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Geburt, damit assoziieren wir nicht nur Strampelanzüge, sondern vor allem Schmerz, Angst und Trauma. „Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären „, droht schon die Bibel und unsere Gesellschaft hat es wahr werden lassen. Es sind Bilder von schmerzerfüllt schreienden Müttern, die uns unwillkürlich vor das innere Auge springen, wenn wir an Geburt denken.

Aber eine wachsende Zahl von Frauen macht eine ganz andere Erfahrung und behauptet, dass dies nichts als eine gesellschaftliche Programmierung ist. Tatsächlich könne die Geburt eines der ekstatischten Erlebnisse sein, die eine Frau überhaupt machen kann – und das Kind könne statt traumatisiert mit einer Welle orgasmischer Glücksgefühle an den Strand unserer Welt gespült werden. Eine Orgasmische Geburt – das klingt ziemlich unglaublich und stellt einen Glaubenssatz in Frage, den die meisten Menschen nicht im Traum in Zweifel ziehen würden. Hören wir uns das Erlebnis einer dieser Frauen mal an.

Himmlischer Orgasmus

Orgasmische GeburtPearl Shanti hatte zwei sehr schwere Geburten, die zweite so kompliziert, dass sie sich während des Prozesses für einen Kaiserschnitt entschied. Als sie mit ihrem dritten Kind schwanger war, traf sie die Entscheidung diesmal einen anderen Weg zu gehen. „Ich entschied mich, dass ich das nächste mal so gären würde, wie es einer Frau bestimmt ist, zu gebären. Ich wollte die volle Kontrolle über die Geburt und zu 100% Frau sein. Ich wollte eine natürliche Geburt ohne Schmerzmittel.“

Trotz des Traumes, der verletzen Vagina und der Narbe vom Kaiserschnitt, wurde ihr Wunsch war: „Als ich das dritte Kind bekam, geschah es mit Liebe, Freude und einem himmlischen Orgasmus!“ Da Pearl Shanti selbst zwei schwere Geburten hatte, ist sie sich durchaus bewusst, dass dies für die meisten Mütter wie ein verrücktes Märchen oder eine Provokation klingen dürfte. Dabei ist es ihrer heutigen Ansicht nach der natürliche Weg. „Frauen sind natürlicherweise dafür geschaffen in Freude und ohne Schmerz zu gebären, wir haben es nur vergessen. Zu gebären ist genauso genussvoll wie die Empfängnis, es ist ebenso intim, wie Liebe zu machen. Ein Erlebnis zwischen Mutter, Vater und dem Kind .. allen Dreien.“

Entspannung

GeburtWie kann das möglich sein? „Da ich Heilerin und Rebirthing-Trainerin bin, wusste ich, dass es sehr einfach ist, Schmerz in Genuss zu verwandeln.“ Tatsächlich werden bei der Geburt die gleichen Hormone ausgeschüttet, wie beim Liebesakt – nämlich unter anderem Oxytocin, Endorphine und Adrenalin – und wenn es der Frau gelingt, sich der Geburt in gleicher Weise genussvoll hinzugeben wie dem Liebesakt, entsteht auch ein sehr ähnliches Erlebnis. Letztlich hat das Bewusstsein der gebärenden Frau offenbar sehr viel damit zu tun, wie sie die Geburt erlebt.

Für die Frau bedeutet der Weg zu orgasmischen Geburt vor allem: Entspannung und Geborgenheit. Und unsere Gesellschaft hat wirklich ihr Bestes gegeben, um diese von vornherein zu verhindern. Alleine die Tatsache, dass Geburten hauptsächlich einem Gebäude namens „Krankenhaus“ stattfinden, sollte einem zu denken geben und sortiert den Beginn unseres Lebens in eine Kategorie zwischen Blindarm-OP und Autounfall. Insgesamt hat die klinische Geburt vielfach in etwas den Charme einer Notoperation bei örtlicher Betäubung.

