Wenn wir – wie viele von uns heute – die Welt verändern wollen, müssen wir zuerst uns selbst kennenlernen und beginnen, uns zu verändern. Mit der Lehre der EINS, der YiXue, integriert der international lehrende Großmeister Wei Ling Yi eine jahrtausendealte kosmische Weisheitskultur in die heutige Zeit und offenbart den Weg von der Gesundheit über die Erleuchtung bis hin zur Verschmelzung mit dem Ursprung unseres Seins – die Transformation zum ultimativen Glück.

Ein Interview von Paula Seifert mit Wei Ling Yi

Sie lehren eine Jahrtausende alte Weisheitskultur und nennen sie YiXue. Was bedeutet dieser Name?

Die YiXue basiert auf dem Wissen und der Weisheit des „Großen Lotus-Systems“. Das ist eine jahrtausendealte Weisheitskultur. „Yi“ kommt aus dem Chinesischen und heißt wörtlich übersetzt „Eins“. Yi steht für den kosmischen Ursprung, die Vollkommenheit und die Einheit. Xue bedeutet Lehre, Studium, Erforschung und Selbsterfahrung. Es geht in der Yi- Xue darum, die Geheimnisse des Lebens und des Kosmos zu erforschen, um uns letztendlich wieder mit unserem Ursprung zu vereinen. Viele Menschen suchen einen Weg zu Transformation und Glück und Antworten auf die großen Fragen des Lebens: Wo komme ich her? Warum bin ich hier? Was habe ich für eine Aufgabe? Und wohin gehe ich, wenn ich die Erde wieder verlasse?

Was genau lehren Sie und wie können wir uns konkret den Zugang in höhere Dimensionen des Bewusstseins und damit des Glücks eröffnen?

In der spirituellen Entwicklung geht es immer darum, wie wir unsere Seele entwickeln können, damit sie letztendlich wieder frei wird. Doch damit die Seele ihre Kraft und ihr Licht entwickeln kann, brauchen wir einen gesunden Körper und ein stabiles emotionales Herz. Um gesund zu werden, unterrichten wir, wie man mit der Lebensenergie Qi und der kosmischem Ursprungsenergie, die wir YiQi nennen, arbeitet. Diese Energie wirkt in jedem Menschen und ist für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und Glücklichsein sowie den spirituellen Aufstiegsprozess von entscheidender Bedeutung. Wir lernen, Energie und feinstoffliche Essenzen aus dem Kosmos und der Natur aufzunehmen, damit im Körper zu arbeiten, sie zu speichern und in Licht zu transformieren, um mit höheren Dimensionen in Resonanz gehen zu können.

Ist das jedem Menschen möglich?

Jeder von uns kommt ursprünglich aus dem Zentrum des Kosmos. Diesen Ursprung nennen wir Yi und traditionell auch Dao. Man könnte es auch Gott oder göttliches Bewusstsein nennen. Weil wir alle von dort kommen, tragen wir als Mikrokosmos dieselben Informationen wie der Makrokosmos. Deshalb ist es für jeden auch möglich, sich dorthin rückzuverbinden und die heilsamen Kräfte und Informationen des Kosmos zu empfangen. Wir tragen alle das Göttliche, das Heilige in uns. Es liegt in unserem spirituellen Herzen und entspricht unserer wahren Natur. Viele Menschen haben das vergessen.

Sie nennen diesen Weg Lebenskultivierung. Was genau meinen Sie damit?

In der Lebenskultivierung geht es neben der Gesundheit um das Schleifen des Egos, und es ist die Kunst, so lange zu kultivieren, bis wir aufrichtige Menschen sind mit einem großen, liebenden und gütigen Herzen. Zuerst gehen wir durch einen ganzheitlichen Reinigungsprozess, um alte Informationen, Energien, Erkrankungen, Konditionierungen und karmische Verwicklungen aufzulösen. Und wir müssen lernen, unsere Emotionen zu regulieren und in die Balance zu bringen. Das fördert auch unser Glücklichsein im Alltag. Jeder Ärger, jede Wut schwächt unser Energieniveau. Ist unsere Vitalkraft schwach, dann öffnet das unsere Türen für Krankheitsinformationen. Der Weg der Lebenskultivierung ist nicht einfach. Ich sage immer, es ist die schwerste Arbeit auf der Welt. Wir brauchen viel Selbstdisziplin, Geduld, Hingabe und Glaubenskraft.

