Anzeige

Karen Duves Buch über fehlgesteuerte Alphatiere, die uns um die Zukunft bringen

Karen Duwe hat mit „Warum die Sache schiefgeht – Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen“ eine gleichermaßen unterhaltsame und erschreckende Streitschrift vorgelegt, in der sie beschreibt, dass der globale Kollaps unmittelbar bevorsteht und verweist direkt auf die Schuldigen: vor allem männliche Entscheider, die Politik, Wirtschaft, Finanzwesen und Wissenschaft bestimmen und die verantwortungslos der Umwelt und den nächsten Generationen gegenüber handeln – stets auf den eigenen Vorteil oder den der eigenen Firma fixiert. Und das Schlimme ist: Wir alle lassen das zu. „Warum die Sache schiefgeht“ ist ein Buch, das den Leser wütend macht und gleichzeitg den Eindruck hinterlässt, dass der Fall „Homo Sapiens“ ein hoffnungsloser ist.

Prolog: Paviane und das miese Sozialverhalten ihrer Alphatiere

In den 70er Jahren beobachtete der Pavianforscher, Biologe und Neurologe Robert M. Sapolsky eine Gruppe Paviane in Kenia, um das Stresslevel in hierarchisch organisierten Gemeinschaften zu untersuchten. Die Gruppe wurde von wenigen, extrem aggressiven Alphatieren dominiert, die schlichtweg taten was sie wollten wozu auch das permanente Misshandeln der anderen Gruppentiere gehörte. Diese Misshandlungen wurden innerhalb der Gruppe im Radfahrerprinzip zu den Rangniedrigeren weitergegeben. Als Schlusslichter in der Hierarchie bekamen die Weibchen und ihre Jungen am meisten ab.

Sapolsky stellte fest, dass je niedriger die Stellung in der Gruppe war, desto höher war der Spiegel der Stresshormone im Blut der Tiere und desto anfälliger waren diese für typische Stresserkrankungen. Die Paviane litten beispielsweise unter erhöhtem Blutdruck sowie unter den Konsequenzen eines schlecht funktionierenden Immunsystems. Im Gehirn der gestressten Untertanen konnte man biochemische Veränderungen feststellen, die beim Betroffenen zu Angststörungen und Depressionen führte. Die Beobachtungen der Gruppe über fast 20 Jahre bewirkten in Sapolsky zwiespältige Gefühle: Auch wenn er einzelne Tiere im Laufe der Zeit lieben lernte, entsetzte ihn der extrem asoziale Umgang der Tiere untereinander. Nach Jahren der Beobachtung stellte er fest: „Eigentlich mag ich Paviane nicht so sehr“.

Zukunftsforschung: Der globaler Kollaps wird kommen – und zwar schon in 30 Jahren

Die erfolgreiche Roman- und Sachbuch-Autorin Karen Duwe mag dominante Affen auch nicht besonders, aber die Exemplare, von denen sie in ihrem neuen Buch erzählt, sitzen in den Führungsetagen der Konzerne und Banken und machen Politik. Aufmerksam auf diesen Umstand wird sie während der Recherche zu einem neuen Roman, der 30 Jahre in der Zukunft spielen soll. Sie liest die Bücher und Essays der Zukunftsforscher und ihr wird bewusst, dass es in 30 Jahren mit der Welt – so wie wir sie kennen – möglicherweise vorbei ist. Die globalen Probleme haben ein derartiges Ausmaß angenommen und eine solche Brisanz, dass eine Rettung unwahrscheinlich und mit jedem Tag unwahrscheinlicher wird. Wir hätten bereits vor Jahrzehnten umkehren müssen und tun es noch immer nicht. Klimawandel, Überbevölkerung, Vermüllung, Umweltverschmutzung und Luftverpestung, Ausbreitung von multiresistenten Keimen und kollabierende Finanzmärkte – davon haben eigentlich alle gehört und vielen engagieren sich sogar an der einen oder anderen Stelle, aber verstehen wir eigentlich, was all diese Probleme zusammengefasst bedeuten? Dass wir uns in hoher Geschwindigkeit auf den Kollaps zubewegen?

Karen Duve ändert jedenfalls ihr ursprüngliches Vorhaben und schreibt statt des geplanten Romans ein zorniges Sachbuch, was nicht nur die aktuellen Zustände und Prognosen wiedergibt, sondern auch die verantwortlichen Protagonisten an die literarische Wand stellt. „Sonst hätte mir ja keiner diese ganzen Fakten abgenommen. Wenn es ein Roman geblieben wäre, hätten alle gedacht, dass das Übertreibungen sind – der Dramatik wegen. Das sind aber keine Übertreibungen! Ich wollte, dass das ernst genommen wird“.

Stell dir vor, die Welt geht unter und niemanden interessiert es…

In der Einleitung mit nur 9 Seiten beschreibt sie kurz und knapp die globale Situation und die ist mehr als besorgniserregend. Um das zu verdeutlichen, verweist sie während der Buchpremiere auf den Klimaforscher Stephen Emmott, der in seinem Weltuntergangs-Bestseller „Zehn Milliarden“ einen Vergleich skizziert: Wenn bekannt wäre, dass in den nächsten Jahren ein Komet auf die Erde treffen würde, würden alle Nationen weltweit sämtliches Know-how gebündeln, um den Kometen von seiner Flugbahn abzubringen oder ihn zu sprengen. Gleichzeitig würden sich internationale Task Forces bilden, die Pläne erarbeiten sollen, wie die Menschheit evakuiert werden kann.

Eine globale Katastrophe steht auch uns bevor, aber der Komet heißt „Homo Sapiens“. Die ambitionierten Versuche, die Situation zu retten, scheint lächerlich, weil gutgemeinte Maßnahmen wie Mülltrennung, Kampf für die Menschenrechte, ganzheitliche medizinische Behandung, Tierschutz, Naturschutz, Friedensforschung, etc. allesamt langfristige Maßnahmen sind, deren Effekt sich eventuell in 100 oder 200 Jahren zeigen werden – wenn überhaupt. Wir reden aber von Jahrzehnten! In ca. 30 Jahren wird die Situation auf diesem Planeten voraussichtlich schon so schlimm sein, dass nur noch wenige Privilegierte ein Leben führen können, was man als angenehm bezeichnen kann. Das bedeutet, dass der 40-oder 50-jährige Leser dieser Zeilen dann vielleicht schon tot ist (Glück gehabt), aber seine Kinder und Kindeskinder werden in eine ziemlich unangenehme Zeit hineingeboren, denn die Sache wird schiefgehen. Und zwar gründlich.