„Wie kommt es, dass die normale Sichtweise auf Geburt in unserer Gesellschaft von Schmerz und Notfall beherrscht wird und der Ansicht, dass es eine schreckliche Erfahrung ist, die man überstehen muss?“, fragt auch Filmemacherin Debra Pascali-Bonaro, die mit „Orgasmic Birth“ die erste Dokumentation zum Thema gedreht hat. Ein Film, der weltweit für Aufsehen sorgte und vielen großen Zeitungen begeistert besprochen wurde.

Es ist vor allem eine Frage des Wohlfühlens. Unsere Assoziationen und das ganze Umfeld der Geburt verhindern fast mutwillig die Ausschüttung von Oxytocin und damit ein angenehmes Geburtserlebnis. Denn Oxytocin wird dann ausgeschüttet, wenn wir uns geborgen und entspannt fühlen, möglichst bei gedämpftem Licht und ohne äußere Störungen – nicht unbedingt die üblichen Verhältnisse in den meisten Kreissälen.

„Wir wissen sogar, dass man Tiere bei der Geburt nicht mit hellen Lichtern oder einer Menge Leute umgeben darf“, wundert sich Pascali-Bonaro.

Einfache Regel: Die Umgebung bei der Geburt sollte der entsprechen, die wir uns auch beim Liebesakt wünschen. Schöne Lichtverhältnisse, ein angenehmer Raum oder gar die Natur, eventuell Düfte und Musik, keine fremden Menschen, keine Gespräche, Intimität und Nähe.

„Wenn wir einem Liebespaar während ihres Liebespiels laufend Anweisungen geben würden, wie sie einen Orgasmus erreichen können, würde sie das komplett verstören und die Hormonausschüttung würde nicht stattfinden. Man hat nicht Sex mit einer Gruppe applaudierender Zuschauer, aber bei der Geburt akzeptieren wir das“, meint auch Hebamme Gail Tully.

… und Transformation

Für Pearl Shanti spielte das Umfeld ebenfalls eine große Rolle, obwohl sie sich entschied, wegen der Komplikationen bei ihren vorhergehenden Geburten im Krankenhaus zu entbinden, überzeugte sie die Ärzte eine ziemlich lange Wunschliste umzusetzen, um das Umfeld so intim wie möglich zu gestalten: Licht, Raumgestaltung und Musik, kein elektrisches Licht und eine Badewanne mit warmen Wasser standen unter anderem auf dieser Liste.

Während der Wehen begibt sich Pearl Shanti in Meditation, zentriert sich mit Hilfe von Atemübungen im Körper und entspannt sich immer wieder in die intensiven Gefühle. Mehr und mehr stimmt sie ihren Geist auf Hingabe und Loslassen ein. Als die Wehen stärker werden, gelingt es ihr, sich immer tiefer in die Kontraktionen und den Prozess zu entspannen und sich zu öffnen.

„Die meisten Frauen verspannen sich wegen des Schmerzes und der Angst. Die Konsequenz ist, dass der Schmerz immer stärker wird und der Körper mit Widerstand auf den Geburtsprozess reagiert. Und wenn der Schmerz sich verstärkt, kommt die Panik und der Körper verspannt sich noch mehr.“ Ein Teufelskreis, den sie selbst von ihren ersten zwei Geburten gut kennt.

„Darum lehne ich mich also in der Badewanne zurück und der Schmerz wird sofort losgelassen – es ist wundervoll! Es ist, als ob ich meinen weiblichen Körper beobachte, der sich langsam öffnet wie eine Lotusblüte. Stell dir vor, du wärest eine Blume. Die Sonne scheint ihre Strahlen auf die Blütenblätter, die sich langsam öffnen, um die Strahlen hereinzulassen. Wenn die Blume im Widerstand gegen diese natürliche Öffnungs-Phase ist, wo die Strahlen warm und pulsierend sind, wird die Blume bald beginnen, in Schmerzen zu vibrieren. Denn sie kann nicht gegen das kämpfen, was natürlich ist. Sie wurde geschaffen, um sich für das Licht zu öffnen. Sie ist geschaffen, um zu blühen. Wenn die sich Lotusblume entspannt, statt sich zu widersetzen, kommt die Freude, als eine funkelnde Welle der Glückseligkeit“, beschreibt sie ihre Erfahrung sehr bildhaft.

