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Wir wünschen uns Leichtigkeit, Fließen mit dem Leben und das Gefühl von Verbindung.
Und haben stattdessen oft die Empfindung, abgetrennt zu sein und uns mit angezogener Handbremse zu bewegen. Integratives Atmen kann ein Weg sein, die Bremsklötze zu lösen und wieder in Einklang mit dem Leben zu kommen.


Für die meisten von uns war die Geburt eine Erfahrung von Verwirrung, Hilflosigkeit, Kampf und Trennung; der erste Atemzug ein Erlebnis tiefer Angst vor dem Leben. Hier begannen Misstrauen in das Leben, das Gefühl, allein und getrennt zu sein, und die Angst, voll und frei zu atmen. Durch das zu frühe Durchtrennen der Nabelschnur ist uns die Entscheidung genommen worden, selbst zu bestimmen, wann das eigenständige Leben in diesem Körper und auf der Erde beginnt. Diese Erfahrungen beeinflussen unser Bewusstsein, wie wir in unserem Körper und unserem physischen Universum leben, bis heute. Um überleben zu können, war es notwendig, die unangenehmen Erlebnisse zu verdrängen, aber wenn wir uns die Ergebnisse in unserem Leben anschauen, können wir erkennen, dass wir unbewusst unser Leben immer noch so leben, als stünden wir unter dem Einfluss der Geburt.

Auf zellulärer Ebene haben sich die „Lebensgesetze“ verfestigt, und wir halten daran fest, weil wir glauben, dass sie unser Überleben garantieren. Wir sehen das Leben durch diese Überzeugungen wie durch eine Brille – wir haben allerdings vergessen, dass wir sie tragen.

Bewusstes Atmen wirkt auf Körper, Gefühle und Gedanken

Wenn wir, wie in einer Atemsitzung, bewusst und verbunden atmen, steigt die Energie in unserem Körper an, bis sich die Grenze zwischen Bewusstem und Unbewusstem öffnet und Erinnerungen auftauchen – körperliche, emotionale oder gedankliche. In der Sicherheit und Gegenwärtigkeit des Atems werden diese Erinnerungen aus ihrer Unterdrückung und Bewertung entlassen und stehen als reine Energie und Lebendigkeit zur Verfügung. Verspannungen lösen sich, die Muskeln und Zellen lassen los, die Selbstheilungskräfte können sich entfalten, der Körper wird im weiteren Atemprozess gesünder.
Da das Atem- und emotionale Zentrum neurologisch verbunden sind, ist das Zulassen von unterdrückten Gefühlen über das Atmen ein Schlüssel zur persönlichen Heilung. Besonders wenn die Vergangenheit sehr traumatisch oder intensiv war, haben wir verlernt, diese Gefühle zuzulassen und damit im Hier und Jetzt zu bleiben. Statt dessen betäuben wir uns, um das Fühlen zu vermeiden. Der verbundene Atem unterstützt in großem Ausmaß darin, sich sicher mit intensiven Emotionen zu fühlen und präsent damit zu sein.
Durch gewohnheitsmäßiges negatives Denken berauben wir uns zusätzlich unserer Lebenskraft. Meist haben wir die Verbindung zu dem unbegrenzten geistigen Potential verloren, an dem wir alle teilhaben können. Der Atem unterstützt uns darin, diese Verbindung wieder herzustellen und die Welt ohne die Brille unserer konditionierten negativen Filter so zu sehen, wie sie ist. Und das Beste: Veränderungen durch den Atem sind im Körper verankert und daher bleibend.

Erwachen auf zellulärer Ebene

Mit fortgesetztem Atemprozess erkennen wir die darunter liegende Wahrheit über uns, andere Menschen und das Leben, wir werden vertrauter mit uns und sind in der Lage zu sehen, wie wir selber das erschaffen haben, worunter wir leiden. Die aus der Vergangenheit stammenden Überlebensstrategien verlieren ihre Macht über uns. Wir finden immer mehr aus der Opferrolle heraus zum Gestalten und Manifestieren eines Lebens im Einklang mit unserer Essenz und Bestimmung. Das Gefühl, allein und getrennt zu sein, verwandelt sich in einen Zustand, sich mit allem und allen Menschen verbunden zu fühlen. Unsere Gedanken des Kampfes, der Verteidigung und des Überlebens werden transzendiert.
Das Erwachen durch den Atem ist eine lebendige, durch den Körper erfahrbare Realität.

Foto oben: ©Alexander_Maier-fotolia.com

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