Wenn wir die Praxis und die Kultivierung in den Alltag integrieren, erhöhen wir Schritt für Schritt unsere dynamische Lebenskraft und unser Bewusstsein und wir beginnen, die Geheimnisse des Lebens zu erforschen. Unsere intuitive Intelligenz und unsere Weisheit werden ansteigen und wir erkennen, woher wir kommen, welche Aufgaben wir auf der Erde haben und wie wir in den Himmel und letztendlich in die Einheit zurückkehren können. Diesen Weg nennen wir heute Kultivierungsweg. Früher wurde dieser Weg auch das „Studium der Heiligen“ genannt. Wer auf diesem Weg erfolgreich sein möchte, der muss sich an die kosmischen Gesetzmäßigkeiten halten.

Was heißt es, sich an die kosmischen Gesetze zu halten?

Im Kosmos gibt es ganz klare Regeln. Alles verläuft nach einem universellen Plan und es geht immer darum, im Sinne des DAO, des höchsten Bewusstseins, im Sinne der Balance zu handeln. Es ist wichtig, unsere Beziehung zur Natur und zum Kosmos und ihre energetischen Gesetzmäßigkeiten kennenzulernen und im Einklang mit ihnen zu leben. Das beginnt mit einfachen Lebensgewohnheiten: Die Frage ist: Wie leben wir? Wie schlafen wir? Was essen wir? Wir stehen zum Beispiel zu spät auf und missachten damit den natürlichen Rhythmus unseres Körpers. Weil wir uns nicht richtig kleiden, bekommen wir Wind und Kälte ab, wenn wir draußen sind, und werden krank. Die Frage im größeren Rahmen ist: Leben wir im Sinne des Wahren, Guten und Schönen? Was denken und wie handeln wir? Leben wir aus der Kraft der universellen und barmherzigen Liebe heraus, die immer in die Harmonie und den Frieden strebt? Das ist der erste Schritt. Doch diesen Prinzipien folgen nur wenige Menschen. Viele streben noch nach Geld, nach Macht und Ruhm, sind gierig und selbstsüchtig. Das Ego ist noch stark. Doch solange der Mensch, die Erde und der Kosmos nicht in Balance und Harmonie sind, solange wird es Kriege geben zwischen den Menschen und auch zwischen den Galaxien und Planeten. Wenn wir die Welt verändern wollen, müssen wir damit beginnen, uns selbst zu verändern.

Brauchen wir für den spirituellen Weg einen Lehrer, einen Meister?

Ich habe noch nie gehört, dass wir in dieser Welt und auf diesem Weg keine Lehrer brauchen. Wenn wir in die Geschichte schauen, wie Menschen erfolgreich wurden auf ihrem Kultivierungsweg, dann hatten sie immer einen Lehrer. Jesus hatte einen Lehrer und auch seine Mutter Maria. Buddha Shakyamuni hatte einen Lehrer und selbst Gott hat einen Lehrer . Unser höchster Lehrer ist der Kosmos selbst. Wenn ein Mensch gute vorgeburtliche Wurzeln hat, sich also schon in anderen Leben gut kultiviert hat, dann kann er sich sehr schnell wieder aufbauen und in einem Leben erfolgreich kultivieren so wie Jesus und auch Buddha. Solche Menschen leben nach den kosmischen Gesetzen und verlangen nie Geld für ihre spirituelle und heilende Arbeit und Unterstützung. Es geht in der wahren Kultivierung darum, Gutes und Barmherziges zu tun.