Je stärker die Kontraktionen werden, desto tiefer sinkt sie in eine Trance der Glückseligkeit, beginnt ihren Unterleib rhythmisch im Uhrzeigersinn zu bewegen, gibt sich immer tiefer hin. Es ist niemandem erlaubt mit ihr zu sprechen, sie ist völlig fokussiert.

„Ich fühlte mich eins mit dem Universum, ich fühlte mich wie eine Frau – eine Göttin.“

Mit diesem Gefühl verbringt sie die nächsten Stunden, in einer fokussierten, meditativen Trance.

„Ich konnte ein Stechen spüren, als der Kopf meines Sohnes herauskam, aber plötzlich verwandelten sich das Stechen und ein Schmerz in meinem Rücken zu einem orgasmischen Gefühl uns eine noch tiefere Trance führte mich in noch tiefere Hingabe.“ Das erste, was ihr Sohn auf der Welt hört, ist das laute „Yeeeees!“ seiner orgasmischen Mutter.

Intimes Geburtserlebnis…

Ein Orgasmus bei der Geburt sei letztendlich nicht das Ziel, sondern ein intimes, schmerzfreies und sensuelles Geburtserlebnis betont allerdings Filmemacherin Pascali-Bonaro, der Titel ihres Filmes „Orgasmic Birth“ sollte vor allem aufrütteln und die gängigen Assoziationen mit Geburt in Frage stellen. Dennoch erhalte sie permanent Zuschriften von Frauen, die solche Erlebnisse haben.

„Ich bekomme wir verrückt E-Mails von Frauen, die mir danken, dass ich darüber gesprochen habe“, berichtet sie. „Da sind Frauen, die mir schreiben ‚Ich hatte den unglaublichsten Orgasmus und habe es nie jemandem erzählt, weil ich dachte, es sei unnormal.“

… oder lieber Trend zum Kaiserschnitt?

KaiserschnittWas normal und was unnormal ist, das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden. Derzeit scheint es einen ganz anderen Trend zu geben: Mütter, die sich völlig mit Schmerzmitteln betäuben oder ohne Not einen Kaiserschnitt wählen. Immer mehr Frauen scheinen eine Operation der natürlichen Geburt vorzuziehen, wobei es umstritten ist, wie viele diesen Schritt schon von Anfang an planen.

Fest steht: Jede dritte Geburt ist mittlerweile ein Kaiserschnitt, eine Operation, die gerademal 60 Minuten dauert, schmerzfrei ist und als Garantieschein für eine nahezu risikolose Geburt gilt. Für das Kind gilt er als ungefährlicher und nicht so traumatisch wie die vaginale Geburt, die Mutter kann die Geburt zudem auf die Stunde genau planen, entgeht den Schmerzen und ihr Beckenboden bleibt unbeschädigt. Eine Narbe von acht Zentimetern und ein paar Tage Krankenhaus sind der einzige unmittelbare Nachteil – viele Psychologen und Hebammen gehen aber davon aus, dass es Frauen mit Kaiserschnitt wesentlich schwerer fällt, eine tiefe Bindung zum Neugeborenen aufzubauen, weil das intensive Erlebnis, der spezielle Hormoncocktail und die große Erleichterung der Geburt fehlen. Ein Umstand, der das Verhältnis zum Kind vielleicht das ganze Leben beeinflusst.