Risikobereit, selbstbewusst, durchsetzungsstark: Psychopathen in den Chefetagen

Wohl wissend, dass sie mit ihrem Ansatz („die Männer sind schuld“) anstößt und dass einige sie in die unpopuläre Ecke der Biologisten stellen werden, stellt Karen Duwe die Schuldfrage und beantwortet sie auch: „Man muss keine antisoziale Persönlichkeitsstörung haben, um Manager (oder Politiker) zu werden, aber es hat gewisse Vorteile.“ Es folgt die Analyse eines Persönlichkeitstypus, der unser aller Geschicke leitet: des männlichen, dominanten Homo Sapiens. Sarkastisch, aber auch gewissenhaft erläutert Karen Duve in vier Kapiteln, welche Charaktereigenschaften notwendig sind, um in diese Positionen überhaupt zu kommen, nämlich Einsatzbereitschaft, Risikobereitschaft, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen. Erfolgreich sind also diejenigen „denen familiäre und freundschaftliche Bindungen nichts bedeuten, die bereit sind, all das, was man gemeinhin unter Lebensqualität versteht, gegen den unwiderstehlichen Geruch von Geld, Status und Macht einzutauschen.“

Diese Eigenschaften – krankhafte Symptome eines nur auf Eigennutz ausgelegten Systems – seien bei einigen Vertretern so ausgeprägt, dass die Person fast als Psychopath durchgehen könnte:

„Psychopathische Verhaltensweisen werden in vielen Unternehmen, in der Politik und sogar in der Unterhaltungsbranche offenbar mit Alphatier-Verhalten verwechselt und als Führungsqualitäten angesehen. Emotionale Defizite wie Leichtsinnigkeit, Selbstüberschätzung, Rücksichtslosigkeit und kaum vorhandenes soziales Interesse ähneln ja auch fatal den gewünschten Unternehmertugenden Risikobereitschaft, Selbstvertrauen, Durchsetzungsfähigkeit und unbegrenzter Einsatzwille.
Wenn dann plötzlich ein aggressives, maßlos dominantes oder rüpelhaftes Verhalten zutage tritt, halten unbedarfte Menschen das gern für Charisma oder genialische Unangepasstheit. Für eine Persönlichkeit ohne Scham und Reue ist ein solches Verhalten jedoch kein Zeichen von unbeugsamem Willen, sondern die Standardeinstellung. Es ist so wenig eine Leistung, wie wenn sich der Träger einer Beinprothese einen Nagel unterhalb des Knies einschlägt. Da ist nichts, was wehtun könnte. Dazu gehört keine Überwindung. Manager, die sich so benehmen, sind keine Rebellen, sondern nur auf eine besonders unangenehme Art plemplem.“

Sekundärpsyhopathen in den Abteilungen

Da echte Psychopathen aber sogar Gewinnverluste des eigenen Unternehmens in Kauf nehmen – nur um dem Mitbewerber zu schaden -, haben Unternehmen und Banken dazugelernt und versuchen neuerdings, über Fragebögen die wirklich Gestörten bei der Einstellung auszufiltern. Allerdings: „Persönlichkeitsmerkmale wie Gier, maßloses Selbstbewusstsein, ausgeprägte Aggressionen, Risikobereitschaft, Hang zu Kungelei und verkümmertes Sozialverhalten werden weiterhin nicht als Problem gesehen. Manager, die für kurzfristige Vorteile und Gewinnzuwächse der Firma langfristige, nicht wiedergutzumachende Schäden an Umwelt und Menschheit in Kauf nehmen, will man immer noch dabeihaben.“

Aber auch nicht-gestörte, umwelt-verträgliche Bewerber bleiben auf der Strecke, denn soziale Kompetenz ist nicht gefragt, wenn es um Gewinnmaximierung und um Macht geht:

„Kluge, kompetente und verantwortungsvolle Menschen, die Rücksicht auf die Karriereplanung ihres Lebensgefährten oder ihrer Lebensgefährtin nehmen wollen, Wert auf ein Familienleben und Freunde legen, gern mal ein gutes Buch lesen oder ein weitgefächertes Interessengebiet behalten möchten, werden bei den Stellenvergaben als wenig engagiert und unbeweglich von vorneherein aussortiert.“

Dazu kommt, dass in den sektenartigen, isolierten Strukturen der oberen Chefetagen Rücksichtslosigkeit, mangelnde Empathie, Überheblichkeit, Arroganz und Ignoranz als erstrebenswerte Qualitäten gelten. Gewünscht ist nun also ein Mensch, der die psychopatische Eigenschaften besitzt oder sich antrainiert hat, ohne tatsächlich ein diagnostizierbarer Psychopath zu sein. Diese sogenannten „Sekundärpsychopathen“ sind psychisch gesunde Menschen, die sich wie Psychopathen benehmen, ohne aber deren Kaltblütigkeit zu besitzen. Sekundärpsychopathen versuchen also einfach, sich an die durch erfolgreiche Psychopathen definierten Erfolgsmuster anzupassen, damit sie eine Chance auf Erfolg haben.

Mut zum Riskiko: Wissen sie eigentlich, was sie tun?

Auch das Kapitel „Risikobereitschaft“ macht klar, welche Konsequenz es für unser aller Wohl hat, wenn wir Menschen in Entscheider- oder Beraterpositionen haben, die vielleicht kompetent  innerhalb ihres Fachgebietes sind (aber auch das ist anzuzweifeln), die aber über den eigenen Tellerrand nicht hinaussehen können oder wollen. Da entscheidet oft eine Handvoll Physiker über die Durchführung eines physikalischen Tests. Einen Test, den weltweit vielleicht nur 20 Menschen überhaupt in seiner ganzen Konsequenz verstehen und einschätzen kann. Diese Menschen halten das Risiko, dass ganze Landstriche oder gar der ganze Erdball in Schutt und Asche gelegt werden könnten, für vertretbar. Oder auch, dass wir und unser Planet – wie bei den Tests im Teilchenbeschleuniger des CERN – in einem schwarzen Loch verschwinden.

