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Viele übergewichtige Menschen betreiben nicht einfach zu wenig Sport oder stopfen ständig Essen in sich hinein – häufig ist eine falsche Bakterienbesiedlung im Darm der Grund für die wuchernden Pfunde. Eine neue Therapie mit speziellen Mikroorganismus-Kulturen stellt die Harmonie unter den Darmbakterien wieder her und sorgt so für das Wohlfühlgewicht und das Ende des Jojo-Effekts.

 

Werner Mader war der Verzweiflung nahe. Was der 42jährige  Münchener auch anstellte, seine zwölf  Kilo Übergewicht bekam er einfach nicht herunter. „Eine noch so scharfe Kalorienkontrolle brachte ebenso wenig wie die verschiedensten Diäten und Fastenkuren.“ Dass sich der Fleischermeister heute wohl fühlt und wieder in seine alten Lieblingsanzüge passt, hat er einer Therapie zu verdanken, die sich bereits im Ansatz völlig von den üblichen Bemühungen und Angeboten auf dem Schlankheitsmarkt unterscheidet.

Werner Mader machte sich die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse zunutze, denen zufolge bei Übergewichtigen ganz spezielle Bakterien im Darm häufiger vorkommen als bei Normalgewichtigen. Diese holen selbst aus einem Salatblatt noch eine beachtliche Anzahl an Kalorien heraus, die dann als Fettpölsterchen für „Notzeiten“ gespeichert werden. „Ich war“, meint Mader verschmitzt, „so etwas wie ein blendender Futterverwerter.“

Die Wissenschaft weiß jetzt genau: Überflüssige Pfunde loswerden kann nur der, dessen Darmflora optimal funktioniert und bei dem dadurch die richtige Nährstoffverwertung sichergestellt ist. Dazu gehört die Vermehrung der Schlankmacher- und die Verdrängung der Dickmacher-Bakterien.

 

Kalorien saugen, um zu überleben

Relativ viele Menschen haben ein Übermaß an den Dickmacher- oder auch Urbakterien im Darm. Es sind Mikroorganismen, die uns vor 30.000 bis 40.000 Jahren am Leben erhalten haben. Sie waren darauf ausgerichtet, so viele ­Kalorien wie möglich aus der Nahrung herauszuholen und in Fettdepots zu speichern. „Diese Urbakterien, die sogenannten Firmicuten, sind nur allzu oft dafür verantwortlich, dass die Kalorienbilanz des Betroffenen viel höher ausfällt, als er es mit Nährwerttabellen berechnet, und sein Übergewicht sich daher trotz scheinbar geringer Kalorienmenge nicht verringern will“, so die Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Probiotische Medizin (ÖPROM), Anita Frauwallner.

Unter ihrer Leitung entwickelte ein Forscherteam aus Graz jetzt in fünfjähriger Arbeit eine mikrobielle Therapie zur Korrektur von Übergewicht, welches aufgrund von Ungleichgewichten zwischen den Schlankmacher-Bakterien Bacteroidetes und den Firmicuten entstanden ist.

Die Bacteroidetes überwiegen bei schlanken Menschen – sie haben sich an unser neuzeitliches Essverhalten angepasst. Sie haben erkannt, dass dem Körper täglich zuviel Nahrung zugeführt wird, und können „leere“ Kohlenhydrate isolieren und ungebraucht aus dem Körper abtransportieren.

 

Ungleichgewichte harmonisieren

Das jetzt in Österreich entwickelte ­probiotische Präparat liefert täglich ­genügend Schlankmacher-Mikroorganismen, sodass sich die bestehenden Ungleichgewichte im Darm ausgleichen können. In jeder dieser modernen ­Probiotika-Kapseln sind eine Milliarde Keime aus meist speziellen Milchsäure-Bakterien enthalten. Das  säureresistente Probiotikum stärkt den Darm in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Es ist die „dritte Generation“ dieser unentbehrlichen Helfer des Menschen, welche bislang kaum vorstellbare Erfolge in der Prävention und Therapie von Darm-Krankheiten möglich macht.

Heute können die Forscher probiotische Wirkstoffe ganz gezielt für medizinische Aufgabenbereiche designen. Grundlage dafür waren molekulargenetische Untersuchungen der einzelnen Bakterienstämme. So ist es möglich, den Aktivitätsradius einzelner Bakterienspezies exakt zu definieren und jene Stämme zu kombinieren, die sich ideal ergänzen.
Da können die Bakterienkulturen in fermentierten Lebensmitteln wie Käse, Sauerkraut oder Würsten und auch solche im klassischen probiotischen Joghurt nicht annähernd mithalten: Sie haften im Gegensatz zu den medizinisch relevanten Probiotika der dritten Generation nicht an der Schleimhaut an, haben keine Vermehrungsfähigkeit und überleben die Magen-Darm-Passage nur in geringem Umfang. Ihre positiven Effekte auf die Gesundheit bleiben so gering. „Vor allem spezielle Bifidobakterien und Lactobazillen spielen eine entscheidende Rolle bei der Gesundheit der Darmflora und der richtigen Verwertung der Nahrung“, sagt Anita Frauwallner.