Geburt als spirituelle Initiation

Frauen, die sich für eine orgasmische Geburt entscheiden, dürften aber ohnehin auch noch andere Gründe für diese Entscheidung haben, als nur dem Schmerz zu entgehen. Die Geburt ist für viele von ihnen auch eine spirituelle Erfahrung, eine Initiation, die sie tiefer zu ihrer Weiblichkeit führt. Viele Frauen berichten von tiefen meditativen Erlebnissen, großen Einheitsgefühlen, inniger Verbundenheit mit dem Partner und Kind, einem Verschmelzen mit der Schöpfung und Kontakt zu spirituellen Ebenen und der Seele des Kindes. Die orgasmische Geburt ist damit auch ein spirituelles Willkommenheißen der neuen Seele auf der Erde, ohne Trauma, statt dessen in tiefer Verbundenheit und Freude. Wir mögen uns vorstellen: Was könnte es für künftige Generationen bedeuten, wenn sich diese Art zu gebären durchsetzt?

Gesellschaftlich und kulturell kratzt die orgasmische Geburt an einigen Glaubenssätzen. Das nicht nur die Empfängnis, sondern auch die Geburt und schließlich das Stillen (viele Frauen haben Orgasmen beim Stillen) lustvolle und sexuelle Erlebnisse sein können, stößt noch immer auf viel Unglauben oder sogar Feindseligkeit – denn wenn dies für die Frau nicht schmerzhaft oder wenigstens schamvoll geschieht, ist für viele noch immer schlicht „pervers“. Die Widerentdeckung des Weiblichen, mit all ihrer lebensbejahenden Lust, die Wiederentdeckung der lebensspendenden Göttin ist sicherlich ein großes Thema unserer Zeit. Und die orgasmische Geburt ist dabei einer von vielen Bereichen, in denen nun vielleicht endlich wieder Natürlichkeit einkehren darf.

„Eine natürliche und ungestörte Geburt ist integraler Bestandteil der weiblichen Sexualität und ein viel missachtetes Menschenrecht“, meint Pascali-Bonaro. „Frauen können die Geburt als gefühlvoll und genussvoll erleben und in eine natürliche Ekstase eintauchen. Neue Forschung zeigen, dass das Erlebnis einer intimen Geburt das Leben der Frau tief greifend beeinflusst.“

Auch für Hebamme Ina May Gaskin ist die Geburt ein Weg zur Selbsterkenntnis:

„Es ist möglich, ein ekstatisches Geburtserlebnis zu haben, tatsächlich ist es der beste natürliche Rausch, den ich kenne. Und dieser Zustand des Bewusstseins wird am besten erreicht, wenn eine Frau voll und ganz bewusst und ganz wach ist. Frauen haben keine Möglichkeit zu wissen, wie ihr Körper wirklich funktioniert, bis sie es in der Geburt ausprobieren. Ich denke, Frauen können völlig überrascht sein durch die Veränderung, die in ihnen durch die Geburt geschieht. Du hast etwas sehr Machtvolles in dir – etwas Wildes kommt hoch – und ich denke, Babys brauchen Mütter, die diese Wildheit haben, du hast das Gefühl, du könntest alles tun.“

Frauenärztin Christiane Northrup sieht die Geburt als eine Möglichkeit für die Frau, ihre Weiblichkeit zu entdecken, die eine tiefe psychische und spirituelle Transformation zur Folge haben kann:

„Wenn die Frauen zu verstehen, was sich uns bei der Geburt öffnet, dann werden wir diese Geburts-Kraft, diese orgasmische Macht in unserem Körper nie mehr an die ‚Experten‘ übergeben. Wenn Du eine Frau triffst, die eine ekstatische Geburt gehabt hat, kannst du sie nicht mehr überreden Drogen zu nehmen, die nicht gut sind für ihren Körper. Du kannst sie nicht zu einer Hysterektomie überreden, die sie nicht braucht. Sie ist heimgekommen zu ihrem Körper. Sie weiß, wozu dieser Körper fähig ist. Sie liebt diesen Körper. Dieser Körper liebt sie. Und es gibt nichts wie die Transformation bei der Geburt, um dies so tief in ihr zu verankern, dass sie erleuchtet wird, weil sie einen Kanal ist für das Leben. Und dann wird sie einen Kanal für das Leben in all seinen Formen.“