Sie glauben, dass die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas passiert, extrem gering ist. Unendlich gering ist aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass alle Faktoren zusammen auftreten, die beim Unglück in Fukushima eben auftraten. Zu den wichtigsten Eigenschaften eines nicht vorhersehbaren Unfalls gehört ja, dass sie nicht vorhersehbar waren. Karen Duwe fragt also zurecht: „Wie will man ein Risiko bewerten, wenn schlechterdings die ganze Welt auf dem Spiel steht? Wie gering muss eine Ereigniswahrscheinlichkeit sein, damit wir vernachlässigen dürfen, dass möglicherweise ‚der letzte Vorhang über die Menschheit fällt‘?“

Mit „Warum die Sache schiefgeht“ malt Karen Duwe den Teufel an die Wand. Radikal zeigt sie auf die Verantwortlichen, auf die Täter und die Mitläufer, auf die Irren und die Naiven, auf die Inkompetenten und die Abenteurer. Und wird manchen Lesen mit Entsetzen zurücklassen – und mit Fragen.

Revolution der Sanftmütigen?

Was können wir also noch tun? – Karen Duve ist pessimistisch und bekennt: „Nicht für alle Probleme gibt es Lösungen.“ Die Lösungsversuche von Umwelt- und Tierschützern und ähnlichen Bewegungen hält sie für nett gemeint, aber angesichts der Realität irrelevant. Was nützt es, wenn der bewusste Bürger auf Fleisch verzichtet und den Müll trennt, wenn in großem Stil immermehr Fleisch nach Afrika exportiert wird und Länder wie China sich jedem Abkommen zur Müllvermeidung entziehen? Wie soll der Kauf eines schadstoffarmen Hybridautos die Katastrophe verhindern, wenn zur Herstellung dieses Autos seltene Metalle und Erden verwendet werden und Ressourcen an anderer Stelle vernichtet werden? Warum sollen wir aus Umweltgründen mit dem Fahrrad fahren, wenn Fabriken tonnenweise CO2 in die Luft schleudern als gäbe es kein morgen?

Die einzige Rettung scheint zu sein: Sanftmütige an die Macht. Vorzugsweise Frauen, da Karen Duves diese für weniger zu verantwortungslosem Handeln fähig hält. Doch da liegt genau das Problem, denn Menschen – auch Männer  –, die kein Interesse an persönlicher Bereicherung und an einem egoistischen, asozialen und bindungsarmen Lebensstil haben, haben in der Regel eben auch nicht die Skills, die es braucht, um sich in der Führungsetage durchzusetzen – einfach gesagt: dem Gutmenschen mangelt es an Potenzial zum Psychopathen.

„Die Sanften, Sozialen, Friedlichen müssten ihr Harmoniebedürfnis und ihr Verständnis für andere überwinden, auf den Tisch hauen, sich auf die einflussreichen Posten stürzen und die dominanten Chefs davon vertreiben. Aber genau daran wird sie ihre Veranlagung hindern. Und die Chefs müssten die aggressiven und dominanten Primatenimpulse, die ihr Verhalten prägen, unterdrücken. Aber warum sollte ein dominanter Primat das tun?

Und was sollen wir nun tun? Abwarten und Tee trinken? Unvorhergesehen Ereignisse bringen vielleicht unvorhergesehen Lösungen. Tuvalu ging entgegen sämtlicher düsteren Prophezeiungen nicht im Meer unter, es wird sogar größer, weil sich etwas ereignete, mit dem niemand gerechnet hatte: Angespülte Sedimente bilden zusätzliche Landmasse. Und wenn die Industriestaaten zusammenbrechen, würde das – als glücklichen Nebeneffekt – den CO2-Ausstoß eventuell drastisch verringern (wie kürzlich am Beispiel Griechenlands geschehen). Ein aggressives, tödliches Virus könnte die Weltbevölkerung um die Hälfte dezimieren – womit wir wieder bei den Pavianen wären:

Epilog: Schöne neue Welt ohne Alphatiere

Sapolskys Forest-Troop wurde Anfang der 80er Opfer eines Unglücks. Bereits vorher hatten die Paviane der Gruppe eine Müllkippe mit den Nahrungsresten eines nicht weit entfernten Touristencamps entdeckt, von dem sie sich über einen langen Zeitraum ernährten, wobei die stärksten Männchen natürlich die ersten an der Futterstelle waren und auch die interessantesten Brocken erkämpften. Allerdings waren die Abfälle mit Tuberkulose-Bakterien verseucht und innerhalb eines Jahres starb die Hälfte der männlichen Paviane. Und was am wichtigsten war: darunter befanden sich sämtliche Alphatiere! Die dominanten, aggressiven, gewalttätigen Führer der Gruppe waren weg.

Plötzlich gab es doppelt so viele Weibchen wie Männchen und die Männchen, die übriggeblieben waren, gehörten zu den „guten Jungs“: sie waren nicht aggressiv, nett zu den Weibchen und verhielten sich sozial. Die Atmosphäre in der Gruppe veränderte sich grundlegend. Eine hierarchische Struktur blieb wohl bestehen, aber sie war viel lockerer als als die alte. Die demografische Katastrophe hatte eine ganz anders beschaffene Pavian-Sippe zur Folge.

Und das neue Konzept hielt stand: Fremde männliche Jungtiere, die in die Gruppe kamen und wie üblicherweise die dominante Rolle einnehmen wollten, konnten sich nicht durchsetzen. Die ganze Gruppe hatte sich grundlegend verändert und brachte innerhalb von 6 Monaten auch den Neuzugängen das alternative Gruppenverhalten mit niedrigen Aggressions- und hohem Sozialniveau bei. Auch 10 Jahre nach dem „Unglück“ lebt die Forest-Troop-Gruppe einträchtig zusmmen. Dass die Affen seitdem weder unter Bluthochdruck noch an Depressionen oder Ängsten leiden – geschenkt.

Es ist 1 Sekunde vor Zwölf

Sicher ist es keine Lösung, sämtliche Alphatiere in Führungsetagen mit Gammelfleisch zu füttern und auf das Ableben derselben zu warten, aber das Ereignis der Forest-Troop zeigt, dass biologisch angelegtes Verhalten durch Erfahrung und Lernen verändert werden kann. Wenn Sapolskys Paviane die Marschroute ändern konnten, können wir das vielleicht auch.

Karen Duves Buch ist ein wütendes Buch und es macht wütend. Und wahrscheinlich müssen einfach noch viel mehr Menschen wütend werden – auch die Sanftmütigen und Friedliebenden -, damit etwas wirklich Radikales passiert und der „Komet Homo Sapiens“ nicht passiert.

