Im Zauberprozess manifestiert sich ein Wunsch, wenn alle Widerstände gegen die Verwirklichung
verschwunden sind und man im goldenen Schöpferraum angekommen ist.

Von Ashakura

Früher empfand ich mein Leben als Last, wie eine übermäßig schwere Aufgabe. Überzeugungen wie „Das Leben ist ungerecht. Ich bin den Entscheidungen von anderen ausgeliefert und kann nichts daran ändern“ prägten meine Wahrnehmung. Ich war geplagt von Zweifeln am Dasein und von Selbstzweifeln an meinen Fähigkeiten. Ich erlebte mich als multiples Opfer – zuallererst der Fehler meiner Eltern und an zweiter Stelle der ungerechten Umstände. Heute hingegen erlebe ich mich dank dem Zauberprozess als Schöpferin meines Daseins. Ich bin überzeugt: „Ich bin ein Glückskind.“ Zutiefst dankbar schaue ich auf die vergangenen elf Jahre zurück, in denen in meinem Leben eine positive Entwicklung der anderen folgte.

Die Wende begann, als ich an einem Tiefpunkt angelangt war. So konnte es nicht weitergehen. Ich war fix und fertig. Eines Abends lag ich rücklings auf dem Fußboden und starrte stundenlang die Zimmerdecke an. In tiefer Verzweiflung stieß ich einen „Notruf“ gen Himmel aus: „Lieber Gott, wenn es dich gibt, bitte rette mich. Ich komme allein nicht weiter. Bitte schick mir jemanden, der mir hier heraushilft.“ So ähnlich lautete mein Stoßgebet ins Unsichtbare. Oft habe ich mich später an diesen Hilfeschrei erinnert. Im Nachhinein betrachtet ist es, als hätte eine göttliche Macht mein Flehen erhöht, als hätte sie mich von da an immer mehr in Richtung Liebe und Licht geführt. Fest steht: Alleine hätte ich es nicht geschafft, dorthin zu gelangen, wo ich heute stehe. Liebevolle Unterstützung erhielt ich von guten Therapeutinnen, bis mir vor elf Jahren meine spirituelle Lehrerin Ranjita (Dr. Heide-Maria Koubenec) begegnete.

Von da an wurde alles leichter. Mit Ranjitas Hilfe habe ich gelernt, mein Leben anders wahrzunehmen und grundlegend neu zu gestalten. Es brauchte einiges an spiritueller Praxis, den Einsatz wertvoller Bewusstseinstechniken wie dem Zauberprozess und geistige Disziplin. Diese innere Arbeit war jeden Atemzug wert.

Die Macht des Unbewussten

Es gibt den schönen Spruch von Ignatius von Loyola: „Bete, als hinge alles von Gott ab. Handle (arbeite), als hinge alles von dir ab.“ Für mich bedeutet „Beten“ das Abgeben meiner Sorgen an eine höhere Macht, damit ich loslassen kann, was nicht in meiner Hand liegt und mich abhält, meine Träume zu verfolgen. Um meine Ziele zu verwirklichen, habe ich vor allem verstanden, dass es darum geht, an mir selbst zu „arbeiten“. Denn die größten Hindernisse liegen in meinem eigenen Unbewussten. In der Hypnotherapie wird gerne das Bild des Eisbergs verwendet – lediglich die Spitze schaut heraus und ist sichtbar. Sie ist allerdings nur der allerkleinste Teil unseres Bewusstseins.

Der weitaus größere Teil ist unter der Oberfläche verborgen. Diese Anteile aufzudecken, wenn sie „heimlich“, also unbewusst, zum Beispiel Erfolge in unserem Leben verhindern, ist ein lohnenswertes Unterfangen.

Die Vergangenheit aufräumen und loslassen

Die Glaubenssätze, die wir in der Vergangenheit gebildet haben, üben in der Regel eine große Macht über unser Leben aus. Für mich war das lange Zeit bis in jede Zelle meines Körpers spürbar. Meine eigenen (Un-)Taten, das Schicksal meiner Ahnen und Überzeugungen von Schuldig-Sein klopften quälend durch Schmerz, Schuld- und Panikgefühle an die Tür meines Bewusstseins. Die Vergangenheit war wirksam, hatte Macht über mich und schränkte meinen Handlungsspielraum beträchtlich ein. Durch übermäßiges Essen und Rauchen versuchte ich jahrelang, diese unangenehm plagenden Gefühle untenzuhalten. Das hielt mich immer wieder in lähmenden Opfer-Gedanken und depressiven Zuständen gefangen.

Ich konnte mich selbst nicht leiden. Vorstellungen wie: „Jemand anderes hat Macht über mich“ oder „Ich bin Opfer der Umstände“ hielten mich im Stillstand. Lange Zeit ahnte ich nicht, dass meine eigenen unverarbeiteten Probleme, negativen Gedanken und unterdrückten Gefühle es waren, die mir die allermeisten Schwierigkeiten im Leben bereiteten. Der erste Schritt auf meinem Weg der Heilung war, diese Abwärtsspirale zu entlarven und aus den negativen Gedanken herauszukommen. Durch regelmäßige Meditation hatte ich schon seit meinem 16. Lebensjahr geübt, meinen Verstand zu beruhigen. Dabei genoss ich von Anfang an Momente von innerem Frieden und Glückseligkeit während der Meditation.

