockaden gelöst sind, hört der Kopfschmerz sofort auf. Jahrelang habe ich Zahnarztkurse von Prof. Dr. A. Gutowski besucht. Einmal fragte er mich, ob ich seinem Zahntechniker helfen könne, der unter – wie er sagte – brutalen Kopfschmerzen litt. Ich fragte, wo der Kopf schmerzte. Und er sagte, dies sei ein seitliches Schmerzen. Genau hier verläuft der Galle-Meridian. Also wird sich der DORN-Helfer zuerst den Wirbel anschauen, bei dem die Nervenleitung zur Steuerung der Galle austritt. Das ist der 4. Brustwirbel. Das Hemd wir ausgezogen, die Arme schwingen bei Druck an der blockierte Stelle und der Schmerz warbald vorüber.

Wenn der Kopf in der Mitte wehtut, geht es beispielsweise um den Blase-Meridian. Der Blasewirbel ist der 3. Lendenwirbel. Das muss man aber alles gar nicht studiert haben. Man muss nur – z.B. durch Abrollen der Wirbelsäule an der Türkante – dafür sorgen, dass sich alle Blockaden lösen. Wenn man sich die Tabelle mit den Wirbel-Organ-Zusammenhängen anschaut, erfährt man, für welche Organe man etwas tun sollte. So trifft man am häufigsten blockierte Stellen zwischen den Schulterblättern, wo die Steuerung der Verdauungsorgane beeinträchtigt sein kann: 4. BW Galle, 5. BW Leber, 6. BW Magen usw.


Wir sehen also, dass der Ausschalter für Schmerzen nicht an der Stelle ist, wo es wehtut. Ich habe Leute getroffen, die nach einer Knieoperation immer noch unter Schmerzen litten. Offensichtlich hatte man das verkehrte Problem operiert.

Die Kunst des Fühlens – Essenz der Dorn-Therapie

Dorn war ein Unterhaltungstalent, gemeinsam mit drei Freunden hat er zeitlebens Tanzmusik gemacht. Auch wenn die Leute mit großen Schmerzen kamen, wurde ständig gelacht. Lachen ist die beste Entspannungsmethode, denn da spart man sich das Lockermassieren. Gelernt hat er seine Methode nicht, im Gegenteil! Er sagte: „Wenn ich eine Ausbildung gemacht hätte, hätte ich mich vieles nicht getraut.“ Er hat sich in alles nach und nach eingefühlt. Folglich ist seine Methode eine gewachsene Fühl-Methode mit dem Grundsatz: „Tue nur, was du fühlst!“

Das Prinzip sorgfältiger Wahrnehmung fehlt sonst weithin in einer Medizin, die dem Arzt meist nur wenige Minuten für den Patienten lässt. Man kann an der Wirbelsäule so manches fühlen, was sich auf dem Röntgenbild nicht erkennen lässt. DORN bringt das Genaue und das Einfache ins Spiel. Er vereint das praktische Miteinander und die verstandene Selbstverantwortung.

Dienenende Haltung in der Heilarbeit

„Dienen ist wichtiger als Verdienen“ – damit hat er nicht nur Demut und moderate Behandlungspreise angemahnt. Er selbst hat nie etwas verlangt und von Behinderten und Kindern grundsätzlich nichts genommen. Behandeln kann man, wenn man ein gutes Gefühl hat, meinte er. Er wollte keine reglementierte Methode, die DORN-Methode sollte frei sein. Sie ist nicht für Berechtigte, sondern für Begabte. „Wenn du es gut machst, spricht sich das herum, und wenn du es schlecht machst, spricht sich das auch herum.“

Vor zwei Jahren berichtete auf dem DORN-Kongress ein indischer Arzt, der selbst schon 6000 Leute in DORN ausgebildet hat. In den armen Ländern wird DORN begeistert aufgenommen; denn man benötigt ja nur die eigenen Hände dazu. Und eine feine Wahrnehmung. In Indien meint man, DORN würde in Deutschland doch sicher als Volksmedizin etabliert sein. Das ist es (leider noch) nicht. Unter anderem auch, weil wir zu reich dafür sind und bei uns der gesunde Menschenverstand erst Gültigkeit hat, wenn er amtlich genehmigt ist.

Franz Josef Neffe
Deutsches Coué-Institut
Original DORN-Ausbildung
84384 Wittbreut, Waldstraße 2
Telefon: 08574 – 305 
Home: www.coue.org 
Mail: coue@fjneffe.de

DORN-Informationen im Internet:
https://www.dorn-forum.info/ Artikel aus dem Jahrbuch
 /http://www.dorn-bewegung.org/ 
https://dorn-kongress.de/ 
https://www.dornfinder.org/ Anwender und Ausbilder
http://coue.org/?Die_Methode_Dornhttps://www.youtube.com/watch?v=5UWERYRgQ-c&t=1560s Die DORN-Methode: Heilen mit dem Wirbelflüsterer
http://www.rückgrad.de/

Author: Lena

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