In der spirituellen Szene wird viel erzählt über den großen Bewusstseinsprung, den die Menschheit angeblich zurzeit gerade durchmacht. Doch findet der auch in den Chefetagen statt? Und wenn er stattfindet, findet er rechtzeitig statt? Und welche Haltung soll man als spiritueller, verantwortungsbewusster Mensch angesichts der aktuellen globalen Lage einnehmen? In den Kampf ziehen – aber in welchen? Oder soll man die eigene Mitte suchen, in der Annahme, dass es sowieso eine höhere Weisheit gibt, die alles regelt und die auch diese Katastrophe verhindern wird? Ist der Kollpas vielleicht sogar eine Notwendigkeit und ist es aus „höherer“ Sicht nicht wichtig, wer überlebt und wie? Es waren viele Fragen, die sich mir beim Lesen von Karen Duves Buch stellten. „Nach mir die Sinflut“ ist jedenfalls keine Option.

 

Das Buch „Warum die Sache schiefgeht. Wie Egoisten, Hohlköpfe und Psychopathen uns um die Zukunft bringen“ ist im Velag Galiani Berlin erschienen und hat 192 Seiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen:

YouTube-Video: Why hierarchy creates a destructive force within the human psyche (by dr. Robert Sapolsky)

Peace Among Primates- It’s Our Nature (englischer Artikel von Robert M. Sapolsky in „Being human“)


Warrior Baboons Give Peace a Chance – Born violent? A troop of baboons chooses an enduring culture of peace. (englischer Artikel von Robert M. Sapolsky in „Yes!“)

Ähnliche Artikel

Studie: Kollaps unserer Zivilisation unausweichlich

Die Post-Kollaps-Gesellschaft

Der natürliche Fluss: Rückkehr in den Garten Eden

Peak Everything – Uns geht der Stoff aus


Wohlstand ohne Wachstum


Das Märchen von der Nachhaltigkeit

15 Responses

  1. Kristina

    @Joe R.
    du hast den Artikel diffamiert und vieles willkürlich unterstellt.
    Offenbar hast du den Artikel (und Kommentare) nicht richtig gelesen und begreifst immer noch nicht, dass es sich dabei ums Thema „Psychopathen“ handelt, d.h.
    um Schädlinge, die Zwang, Gewalt, Manipulation betreiben und andere Menschen sowie Tiere misshandeln, unterdrücken und töten.
    Es ist unbegreiflich, warum überhaupt Zwang, Gewalt und Mord/Tiermord erlaubt bzw. toleriert werden, anstatt dass sich alle Menschen endlich auf ein Leben
    ohne Zwang, ohne Gewalt und ohne Mord/Tiermord besinnen.

    Im Gegenteil zu dir, finde ich es berechtigt und unschädlich, wenn Kriege/Kämpfe
    im Kopf bzw. in der Phantasie ablaufen und auf der Bühne in Form von Kunst,
    Theater (Katharsis), Tanz, Schauspiel, Kartenspiel, Sportwettbewerb und Streitgespräch ausgetragen werden. Um einen Krimi- oder Kriegsfilm zu drehen, muss er erstmal im Kopf und im Drehbuch ablaufen, doch dafür muss und darf niemand real getötet oder gefoltert werden.
    Es ist nur falsch und böse, irgendwelche Kriege in die Realität zu ziehen und
    real zu töten, zu foltern, zu manipulieren etc.

    Auch kann kein Mensch und kein Gegenstand „falsch“ sein, sondern nur ein Verhalten bzw. eine Tätigkeit kann falsch, schädlich und böse sein.
    Somit kann auch kein Geld „falsch“ sein, nur weil jemand betrügt und seine Macht missbraucht. Das Geld oder ein Messer kann nicht als „falsch“ bezeichnet werden, denn es kann nichts dafür, wenn es jemand als Druckmittel oder Waffe missbraucht. Wenn das Geld als Tauschmittel und das Messer als Kartoffelschäler/ Brotschneider dient, ist es doch wunderbar.

    Solange wir in der Polarität leben, ist Krieg/Kampf begreiflich als Gegenteil von Frieden, genauso wie Krankheit als Gegenteil von Gesundheit begreiflich ist.
    Es hat schon einen Sinn, dass es Plus und Minus gibt, damit wir lernen mit
    den Gegensätzen umzugehen, ohne uns selbst und andere zu verletzen oder
    zu benachteiligen.
    Ich glaube, dass nur diese Menschen Erlösung/Einheit/Ewigkeit erlangen, welche ihre Macht nicht missbrauchen, sondern die Polarität verstanden, akzeptiert und friedlich (sogar mit Spass) überwunden haben.

    Antworten
  2. Jörg

    Meines Erachtens wird hier der Fehler gemacht, nur die Symptome zu benennen, ohne jedoch die Gründe zu erkennen. Sie möchte Machtstrukturen verändern. Der eigentliche Grund ist aber immer eben eine Machtstruktur, welcher Art auch immer. Machtstrukturen sind nie freiheitlich. Keine Freiheit, keine Vielfalt. Fehlt die Vielfalt, kann es nur Inzest geben. Inzest verkrüppelt, auch Gesellschaften.

    Antworten
  3. Joe R.

    Beim Durchlesen der Kommentare fand ich genau das, was ich auch schreiben wollte. Damit es in den relativ langen Texten nicht untergeht und als zusätzliche Betonung noch einmal die Schlüsselaussagen:

    – Das Falschgeldsystem ist der Schlüssel zur Macht.

    – Die Forderung nach Frauenquote ist Mainstream [und verschleiert also mehr als aufzuklären]

    – „Alles männliche ist schlecht“ ist Mainstream. [und damit Unsinn]

    – Der Wandel ist von oben herab nicht möglich… [wer] für den Weltfrieden plädiert, muss als erstes den Krieg im eigenen Kopf beenden. Damit fängt alles an.

    – [Duves Ansatz] taugt nur dazu, neue Gesetze und Vorschriften zu erlassen, die uns noch weiter gängeln sollen. [der linksgrün-faschistoide Ansatz]

    Richtigerweise ebenfalls von Jörg erwähnt wurde die CO2-Lüge. Diese ist in erster Linie ein NWO-Instrument, das eng mit dem Falschgeldsystem verbandelt ist (Märkte erschaffen und damit Schuld-Geld).