Für Pearl-Shanti ist die Verbreitung der natürlichen Geburt zu einer Berufung geworden. „Mein Ziel ist es, jeder Frau zu einem bewussten Prozess der Geburt zu helfen, einfach deshalb, weil jede Frau eine atemberaubend schöne Göttin ist, mit einer enormen Transformations-Kraft in ihrem Inneren!“

Links zum Thema „Orgasmische Geburt“:

Blog von Pearl-Shanti und ihrem Mann Andrian

Webseite zur Filmdokumentation  Orgasmic Birth

 Video Orgasmische Geburt

Trailer zu Orgasmic Birth

Bilder

Orgasmische Geburt 1&2: Screenschots aus „Orgasmic Birth“

Baby: Isaiah Lotus birth 2007 von Kelly PhD Lizenz: cc-by-sa

Lotus: Flower of Nelumbo nucifera, bean of India. von T.Voekler Lizenz: cc-by-sa

Kaiserschnitt: Cesarean section scar and linea nigra von Azoreg (page does not exist) Lizenz: cc-by-sa

17 Responses

  1. Kathrin Schüller
    Keine Krankenhausgeburt

    Ich habe noch keine kinder, aber es ist in meinem lebensplan mit eingebaut. da ich erzieherin bin und viel mit kindern zu tun habe, habe ich mich auch in diesem bereich schon informiert. ich finde es wirklich bemerkenswert das frauen die eine schöne geburt hatten, aufstehen und es in die welt rufen. das ist ein erster anfang, und ein sehr wichtiger. die meisten komplikationen entstehen durch unser denken, und durch das außen, daher schaue ich mir keine negativen geburtsberichte an. das ist das beste was man machen kann. positive geburtsberichte anschauen und versuchen mit zu fühlen.

    ich persönlich finde es so absourrt das ärzte behaupten sie würden leben retten bei komplizierten geburten. und oft sind es sogar die frauen die dann provokannte aussagen tätigen wie “ ohne krankenhaus würden so viele kinder nicht überleben“ dies ist in meinen augen komplett falsch. allein durch die methoden des krankenhauses entstehen so viele komplikationen und dann stellen sie sich so hin als würden sie werdende mütter und kinder retten. als erzieherin bekomme ich oft mit wenn geschwisterkinder auf die welt kommen. da höre ich dann so geschichten wie, die geburt dauerte den ärzten zu lange und sie spritzen mir mittel zur wehenverstärkung. dann ging ihnen die geburt zu schnell und sie spritzen mir wehenhemmer. viele geburten werden in krankenhäusern eingeleitet, aber das sine dann keine normalen, natürlichen wehen, sie sind unnatürlich und viel viel stärker. eine mutter die ich mal kennen gelernt hatte, hatte dann so starke wehen das sie einen kaiserschnitt machen hat lassen, obwohl das kind ohne diese eingeleitete geburt warscheinlich ganz normal zur welt gekommen wäre. einer anderen mutter wurde auch die geburt eingeleitet. sie hatte dann auch so starke schmerzen das sie eine pda bekommen hatte, von dieser pda hatte sie nach der geburt so starke kopfschmerzen das sie sich nicht mehr bewegen konnte. sie konnte weder ihr kleines neugeborenes baby halten noch es sehen.

    mein kind wird niemals in einem krankenhaus zur welt kommen. niemals.

    Vielen dank an dieser stelle für den so schönen beitrag. liebe frauen, schaut euch nur positive geburtsvideos und geschichten an, und am besten keine krankenhausgeschichten. das eigene denken macht sehr viel aus.