Wenn wir uns im Leben erfolgreich kultiviert haben, dann sind wir völlig im Gleichgewicht und strahlen Glückseligkeit aus und dann können wir allein durch unsere Ausstrahlung, das Licht und die positiven Informationen, die wir aussenden, anderen Menschen helfen. Wir sagen dann, so ein Wesen ist ein himmlisches Wesen. Die Seele hat sich so weit kultiviert und Kraft aufgebaut, dass sie aus dem Rad der Wiedergeburt aussteigen und auf die himmlische Seite wechseln kann.

Sie eröffnen in diesem Jahr ein neues spirituelles Zentrum in Beelitz in der Nähe von Berlin. Sie nennen es Welt-Lotus-Zentrum. Wo kommt dieser Name her und für wen ist das Zentrum gedacht?

Wenn wir uns kultivieren, dann ist es unser Ziel, zu unserem Ursprung zurückzukehren. Das ist das Ziel einer jeden Seele. Diesen Ursprung nennen wir in der YiXue auch kosmisches Lotuszentrum. Es geht sinnbildlich darum, sich durch unsere Kultivierung und die Entwicklung unseres Lichts wieder mit dem Zentrum im Kosmos zu verbinden, so dass das irdische Energiefeld mit dem kosmischen Energiefeld in Resonanz gehen kann. Deshalb nennen wir das neue Zentrum Welt-Lotus-Zentrum. Es ist ein irdisches Zentrum, das mit dem kosmischen Zentrum korrespondiert. Doch der Name ist nicht das Wichtigste. Wichtig ist, was wir in diesem Zentrum tun, in welcher Qualität wir uns dort kultivieren und weiterentwickeln. Jeder kann das Zentrum besuchen und an Seminaren teilnehmen. Junge Menschen, Kinder, Erwachsene, Menschen, die gesund werden wollen, und Menschen, die sich spirituell weiterentwickeln möchten. Das Ziel ist es, sich gemeinsam zu kultivieren und ein hohes Bewusstsein zu entwickeln. Dann schenken wir uns und der Welt etwas Wunderbares, weil wir durch unsere zunehmend lichtvolle Ausstrahlung etwas Wunderbares verbreiten.

Sie lehren und unterrichten Menschen aller Altersstufen. Warum ist es gut, dass schon Kinder auf diesem Weg geschult werden?

Die Weiterentwicklung zu einem höheren Bewusstsein der Menschheit beginnt bei den Kindern. Wenn Bildung in einem ganzheitlichen System erfolgt, das beides kombiniert, Wissen und Weisheit, dann wird sich die Menschheit anders ausrichten, sich holistisch entwickeln, alles mit einbeziehen, den Körper, das Herz und die Seele. Im Moment ist es noch so, dass die Ausbildung wie ein Wettrennen ist. Es geht darum, den besten Job zu bekommen, erfolgreich zu sein, Macht zu haben und viel Geld zu verdienen. Doch das bringt uns auf Dauer nicht weiter. Ohne die Entwicklung von menschlichen Qualitäten wie ein gütiges, mitfühlendes Herz und ohne die Entfaltung von Weisheit werden die Kinder mehr und mehr emotionale Probleme haben. Und nicht nur sie selbst, sondern auch ihre Eltern. Deshalb unterrichten wir in Familienseminaren Eltern zusammen mit ihren Kindern. Auf Malta haben wir in Zusammenarbeit mit dem dortigen Ministerium begonnen, an Grundschulen auch Lehrer zu unterrichten. Kinder, die ganzheitlich ausgebildet werden, haben einen guten Start ins Leben. Sie lernen ihrer Intuition und sich selbst zu vertrauen, werden auf gesunde Weise selbstbewusst und haben ein gutes soziales Verhalten.

Veranstaltungen:
YiXue-Kongress zur ganzheitlichen Lebenskultivierung
vom 24.8.-1.9.
Höhepunkte: 29.-31.8.19 YiXue-Art-Festival
„Kunst der Seele“ auf dem Potsdamer Platz mit großer Friedensmeditation am 30.8 und Mutter-Erde
Fest/Street-Parade am 31.8. Gemeinsam feiern, tanzen und singen für die Schönheit der Erde und des
Lebens, weitere Infos unter info@yixue.de, www.mutter-erde-kultur.de

Author: Oliver Bartsch

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