    Ich fordere die SEIN-Redaktion auf, bei solchen Themen ihre Verantwortung als *alternatives Medium* wahrzunehmen, das heißt genauer hinzusehen und zu recherchieren, statt unreflektiert NWO-Propaganda zu verbreiten (siehe auch den Naomi Klein Beitrag im Dezember-Heft)

    Antworten
  4. Kristina

    @Jörg
    du pinkelst dir stets ans eigene Bein, denn du verachtest Menschen und Geld, obwohl du auch ein „Massenmensch“ bist und deinen Lebensunterhalt mit dem üblichem Geld bzw. mit dem „Falschgeld“ regelst.

    Deine Aussagen sind unsachlich, unpräzis und kontraproduktiv wie von Anarchos. Gerade Anarchisten verursachen Desinformation, Willkür, Machtmissbrauch und Zerstörung, da sie eine pseudo-Freiheit ohne Regeln wollen und zwar ohne Rücksicht auf Mitmenschen, Tiere und Pflanzen.
    Es ist z.B. willkürlich und anarchistisch, Tiere zu züchten und zu morden, obwohl mehr als genug pflanzliche Nahrung vorhanden ist, zumal für die Zuchttiere zusätzliche Pflanzen, Wasser und Energie verpufft werden.

    Im Prinzip ist jeder Machtmissbrauch und jede Gewalt nur Ausdruck der Anarchie,
    egal ob eine Staatsmacht, eine Gruppe oder eine Person beteiligt ist.

    Der Philosophie-Professor Rainer Kohlmayer bemerkte zutreffend:
    „Im Land herrscht Demokratie, in der Gesellschaft Darwinismus, im Betrieb Oligarchie, im Bewußtsein Konformismus, im Unterbewußtsein Anarchie“.

    Antworten
  5. Jörg

    @kristina
    Sie wird für ihr Buch überwiegend Beifall ernten, vielleicht etwas Pseudokritik, wahrscheinlich nicht gerade von den Managern, zumindest nicht offiziell, aber diese sind sowieso dermaßen in der Minderheit, dass die Anzahl vernachlässigt werden kann. Es ist das, was die meisten Menschen denken. Allein deshalb ist es für mich schon Mainstream. Wieso benötigt man dafür Mut?
    Sie erzählt den Menschen genau das, was sie hören wollen. Die da oben sind schuld. Ich kann ja nichts dafür. Das ist so schön einfach und so praktisch. Man braucht dann kein schlechtes Gewissen mehr haben. Die Masse kann sich wieder zurücklehnen und sich der Dekadenz hingeben. Sie serviert Ihnen die Rechtfertigung. Den Weltuntergang haben die da oben zu verantworten.
    Mir kommt das alles sehr bekannt vor und höre das alles zum gefühlten 100-sten Mal.
    Wenn das Buch zu einem Ergebnis führt, dann dazu, das die Masse nach mehr Regulierung schreit.
    Das ist genau das, was die Politik möchte. Schließlich sehen alle darin ihre Berechtigung. Ausnahmen der Regulierung bleiben natürlich die Konzerne. Die haben da einfach mehr Möglichkeiten diese zu umgehen. Der Ruf nach mehr Gerechtigkeit wird so immer wieder zum Bumerang.
    Ich muss aber sagen, ich habe das Buch nicht gelesen. Meine Kritik stützt sich nur auf den obigen Text.
    Aber ich bin mir schon jetzt sicher, dass sie nicht die Systemfrage stellt. Was ist falsch an unserem Geldsystem? Ich meine nicht NUR Geld im Allgemeinen, sondern in erster Linie das Falschgeld, wie Dollar, Euro, Yen, Remimbi, Rubel, ….. Das wird nur von den wenigsten Kritikern hinterfragt und diese werden nie vom Mainstream öffentlich gemacht. Und so lange dieses System nicht durchschaut wird, ist es egal wer an der Macht ist. Das Falschgeldsystem ist der Schlüssel zur Macht. Und dieses Falschgeld fordert seinen Tribut, nämlich all das, was sie anklagt.
    Die Forderung nach Frauenquote ist Mainstream.
    „Alles männliche ist schlecht“ ist Mainstream.
    Genderismus ist Mainstream. Der obige Ausschnitt liest sich wie eine Streitschrift für den Genderwahn.
    Es ist nicht nur der Wahn der Machtbesessenen. Es ist ein Massenwahn.
    Und da gebe ich ihr recht. Man muss aufhören sich daran zu beteiligen.
    Der Wandel ist von oben herab nicht möglich, sondern nur über den einzelnen von innen heraus.
    Wenn sie für den Weltfrieden plädiert, muss man als erstes den Krieg im eigenen Kopf beenden. Damit fängt alles an.

    Antworten
  6. Kristina

    @Jörg
    du schreibst unsinnig, dass diese Artikelinhalte vom Mainstream kämen, obwohl
    die Haupt-Medien kaum über Psychopathen berichten, sondern diese Schädlinge vertuschen.
    Es gibt nur wenige Autoren und Fachleute die über Schädlinge wie Psychopathen, Misanthropen, Sadisten, Kriegstreiber etc. aufklären und Menschen vor diesen Schädlingen warnen, so dass beide Autorinnen Lob und Bewunderung für ihren
    Mut zur Wahrheit verdient haben.

    Wichtig ist jedoch, dass dabei kein Generalverdacht gegen Männer entsteht, da es sowohl männliche wie auch weibliche Psychopathen gibt, die gefühllos, skrupellos, unmenschlich sind, Zwang ausüben, Macht missbrauchen, manipulieren, täuschen, lügen, mobben und diverse Kriege anzetteln.