    Eure Kathrin

    Antworten
  2. 1512
    Horrorszenen wie im Film

    Liebe Frauen, Mütter und Nicht-Mütter! Auch ich habe noch keine eigene Familie gegründet und habe mich aber schon oft mit Geburt, Geburtsvorgang und allem was dabei (angeblich) körperlich und seelisch mit Mutter und Baby geschieht auseinander gesetzt und bin immer zu dem Schluss gekommen, dass ich wahrscheinlich niemals freiwillig dazu bereit sein werde, die schmerzen einer Geburt in kauf zu nehmen… Ich bin ein absoluter friedensmensch, brauche viel ruhe, vertrage stress nur sehr schlecht und suche viel Geborgenheit. Oft gelingt es mir nur mit Meditation wieder meine Balance zu finden. Prinzipiell bin ich kein wehleidig mensch, dennoch schreckten mich geburten immer schon sehr stark ab. Vor allem wenn ich sah wie Frauen in Filmen Kinder gebären fühlte ich mich immer wieder in dieser angst bestätigt trotz des Wissens, dass es sicher in den meisten fällen zu keinen komplikationen kommt, die gleich über leben und tod von mutter und kind entscheiden werden. Häufig bekam ich sogar richtige wut, wenn ich von männern hörte, sie wünschten sich ein kind, weil es mir absolut unmenschlich erschien, sowas überhaupt seiner frau zuzumuten und abzuverlangen! Es war auch schon ein heißes thema zwischen meinem partner und mir und ich war nie gut darauf zu sprechen, obwohl meine Mutter mir immer sagte, es wäre alles nicht annähernd so schlimm wie in filmen dargestellt. Da sagte ich immer drauf: in der Regel vielleicht nicht, aber auszuschließen trotz dem nicht. Nun… Da ich aber auch einen sehr guten Zugang zu Spiritualität habe, auch selbst schon als Kind sehr gut auf alternative Heilmethoden ansprach fühle ich mich nun sehr erleichtert und auch ermutigt, dass es für Menschen wie mich Wege gibt keine Geburt erleben zu müssen, die mich daran hindern würde jemals wieder noch ein Baby zu bekommen. Ich spüre von jenen Frauen hier, die selbst schlimme Erfahrungen bei der Geburt machen mussten, eine regelrechte wut, dass ihnen ein schönes Ereignis gestohlen wurde, auf das meiner Meinung nach jede Frau ein recht haben soll! Und das ist allzu verständlich.

    Glg

    Antworten
    • Niseema
      Geburt

      Wir sind immer nur mit uns selbst konfrontiert auch Wut , die wir fühlen sind wir, gespiegelt im Außen. Es ist in Ordnung kein Kind haben zu wollen oder keine Schwangerschaft und Geburt erleben zu wollen. Ich kenne einige Frauen, die das nicht möchten. Allerdings bin ich dankbar für diese Erlebnisse, sie waren spirituelle Erfahrungen, Erfahrungen einfach ein Tor sein zu dürfen für das neue Leben, selbst im Angesicht des Todes. Und ich bin heute dankbar für meine Töchter und die drei Enkelkinder. Ich habe es so erfahren wie ich es erfahren habe und für jede Frau ist es anders.
      Ich kann aber auch Frauen verstehen, die das nicht möchten und verurteile sie deshalb nicht. Vielleicht sollten Sie das auch nicht. Und wenn ein Kinderwunsch besteht, kann man ja auch Kinder annehmen, die keine Mütter mehr haben. Das haben auch Freundinnen von mir getan. Liebe Grüße Niseema

