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Ein Weg zur Bewusstseinserweiterung


Wer hat Angst vor Hypnose? Die Antwort ist – jeder. Deshalb ist es wichtig, über diese Methode gut informiert zu sein und zu wissen, was man damit erreichen kann und was nicht.

Auch eine medizinische Anamnese ist unbedingt erforderlich, da es einige Kontraindikationen gibt, bei denen Hypnose nicht angewandt werden darf. Ein seriöser Therapeut wird auch niemals Hypnose außerhalb seiner Praxis anwenden, also nicht anlässlich von Seminaren oder Messen, es sei denn zu Ausbildungszwecken. Hypnose ist eine Methode, und der Bewusstseinszustand, in den der Mensch dadurch gerät, heißt Trance. Derartige Trance-Zustände können nicht nur durch Hypnose ausgelöst werden, sondern treten auch auf ganz natürliche Weise auf, z. B. kurz vor dem Einschlafen. Ein Trance-Zustand als solcher ist also weder etwas Bedrohliches noch etwas Unnatürliches.

Trance ist ein Zustand konzentrierter (herabgesetzter oder erhöhter) Bewusstheit. Man kann die Einleitungsmethoden in zwei Kategorien einteilen:
1. Durch Abschirmung von Sinnesreizen. Hierzu gehören alle Meditationsformen, Hypnose, religiöse und spirituelle Praktiken wie z. B. Gebete.
2. Durch Sinnesstimulation, also durch den totalen Gegensatz zu 1. Diese Methoden entstammen zumeist traditionellen Kulturen und Religionen. Hierzu gehören z. B. Gesang, Tanz, Ekstase, schamanische Trancen.

 

Ziel eines Trance-Zustandes ist es, aus starren Denkmustern des Alltags herauszukommen und sich dadurch für neue Denkweisen oder das Wahrnehmen anderer Realitäten zu öffnen. Die Trance dient somit der Bewusstseinserweiterung, da sie andere Formen des Denkens, Fühlens und Erlebens erfahrbar macht. Was man allerdings aus einem solchen Trance-Zustand macht, steht auf einem anderen Blatt. Hypnose ermöglicht es einem Therapeuten, durch verbale Suggestionen Einfluss auf Körper- und Bewusstseinsfunktionen des Patienten zu nehmen, die normalerweise keiner bewussten Kontrolle unterliegen. Dadurch kann man nahezu alle autonom ablaufenden Prozesse des menschlichen Körpers beeinflussen, z. B. die Verdauung, die Tätigkeit von Hormondrüsen oder die Funktion des Immunsystems. Allerdings konnte nie restlos geklärt werden, was Hypnose ist und wie und vor allem warum sie wirkt, aber es ist sicher, dass sie wirkt, und als empirische Wissenschaft macht sich die Medizin dieses wertvolle Verfahren zunutze.
Die moderne Milton H. Erickson-Hypnose arbeitet nicht mehr mit „Befehlen“ des Hypnotiseurs, sondern nutzt die individuelle Bewusstseinsstruktur eines Menschen, um ihm bei der Einleitung eines Trance-Zustandes zu helfen. Nicht der Hypnotiseur „hypnotisiert“ den Menschen, sondern der Mensch tut es selbst, und der Therapeut unterstützt ihn nur dabei.

Stufen der hypnotischen Trance

Hypnoid – physische Entspannung, Schläfrigkeit, Flattern der Augenlider, Lidschluss, Lethargie, geistige Entspannung, Schweregefühl
Leichte Trance – Augenschwere, Starregefühl, vertiefte Atmung, langsamer Puls, Passivität, Gefühl des Hineinsinkens, einfache posthypnotische Suggestionen
Mittlere Trance – vollständige Muskelhemmung, partielle Amnesien, Schmerzunempfindlichkeit, Geruchs-, Geschmacks- und Gefühlsillusionen, Übersensibilität
Tiefe Trance – Fähigkeit, in Hypnose die Augen zu öffnen, Somnambulismus (schlafwandeln), vollständige Amnesie, vollständige Schmerzunempfindlichkeit, Gefühl des Schwebens und Auflösens, akustische und visuelle Halluzinationen, Farbempfindungen
Koma – tiefster Trancezustand, für therapeutische Zwecke ungeeignet

Der moderne Hypnosetherapeut macht dem Menschen zu diesem Zweck auf suggestivem Wege Vorgänge bewusst, die tatsächlich stattfinden, aber außerhalb seines Alltagsbewusstseins liegen (z. B. Schwere in den Gliedern, Müdigkeitsgefühl in den Augen). Der wichtigste Aspekt ist das Biofeedback, das Bewusstmachen von Körperfunktionen. Das Bewusstsein des Menschen wird nicht umprogrammiert, sondern lediglich verlagert. Die Persönlichkeitsstruktur bleibt unangetastet. Es wird dem Menschen nur ein Rahmen geboten, in dem er sich selbst verändern kann.
Neben der psychosomatischen Medizin liegt eine weitere wichtige Anwendung der Hypnose im Bereich der analytischen Psychotherapie. Oft wird dabei die Regressionshypnose angewendet, also die Rückführung in die Kindheit oder sogar in frühere Inkarnationen. In dem Buch „Niemand ist Nobody“ (siehe Anzeige auf S. 21) werden authentische Beispiele solcher Rückführungen aufgeführt und mit Karmaanalysen durch direkte Zugriffe auf das morphogenetische Feld verglichen. Die Übereinstimmungen sind oft verblüffend. Die dritte Anwendungsmöglichkeit entstammt der Verhaltenstherapie. In der Trance lässt der Therapeut seinen Patienten bestimmte Alltagssituationen visualisieren und ermutigt ihn dann, in diesen Situationen auf neue, selbstbewusstere Art zu reagieren.

Man kann auch nicht in Hypnose zu einer Tat gezwungen werden, die der eigenen Persönlichkeit widerspricht. Die Kontrollmechanismen des Bewusstseins bleiben intakt. Eine fachgerecht durchgeführte Hypnosetherapie ist ein hervorragendes Verfahren, mit dem sehr oft auch in schwierigen Fällen Menschen geholfen werden kann.


Literatur:

Grazyna Fosar, Franz Bludorf: Niemand ist Nobody, Michaels Verlag, Peiting 2006,
ISBN 3-89539-387-8

Eine Antwort

  1. Ralf M. Herzog

    Hallo,
    Hypnose ist ein hervorragendes Werkzeug um Menschen die sich ändern wollen zu helfen. Der Wille muß auf jeden Fall da sein sich zu verändern .
    Mehr Info unter hypnose-ralf.de

    Gruß

    Ralf

    Antworten

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