    Je mehr Menschen sachlich, präzis und bewusst werden und keinen Zwang zulassen (Schulzwang, Arbeitszwang, Medizinzwang etc.), desto schwieriger werden es die Psychopathen haben.
    Hier ist die Check-Liste der Psychopathie-Symptome von den zwei Ärzten
    Hervey Cleckley und Robert Hare
    https://erkennepsychopathie.wordpress.com/2012/05/23/die-liste-der-psychopathie-symptome-hervey-cleckley-und-robert-hare/

    Antworten
  7. Jörg

    @Kristina

    Seltsam finde ich, dass wahrscheinlich 99% der Menschheit ihr recht geben. Und trotzdem stehen wir genau hier. Sie selbst unterscheidet sich mit ihrem Text nicht von dem, was jeder Weltverbesser denkt. Sie gibt lediglich nur wieder, worüber sich die Masse sowieso schon empört. Außer Feststellungen (wie ich finde, häufig falsch) und Forderungen habe ich nichts entdecken können. Woran liegt es? Die Masse ist träge und hat selbst keine Ideen und vor allem keinen Willen. Alles das was sie hier anprangert ist bekannt und stellt nichts neues dar. Das ist Mainstream und taugt nur dazu, neue Gesetze und Vorschriften zu erlassen, die uns noch weiter gängeln sollen. Über diese Themen liest man doch tagtäglich in den gleichgeschalteten Medien. Ich verstehe nicht, was sie noch recherchieren musste. Scheinbar warten alle auf den edlen Ritter, oder auf die gute Fee, der oder die ihre Forderungen erfüllt, oder noch naiver: Die Politik soll es richten. Sie vertauscht Ursache und Wirkung. Nicht die männlichen Machthaber sind das Problem, sondern sie sind die Folge. Das Ganze wirkt auf mich wie in Auftrag gegeben, von denjenigen, die sie hier anprangert, den Mächtigen. Ihre Botschaft interpretiere ich wie folgt. ………Menschen sind schlecht, deshalb benötigen wir Führung von Menschen sind schlecht…… Sie merkt nicht, dass sie sich genau in diese Endlosschleife begibt. Sie möchte die bösen Mächtigen gegen gute Mächtige tauschen, oder so ähnlich. Das ist banal. Mit ihrem Text erfreut sie jeden schlechten und unehrlichen, machtgeilen Politiker. Selbst die erzählen uns ja auch nichts anderes.
    Heulen und Zähneklappern gibt es nicht erst in dreißig Jahren, sondern es hat schon bereits begonnen, denn das System bröckelt gewaltig. Unsere künstlich aufgeblasene Wirtschaft wird bald implodieren. Damit hätten sich dann zumindest die Umweltprobleme von ganz allein auf NATÜRLICHE Weise erledigt.
    „Daher wäre es sachdienlich die Geschlechterkämpfe zu unterlassen und den Pädagogen und Politikern keinen Glauben zu schenken, egal zu welchem Geschlecht sie sich bekennen.
    Denn jeder Mensch hat noch die eigene Macht und Willen die Missstände ab sofort
    zu beenden und die Machtbesessenen (Frauen und Männer) gewaltfrei zu stürzen.“
    Da bin ich absolut Ihrer Meinung.

    Antworten
  8. Kristina

    @Jörg
    @Auslaufmodell
    man kann euch beiden zustimmen, aber euere Wahrheiten sind so banal wie z.B.
    das Feuer ist heiß, der Himalaya ist hoch, die Wüste ist trocken etc.

    Natürlich sind Frauen an der Macht genauso despotisch wie Männer und sogar viele Frauen und Kinder leiden unter der willkürlichen Frauenherrschaft.
    Denn gerade im schulischen pädagogischen und sozialen Bereich haben Frauen die Herrschaft und wir wissen alle schon seit der Kindheit, wie despotisch, willkürlich,
    korrupt und verlogen Frauen (und Männer) in den Machtpositionen vorgehen.
    Und obwohl es in der Politik immer mehr Frauen an der Spitze gibt, werden wie
    eh und je Kriege gestiftet, Gesetze missachtet und Bürger (beider Geschlechter) ausgebeutet.
    Daher wäre es sachdienlich die Geschlechterkämpfe zu unterlassen und den Pädagogen und Politikern keinen Glauben zu schenken, egal zu welchem Geschlecht sie sich bekennen.

    Denn jeder Mensch hat noch die eigene Macht und Willen die Missstände ab sofort
    zu beenden und die Machtbesessenen (Frauen und Männer) gewaltfrei zu stürzen.
    Vor allem im Konsumbereich hat jeder Mensch die Macht ethische, gesunde und
    vor allem mordfreie Produkte zu wählen.
    Wenn jeder Mensch den Fleischkonsum unterlassen würde, würden keine Tiere mehr qualvoll produziert, versklavt, transportiert und ermordet werden.
    Statt Tierfutter – welches zunehmend aus den Hunger-Ländern importiert wird –
    würden überall auf der Welt Landflächen für die Obstplantagen, Gemüse- und Getreidefelder gewonnen, in welchen es genug Essen und Platz für alle Menschen und Tiere gäbe.
    Siehe viele Beiträge und Buch von der Autorin Karen Duve „Anständig Essen“.
    https://www.youtube.com/watch?v=5_SQbTmAKn0

    Natürlich können auch Hunde und Katzen komplett vegan leben.
    Skeptiker können recherchieren unter „vegetarische, vegane Hunde und Katzen“ https://www.youtube.com/watch?v=tAN99my0vqc

    Auch haben wir die Macht die Sklavenarbeit abzuschaffen, wenn wir keine Billig-produkte aus den Hunger-Ländern kaufen, sondern hauptsächlich Regionalprodukte.
    Auch sollten wir keine Billiglohn-Verträge zulassen.

    Außerdem dürfen wir den Medien nicht glauben, dass uns angebliche Überbevölkerung und Kollaps droht, denn wie der bekannte Chemieprofessor Michael Braungart sagte:
    „Wir sind nicht zu viele – Wir sind nur zu blöd!“
    https://www.youtube.com/watch?v=SlNG8A7fUfE

    Michael Braungart lehrt uns die Natur zu kopieren, da nur so kein Müll, kein Gift und kein zusätzliches Leid produziert wird.
    „Cradle to Cradle – Nie mehr Müll – Leben ohne Abfall“
    https://www.youtube.com/watch?v=4YLNbhglD5M

    Antworten
  9. jörg

    Frauen an die Macht? Ich denke das geht genauso in die Hose. besser wäre, die Autorin hätte erkannt, das Macht allgemein das Problem ist. Wieso haben denn einige wenige Menschen die Macht? Weil wir sie ihnen geben. Jeder einzelne ist Schuld, weil er nicht einmal Verantwortung für sein eigenes leben übernehmen möchte. Ein weiteres Problem ist der Kollektivismus. Ohne den könnte man gar keine Macht ausüben. Selbst die Autorin denkt scheinbar in diesen Mustern. Weil sie glaubt zu wissen, wie die Welt zu sein hätte und alle anderen hätten zu folgen. Will nicht jeder Machtbesessene uns genau das glauben machen?
    Übrigens glube ich CO2 ist ein Lebensbaustein und wird unsere Erde ganz sicher nicht erwärmen. oder marginal. Ich knnte auch in den Ozean pissen und behaupten er hat sich nun erwärmt. Ganz sicher hätte ich recht. Aber hätte das eine Auswirkung.