      Antworten
  3. Susann Neumann

    schon lange kein Geheimnis mehr:

    doch noch eine Ergänzung von mir:
    Um eine schmerzfreie natürliche, und sogar eine orgasmische Geburt zu erleben, ist es so wichtig, dass die werdende Mutter (und am besten auch ihr Partner) das eigene Geburtstrauma aufgelöst hat; denn sonst wird es bei bester Vorbereitung getriggert.
    www.birthintobeing.de
    Und eine Korrektur: Der Absatz über Kaiserschnitt stimmt so nicht: der Kaiserschnitt (der geplante!, nicht der Notkaiserschnitt) ist viel traumatischer als eine natürliche Geburt: Das Kind wird ohne Vorwarnung aus seinem ozeanischem Paradies gerissen, und auf OP- Bedingungen geprägt: Themen und im Leben wiederkehrende Muster, wie: Verrat, es nicht selbst zu schaffen, Übergriff, eine emotional nicht anwesende Mutter, (Die Anästhesisten stattdessen als erste Prägung), Stress und fehlende Sicherheit .
    ‪#‎Kurzum‬: wenn wir Geburt heilen, können wir die Menschheit in 1-2 Generationen heilen.

    Antworten
    • Marion
      Klar wenn man daran Geld verdient

      würde ich auch nicht davor zurückschrecken Frauen ein Traumata einzureden, wo keines besteht. Schämen Sie sich, Fr Practitioner-in-training, schämen Sie sich!

      Antworten
      • Profilbild von shumil
        shumil
        Kein Trauma?

        Also ich kenne keinen Menschen, der so etwas nicht erlebt hat, meistens in der frühen Kindheit.

        Darum finde ich es gut, wenn jemand an das (leider so oft) traumatische Geburtserlebnis (für das Kind) erinnert und DA ansetzt.

        Geld verdient jeder, und wie jeder sein ‚Angebot‘ vermarktet, ist dessen Sache.

        Beim Link in Susann Neumanns Kommentar gefallen mir die Texte unter ‚Startseite‘ und ‚Überblick‘ – ein wichtiger Zusammenhang eingängig erklärt.

        Mehr zu diesen Mustern und Strukturen dort:
        sein.de/das-spiel-der-aufmerksamkeit/

        Alles Liebe.

  4. Anaonym

    Wieder ein Artikel, der Frauen mit Komplikationen während der Geburt ein schlechtes Gewissen machen will.

    Eine Geburt kann so verlaufen, wie hier beschrieben, muss es aber noch lange nicht. Da kann man sich noch so sehr nach einer bestimmten Methode vorbereiten…

    Als ob Frauen mit komplizierten Geburten weniger wert sind oder ihre Persönlichkeit nicht so entwickeln wie Frauen mit Traumgeburt…
    Sorry, ich kann dieses Getue um eine Geburt nicht mehr hören..

    Antworten
    • Hella Schwerla
      schlechtes Gewissen?

      Ich erlebte die Geburt meines Sohnes Ende der 60ger Jahre. Durch die Read-Methode habe ich mich gut vorbereitet. Nach 24 Stunden, in denen ich mit den Wehen leidlich durch diese Methode umgehen konnte, war der Schmerz unerträglich. Ich bekam eine Spritze und bekam meinen Sohn gewickelt. Es hat gedauert, bis ich das Baby annehmen konnte. Wahrscheinlich sind Hausgeburten, andere Methoden wie im Wasser, auf Knien etc. wirklich besser für Mutter und Kind. Aber dass sich Frauen, die es orgiastisch erlebt haben gleich heiligsprechen, geht mir ganz schön auf die Nerven. Vor allem, wenn Frauen, die es so nicht erlebt haben, dadurch ein schlechtes Gewissen bekommen. Es gibt auch Geburten, bei denen das Leben des Kindes auch nur gerettet werden kann, wenn ein Arzt dabei ist. Und das finde ich weitaus wichtiger als das narzisstische Gefühl eine Mutter, sich als Göttin gefühlt zu haben. Also, lasst doch jede Frau mit ihrem Erlebnis so sein, wie sie es erlebt hat, vielleicht erleben musste. Es gibt nicht nur eine Wahrheit.