 

Zu gut verdaut

Normalerweise ist die Darmflora mit ­dafür verantwortlich, dass der Mensch gesund bleiben kann. Sie hält Krankheitserreger in Schach, bildet lebenswichtige Immunzellen und hilft auch bei der Nahrungsverwertung. Für diese ­unterschiedlichen Aufgaben sind viele verschiedene Bakterienarten verantwortlich. Allen diesen Bakterien ist gemeinsam, dass sie in die zwei großen Gruppen – die der Bacteroidetes und jene der Firmicuten – aufgeteilt werden können. In einer gesunden Darmflora haben diese beiden Gruppen ein optimales Verhältnis von 1:1 zueinander, das heißt, dass von beiden in etwa gleich viele Bakterien im Darm vorhanden sind. Bei Übergewichtigen kommt es jedoch häufig vor, dass die Darmflora in ihrer Zusammensetzung nicht so perfekt ausgeglichen ist. Oft wird bei Untersuchungen festgestellt, dass eine der Bakteriengruppen – nämlich die Firmicuten – stark überwiegen. „Das Verhältnis kann dabei bis zu 2.000 : 1 verschoben sein. Der Darm enthält dann rund 2.000 Mal mehr Firmicuten als Bacteroidetes“, so Forschungsleiterin Frauwallner. Diese Verschiebung kann beachtliche Folgen haben und sich deutlich auf das Körpergewicht des Betroffenen auswirken. Denn die Dickmacher-Bakterien haben die besondere Eigenschaft, dass sie für den Menschen eigentlich Unverdauliches, nämlich die sogenannten Ballaststoffe und komplexen Kohlenhydrate, abbauen können. Dadurch entstehen im Darm viele kleine Kohlenhydrate, viel mehr als in einem Darm mit einem optimalen Bakterienverhältnis. Und diese kleinen Kohlenhydrate nimmt der Mensch dann zusätzlich zu den verzehrten Kalorien auf.

 

Schlankmacher-Bakterien essen

Die Konsequenz ist, dass Menschen, bei denen sich zu viele Firmicuten im Darm  befinden, erheblich mehr Kalorien aus ihrer Nahrung aufnehmen, als sie gedacht haben. Diese „versteckte“ Energiequelle kann locker 200 Kalorien mehr ausmachen – und das jeden Tag! Das sind Kalorien, die Menschen mit einem optimalen Bakterienverhältnis in der Darmflora nicht aufnehmen. Daher können sie ihr Gewicht leichter halten oder ein Zuviel an Kilos durch weniger Essen schneller wieder verlieren. Hinzu kommt, dass die Verschiebung der Bakterienverhältnisse hin zu den Firmicuten sich selbst verstärken kann: Je mehr Kohlenhydrate wie beispielsweise Zucker, Nudeln, Reis oder Kartoffeln im Darm vorhanden sind, desto wohler fühlen sich die Firmicuten und desto besser können sie sich im Darm vermehren – ein Teufelskreis beginnt. Werner Mader hat diesen Teufelskreislauf inzwischen durchbrochen. „Drei Monate habe ich die Schlankmacher-Bakterien genommen“, so der Münchner Fleischermeister, „und dazu jeden Tag einen halbstündigen Spaziergang gemacht – dann waren meine Fettpolster weggeschmolzen.“


Abb: © Albert Ziganshin – Fotolia.com

Mehr Infos beim ­Institut AllergoSan in Graz unter
Tel.: 0043-316-405 305 oder
mail@allergosan.at,
www.allergosan.at

Eine Antwort

  1. Profilbild von shumil
    shumil
    Skepsis ...

    Hallo Herr Schwelz,

    ich lese Ihre Artikel sehr aufmerksam, aber gerade stösst mir etwas auf: knapp ein Jahr nach diesem Artikel schreiben Sie hier den folgenden: www … sein.de/probiotika-blockieren-stress-im-darm/

    Der beginnt ebenfalls mit der Leidensgeschichte eines Menschen und endet mit seiner Heilung durch die Forschungsergebnisse, Klinikaufenthalt und Produkte von Frau Anita Frauwallner und dem Institut AllergoSan – das ist ja an sich nichts Verwerfliches, aber in meinem Kommentar zum verlinkten Artikel habe ich meine Meinung zu den Ergebnissen und Aussagen dieser Forscher erläutert, was ich an dieser Stelle nicht wiederhole, sondern dorthin bitte

    Alles Liebe.

    (PS: grad sehe ich, dass mein dortiger Kommentar noch auf seine Freischaltung wartet …)

    Antworten

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