    Antworten
  10. Kristina

    Es ist lobenswert, dass beide Autorinnen direkt und schonungslos aufzeigen
    wie die dominanten machtgierigen Psychopathen skrupellos unsere Gesellschaft
    und Umwelt zerstören.

    Die Unterdrückung, Manipulation und Zynismus seitens machtgierigen Figuren werden oft tabuisiert, obwohl die meisten Menschen darunter leiden und bereits seit früher Kindheit und Schulzwang von skrupellosen Erziehern und Pädagogen eingeschüchtert, bevormundet, traumatisiert und geschädigt werden.
    Ausgerechnet in sog. „sozialen“ Bereichen (Pädagogik, Sozialkunde, Politik, etc,
    in welchen wenig Sachkompetenz erkennbar ist), tummeln sich machtbesessene Diktatoren, um die Menschen wie Herdentiere zu bezwingen, zu kontrollieren,
    zu manipulieren, zu beurteilen und herum zu kommandieren.

    Es wäre sinnvoll und demokratisch, den Schulzwang samt willkürliche Pädagogenmacht abzuschaffen und allen Kindern nur freiwilligen Schulunterricht wie beim Studium anzubieten. Denn es ist unzumutbar, zynisch und missbräuchlich wenn Kinder unter Schulzwang sogar zu Genderismus und Frühsexualisierung gezwungen werden und unter dem Deckmantel „Kreativität“ offenbar Globalisierungspropaganda zu befolgen haben, indem sie mit fernen Symbolen, Fernsprachen, Ideologien und anderem unsinnigen Zeitvertreib künstlich beschäftigt werden.
    Offenbar geht es den Pädagogen und Patriarchen darum, die Kinder von ihrem Familienleben abzuhalten und von ihren eigenen Interessen und Talenten abzulenken.
    Es muss jedem klar sein, dass die Kindererziehung natürlich den biologischen Eltern unterliegt und definitiv keinen Fremdpersonen, die sich als Pädagogen, Erzieher, Berater, Helfer und Wohltäter titulieren, jedoch in Wirklichkeit diktatorisch, skrupellos vorgehen und stets Schulzwang, Einschüchterung, Bevormundung und willkürliche Beurteilung betreiben. Denn mit infantiler und kritikloser Gesellschaft haben die Machteliten und Konzerne ein kinderleichtes Spiel.

    Antworten
  11. Auslaufmodell

    Macht es sich die Autorin da nicht ein wenig all zu einfach?
    Klar, die Männer sind schuld! Hatten wir es nicht immer schon geahnt? Nur so kann es sein. Männer bringen Männer zur Welt und deswegen kommen aus bösartigen Männern immer nur bösartige Männer hervor. Die armen völlig zu unrecht dämonisiertenund getretenen Frauen sind ja so ganz und völlig unschuldig!
    Leider bringen Männer keine Männer auf die Welt – jeder Mann hat eine Mutter. Und jetzt?
    Mag da sich jeder einen, nämlich seinen eigenen Reim drauf machen. Mir ist das zu müssig,. Entweder muss man feststellen: „Keiner ist schuld!“, was nicht so ganz von der Hand zu weisen ist, da der Begriff „Schuld“ nur dann anwendbar wäre, wenn man davon ausgeht, das der Schuldige sich im Zustande der Unfehlbarkeit befindet, was außer auf den Papst auf keinen mir bekannten Menschen zutrifft und selbst da habe ich so meine Zweifel. Somit wäre dann kein Mensch „schuld“. Eine sehr eingängige These. Geht runter wie Öl – so zu sagen. Oder aber wir geben allen Menschen einen gleichen Anteil an der Schuld und stellen fest: „Die Menschheit ist eine durch und durch verkommene, bösartige Krebsgeschwulst im Bewusstsein des All-Eins-Seinns, auch bekannt unter der fehlerhaften Bezeichnung ‚Gott‘!“ Und wirklich – fast sieht es so aus, als ob letztere These die wahrscheinlichere These ist. Schließlich wurde den Menschen immer wieder gesagt, wie allein ein glückliches Zusammenleben aller Mittglieder der menschlichen Spezies funktionieren kann. Doch immer wieder hielten sich die Menschen für schlauer und nagelten die unliebsammen Mahner ans Kreuz oder taten ihnen ähnlich angenehme Sachen an.
    Letzlich trifft der Spruch aus der Bibel (Ich weiß nur, das er dort so ähnlich steht! Wo genau ist mir Wurst.): „Ein jedes Volk bekommt von Gott den König, den es verdient!“ Soll heißen, das das Volk in den seltensten Fällen besser ist als sein König. Ein Volk von Schwarzarbeitern zeigt so völlig zu Unrecht auf die fiesen Steuerhinterzieher da oben. Ein Volk von Betrügern braucht sich nicht zu wundern über die Betrüger, von denen es regiert wird. Ein Volk von Mödern und Dieben, nun ja – dieses Spiel liesse sich beliebig ausdehnen. Es triumphiert hier wie da die Scheinheiligkeit.
    Man könnte nun also sagen: „Jawohl! Die Menscheit ist , schlecht und ach so böse! Oh Komet, nun fahre denn hernieder und lösch aus diese Brut!“ Nur würde man dann eines außer Acht lassen: Kein Mensch, wirklich keiner, auch der Papst und unser geliebte Frau Kundesbanzler auch nicht, ist unfehlbar, geschweige denn im Zustande der Perfektion. Menschen sind nun mal fehlerhaft, gerade in unseren heutigen Zeiten, da die Menschen kaum noch etwas gemein haben mit dem, was Menschen einst waren. Zu sehr ist die Menschheit genetisch degeneriert. Zu schwach der Geist in ihr geworden. Letzlich macht es keinen Unterschied, warum die Menscheit vor ihrem Untergang steht (und das nicht erst in 30 Jahren). Es ist egal ob Schuld oder nicht. Warum also das Ganze? Weil es kommt wie es kommen muß. Ein Kind wird nicht erwachsen dardurch, das es wohlbehütet aufwächst, verhätschelt und verzogen wird und sich nie ernsthaft der Herausforderung „Leben“ stellen muß. Zum erwachsen werden gehören all diese kleinen oder auch großen Katastropen dazu, welche das Leben bereit hält. Nur ein Baum, der immer wieder vom Wind stark durchgeschüttelt wird gräbt seine Wurzeln so tief ein, das ihn nicht der erste dahergelaufene Sturm umbläst.
    Auf die Menscheit kommt, gewiss nicht unverdient oder unverschuldet, ein ziemlich fetter, aussgewachsener Sturm zu. Schaun wir mal, was ihre Wurzeln taugen. Das Leben kann ziemlich ungnädig sein zu jenen, die vom Grund auf verdorben sind. Alle anderen überleben und werden stark!