      Antworten
    • Melanie vom Ahornhof (14)
      meine erkenntnis 🙂

      hallo liebe seele 🙂
      ich verspühre hier keine absicht diesen wesen ein schlechtes gewissen machen zu wollen 🙂
      du hast recht eine geburt kann so oder anders verlaufen es wird ja niemand gezwungen so zu denken oder es zu versuchen 🙂 ich selbst habe die erfahrung einer geburt noch nicht gemacht bin noch zu jung aber ich weiß dass wenn man mit seinen helfern kommuniziert, man dran glaubt und man es wirklich will kann man die erfahrung einer orgasmischen geburt erleben 🙂

      dein letzter absatz hat mich sehr bewegt…es gibt ja auch frauen die keine kinder wollen oder haben können…und diese können sich auch weiterentwickeln 🙂
      und auch wenn man eine andere art als seine traumgeburt erlebt hat das auch seinen grund 🙂 ich schicke dir mit diesem kommentar noch liebe mit denn ich glaube dass du sie ganz gut gebrauchen kannst <3

      von herz zu herz
      Melanie vom Ahornhof

      Antworten
  5. Mia

    Schön, dass das Thema „orgasmische Geburt“ jetzt auch in Deutschland besprochen wird. Leider wird das Thema Bindung und Geburt etwas überbewertet. Frei nach Renz-Polster (Kinder verstehen): „aus Evolutionsbiologischer Sicht wäre es ein wahnsinniger Nachteil wenn Bindung nur von den ersten paar Minuten abhängig wäre“. Es gibt viele Mütter – auch solche die ohne Kaiserschnitt geboren haben – die hinter verschlossenen Türen beschreiben, dass diese „überschwenglichen tiefen Gefühle“ zu Beginn fehlten. Viele haben schlechtes Gewissen weil sie glauben das müsse dazugehören um eine „Gute Mutter“ zu sein. Es ist wichtig das Thema nicht schwarz-weiß zu sehen. Genauso sollte man sich einfach klar machen, dass ein Kaiserschnitt, egal wie routiniert die Ärzte sind, eine Operation ist und im „Gesamtpaket“ ist ein Kaiserschnitt gewiss nicht „schmerzfrei“.

    Antworten
  6. Conny Navor

    Dank dieses Films habe ich meine Entscheidung meinen ersten Sohn im Kh zur Welt zu bringen, revidiert und eine Hausgeburt geplant. Es war die beste Um(Entscheidnung) meines Lebens! <3

    Antworten
  7. Ina

    Ich hatte bei meinem ersten Kind einen „risikolosen“ Kaiserschnitt. Geplant war eine Hausgeburt. Eine Woche nach der Geburt musste mein Blinddarm rausgenommen werden, weil bei diesem „risikolosen“ KS anscheinend nicht sauber gearbeitet wurde. Danach hatte ich noch 1 1/2 Jahre lang gesundheitliche Probleme durch diese beiden operativen Eingriffe.
    Ich bin richtig glücklich, dass ich heute diesen und andere Berichte zum Thema Orgasmic Birth gefunden habe, da ich annehme, dass ich wieder schwanger bin.
    Und dieses Mal soll alles anders werden.

    Antworten
  8. Doris Schlemmer, Amstetten, Ã

    Ja ich denke das ist möglich, ich habe selbst 2 Söhne geboren und beide schmerzfrei, weil ich es so wollte!
    Die Gedanken bestimmen den Verlauf der Geburt, ja des ganzen Lebens.

    Die Freiheit es im Wasserbecken und in der Entspannung zu machen hatte ich damals vor 15 Jahren noch nicht.

    Danke für diesen Artikel.

    Liebe Grüße Doris Schlemmer, Amstetten, Österreich;

    Antworten
  9. Leila

    Super!! Genau das Gegenteil zu dem was gesagt und gedacht und weitergegeben wird an die neuen Kinder!
    Klasse, dass ich diesen Text lesen durfte!

    Liebe liebe Grüße

    Antworten
  10. chris

    Das erste Bild zeigt eine Frau die pure Lust empfindet.
    Ja, dass klingt alles toll, hoffen wir viele Frauen denken um und können dann auch die Geburt genießen.

    Antworten

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