Nur im Alltag schlugen meine Gedanken weiter Purzelbäume und trieben ihr Unwesen. Die größte Transformation erfuhr mein Leben, als ich lernte, meine Schöpferkraft einzusetzen, um meine Realität selbst zu gestalten. Von Ranjita lernte ich in einem Bewusstseinstraining, wie ich meinen Verstand konstruktiv meistern konnte. Ich übte, meine Bewertungen aufzugeben und stattdessen bei mir in der Tiefe zu forschen, wo die Ursachen meines Unglücks lagen. Die Bewusstseinstechniken gingen weit über das mir bekannte sogenannte „positive Denken“ hinaus. Bei der inneren Erforschung fand ich viele Glaubenssätze, die eine Bestätigung für mein Opfer-Dasein waren. „Ich bin ein Opfer“, stellte sich als die grundlegende Überzeugung heraus, die alles überlagerte und mein gesamtes Lebensgefühl beherrschte. Ein tiefes Mitgefühl für mich breitete sich aus, als ich den Ursprung meines Schmerzes entdeckt hatte.  Alle noch so positiven Gedanken drangen gar nicht zu der darunter liegenden Opferüberzeugung vor.

Verantwortung für das eigene Glücklichsein übernehmen

Als wir in dem Training den Zauberprozess lernten, lösten wir nach und nach Widerstände, Hindernisse, Zweifel und Blockaden im Leben auf. Wir manifestierten stattdessen Ziele, die für uns wünschenswert waren, bis sie in der Realität erlebbar wurden. Nach mehreren Tagen intensiven Praktizierens begann die Welt um mich herum immer heller zu werden und irgendwie zu leuchten. Eines Vormittags befand ich mich in einem Zustand innerer Stille und vollständigen Einverstandenseins mit meinem Leben. Ich wollte gar nichts mehr verändern. Die Zeit stand still. Die ganze Welt um mich herum leuchtete in einem schimmernden goldenen Glanz. Etwas Schöneres hatte ich noch nie zuvor erlebt. Ich fühlte mich aufgehoben in fließender Ekstase.

Für Stunden, in denen ich nichts zu tun hatte, außer zu staunen und das Dasein zu genießen, verweilte ich in diesem Glückszustand. Ich beobachtete, wie jeder Gedanke sich auf einmal unmittelbar manifestierte. Ich traute mich kaum noch, überhaupt etwas zu denken, weil ich die sofortige Konsequenz befürchtete. Ich bemühte mich, nur schöne Sachen zu denken. In diesem Augenblick habe ich erfahren, dass ich ein wunderschönes Glücksgefühl selbst herbeiführen kann. Wenn es mir einmal weniger gut geht, bin ich motiviert, den Zauberprozess anzuwenden und diesen friedlichen Zustand von Glück und Harmonie wieder herzustellen. Was ich als ersten Schritt dafür tun kann, ist die hundertprozentige Verantwortung für mein eigenes Glücklichsein zu übernehmen.

Dadurch erlebe ich eine enorme Selbstermächtigung. Mit zunehmender Erfahrung, dass ich mein inneres „Schicksal“, nämlich meine Gedanken, Bewertungen und die damit zusammenhängenden Gefühle selbst verändern kann, bekräftigt sich das Wissen um den Einfluss auf mein eigenes Leben. Mein Selbstvertrauen wächst, dass ich meines eigenen Glückes Schmied bin.

Vom Glück verfolgt

Mittlerweile bin ich zutiefst davon überzeugt, dass ich glücklich sein und meine Herzenswünsche verwirklichen kann. Heute benutze ich die Steine, die in meinem Weg liegen, als Baumaterial. Wenn einmal Schwierigkeiten auftauchen, hat sich meine innere Haltung grundlegend gewandelt. Anstatt mich als Opfer zu fühlen, frage ich mich: „Was gibt es hier zu erkennen, und was kann ich daraus lernen?“, begleitet von der Überzeugung, dass ich Einfluss nehmen und meine Realität mit meinen Gedanken verändern kann. Manchmal offenbart sich der tiefere Sinn eines Hindernisses erst später, manchmal „passieren die Dinge einfach“, ohne dass es sinnvoll erscheint. Auf jeden Fall weiß ich heute: Es gibt für jedes Problem eine Lösung. Mit dieser Haltung kann ich meine Welt und mein Umfeld zunehmend schöner gestalten. Alle meine Träume sind dabei, sich Stück für Stück zu verwirklichen.

Seit einem Jahr lebe ich an einem wunderschönen Platz in der Natur an einem kleinen See und baue mit Gleichgesinnten ein spirituelles Zentrum auf. Vor einigen Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, so etwas Phantastisches zu erschaffen. Hier darf ich meine Liebe und meine Begabungen in die Welt bringen. Ohne Einschränkungen. Auch heute gelange ich während des Zauberns mit Ranjita in den goldenen Schöpfungsraum. Sie nennt das „im Glanz sein“. Von hier aus scheint nahezu alles möglich. Im Wirkungsbereich des göttlichen Willens richten wir unsere Energie aus, um unsere erwünschte Wirklichkeit zu gestalten. Oft erleben wir in den Tagen unmittelbar nach dem Zaubern magische Fügungen und kleine Wunder, die uns zeigen, dass unser Anliegen bearbeitet wird, bis sich unsere Ziele in der Realität verwirklichen.

Der nächste Zauberprozess findet im Aloha-Basistraining vom 7. bis 16.10.2017 in Aloha am See statt.

Author: Oliver Bartsch

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