    Antworten
  12. pedrobergerac

    Leider sind es gerade die wildgewordenen Paviane des FED Zentralbankensystems, welche mit dem Geldschöpfungsmonopol diese Welt beherrschen.
    Sollen wir nun warten, bis diese Psychopathen von ganz alleine ausscheiden aus unserer Lebensgemeinschaft Erde?
    Würde es diese nämlich nicht mehr geben, hätten wir All die Probleme nicht, welche Frau Duve so beschrieben hat.

    Antworten
  13. Wetterfrosch

    @ Wellenbeobachter

    Gute Frage :“ Wie kommt es, dass derartige Leute (Egoisten, Hohlköpfe, Psychopathen) in so wichtigen Verantwortungspositionen und Chefetagen sitzen???“
    ————————————————————————-

    Mehr dazu im Artikel
    „Konzerne: Die Psychopathischen Feinde der Menschheit“
    http://www.neopresse.com/wirtschaft/konzerne-psychopathische-feinde-der-menschheit/

    Auszug aus dem Artikel :
    Seit der Entscheidung des obersten Gerichtshofes der Vereinigten Staaten von Amerika wurden Geschäftsbünde zu rechtlichen Personen.
    Der “Konzern” war geboren und eroberte sich in den nächsten Jahrzehnten eine unglaubliche Machtstellung in jeder Gesellschaft, mittlerweile dank Globalisierung eine Machtstellung, die die Macht von Nationalstaaten übersteigt.
    Seitdem greift der Konzern nach allem, was seinem Ziel nutzt (und was laut Gesetz sein einziges Ziel zu sein hat: Profit zu machen). Letztlich sogar in der Gestalt von Bechtel nach dem Regenwasser Boliviens, das er für 25% der Einkünfte der Bevölkerung an diese zurück verkaufen wollte. Der Versuch ist gescheitert, drei Tote, viele Verletzte.
    Robert Hare, Psychologe und FBI-Berater kam nun auf eine recht unterhaltsame Idee.
    Wenn ein Konzern, so seine Argumentation, als eine juristische Person angesehen werden will, dann ist es legitim, ihn den gleichen psychischen Kriterien zu unterwerfen wie … z.B. einem normalen Menschen.
    Grundlage für den Test war: Personality Diagnostic Checklist, WHO ICD 10
    Manual of Mental Disorders DSM IV

    Diese Standardkriterien sind auch jedem deutschen Psychiater geläufig.
    Ziel war, zu sehen ob und bis zu welchem Grade Konzerne in ihrer Erscheinungsform als juristische Person als “psychopathisch” einzustufen sind. Bewertungskriterium war u.a., wie sie sich zu der Gesellschaft verhalten, in der sie ihre Geschäfte betreiben.

    Folgende Kriterien wurden erfüllt:
    1. Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer
    2. Unfähigkeit, dauerhafte Beziehungen einzugehen
    3. Skrupellose Gefährdung anderer
    4. Unfähigkeit, Schuld zu empfinden
    5. Hinterlist, Lügen und Täuschen um des eigenen Vorteils willen
    6. Verletzung sozialer Normen und gesetzlicher Vorschriften

    Mehr Kriterien gibt es nicht. Die herrschende Institution unserer Zeit, eine juristisch handelnde und mit größter Machtfülle ausgestattete Person gleicht nicht nur ein bisschen einem Psychopaten.
    Das psychische Profil dieses Monsters gleicht dem eines Massenmörders. Mit allen Konsequenzen.
    (Quelle: “The Corporation, M.Achbar, J.Abbot & J.Bakan, DVD, erhältlich nur bei “Zweitausendeins”)

    Fazit: ein unmenschlicher Psychopath beherrscht unsere Wirtschaft, unsere Politik, unsere Kultur – und nach jahrzehntelanger Indoktrination durch eine gigantische und äußerst raffinierte Werbeindustrie das Denken der meisten unserer Mitmenschen sowie unserer Kinder.

    Antworten
  14. Wellenbeobachter

    Dieses Buch wirft eine grundsätzliche Frage auf und erweitert die Betrachtung bei genauerem Hinsehen um eine weitere Dimension.

    Wie kommt es, dass ausgerechnet derartige Leute (Egoisten, Hohlköpfe, Psychopathen usw.) in so wichtigen Verantwortungspositionen und Chefetagen sitzen??? Gäbe es keine besseren Kandidaten dafür?

    Oder steckt da noch was anderes dahinter? Die Antwort gibt es:

    http://www.hh-violette.de/die-sache-und-ihr-abbild-wie-ideologie-entsteht/

    Antworten
  15. dieter

    Reichlich intellektuelles schadet dem Verständnis mehr als es nützt, und viel ist meist nicht besser. Auch die Sein Redaktion vermittelt den Anschein dass aufgeblasene Texte Qualität vermittelt. Ich war vor Ort bei der Lesung in Berlin und inhaltlich finde ich das Thema und die Wirkung grossartig, die Frau Duve erzielen kann, aber als Ikone sowie ihre Präsenz ist sie ziemlich entäuschend und ihre Argumentation lässt sich reduzieren auf klägliche Kenntnisse und billige Wissenschaftsuntermauerung. Dann berichtet die Sein Redaktion auch noch brav und nach banaler Journalisten-Schule kritisch, indem sie ihr eigenes Lager aufs Korn nimmt, was an sich kein Problem darstellt, aber es wirkt Stereotyp. SEIN hat ein hohes Niveau, aber aufgeblasene Text-Menge macht nicht fehlende Leser wett….

    Antworten

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.

*